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Alphabetisches Verzeichnis. 159 
zeigt ein Jahresmittel von 198° C (Juli 31‘4, Februar 14‘7), die Hafen- 
stadt Guaymas (ca. 9000 Einwohner) 27° 55° n. Br, 83 m ü M, 
ein Jahresmittel von 268° C (September 338, Dezember 198); der Regen- 
fall ist sehr niedrig: Hermosillo 165 mm (Juli 417 mm), Guaymas 160 mm 
‘August 599mm; April und Mai sind in beiden Städten regenlos, der 
ganze Winter so niederschlagsarm, daß die Landwirtschaft von den rasch 
verdunstenden leichten Regen keinen Nutzen hat. Der Regenfall ist im 
Gebirge reicher, so daß die in tiefen, großartigen Schluchten nieder- 
strömenden Wässer im Unterlauf noch Wasser zur Bewässerung bei- 
steuern können (Asunecion, Sonora, Matepe, Yaqui, Mayo). Die Bewäs- 
serung aus den Gebirgsflüssen ist zugleich eine Schlammdüngung. Die 
in den Staat hineinreichenden Ausläufer der Sierra Tarahumare erreichen 
noch bedeutende Höhen. Die Vegetation ist größtenteils wüstenhaft 
dürftig; Wälder spärlich. Die Insel Tiburön ist von tiefstehenden Seri- 
Indianern bewohnt. 
Der Bergbau war schon in der spanischen Kolonialzeit hoch ent- 
wickelt (Zentrum Arizpe), war dann aber durch die Unruhen von 1810 bis 
1821 und den schweren Apachen- und Yaquiaufstand 1825 schwer ge- 
schädigt worden. Erst als die Regierungen von Mexico und der Union 
gemeinsam die schweifenden Indianerhorden zur Ruhe gebracht hatten 
(1884, 1890), begann sich amerikanisches Kapital (neben dem englischen) zu 
interessieren und entwickelte den Bergbau, der aber in der Revolutions- 
zeit zum Teil wieder zum Erliegen kam. Die Revolution hat zur Ver- 
armung der Bevölkerung geführt, so daß sie jetzt arbeitswilliger als früher 
ward; als 1922 das Kupferbergwerk Cananea nach 1‘/jähriger Ruhe wieder 
eröffnet wurde, strömten 12.000 Arbeiter dorthin! 1924 erzeugte der Staat 
675 kg Gold, 121.277 kg Silber, 835.443 kg Blei und 28, 302.216 kg Kupfer 
(über die Hälfte der Kupfererzeugung der ganzen Republik — 50 Mil- 
lionen kg), 7800t Graphit und 7t Molybdänerz. 
Der Wald liefert wenig Ausfuhrwerte: Gerb- und Farbholz, 
1910 gehörte das Privatland 1875 Besitzern, während 95'8% der länd- 
lichen Familien besitzlos waren. Die Regierung verlieh 18 von den 74 Ge- 
meinden Ejidos, Der Ackerbau erzeugt unter anderem viel Weizen (1924: 
31.600 t), Garbanzos (Kichererbsen) und Reis (besonders im Yagquital). 
auch Baumwolle (1923: 305 t), Tomaten und Frühgemüse, Der Anbau von 
Orangen war wegen hoher amerikanischer Zölle nicht entwickelbar. 
Höchstens */s0 des Bodens ist für Ackerbau geeignet, !/ıoo für intensive 
Kultur. Schwierigkeiten entstehen zuweilen durch Aufstände der Yaqui- 
indianer, so gegenwärtig (1926/27). Der Viehstand zeigte 1924 86.687 
Rinder, 6733 Pferde, 11.575 Maultiere, 4668 Schweine, 3726 Schafe und 
8548 Ziegen. Dei Rinderzucht ergibt Überschüsse, die nach dem Hochland 
abgeführt werden, da die frühere Ausfuhr nach den Vereinigten Staaten 
gegenwärtig wegen. hoher Zölle (80% des Wertes) nicht mehr mög- 
lich ist.
	        
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