Object : Anhang. Bibliographie. Register (Bd. 12 = Schlußbd.)

Doch  schließlich  kann  es  niemand  verwehrt  sein,  ohne  genügendes
  wissenschaftliches  Verständnis  über  diese  schwieriger:
Dinge  zu  schreiben.  Denn  es  wird  ja  jeden  Tag  aus  allen  Gebieten
so  viel  Ansinn  gedruckt,  daß  es  in  unserem  papiernen  Zeitalterauf
  etwas  mehr  oder  weniger  gar  nicht  ankommt.  Wenn  nur  nicht
jeder  Praktiker,  der  das  tut,  sich  als  Spezialist  auf  diesem  Gebiete
fühlte  und  mit  seinen  Behauptungen  ohne  jede  wissenschaftliche
Begründung  die  Oberflächlichkeit  auf  diesem  Gebiete  immer  weiterverbreitete. ­
  Aber  diese  Oberflächlichkeit  der  Geldliteratur  ist  schon
viel  und  mit  Recht  geklagt  worden.  Sie  ist,  seit  diese  Probleme
im  Weltkriege  so  ungeheure  praktische  Bedeutung  erlangt  haben,
noch  gewaltig  gestiegen.  Aber  kann  man  sich  darüber  wundern,
wo  selbst  Knapp  eine  Verknüpfung  seiner  Behauptungen  mit  der
allgemeinen  Wirtschaftstheorie  und  damit  ihre  ökonomische  Begründung ­
  ablehnt?
Wogegen  ich  mich  aber  auf  das  schärfste  wenden  muß,  das
ist  die  Art,  mit  der  diese  Oberflächlichkeit  von  manchen  zum  Prinzip
gemacht  und  gar  noch  als  ein  Vorzug  hingestellt  wird.  Diese
Leute  lehnen  meinen  logisch  selbstverständlichen  Linweis,  daß  die
Gelderscheinungen  ohne  Verbindung  mit  der  Preis-  und  Einkommenslehre ­
  nicht  zu  erklären  sind,  überlegen  lächelnd  ab,  ohne
sich  auch  nur  die  Mühe  zu  geben,  auf  diese  Theorien  einzugehen.
Jenes  Sophisma  Bendixens  vom  Verdunkeln  hat  denn  auch  bei
deir  Allzuvielen,  welche  sich  in  den  Geldfragen  für  sachverständig
halten,  aber  zur  Vertiefung  in  die  allgemeine  Wirtschaststheorie
und  damit  zu  einer  wirklich  wissenschaftlichen  Begründung  ihrer
Ansicht  nicht  fähig  sind.  Schule  gemacht,  und  es  scheint  beliebt  zu
werden,  mit  diesem  Argument  die  notwendige  Verknüpfung  der
Geldlehre  mit  der  allgemeinen  Wirtschaftstheorie,  besonders  der
Preistheorie,  einfach  abzulehnen.  Das  ist  auch  ein  Zeichen  für  den
Tiefstand  der  heutigen  ökonomischen  Theorie!  Es  hindert  das
natürlich  manche  Leute  nicht,  einige  Ergebnisse  meiner  Theorie
stillschweigend  zu  übernehmen.  Die  meisten  dieser  Erörterungeil
sind  aber  so  oberflächlich  und  gehen  so  wenig  in  die  Tiefe,  arbeiten
so  sehr  mit  bloßen  Behauptungen  und  machen  so  wenig  den  Versuch ­
  einer  wirklichen  Begründung,  daß  es  sich  gar  nicht  lohnt,
auf  alle  diese  Gelegenheitsschriften  näher  einzugehen?)  Die  fol-*)
  Eine,  wie  es  scheint,  eingehende  und  sorgfältige  wissenschaftliche
Untersuchung  der  Geldprobleme  des  Weltkriegs  veröffentlicht  während  der
28
            
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