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        <title>Der finanzielle Aufbau der deutschen industriellen Aktiengesellschaften in den Jahren 1901 bis 1910</title>
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            <forname>Ludwig</forname>
            <surname>Meissner</surname>
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        ﻿Der finanzielle Aufbau der deutschen industriellen
Aktiengesellschaften in den Jahren 1901 bis 1910

mit besonderer Berücksichtigung der

Montan-, Metallverarheitungs-, Maschinen- und Elektrizitäts-Industrie.

ERLANGUNG DER WÜRDE EINES DOKTOR-INGENIEURS

VORGELEGT VON

SDipUSng. L. MEISSNER

GENEHMIGT VON DER KÖNIGLICHEN TECHNISCHEN HOCHSCHULE ZU AACHEN

REFERENT: Prof. Dr. phil. et jur. R. Passow.
KORREFERENT; Prof. ®r.»3rtg. Bonin.
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        ﻿■4

Der finanzielle Aufbau der deutschen industriellen
Aktiengesellschaften in den Jahren 1901 bis 1910

mit besonderer Berücksichtigung der

Montan^, Metallverarheitimgs^ Maschinen^ und Elektrizitäts-Industrie.

DISSERTATION

ZUR

ERLANGUNG DER WÜRDE EINES DOKTOR-INGENIEURS

VORCTELEGT VON

®ipl.=Sng. L. MEISSNER

m

GENEHMIGT VON DER KÖNIGLICHEN TECHNISCHEN HOCHSCHULE ZU AACHEN

REFERENT: Prof. Dr. phi), et jur. R. Passow.
KORREFERENT: Prof. SDr.sSjTUj. Bonin,

•4 \

HALLE A. D. S.

BUCHDRUCKEREI DES WAISENHAUSES
1916
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        ﻿Die vorliegende Arbeit wurde angefertigt auf Anregung und unter der Leitung
von Herrn Prof. Dr. phil. et jur. R. Passow, Aachen.
        <pb n="5" />
        ﻿

Seite

Einleitung................................................................. 5

Die Statistik der privaten industriellen	Unternehmungen ...	5

Zweck, Methode und Material der	vorliegenden Arbeit ....	6

Bearbeitung des Materials..............................................7

Die Aktiengesellschaften der einzelnen	Industrien.....................10

Die durchschnittliche Kapitals- und Vermögensverteilung in den

Jahren 1901 — 1910....................................................30

I.	Die Montan-, Metallverarbeitungs-, Maschinen- und Elek-

trizitätsindustrie ...........................................  30

II.	Die übrigen Industrien.........................................32

Schluß.....................................................................33

Tabellen...................................................................34
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        ﻿

Die Statistik der privaten industriellen Unternehmungen.

Die Versuche, vermittelst statistischer Üntersuchungen einen Einblick in den inneren Aufbau
der privaten industriellen Unternehmungen zu gewinnen, haben bis jetzt nicht zu einem allgemein,
aufklärenden Ergebnis geführt. Was an zahlenmäßigen Veröffentlichungen über die Organisation der
gesamten industriellen Unternehmungen in Deutschland yorliegt, gehört der amtlichen Statistik an
und zwar der gewerblichen Betriebsstatistik für das Deutsche Reich, deren letzte für das Jahr 1907
mit dem Stichtag 12. Juni aufgestellt worden ist.1 Als Einheit-sind dieser Statistik nicht die ganzen
Unternehmungen2, sondern teils die Betriebe, teils die Gesamtbetriebe, in denen die räumlich nicht
getrennten Betriebe mit gemeinsamer Leitung und Buchführung zusammengefaßt sind, zugrunde gelegt.
Die Angaben über die Betriebe und die Gesamtbetriebe erstrecken sich für die einzelnen Gewerbe
außer auf Anzahl und örtliche Verteilung auf die in ihnen beschäftigten Personen, sowie auf die
Verwendung von Motoren und Arbeitsmaschinen. Für die Gesamtbetriebe gibt die Statistik Aufschluß
über ihre Zugehörigkeit zu den verschiedenen privaten Unternehmungsformen, wie Betriebe von
Einzelinhabern, Aktiengesellschaften usw. Zum Teil sind diese Angaben nach der Größe der Be-
triebe spezialisiert.

