280 die zur Gewinnermittelung notwendig sind, ohne In venturaufnahme. Unter den buchmäßig aufgezeichneten Be ständen sind solche, deren Buchwert mit dem Tageswert bzw. mit dem Bilanzwert vollständig oder nahezu übereinstimmt, zi B. Kasse, Hypo theken, Bankguthaben, oder sich leicht durch Berechnung bestimmen lassen, z. B. Außenstände und Anlagewerte unter Berücksichtigung der Abschreibungen, abgesehen von außerordentlichen Entwertungen. Bei anderen Konten stimmen Saldo und Bilanzwert nicht überein: Konten, auf denen Bestände und Umsatzerfolge gleichzeitig ver rechnet werden, die sogenannten Bestanderfolgskonten, wie Waren konto, ’ Fabrikationskonto etc. Wo nur eine geringe Zahl von Waren sorten in Betracht kommt, wird es möglich sein, durch buchmäßige Aufzeichnung der Zugänge und der Abgänge jederzeit den Lager bestand festzustellen (Brauereien, Malz;-, Zement-, Zuckerfabriken, Mühlen) und den Istbestand durch gelegentliche Stichproben während des Betriebsjahres zu kontrollieren. Zweckentsprechende Anordnung der Lagerbestände (Gruppenlager, Gestelle, Fächer) unter Auf schreibungen der Lagerveränderungen (nach Mengen und Wert; ge bundene Bücher, lose Blätter, Kartenregister, Steckkarten an den Lagerorten), Verbuchung der Veränderungen sofort und einzeln für jeden Posten oder nachträglich und summarisch (Eingangsscheine, Stücklisten, Materialverlangzettel u. dgl.), endlich eine scharfe Kon trolle der einzelnen Aufzeichnungen und gelegentliche (Aufnahme der tatsächlichen Bestände in natura sind die grundsätzlichen Vor aussetzungen für das Gelingen der ständigen Inventur 1 ). Am einfachsten ist die monatliche Rentabilitätsberechnung, wenn die Lagerbestände leicht ermittelt werden können. Der Erfolg läßt sich dann nach folgender Aufstellung berechnen: (Monatlicher Verkaufswert + Schließlicher Monatsbestand) abzüglich: Mk. 135 480,— 4- 49 800,— Anfangsbestand -f- Monatsproduktion = Gewinn 56 800,— + 123 000,-= 5480,— Für eine derartige Aufstellung ist Voraussetzung, daß alle Unkosten aufgeteilt und im Produktionswert verrechnet sind (vgl. dazu die Unkostenstatistik S. 147). Ganz anders gestaltet sich die Lösung der Aufgabe, wenn es nicht möglich ist, den Gewinn eines jeden Warenverkaufes zu er mitteln. Hier muß versucht werden, aus den Zahlen der Betriebs rechnung oder durch die kaufmännische Buchführung ein einiger maßen verläßliches Resultat zu erzielen. Einige Versuche sollen hier mitgeteilt werden. *) Grull, Die Inventur. Berlin 1911. S. 156—212. Foeil, Monatliche Gewinn- und Verlustermittelung in Fabriken, erläutert an Beispielen. Berlin 1909.