53 beiterpfennigen besteht, und das in der Hauptsache von Leuten ver waltet wird, die aus dem Arbeiterstande hervorgegangen sind. Zum Vergleich habe ich nach einer Tabelle des Jahresberichtes des Zentralverbandes von 1913 die Umsatzzahlen der britischen Großeinkaufsgesellschaften für die ersten 20 Geschäfts jahre hinzugefügt. Der Umsatz der beiden britischen Wholesale So- cietis zusammen beträgt im 20. Geschäftsjahr 121 Millionen Mark. Der Umsatz der deutschen G. E. G. ca. 154 Millionen Mark. Also auch im Vergleich zu dem typischen Lande einer konsumgenossenschaft lichen Gütervermittlung stehen wir in bezug auf die Entwicklungs schnelligkeit nicht zurück. In der Tabelle sind auch die Umsatzzahlen der bereits oben er wähnten „Großeinkaufszentrale deutscher Konsum- Vereine" berücksichtigt. Sie ist hervorgegangen aus der konsum- genossenschaftlichen Abteilung der landwirtschaftlichen Bezugskommis sion für Rheinpreußen in Bonn. Die Konsumvereine des im Jähre 1908 gegründeten „Verbandes westdeutscher Konsumvereine", die aber damals noch dem Verbände rheinpreußisch landwirtschaftlicher Genos senschaften angegliedert waren, machten bereits im Jahre 1906 ihre ersten Bezüge durch die genannte Bezugskommission in Bonn. Mit dem Wachsen der Vereine zeigte sich aber die Unzulänglichkeit einer landwirtschaftlichen Einkaufszentrale für den Bedarf der Konsumver eine. „Es fehlte nicht an dem guten Willen der leitenden Personen, sondern die Anpassungsfähigkeit dieses landwirtschaftlichen Institutes an die Bedürfnisse der Konsumvereine ließ zu wünschen übrig." * I6 ) Man beschloß deshalb auf dem außerordentlichen Genossenschaftstage des „Verbandes westdeutscher Konsumvereine" in Düsseldorf am 10. März, 1912 die Gründung einer selbständigen Großeinkaufszentrale. Zwei Monate später wurde der Gesellschaftsvertrag von 75 Vereinen in Köln unterzeichnet. Es war das ein wesentlicher Fortschritt für den gemeinschaftlichen Bezug von Bedarfsgütern, zumal die Konsumvereine die landwirtschaftliche Bezugskommissjon nicht als ihr ureigenstes Un ternehmen betrachten konnten und deshalb nicht mit genügender Be geisterung dafür eintraten. Die Umsatzsteigerung seit der Gründung der „Großeinkaufszentrale" ist denn auch ganz merklich. Der Umsatz betrug im ersten Halbjahr des Bestehens doppelt soviel als im Halb jahre vorher. In Saarbrücken hat die Gesellschaft bereits ein Zweig lager errichtet. 1 auf 6 Millionen Mark erhöht. Die „Großeinkaufszentrale deutscher Konsuui- vereiue" hat ein Stanimkapital von 200 000 M. 16 ) Jahresbericht des Verbandes westdeutscher Konsumvereine 1912 S. 33..