Nun sind die Angaben über Motoren unter anderem durch zahlreiche,Doppelzählungen und
über Arbeitsmaschinen neben der Unvollständigkeit der Erhebungen durch jegliches Fehlen eines
Bewertungsmaßstabs für die nur nach ihrer Zahl angeführten Maschinen der verschiedenen Arten
schon an und für sich unverwendbar3; durch die Zugrundelegung nicht der wirtschaftlichen, sondern
der technischen Einheit, die bei Einzel- und Gesamtbetrieben zwar häufig, aber nicht immer zusammen-
fällt, ist aber auch die Verwertung der übrigen Ergebnisse der Betriebsstatistik für eine Untersuchung
der Gesamtunternehnumgen so gut wie unmöglich gemacht.4

Für einige Gewerbe veröffentlicht das Kaiserliche statistische Amt ferner noch jährliche
Produktionsstatistiken. Sie beschränken sich auf die Erzeugnisse der Montanindustrie und derjenigen
Industrien, für welche die Besteuerung ihrer Produkte eine derartige Statistik verlangt, wie Bier,
Salz, Zucker, Spielkarten usw.

Während sich die deutsche gewerbliche Betriebsstatistik auf die Ermittlung der erwähnten
Produktionsmittel beschränkt, bemüht sich die Statistik der übrigen großen Industriestaaten zum Teil,
tiefer in das Wesen der industriellen Unternehmungen einzudringen. Am weitesten gehen die
Vereinigten Staaten von Nordamerika. Ihre letzte Gewerbestatistik für das Jahr 19095 mit dem
„establishment“6 als Einheit erstreckt sich nicht nur auf die Zahl und örtliche Verteilung der
establishments, die in ihnen tätigen Personen und verwendeten Kraftmaschinen 7, sondern sucht auch
ihre Produktion, ihre Unkosten und das in ihnen angelegte Kapital zu erfassen.

Wenn nun schon die Ausdehnung der Statistik auf Produktion8 und Unkosten, zumal in
der Ausführlichkeit des amerikanischen Census9, die größten Schwierigkeiten bietet, und ihre Ergebnisse

1)	Statistik des Deutschen Reiches Bd. 213 — 221.

3)	ln der gewerblichen Betriebsstatistik treten gelegentlich auch die Bezeichnungen gewerbliche Unter-
nehmungen und Gesamtunternehmungeu für die Einzel- und Gesamtbetriebe auf, z. B. Bd. 214, Heft 2, S. 1: Vor-
bemerkung zu Tabelle 11.

3)	Siehe R. Passow, Der Aufbau der größeren industriellen Betriebe nach den Ergebnissen der gewerb-
lichen Betriebsstatistik von 1907; Archiv für exakte Wirtschaftsforschung (Thünen-Archiv) 1912, Bd. 4, S. 642h; siehe
A. Hesse, Gewerbestatistik, 2. Auflage, S. 31.

4)	Siehe R. Passow, Kritische Betrachtungen über den Aufbau unserer gewerblichen Betriebsstatistik; Zeit-
schrift für Sozialwissenschaft 1911, S. 333; siehe Hesse, a. a, O. S. 247. -

5)	Bd. VIII—X, „Manufactures“ des „Thirteenth Census of the United States, taken in the year 1910“.

6)	Auch das „establishment“ ist nicht immer identisch mit der wirtschaftlichen Einheit der Gesamtunter-
nehmung, sondern nur wenn sämtliche Betriebe der Unternehmung in einem Staate liegen und nicht verschiedene
Industriezweige umfassen.

7)	Über Arbeitsmaschinen werden keine Angaben gemacht.

8)	Siehe O. Most, Zur Methode, Technik und neuesten Phase der gewerblichen Prodnktionsstatistik; Jahr-
bücher für Nationalökonomie und Statistik, III, Folge, Bd. 34, S'721 f.; Hesse, Gewerbestatistik, S. X3f.

