94 nahmen, deren Hauptzweck die Reklame ist, bzw. wo die Absicht einer Reklame vorliegt. Nur in diesem Falle kann man von Reklame sprechen. Die zentralen Reklamemittel gehen von den Zentral organisationen aus, wie wir sie in der Einführung kennen lernten. Als Mittel der zentralen Werbetätigkeit sind zu nennen: Konsumgenossenschaftliche Zeitschriften und Korrespondenzen, Broschüren, Flugblätter, Versenden der Jahrbücher an Schulen und Behörden usw., Inserate, sonstige Publikationen, Lichtbilder- und andere Vorträge, Ausstellungen. Die örtlichen Reklamemittel sind: Konsumgenossenschaftliche Zeitschriften, Broschüren, Jahresbe richte, Inserate, Flugblätter und sonstige Publikationen, Firmenan gabe u. dgl. auf Packmaterialien usw., Preislisten, Ausstellungen, Genossenschaftsfeste (Festzüge usw.), Schaufensterdekoration (in der Lebensmittelbranche in Deutschland nicht üblich), Lichtbilder- und andere Vorträge. Dazu kommen die Mittel der persönlichen Agita tion, wie man gemeinhin zu sagen pflegt: im besonderen die Haus- besuche. Das Zugabeunwesen wird dagegen von den Konsumgenos senschaften streng verworfen. Es wäre ja auch sinnlos, wollte der organisierte Konsument sich selber eine Zugabe machen. Auch die Anziehung des Publikums durch luxuriöse Ver packung verwirft man im Konsumverein. Die Verpackung ist höchst einfach gehalten, um die Bedarfsgüter nicht unnötig zu verteuern. Von der Dekoration der S ch a u f e n st e r und von Lockartikeln wird noch die Rede sein. Ein ausgezeichnetes Werbemittel der Konsumvereine des Zentral verbandes ist das „K o n s u m g e n o s s e n s ch a f t l i ch e Volks- b l a t t", das in fast allen Vereinen gratis verteilt wird. Dieses Blatt mit seinem unterhaltenden Inhalt hat viel zur Ausbreitung des konsumgenossenschaftlichen Gedankens beigetragen. Besonders ist es geeignet, die Mitglieder zu immer größeren Umsätzen in der Konsum genossenschaft anzuspornen. „Wie oft wird nicht im Volksblatt dieser oder jener Eigenproduktions betrieb in einem Verein besprochen. Die errichteten Bäckereien und sonstigen Betriebe werden im Bilde gezeigt usw. In Tausenden und aber Tausenden von Konsumentenherzen wird beim Lesen dieser Berichte der sehnsüchtige Wunsch aufsteigen, das auch im eigenen Verein verwirklicht zu sehen. In der Familie wird das Gelesene besprochen, Vergleiche mit dem eigenen Verein werden gezogen. Gleiche Wirkung haben Berichte über die Höhe des Durch schnittsumsatzes in den Vereinen. Auch hier werden Vergleiche angestellt. Die eine Familie konstatiert erfreut, daß sie bedeutend über dem Durchschnitt-