276 A—B die. Produktionsmenge (t, m, kg, Stück usf.), die auf der Wagreckten vom Nullpunkt A ansteigt. B—C die direkten proportionalen Kosten (= 30000 Mk.). B—D die festen Kosten (40000), demnach D—C die Selbst kosten (70000). C—E den Gewinn (20000), somit D—E den Verkaufserlös (90000). Die durch den Verkauf reproduzierten Kosten bewegen sich auf der Linie C—A. Der kritische Punkt liegt bei x; die Senkrechte x—p auf A—B (Produktionslinie) gibt jene Mindesterzeugung an, die weder Gewinn noch Verlust ergibt. (Hier 666 2 / 3 t; Kosten = 40 000 -f- 20 000 == 60 000; die Senkrechte von y gibt die .Zahlenverhältnisse für die Normalproduktion von 800 t.) Bei einer Produktion unter der Mindestmenge steigen die Ver luste in dem Dreieck A — x— F an; z. B. bei 500 t (=55 000 Mk. Selbstkosten und 45 000 Mk. Verkaufserlös) ist der Verlust = y — A) = 10000 Mk. Würden sich bei einem festen Verkaufspreis die Selbstkosten erhöhen, würde der kritische Punkt weiter gegen D—E verschoben werden, d. h. die Mindestmenge der Erzeugung müßte bei abnehmenden Gesamtgewinn gesteigert werden. Monatliche Gewinnermittelung. § 63. Die Erfolge eines Betriebes werden den Beteiligten (In habern, Direktoren, Aufsichtsräten) durch die Geschäftsbücher erst beim 1 Jahresabschluß bekannt. Es ist klar, daß man der alljährlichen Bilanzaufstellung stets mit Unbehagen und Unsicherheit entgegen sieht, daß man aber auch versucht hat, den erwähnten Übelstand zu beseitigen und schon während des Betriebsjahres fortlaufend den Erfolg, wenn auch nur annähernd, zu ermitteln. Der Nachweis der genauen Gewinnziffer bedingt die Inventur aller Bestände. Diese zeitraubende mühsame Arbeit kann nur einmal oder einige Male alljährlich durchgeführt werden. Eine periodische Ertragsübersicht während des Betriebsjahres ist aber notwendig; sie bietet gleich zeitig wertvolles statistisches Material zur Beurteilung des Betriebes, die Möglichkeit rechtzeitigen Eingreifens. Bei der Ermittelung der Rentabilität einer Unter nehmung handelt es sich um Feststellung des Reinertrages. Reinertrag ist gleich Rohertrag abzüglich aller Spezial- und Generalkosten. Die Rente stellt somit die Verzinsung des Kapitals, den Unternehmer gewinn und die Risikoprämie dar. Sie soll rechnerisch ermittelt werden nicht allein für die ganze Unternehmung als Einheit, sondern