<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0">
  <teiHeader>
    <fileDesc>
      <titleStmt>
        <title>Die Selbstkosten-Berechnung industrieller Betriebe</title>
        <author>
          <persName>
            <forname>Friedrich</forname>
            <surname>Leitner</surname>
          </persName>
        </author>
      </titleStmt>
      <publicationStmt />
      <sourceDesc>
        <bibl>
          <msIdentifier>
            <idno>1000912612</idno>
          </msIdentifier>
        </bibl>
      </sourceDesc>
    </fileDesc>
  </teiHeader>
  <text>
    <body>
      <div>240 
Die angegebenen Zahlen geben Grenzwerte, Mindestwerte an, 
nnter die nach Anschauung der Bearbeiter dieser Tabelle selbst dann 
nicht gegangen werden darf, wenn vorübergehende Betriebseinschrän 
kungen oder Betriebsstörungen eingetreten sind. Den Abschreibungs 
prozenten sind normale Betriebsverhältnisse zugrunde gelegt. 
Die Abschreibung vom Anschaffungswert soll zur Anwendung 
kommen bei Heimfallunternehmungen, bei Betrieben auf gepachtetem 
Terrain, bei bergbaulichen Unternehmungen, die mit der Erschöpfung 
ihrer Lager zu rechnen haben, auch bei Maschinen, die technisch 
rasch veralten und dementsprechend schnell amortisiert werden 
sollen. 
§ 55. Bei der Berechnung der jährlichen Abschreibungsbe 
träge wird in Betrieben mit stark wechselnder Produktion häufig 
der Produktions menge bzw. dem Beschäftigungsgrad 
ein bestimmender Einfluß eingeräumt. So berechnen beispielsweise 
bergbauliche Betriebe die Abschreibung des Grubenfeldes nach Maß 
gabe der geförderten Erz- oder Kohlenmenge, Hüttenbetriebe die 
Amortisation der Hochöfen nach der Menge des erblasenen Roheisens, 
der Koksöfen pro Tonne Koks, jene der Walzenstraßen pro Tonne 
Fertigware, Zementfabriken nach der Zahl der produzierten Fässer 
Zement etc. Ähnlich rechnen Fabriken der keramischen Industrie. 
Diese Methode ist zulässig, wenn Produktion und Wertverbrauch 
proportional sind. 
Der Beschäftigungsgrad bzw. die Inanspruchnahme der 
Maschinen wird von Ingenieuren bei der Bemessung der Ab 
schreibungsquoten der maschinellen Einrichtungen berücksichtigt. 
Marr, Kosten der Betriebskräfte, gibt folgendes Beispiel: An- 
lagekosten Mk. 13 000,— 
, 4o/o Verzinsung der Abschreibungen 
Tägliche Betriebszeit 
Abschreibungsquote in Prozenten 
in Stunden 
bei 360 
bei 300 Arbeitstagen 
1 
3,8 
3,73 
2 
4 
3,90 
4 
4,4 
4,24 
8 
5,2 
4,96 
10 
5,6 
5,32 
12 
6 
5,66 
24 
8,4 
7,92 
West, Kostenbuchführung (Berlin 1908), rechnet für maschi 
nelle Einrichtungen die folgende Skala: 
bei 500 Betriebsstd. im Jahr 5°/o von den Anschaffungskosten 
» 1000 &amp;gt;, „ „ 6°/o „ „ 
„ 1500 „ „ „ 7 o/o „ 
„ 2000 -„ „ „ 8o/o „ , „ 
Die Abstufung von 600 (5o/ 0 ), 1200 (6 o/o), 2400 (8 1 / 2 0 /o) bis 
7200 Betriebsstunden (12 1 / 2 o/ 0 ) wäre zweckmäßiger.</div>
    </body>
  </text>
</TEI>
