fullscreen: Wirtschaftlichkeitslehre

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schritt im Geiste der Rationalisierung, der immer weitere Kreise 
ziehen wird, vom Außenverkehr nach innen reformatorisch wirkend, 
abenso wie rationelle Fortschritte im Innern auch stets irgendwie 
nach außen wirken. So wird eine Atmosphäre des internationalen 
Wirtschaftsfriedens geschaffen und die Domäne des jetzt noch 
latent herrschenden Wirtschaftskrieges ständig eingeengt und 
abgegraben. — 
17. Vorschläge. 
Um aber dieses Buch mit einem praktischen Vorschlage zu 
beenden, sollte in Österreich folgende Organisation geschaffen 
werden: Ein Forschungs- und Propagandainstitut für Wirt- 
schaftlichkeitslehre, dem als ständige Mitarbeiter anzugehören 
hätten: ein Volkswirt, ein Sozialpolitiker, je ein Bau-, Maschinen- 
und Elektrotechniker, ein Kaufmann, ein Psychologe und ein Physiologe 
(Arzt); diese Fachleute wären von den zuständigen Hochschulen 
"Fakultäten, Abteilungen) zu nennen. Diesem Arbeitsausschusse 
sollte ein kleiner Beirat zur Seite stehen, der die Hauptzweige 
der wirtschaftlichen Berufe, und zwar je zur Hälfte Arbeitgeber und 
Arbeitnehmer, zu umfassen hätte und von den zuständigen Haupt- 
körperschaften zu bestellen wäre. Eine solche Zusammensetzung 
sollte auch das geplante »Kuratorium für Wirtschaftlichkeit« erhalten. 
Wir sind somit »im engen Bretterhaus« eines Buches »den 
zanzen Kreis der Schöpfung« (rationeller Maßregeln in der 
menschlichen Wirtschaft) ausgeschritten; wir sind dabei, getreu dem 
Gebote des Theaterdirektors in Goethes »Faust«, vom Himmel (der 
höchstpersönlichen Rationalisierung) durch die Welt (der Rationali- 
sierung in Produktion, Handel und Verkehr) zur Hölle (der poli- 
tisch indizierten Öffentlichen und internationalen Rationalisierung) 
yewandelt. Wir haben überall des noch zu Tuenden ein reichlich 
Maß gefunden, aber nirgends Unmögliches verlangt. Um wieder mit 
Goethe zu sprechen, gilt .auch im Wirtschaftlichen als »der Weis- 
heit letzter Schluß«: stetes Streben nach Besserung, stete emsige 
eigene Tätigkeit; denn 
‚Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben, 
der täglich sie erobern muß. « 
(Faust II.)
	        
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