9)	Siehe Hesse S. 51.
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        ﻿daher nur cum grano salis verwendbar sind, so stehen einer allgemeinen Erhebung über das in den
industriellen Unternehmungen angelegte Kapital unüberwindliche Hindernisse entgegen, die jede
zuverlässige Angabe unmöglich machen.1 Schon vor dem 12. Census und früher hatten namhafte
Statistiker und Mitarbeiter des Census diese Unmöglichkeit mehrfach hervorgehoben.2 Die Angaben
über das Kapital im 13. Census — es wird unter der Bezeichnung „Capital“ das gesamte in den
Unternehmungen angelegte Kapital,- own and borrowed, aufgeführt — entsprechen denn auch so
wenig der Wirklichkeit, daß in den einführenden Vorbemerkungen zur Gewerbestatistik auf ihre
Bedeutungslosigkeit hingewiesen werden muß.3

Wenn in den Vorbemerkungen als Grund dieser Unzuverlässigkeit der für das Kapital er-
mittelten Zahlen die ungenügende Buchführung besonders der kleineren Unternehmungen und die
bei Einbeziehung des fremden Kapitals in dieselbe Zahl mit dem eigenen Kapital unvermeidlichen
Doppelzählungen hingestellt werden, so trifft dies wohl zum Teil zu. Als hauptsächliches Hindernis
aller derartigen amtlichen Erhebungen ist aber einerseits die Abneigung der Unternehmer und leitenden
Persönlichkeiten, aus Furcht vor der Steuerbehörde und der Konkurrenz über die Vermögens Verhältnisse
und über die Höhe des beanspruchten Kredits wahrheitsgemäße Auskunft zu geben, anderseits
die Unkontrollierbarkeit dieser Angaben anzusehen.

Anders liegen die Verhältnisse, wenn man die statistischen Untersuchungen über das Kapital
auf diejenigen industriellen Unternehmungen beschränkt, die gesetzlich verpflichtet sind, regelmäßige
Veröffentlichungen über ihre Geschäftsführung und ihre Vermögensverhältnisse zu machen. Unter
ihnen nehmen in Deutschland die Aktiengesellschaften (einschl. Kommanditgesellschaften auf Aktien)
die hervorragendste Stellung ein sowohl wegen ihrer weiten Verbreitung auf allen Gebieten des
industriellen Erwerbslebens, als auch wegen der Höhe des in ihnen angelegten Kapitals.

Die jährlichen Veröffentlichungen der Aktiengesellschaften, die Bilanzen und die Gewinn-
und Verlustrechnungen, haben bereits vielfach als Material für wirtschaftliche Untersuchungen gedient.
Jedoch beschränkt sich die amtliche und private Statistik, abgesehen von monographischen Darstellungen
von Aktiengesellschaften oder Gewerben, auf die Verwendung der Posten der Passivseite, die, sofern
sie nicht lediglich den Bestand dieser Posten ergeben sollen, zum Zwecke der Feststellung der
Rentabilität der Aktiengesellschaften herausgegriffen werden.

Neben den jährlichen amtlichen Bestands- und Rentabilitätsstatistiken Preußens4 und des
Reiches5 sind an privaten Rentabilitätsstatistiken der deutschen Aktiengesellschaften zu nennen die
Arbeiten von Engel6, v. d. Borght7 und Wagon8, die zugleich eine Geschichte der deutschen Aktien-
gesellschaften bieten.

Zweck, Methode und Material der vorliegenden Arbeit.

Sieht man von den Gewinn- und Verlustrechnungen ab, deren oft übertriebene Zusammen-
ziehung der einzelnen Posten sie zu einer umfassenden statistischen Bearbeitung fast unbrauchbar
macht, so bieten die Bilanzen allein noch das Bild des finanziellen Aufbaues der Unternehmungen;
sie geben auf der Passivseite die Höhe und die Art des zur Verfügung stehenden Kapitals an,
während die Aktivseite die Verteilung dieses Kapitals im Unternehmen zeigt.

In den nachfolgenden Ausführungen soll versucht werden, diese Verhältnisse bei den Aktien-
gesellschaften der verschiedenen Industrien in einzelnen Jahren und im Durchschnitt einer Reihe von
Jahren statistisch festzustellen. Ein Zeitraum von 10 Jahren erscheint hierfür als ausreichend, da

1)	Siehe Hesse S. IX, 51.

2)	The Federal Census, Critical Essays by members of the American Economic Association 1899.

S. 257 — 302: S. N D. North, Manufactures in the Federal Census.

S. 285: Walker.

3)	Bd. 8, r. Chapter, Introduction and general explanations; „Statistics of Capital in the present Census have
almost no significance“.

4)	Die erste Statistik der preußischen Aktiengesellschaften ist enthalten in dem „Statistischen Jahrbuch für
den Preußischen Staat“ Jahrgang 1904 und wird seitdem jährlich fortgeführt.

