128 Ein Studierender der Mannheimer Hochschule, der von einer Reise zwecks Besichtigung der deutschen Warenhäuser vor kurzem zurückkehrte, urteilt sehr günstig über die geschilderte Zentralabgabestelle. Sie sei ihm unter allen Warenhäusern als besonders geschmackvoll gehalten aufgefallen. Vor allen Dingen habe ihm die Räumlichkeit im Leipzig-Plagwitzer „Warenhaus" imponiert und die Aufbewahrung sämtlicher Verteilungsgüter unter Glas oder Vorhang. Nichr immer haben die Konsumvereine solche hübschen Räume ge habt wie heute. Von den ersten Konsumvereinen wird gesagt, daß sie Ventilation aller Räume ist genügend gesorgt,' die Erwärmung geschieht mittelst Radiatoren und Rippenheizrohre. Auf dem Rückwege durch das Erdgeschoß nach dem Haupttreppenhaus liegt rechts, kurz vor Eintritt in dasselbe, der Eingang zum Personenfahrstuhl. Dieser führt durch fünf Geschosse, ist rnit Druckknopfsteuerung sowie den neuesten Errungenschaften der heutigen Technik ausgestattet und für eine Be lastung von fünf Personen eingerichtet. Inmitten sämtlicher Geschosse befinden sich die Türen zum Lastenaufzug. Letzterer sührt durch sieben Geschosse und ist mit einer 20-Zentner-Tragfähigkeit ausgestattet. Die Inneneinrichtung des ersten Obergeschosses ist in Heller Rüster aus geführt. Die Regale und sonstigen Verkaufseinrichtungen sind dem Raume sachgemäß angepaßt. Als Fußbodenbelag wurde grünlich gemustertes Lino leum gewählt. Die Wände sind in Hellen Tönen gehalten, während die Decken einfach weiß erscheinen. Im zweiten Obergeschoß ist wiederum Eichenholz für die Inneneinrich tung gewählt worden, jedoch etwas dunkler als im Erdgeschoß. Einen schönen Schmuck bilden die Füllungen in Hellem Vogelahorn mit schwarzen Umrahmungen. Eine geschmackvolle und sachgemäße Anordnung der Regale und sonstigen Jnventargegenstände ist auch hier wieder vor sich gegangen. Im übrigen gleicht das zweite Obergeschoß ganz dem ersten, und ist hier nur noch ein Raum für Damenputz vorgesehen. Im dritten Obergeschoß, dem Verkaufslokal der Wirtschaftsgegenstände, ist dunkle Eiche zum Möbel verwendet worden. Hier im dritten Obergeschoß befindet sich der Erfrischungsraum mit der Küche. Er bildet mit seinen vornehmen und doch einfach gehaltenen Möbel stücken einen freundlichen Aufenthaltsraum für erfrischungsuchende Mitglieder nebst ihren Angehörigen. Der Erfrtschungsraum ist durch eine Portiere in Künstlerleinen vom Verkaufsraum abgetrennt. Längs des Erfrischungsraumes bietet im Sommer den Mitgliedern und Familienangehörigen ein Balkon von 16 Meter Länge und 2 Meter Breite Platz. Eine Markise schützt vor Sonne und Regen, so daß auch hier für einen recht angenehmen Aufenthalt gesorgt ist. Die Dachgeschosse dienen zu Niederlagszwecken. Der Hof ist übersichtlich angeordnet: in ihm befindet sich eine Schienen anlage von der Straße bis auf den Lastenfahrstuhl. Die Frachtstücke werden mittelst kleiner Loren direkt von der Straße auf den Lastenfahrstuhl befördert und dann von diesem aus nach den einzelnen Geschossen verteilt.