Object: Finanzwissenschaft

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111 telephonischen Nachrichten zusammen. Bei Uebersiedelung in den Neubau erhielt dieses Zeitungskontor einen besondern großen Raum, in dem fünf Fernsprechzellen die Verbindung der Zeitung mit der Welt hersteilen, eine Rohrpost fürs Haus mündet und eine solche mit dem Telegraphenamt die schnellste Uebermittlung der einlaufenden Drahtnachrichten besorgt. Hier wird die ge samte einlaufende Post für alle Abteilungen gesondert, geöffnet und verteilt. An der Spitze dieser wichtigen Abteilung steht der Prokurist Herrn. Sombetzki (eingetreten 1881). Die Beamten und (seit dem Kriege auch) Beamtinnen müssen besonders ge wandt in kurzschriftlichen Aufnahmen sein. Die Stelle endlich, der der Briefwechsel der Schriftleitung und die Honorierungsange legenheiten obliegt, wurde von 1876 bis 1. April 1884 von Johannes Schmidt, dem jetzigen Prokuristen der Bonifatiusdruckerei in Paderborn, ausgefüllt. Sein Nachfolger war Oskar Hofmann, der am 1. April 1886 durch den Verfasser dieser Schrift ersetzt wurde. Seit anderthalb Jahrzehnten ist das Sekretariat erweitert worden. •iv In die erfreuliche) Entwicklung der Zeitung griff der am 1- August 1914 ausgebrochene Weltkrieg mit seiner rauhen Hand verheerend ein. Zu Anfang schienen Handel und Wandel für die Dauer der Kriegszeit völlig lahmgelegt, alle Anzeigenauf träge wurden zurückgezogen und damit den Zeitungen die Lebens ader gefährdet; denn die Beziehergelder decken bekanntlich nur einen geringen Prozentsatz der Herstellungskosten einer Zeitung. Erst allmählich kehrte das Vertrauen in die Zukunft zurück, haupt sächlich angesichts des unvergleichlichen Siegeszuges unserer Westheere, und langsam stellte sich das geschäftliche Leben wieder ein. Aber dann machte eine steigende Papierteuerung und schließlich eine immer stärker sich bemerkbar machende Rapierknappheit, die 1916 zur gesetzlich festgesetzten Verteilung führte, den Zeitungen das Leben schwer. Währenddes Krieges verfolgte die KV eine entschieden vater- ländische Politik, die sich besonders nach der Freigabe der Erörterung der deutschen Kriegsziele deutlich kundtat, und ihr, selbst in den Reihen der eigenen Parteigenossen, manche Wider sacher erstehen ließ. Sie wollte „keine Eroberungs- und Annexions politik, aber Friedenssicherung und gerechte Entschädigungen“
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