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Dritter Abschnif
Wilhelm Wood, neunjährig, „war 7 Jahre 10 Monate alt, als €
zu arbeiten begann“. Er „ran moulds“ (trug die fertig geform!‘
Ware in die Trockenstube, um nachher die leere Form zurückzu
bringen) von Anfang an. Er kommt jeden Tag in der Woche un
6 Uhr morgens und hört auf ungefähr 9 Uhr abends. „Ich arbeit
bis 9 Uhr abends jeden Tag in der Woche. So zum Beispiel währen‘
der letzten 7 bis 8 Wochen.“ Also fünfzehnstündige Arbeit für el!
siebenjähriges Kind! J. Murray, ein zwölfjähriger Knabe, sagt aus
„I run moulds and turn jigger (ich trage Formen und drehe d#
Rad). Ich komme um 6 Uhr, manchmal um 4 Uhr morgens. Id
habe während der ganzen letzten Nacht bis diesen Morgen 8 UM
gearbeitet. Ich war nicht im Bett seit der vorletzten Nacht. Auß®
mir arbeiteten 8 oder 9 andere Knaben die letzte Nacht durch. Al
außer einem sind diesen Morgen wiedergekommen. Ich bekomm
wöchentlich 3 Shilling 6 Pence. Ich bekomme nicht mehr, wenn je
die ganze Nacht durcharbeite. Ich habe in der letzten Woche zw®
Nächte durchgearbeitet.“ Fernyhough, ein zehnjähriger Knab®
„Ich habe nicht immer eine ganze Stunde für das Mittagessen; oft nV
sine halbe Stunde; jeden Donnerstag, Freitag und Samstag.“#7
Dr. Greenhow erklärt die Lebenszeit in den Töpferdistrikten v®
Stoke-upon-Trent und Woolstanton für außerordentlich kurz. Obgleich
im Distrikt Stoke nur 30,6 PZt. und in Woolstanton nur 30,4 pZ
der männlichen Bevölkerung über 20 Jahre in den Töpfereien b*
schäftigt sind, fällt unter Männern dieser Kategorie im erste
Distrikt mehr als die Hälfte, im zweiten ungefähr zwei Fünftel d?
Todesfälle infolge von Brustkrankheiten auf die Töpfer. Dr. BoothroY
praktischer Arzt zu Hanley, sagt aus: „Jede folgende Generati®
der Töpfer ist zwerghafter und schwächer als die vorhergehend®
Ebenso ein anderer Arzt, Herr MecBean: „Seit ich vor 25 Jahre
meine Praxis unter den Töpfern begann, hat sich die auffallend‘
Entartung dieser Klasse fortschreitend in Abnahme von Gestalt un“
Gewicht gezeigt.“ Diese Aussagen sind dem Bericht des Dr. Gre®
how von 1860 entnommen.
Aus dem Bericht der Kommissäre von 1863 folgende ;
Dr. J. T. Arledge, Oberarzt des North Staffordshire Krankenhaus
sagt: „Als eine Klasse repräsentieren die Töpfer, Männer u
Frauen . . . eine entartete Bevölkerung physisch und moralisch. 5
sind in der Regel verzwergt, schlecht gebaut und oft an der Br
verwachsen. Sie altern vorzeitig und sind kurzlebig; phlegmati$®
und bhutlos, verraten sie die Schwäche ihrer Konstitution dur“
hartnäckige Anfälle von Dyspepsie, Leber- und Nierenstörung®
und Rheumatismus. Vor allem aber sind sie Brustkrankheit®
unterworfen, der Pneumonie, Phthisis, Bronchitis und dem Asthm”
Cine Form des letzteren ist ihnen eigentümlich und bekannt unt”
7 „Children’s Employment Commission, st Report etc, 18®
Appendix p. 16, 19, 18,
68 „Public Health, 8ra Report ete.‘“, p. 102, 104, 105,