24 hang zwischen Ursache und Wirkung dieser Ergebnisse darzulegen. Neben der formalen Prüfung der Ergebnisse muß eine fortgesetzte aufmerksame Kritik der Zahlenergebnisse durchgeführt werden. Vielfach führt die Vergleichung der Zahlen aus früheren Betriebs perioden oder aus analogen Verhältnissen auf Zweifel und Un richtigkeiten, wenn allzugroße Abweichungen ohne ersichtliche Gründe auftreten. Die Zahlen der Kostenberechnung liefern dem Unternehmer außerordentlich wertvolles statistisches Material für die Beurteilung der Ökonomie seines Betriebes; sie müssen nur untereinander in . Beziehung gebracht, die absoluten Zahlen müssen in Verhältnis zahlen umgewandelt werden. Die richtige Deutung dieser Zahlen setzt allerdings genaue Kenntnis des Betriebes und der Einzelheiten des Fabrikationsprozesses voraus. Dem einen Unternehmer zeigt die Kostenberechnung, daß der Betrieb oder die Fabrikationsmethode, d. h. also der Produktionsprozeß besser oder billiger zu organisieren ist und organisiert werden kann, um die Produktionskosten zu ver ringern; sie zeigt ihm, welcher Fabrikationszweig gewinnbringend ist, mehr oder weniger forciert oder erweitert werden kann, welcher Artikel unrentabel oder verlustbringend ist, so daß seine Erzeugung eingeschränkt werden muß. Dem anderen wird der Nachweis ge liefert, daß nur durch Organisation des Verkaufes, durch Vergröße rung des Umsatzes die Ertragsfähigkeit seines Betriebes erhöht werden kann, daß die Reklamekosten und die Provision erhöht werden müssen, um den Umsatz zu steigern u. a. m. Das Kostenwesen ermöglicht auch die Beurteilung der Qualität und der Intensität der Arbeit durch Vergleichung der Leistungen; denn der Arbeitslohn an sich ist nur der Geldwert der Arbeit, das Äquivalent für die Leistungen. Trotz der Bedeutung und der Vorteile einer ordnungs mäßigen, fortlaufenden Selbstkostenberechnung kalkulieren einzelne Unternehmer überhaupt nicht. Die Scheu vor Neueinrichtungen und deren Kosten, unzweckmäßige Organisation der Buchführung, große Rentabilität des Unternehmens, geringe Konkurrenz und manches andere halten den Unternehmer von der Einführung einer genauen Kostenrechnung ab. Solche Produzenten verschaffen sich die Preislisten der Konkurrenten und bestimmen danach die Ver kaufspreise in der stillen Hoffnung zu gewinnen. Sie überwälzen die Mühe der genauen Kostenermittelung auf die Konkurrenz. Am Ende des Jahres werden Gewinn und Umsatz ermittelt. Ein derartiges Verfahren wäre nur bedingungsweise richtig: wenn alle Betriebe derselben Gattung unter den gleichen wirtschaftlichen und tech nischen Verhältnissen produzieren würden. Und selbst in diesem Falle ist die Ungewißheit über die wirklichen Selbstkosten der