Kap. VIII.
Das Gleichgewicht des Problems erklärt.
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erbaut ist, den Betrag, der als Lohn und Zins zwischen den daselbst mit
der Produktion und dem Austausch von Gütern beschäftigten Arbeitern
und Kapitalisten verteilt werden kann.
Kurz, da der Wert des Grund und Bodens völlig von der durch
seinen Besitz gewährten Macht abhängt, die durch die Arbeit geschaffenen
Güter sich anzueignen, so erfolgt die Steigerung des Bodenwertes stets
auf Kosten des Wertes der Arbeit. Und hieraus folgt, daß, wenn die
Zunahme der Produktionskraft den Lohn nicht steigert, dies daher
rührt, weil sie den Wert des Grund und Bodens steigert. Die Rente
schluckt den ganzen Gewinn, und Pauperismus begleitet den Fortschritt.
Ls ist unnötig, Tatsachen anzuführen. Dieselben werden sich dem
Leser von selbst aufdrängen. Ls ist eine überall zu beobachtende all
gemeingültige Tatsache, daß, so wie der Wert des Grund und Bodens
zunimmt, auch der Kontrast zwischen Reichtum und Armut erscheint.
Ls ist eine allgemeingültige Tatsache, daß, wo der Wert des Grund und
Bodens am höchsten ist, die Zivilisation neben dem größten Luxus die
jämmerlichste Armut zeigt. Um menschliche Wesen irr der elendesten,
hilf- und hoffnungslosesten Lage zu sehen, darf man nicht nach den un-
eingezäunten Prärien gehen, nicht nach den Blockhäusern auf den eben
urbar gemachten Plätzen der Hinterwäldler, wo der Mensch auf eigene
Faust den Kampf mit der Natur beginnt und Land noch keinen wert
hat, sondern nach den großen Städten, wo der Besitz eines kleinen
Fleckens Lrde ein vermögen ist.