95 konsumiert, die andere hingegen betrachtet beschämt ihren Markenbestand, gelobt sich aber dabei, daß es in Zukunft mehr werden soll. "6) Die Verteilung des Volksblatts geschieht entweder durch Aus legen in den Verteilungsstellen oder durch Lieferung in die Wohnung. Letzteres scheint das Empfehlenswertere zu sein, da beim Auslegen in den Abgabestellen viele Mitglieder mehrere Exemplare mitnehmen, andere dagegen gar keine. Die Kosten, die sich bei Lieferung in die Wohnung des Mitglieds von ca. 50 Pfg. auf ungefähr 1 M. pro Nummer erhöhen, werden durch die mit der Hauslieferung erzielte Umsatzvermehrung wieder wett gemacht. — Auch die Ausstellun gen von Bedarfsgütern bilden ein gutes Werbemittel, besonders dann, wenn die Waren der Konkurrenz zum Vergleich herangezogen werden. Bei diesen Vergleichen werden auf den Etiketten Preise und Quali täten genau vermerkt, so daß ein etwaiger Unterschied leicht festzu stellen ist. Gute Resultate hat man auch mit den Hausbesuchen erzielt, wie sie hauptsächlich von einem neugegründeten Organ, dem Mit gliederausschuß, organisiert werden. Diese Ausschüsse, auch G e- nossenschastsräte genannt, sind erst in den letzten Jahren in den großen Konsumvereinen entstanden. Ihnen ist u. a. ein Teil der konsumgenossenschaftlichen Werbearbeit übertragen worden. Der Mit- gliederausschnß soll nach § 20 des am Ende des Buches im Auszuge wiedergegebenen Statutenentwurfs aus dreimal soviel Vertretern der Genossen bestehen, als die Genossenschaft Verteilungsstellen hat. Diese große Zahl von überzeugten Konsumgenossenschaftern bildet einen ungeheuren Werbeapparat, der geeignet ist, mit der gesamten Mit gliederschaft in Fühlung zu bleiben. Sein geistiger Leiter ist der „Genossenschaftssekretär", ein fest angestellter Beamter des Vereins. Wie schon erwähnt, ist es eine besondere Aufgabe des Genossen schaftsrats, Hausbesuche zu veranstalten. Man sucht sich von be freundeten Organisationen die Listen der evtl, in Frage kommenden Personen zu verschaffen und versucht, sie zum Eintritt in die Ge nossenschaft zu bewegen. Neben der Werbung neuer Mitglieder ist es Aufgabe des Mitgliederausschnsses, die alten Mitglieder zu kon sumgenossenschaftlicher Treue anzuhalten. Es gilt, den Umsatz der alten Mitglieder immer mehr zu steigern, um so allmählich das Maximum zu erreichen. Mitglieder, die beabsichtigen auszutreten, sucht der Mitgliederausschuß von diesem Schritt zurückzuhalten. Der genannte Ausschuß veranstaltet auch Versammlungen für die Mit- b) Konsumgenoss. Rundschau Nr. 45/1913. Art. über Genossenschaftliche Propaganda durch das Konsumgenossenschaftliche Volksblatt. .