3° ergibt sich ein fremdes Kapital von 33,2 °/ 0 des eigenen Kapitals, von denen auf Anleihen und Hypotheken, die 20,8°/ 0 des Aktienkapitals betragen, i8,9°/o entfallen. Das produzierende Vermögen besteht zum größeren Teil aus produzierendem Anlagevermögen; dort zeigt im ganzen der Anteil des letzteren eine Abnahme zugunsten des Betriebsvermögens. Durchschnittlich beläuft sich das produzierende Anlagevermögen auf 61,7 °/ 0 , das Betriebsvermögen auf 38,3 °/ 0 des produzierenden Vermögens, einschließlich 17,0°/ 0 Vorräte. Die Höhe der Vorräte zeigt im Laufe der 10 Jahre eine fast ständige Zunahme. Wertpapiere und Beteiligungen betragen 5,9 °/ 0 des Gesamtvermögens. Die Abschreibungen mit durchschnittlich 5,4°/ 0 des Gesamtvermögens sind hoch, da sowohl erhebliche Wertminderung der Wertpapiere und Beteiligungen eintritt, als auch größere Abschreibungen auf die Vorräte bei dieser Industrie nötig sind. Die durchschnittliche Kapitals- und Vermögens Verteilung in den Jahren 1901 bis 1910. I. Die Montan-, Metallverarbeitungs-, Maschinen- und Elektrizitätsindustrie. Tabelle 35. Unter den Aktiengesellschaften der Montan-, Metallverarbeitungs-, Maschinen- und Elektrizitätsindustrie ­ nehmen die Gesellschaften für Elektrizitätserzeugung eine durch die Art ihres Betriebes bedingte Sonderstellung ein, die auch in der Kapitals- und Vermögensverteilung zum Ausdruck kommt; sie sollen daher zunächst außer Betracht gelassen werden. Bei den Gesellschaften der übrigen Industrien der Tabelle 35 zeigt der finanzielle Aufbau die größten Verschiedenheiten. Als Maßstab für die Größe der Gesellschaften dienen die in Spalte 2, 5 und 8 angeführten absoluten Zahlen. An erster Stelle steht hier die gemischte Elektrizitätsindustrie, der die mit Kohlenbergbau verbundene Eisenhüttenindustrie folgt; an letzter Stelle steht der Kessel- und Apparatebau. Das höchste eigene Kapital im Verhältnis zum Aktienkapital weisen die Gesellschaften für Schiffbau und nach ihnen diejenigen für „sonstigen Maschinenbau“ auf; nächst niedriger ist das eigene Kapital in der gemischten Elektrizitätsindustrie und bei dem Elektrizitätsmaschinenbau. Das niedrigste eigene Kapital, und zwar von allen Industrien, zeigt die Kabelindustrie. In Spalte 10 sind die langfristigen Schulden in Prozenten des Aktienkapitals angegeben, die am höchsten sind bei der gemischten Elektrizitätsindustrie, am kleinsten bei dem „sonstigen Maschinenbau“. Sowohl das Verhältnis des eigenen Kapitals zum Aktienkapital, als auch das der Anleihen und Hypotheken zum Aktienkapital sind für die inneren Verhältnisse der Gesellschaften von geringerem Gewicht als die Beziehungen des eigenen Kapitals zum gesamten fremden Kapital und zu den langfristigen Schulden. Diese zeigen Spalte 11 und na; erstere gibt das fremde Kapital, letztere die langfristigen Schulden in Prozenten des eigenen Kapitals an. Von den Gesellschaften für Bergbau, Hütten- und Salinenwesen (I und la) haben die großen gemischten Werke den höchsten Bedarf am fremden Kapital, der fast zur Hälfte durch Inanspruchnahme langfristigen Kredits gedeckt wird. Ungefähr dieselben Verhältnisse finden wir bei dem Eisenhüttenbetrieb, jedoch ist hier der Anteil der langfristigen Schulden etwas höher. Mit viel geringeren kurzfristigen, aber fast gleich hohen langfristigen Schulden kommen die Kohlenbergwerke aus. Den kleinsten Anteil fremden Kapitals zeigen die beiden übrigen Klassen nicht nur in ihrer Gruppe, sondern auch gegenüber allen anderen Industrien der Tabelle 35; denn sowohl bei den Gesellschaften für Erzbergbau und Hüttenbetrieb (außer Eisen), als auch bei den Gesellschaften für Salz-, Kali- und Petroleumgewinnung beträgt er wenig mehr als Yi des eigenen Kapitals, mit dem Unterschied, daß erstere mehr auf den kurzfristigen Kredit angewiesen sind, während letzteren mehr langfristiger Kredit zur Verfügung steht. Die Gesellschaften für Metallverarbeitung zeigen in ihrer Kapitalsverteilung Ähnlichkeit mit den ihnen auch in der Art des Betriebs verwandten Gesellschaften des Massenmaschinenbaus; das gesamte fremde Kapital ist bei beiden im Vergleich zum eigenen Kapital gleich hoch, auch überwiegen ­ die kurzfristigen gegenüber den langfristigen Schulden; jedoch sind die letzteren bei den Gesellschaften des Massenmaschinenbaus höher. Niedriger ist das fremde Kapital in der Gruppe der Maschinenindustrie nur noch bei den Gesellschaften für „sonstigen Maschinenbau“; bei ihnen findet sich auch die geringste Plöhe der Anleihen und Hypotheken der ganzen Tabelle. Bei dem Kessel- und Apparatebau erreicht dann das fremde Kapital die Hälfte des eigenen Kapitals bei ebenfalls sehr geringem Anteil der langfristigen Schulden, Es folgt mit höherem fremden Kapital und höherem Anteil der langfristigen Schulden, die aber auch nicht die kurzfristigen Schulden erreichen, der Einzelmaschinenbau und der Eisenbahnwagenbau. Vollkommen andere Verhältnisse zeigen die Schiffbauunternehmen; im Gegensatz zu allen anderen Industrien übersteigt bei ihnen das