Contents: Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten

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diese Ewigkeitsgebilde, diese Formen, die gleichsam die 
sichtbaren Spuren der Schöpferhand tragen, daß uns das 
erschauernde Gefühl scheuer und bannender Ehrfurcht 
ergreift und keinen Augenblick verlässt. 
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Im Vergleich mit Erlebtem wandten sich meine Ge 
danken oft und wie von selbst nach dem fernen Orient, wo 
ich ein Jahr zuvor bei dem unvergleichlich schönen Schau 
spiel des Selamlik in Konstantinopel den Muezzin auf die 
Plattform des Minaretts hinaustreten sah; beim Nahen des 
Sultans aus Jildis-Kiosk rief er das Volk zum Gebet. Das 
Osmanenvolk betet und betet — doch es bleibt untätig. 
Müßig legt es die Hände in den Schoß; den Fremden über 
läßt es, die Schätze des Bodens zu erschließen und dem 
Weltverkehr neue Wege zu ebnen. Und hier — in dem 
„Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ — welcher Gegen 
satz! Gewiß ist man in seiner Art auch gottesfürchtig; man 
betet und in den Kirchen betet man an Sonn- und Feiertagen — 
aber beinahe jegliches Streben nach Höherem baut sich auf 
der Grundlage strenger, selbstbewußter Arbeit auf, auf Arbeit 
vom Morgen bis zum Abend. Jung und alt, arm und reich 
arbeitet. Jeder ist emsig wie ein Sklave; aber zugleich erfüllt 
vom Geiste der Freiheit, erblickt er in der Arbeit keinen 
Zwang, sondern Lebensbedürfnis. Je größer die Probleme, 
um so eifriger werden Nerven, Hirn und Muskeln angespannt; 
und von Aufgabe zu Aufgabe eilen, um sie alle mit Beharr 
lichkeit und Ernst überwinden zu können, erscheint als der 
wahre Lebensgenuß. 
Und im Westen wie im Osten der gleiche Arbeits 
drang, dieselbe Arbeitsfreude, Arbeitsbemeisterung und Ar 
beitsbereicherung! Sei es in der Bodenbewirtschaftung
	        
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