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Einleitung.
Neben diesem großen Vorzüge weist der Ringofen noch eine
große Leistungsfähigkeit auf.
Der zweite Ofen mit ununterbrochenem Brande ist der Etagen
ofen von Dietzsch. Dieser Ofen besteht aus vier Abteilungen:
dem Schürherd, dem Vorwärmer, dem Schmelz- und dem Kühl
raume. Der letztere dient zur Aufnahme des gebrannten Zementes.
, Über ihm befindet sich der Schmelzraum, in dem die Rohmasse
bis zur Sinterung gebrannt wird. Er ist oben gewölbt und
mündet in einen Kanal, in dem das Feuer nach dem Vorwärmer
abzieht. In diesem Kanäle befindet sich auch der Schürherd.
Ist der obere Inhalt des Schmelzraumes gar, so wird aus dem
Kühlraume soviel fertiger Zement entfernt, als oben sinken
soll; dadurch wird ein Teil des Schmelzraumes frei, in den
nun durch die Feuertüren über dem Schürherd Brennmaterial
nachgeschüttet wird, während die im Vorwärmer vorgeglühte
Masse mit eisernen Hacken nachgezogen und über die Fläche
des Schmelzraumes verebnet wird. Wir sehen also, daß auch
bei diesem Ofen das Prinzip, die erzeugte Wärme möglichst
auszunutzen und dadurch an Brennmaterial zu sparen, angewendet
ist. Für ein Faß sind 23—27 kg Kohlen erforderlich 1 . Hermann
Schmidt in Bonn hat noch einige Verbesserungen an dem Etagen
ofen vorgenommen, um das Herausschlagen der Flammen aus
den Feuertüren zu verhindern. Dieser Ofen hat wohl unter allen
Ofenarten die weiteste Verbreitung gefunden und ist dem etwas
älteren Ringofen ein erfolgreicher Konkurrent gewesen. Aus der
Praxis hat sich ergeben, daß sich für gewisse Verhältnisse der
Etagenofen, für andere der Ringofen besser eignet.
Das modernste aller Ofensysteme ist der Drehrohrofen, der
am meisten dem Grundsätze: Verkürzung des Fabrikationspro
zesses und möglichste Vermeidung jeglicher Handarbeit gerecht
wird. Die soeben beschriebenen kontinuierlich arbeitenden Öfen
erfordern eine Brenndauer von 8—20 Stunden; hierzu kommt
noch die Zeit, welche auf das Verziegeln und die meist noch
1 HeusiDger v. Waldegg, S. 206.