Full text: Zwei Bücher zur socialen Geschichte Englands

Th. Paine, 
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yelesen — kein geringer Beweis für die Bedeutung Paine’s, 
ia gleiche Verbreitung und gleiche Dauer der Wirksamkeit 
den. Schriften anderer zeitgenössischer Agitatoren nicht zu 
Theil wurde. 
In diesen Schriften kommen eigentlich sociale Gedanken 
nur ganz ausnahmsweise vor, und von einem Eintreten für die 
Rechte und Interessen des Arbeiterstandes als solchen ist nicht 
die Rede. Paine schwärmt für die demokratische Republik 
im Gegensatz zu jeder anderen Regierungsform, und für den 
reinen Deismus im Gegensatz. zu jedem kirchlichen Dogma. 
Das sind seine beiden Hauptideen, die er immer wieder und 
wieder verficht und zwar stets mit rein rationalistischen Waffen. 
Diese beiden principiellen Ideen werden als absolut ver- 
aünftig einleuchtend gemacht. 
Innerhalb der demokratischen Republik verlangt Paine 
natürlich das allgemeine Wahlrecht und ist gegen jeden 
Census. Indessen ist ihm ‚die republikanische Verfassuhg, der 
Ausschluss von Monarchie und Aristokratie, doch die Haupt- 
sache, und .das allgemeine Wahlrecht als solches erscheint 
nicht als das Hauptpostulat. - 
Bentham kam vom allgemeinen Wahlrecht schliesslich 
zur repräsentativen demokratischen Republik; Paine geht von 
letzterer aus. und verlangt nur innerhalb derselben allgemei- 
aes Wahlrecht. 
Dabei wird vielfach ein Wahlrecht aller Steuerzahler 
verlangt, und der Census nur verboten, weil auch diejenigen, 
lie indirecte Steuer zahlen, Steuerzahler seien. . 
Bei dem Kampf gegen den Census fehlt jede Gehässig- 
keit gegen das Eigenthum; es wird sogar umgekehrt behauptet, 
das Eigenthum bedürfe zu seiner Sicherheit des allgemeinen 
Wahlrechts. 
Das allgemeine gleiche Wahlrecht ist die einfache Folge 
jes Postulats der Rechtsgleichheit — nicht die Folge bewuss- 
:jen Emporstrebens des Arbeiterstandes im Gegensatz zu einer 
zocialen Aristokratie: 
„Eine Regierung hat Kenntnissnahme von allen Dingen 
and von jedem Menschen als einem Gliede der nationalen
	        
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