verbunden mit Eisenerzbergbau, zum Teil mit Metallverarbeitungsbetrieben wie Gießereien, Blech- und Drahtwalzwerken usw. Die Anzahl der Gesellschaften wächst von 39 im Jahre 1901 auf 46 im Jahre 1909 und fällt igxp auf 44. Das eigene Kapital beträgt durchschnittlich ii8,6°/ 0 des Aktienkapitals; es zeigt im Laufe der 10 Jahre steigende Tendenz, Nur im Jahre 1902 sind die Reserven kleiner als im vorher gehenden Jahre, da sie in erheblichem Maße zur Beseitigung von Verlusten aus dem Jahre 1901 in Anspruch genommen wurden. Die gegen das Vorjahr geringe Höhe des eigenen Kapitals im Jahre 1904 wird durch den Hinzutritt dreier Gesellschaften mit niedrigeren Reserven hervorgerufen. Im Jahre 1910 steigt das eigene Kapital durch Agiozuwendungen an die Reserven beträglich und zwar auf 122,9% des Aktienkapitals. Das fremde Kapital beträgt durchschnittlich 55,3% des eigenen Kapitals, wovon 28,7%, also etwas mehr als die Hälfte, auf langfristige Schulden 1 entfallen, die sich auf 34,1% des Aktien kapitals belaufen. Die Höhe des fremden Kapitals in den einzelnen Jahren zeigt große Verschieden heiten; sein Anwachsen beruht im Jahre 1905 auf dem Ausscheiden einer Gesellschaft mit hohem Aktienkapital, aber ohne Obligationen und Hypotheken 2 , im Jahre 1907 auf einer außerordentlich großen Inanspruchnahme des kurzfristigen Kredits, die auch in den folgenden Jahren anhält; seine Verminderung im Jahre 1910 wird dadurch veranlaßt, das einerseits die kurzfristigen Schulden kleiner werden, anderseits eine Gesellschaft ihr Aktienkapital erhöht, um ein „Darlehen auf festen Termin“ zu tilgen. Das produzierende Vermögen setzt sich durchschnittlich zusammen aus 65,0% produzie rendem Anlagevermögen und 35,0 % Betriebsvermögen, wovon auf die Vorräte 14,8% entfallen. Im Laufe der zehn Jahre treten aber bedeutende Abweichungen von diesem Durchschnitt auf; die größten fallen in die Jahre 1902, 05 und 07, in denen das produzierende Anlagevermögen 69,9% bzw. 61,3 % beträgt. Während in den ersten fünf Jahren das produzierende Anlagevermögen ständig abnimmt, steigt es in den letzten Jahren wieder fast bis zur Höhe im Jahre 1901. Der Bestand an Wertpapieren und Beteiligungen wechselt stark, durchschnittlich beträgt er 6,7 % des Gesamtver mögens und 9,9 % des Gesamtanlagevermögens. Die Abschreibungen belaufen sich auf 3,95% des Gesamtvermögens. Entsprechend den großen Unterschieden sowohl des Betriebsvermögens als der kurzfristigen Schulden der einzelnen Jahre ist die Höhe der Liquidität sehr wenig konstant, ihr Durchschnitt ist 2,08; am niedrigsten ist sie 1901 und 1907/09, da hier die Veränderungen des Betriebsvermögens dem Anwachsen der kurzfristigen Schulden nicht entsprechen. Das Verhältnis des dauernd verfüg baren Kapitals zum Anlagevermögen ist seiner Natur nach stetiger. In den ersten sechs Jahren nimmt es zu, dann sinkt es sehr stark im Jahre 1907, da zur Vermehrung des produzierenden An lagevermögens hauptsächlich der kurzfristige Kredit in Anspruch genommen wird; durchschnittlich beträgt das Verhältnis 1,18. 3. Kohlenbergbau. Tabelle 3 Die Anzahl der untersuchten Gesellschaften des Kohlenbergbaues steigt vpn 34 im Jahre 1901 auf 37 im Jahre 1910, von denen 20 auf Braunkohlenbergwerke, 17 auf Steinkohlenbergwerke entfallen. Die Reserven 3 zeigen einen seit 1901 wachsenden Anteil am eigenen Kapital bis zum Jahre I9°5> dann sinkt er durch starke Erhöhung des Aktienkapitals und erreicht bis 1910 nicht wieder die frühere Höhe. Im Durchschnitt der zehn Jahre beträgt das eigene Kapital 126,1 % des Aktienkapitals. Das fremde Kapital nimmt im Verhältnis zum eigenen Kapital im Zeitraum der Unter suchung erheblich zu; während es 1901 33,2 % des eigenen Kapitals beträgt, ist es 1910 auf 49>5 %, also fast auf die Hälfte des eigenen Kapitals, angewachsen. An diesem Wachsen sind die langfristigen Kredite in geringem Maße stärker beteiligt als die kurzfristigen; der Durchschnitt ergibt 1) Zu den langfristigen Schulden wurde der in der Bilanz der Ob.-Schles. Eisenindustrie A.-G. seit 1903 sich findende Posten „Beteiligung am Syndikat für Hantke-Aktien“, im Jahre rgro 3,43 Mill. Mk., gerechnet. 2) Huldschinskysche Hüttenwerke, vereinigt mit der Ob.-Schles. Eisenbahnbedarfs-A.-G. 3) In den Reserven ist auch das Amortisationskonto des Kölner Bergwerksvereins enthalten, das nur zum Teil als Korrektivposten anzusehen ist. Betrachtet man es ganz als solchen und verrechnet es gegen das produzierende Anlagevermögen, so würden sich die prozentualen Durchschnittsergebnisse der Tabelle 3 wie folgt ändern: In Prozenten des produzierenden Vermögens: produzierendes Anlagevermögen 83,5%, Betriebsvermögen 16,5%; Vorräte 1,5°/o; Wert papiere und Beteiligung in Prozenten des Gesamtvermögens 5,2%; Abschreibungen 4,4% des Gesamtvermögens; eigenes Kapital 124,6% des Aktienkapitals; fremdes Kapital 43,7% des eigenen Kapitals, Liquidität 1,60; Verhältnis des dauernd verfügbaren Kapitals zum Gesamtanlagevermögen 0,97.