68 Die Bedeutung des unter 2 angegebenen Vorteils ist dadurch auch etwas reduziert worden, daß die Großeinkaufsgesellschaft in einzelnen Landesteilcn Zweiglager errichtet hat. Letztere vermindern heute für viele Vereine die Transportkosten durch Engrosbezüge anstelle der Einkaufsvereinigungen, wenigstens soweit das Eigengeschäft der G. E. G. in Frage kommt. Doch muß man beachten, daß nicht überall Zweiglager bestehen und daß anderseits nicht alle Waren des Eigengeschäftes der G. E. G. über die Zweiglager der Großcinkaufsgesellschaft gehen. Vor allen Dingen liegen die Zweiglager für die meisten Vereine so weit entfernt, daß die Einkaufsvereinigungen auch hier wieder einen Einfluß auf die Transportkosten ausüben können. Weiter ist zu erwähnen, daß die Konsumvereine aus den verschiedensten ­ Gründen noch immer einen Teil ihres Bedarfs bei der Konkurrenz decken, ein anderer Teil gehört zu dem Lieferantengeschäft der G. E. G.; in beiden Fällen ist eine Vermittlung über die Zweiglager ausgeschlossen. Die Bedeutung der Zweiglager als Ersatzmittel ­ für die Einkaufsvereinigungen in bezug auf Transportverbilligung ­ ist deshalb nicht so groß, als wie man zuerst annehmen möchte. Schon manche Transportvergünstigung ist durch die Tätigkeit der Einkaufsvereinigungen erreicht worden. Es ist natürlich ein großer Unterschied, ob ein Verein Wagenladungen bezieht oder aber die hohen Stückgutfrachten bezahlen muß. Der Vorgang bei dem gemeinschaftlichen Bezug von Bedarfsgegenständen ­ ist folgender: Man läßt die Güter an einen günstig gelegenen Platz kommen, von wo aus der Spediteur sie an die einzelnen Vereine als Stückgut weitersendet. Oft läßt man auch die Sendung an einen größeren Abnehmer ­ gehen, der dann sein Quantum zurückbehält und den Rest den andern Vereinen als Stückgut zugehen, oder, wenn es sich noch lohnt, den Waggon einfach weiterlaufen läßt. Auf diese Weise werden z. B. die pfälzischen Konsumvereine, wie Pirmasens und Kaiserslautern vom Konsumverein Ludwigshafen mit Bedarfsartikeln versorgt. Diese Vermittlung geschieht von den größeren Vereinen kostenlos. Was die Preisverbillignng durch die Einkaufsvereinigungen betrifft, ­ so ist allerdings zu bemerken, daß von einem gewissen Punkte an die Preise nicht im selben Maße sinken, >vie die Quansitätz steigt, und daß von einem weiteren Punkte an überhaupt ein Preisstillstand ­ eintritt. Dasselbe trifft auf die Zahlungs- und Lieferungs-