17 gemeinen Verbände" doch über kurz oder lang erfolgen wird, zumal seit denl vorigen Jahre noch ein neuer Verband, der „Reichsverband deutscher Konsumvereine", besteht, und damit neue Anschlußmöglich keiten gegeben sind. Ich wage es natürlich nicht, gegen den Allgemeinen Verband zu polemisieren. Seine großen Leistungen auf dem Gebiete des Ge nossenschaftswesens sind bekannt. Doch auch für ihn ist es unmöglich, zwei wirtschaftliche Gegensätze wie Produzenten- und Konsumenten- genossenschasten zu vereinigen. Der Ausschluß von ca. 100 Kon sumvereinen auf dem Allgemeinen Genossenschaftstage in Kreuz nach im Jahre 1902, denen sich dann andere freiwillig anschlossen, war im Grunde ja auch nur die Folge dieser Verquickung von Gegen sätzen. Bekanntlich vereinigten sich die in Kreuznach z. T. ausge schlossenen, z. T. freiwillig ausgetretenen Vereine zum „Z e n t r a l- verbande deutscher Konsumvereine". Dieser Verband hat in den 10 Jahren seines Bestehens seine Leistungsfähigkeit bewiesen. Ihm verdanken wir den Riesenbau konsumgenossenschaftlicher Arbeit, wie wir ihn heute vor uns haben. Seine Mitglieder und seine Be amten bilden in Deutschland die Pioniere von Rochdale. Unermüd lich, nimmer ruhend, haben sie den konsumgenossenschaftlichen Ge danken auszubreiten und zu verteidigen gesucht. Sie sind vorge drungen bis in die entlegensten Gegenden des deutschen Vaterlandes, überall Samen streuend für eine bessere Gestaltung des deutschen Wirtschaftslebens. Ueberall dieselben Erfolge: Hebung der Lebens haltung der ärmsten Klassen, Hebung ihrer ganzen sozialen Lage. Mit Recht nennt sich dieser Verband ein Zentralverband. Drei große Zentralorganisationen hat er in sich vereinigt: 1. eine Warenzentrale, die Großeinkaufsgesellschaft in Hamburg, 2. eine G el dz e n tr a l e, d. i. die der Großeinkaufsgesellschaft angeschlossene Bankabteilung, 3. eine Zentrale für konsumgenossenschaftliche Agitation und Organisation: das Zentralsekretariat. Auch hierüber nur einige Worte, soweit es für das Verständnis dieser Arbeit notwendig ist. 1. Die Warenzentrale. Sie ist die große Vermittlerin der konsumgenossenschaftlichen Be darfsgüter. Genau gesagt, hat die Großeinkaufsgesellschaft deutscher Konsumvereine den Zweck, „den einzelnen Genossenschaften durch Ein kauf ini großen oder durch Selbstproduktion diejenigen Güter zu be-