5)	Zum erstenmal veröffentlicht in den „Vierfeljahrsheften zur Statistik des Deutschen Reiches“, Ergänzungs-
heft zu 1909, II, „Die Geschäftsergebnisse der deutschen Aktiengesellschaften im Jahre 1907/08“, und in dem „Stati-
stischen Jahrbuch für das Deutsche Reich“ Jahrgang 1909, dann jährlich wiederkehrend,

6)	Die erwerbstätigen juristischen Personen, insbesondere die Aktiengesellschaften im preußischen Staate.
Berlin 1876.

7)	Statistische Studien über die Bewährung der Aktiengesellschaften. Jena 1883. III. Bd., I. Heft der
Sammlung nationalökonomischer und statistischer Abhandlungen des staatswissenschaftlichen Seminars zu Halle.

8)	Die finanzielle Entwicklung deutscher Aktiengesellschaften von 1870—1900. Jena 1903.	39. Bd. der

unter 7) angeführten Sammlung.

Die Arbeit von v. Körösi; Die finanziellen Ergebnisse der Aktiengesellschaften während des letzten Viertel-
jahrhunderts (1874— 1898). Berlin 1901 behandelt die Budapester Aktiengesellschaften, die sich wesentlich nur durch
das Vorhandensein von Aktieusparkassen von den deutschen unterscheiden.
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        ﻿7

nicht eine Entwicklung, sondern ein Zustand daigelegt werden soll. Zu diesem Zwecke wurden die
Passivposten der Bilanzen gesondert in eigenes und fremdes Kapital; die Posten der Aktivseite,
deren Summe das Gesamtvermögen des Unternehmens angibt, wurden zunächst geteilt in produzierendes
Vermögen und in Wertpapiere und Beteiligungen. Weiter wurden die einzelnen Posten des produ-
zierenden Vermögens zusammengefaßt in produzierendes Anlagevermögen und Betriebsvermögen;
die Vorräte, die einen Teil des letzteren bilden, wurden nochmals für sich angeführt. Den Gewinn-
und Verlustrechnungen wurden die Abschreibungen entnommen.

Für die Aktiengesellschaften der Montan-, Metallverarbeitungs-, Maschinen- und Elektrizitäts-
industrie wurden Betriebsvermögen und kurzfristige Schulden zueinander in Beziehung gesetzt.
Die Größe dieses Verhältnisses zeigt die Liquidität der Gesellschaften. Das produzierende Anlage-
vermögen wurde mit den Wertpapieren und Beteiligungen zum Gesamtanlagevermögen, die langfristigen
Schulden mit dem eigenen Kapital zum dauernd verfügbaren Kapital verbunden; das Verhältnis
des letzteren zum Gesamtanlagevermögen zeigt, wie weit das dauernd verfügbare Kapital außer
zum Anlagevermögen noch zum Betriebsvermögen beiträgt. 1 2

Diese Untersuchungen beschränken sich auf diejenigen industriellen Aktiengesellschaften und
Kommanditgesellschaften auf Aktien, deren Aktien oder Obligationen an der Berliner Börse gehandelt
werden. Unter ihnen sind die wichtigeren Industrien genügend zahlreich vertreten; auch umfaßt
der Kreis dieser Aktiengesellschaften nicht ein engbegrenztes Gebiet, sondern das ganze Deutsche
Reich; ferner liegt für sie regel- und gleichmäßiges Material in den verschiedenen Jahren vor. Eine
gewisse Einseitigkeit hat diese Begrenzung insofern zur Folge, daß, da die Zulassungsbedingungen
der Berliner Börse für die Aktien ein Mindestaktienkapital von einer Million Mark, für die Obli-
gationen eine Mindesthöhe der Anleihe von ebenfalls einer Million Mark vorschreiben, die kleineren
Unternehmen ausgeschaltet werden. Auch alle nicht tätigen Gesellschaften, d. h. diejenigen, die sich
in Liquidation oder Konkurs befinden, scheiden aus.

Da nur die industriellen Gesellschaften in Betracht kommen, werden die land- und forst-
wirtschaftlichen Unternehmungen, die Bau- und Terraingesellschaften, die Hotels, die Vergnügungs-
unternehmungen, die Transport- und Telegraphengesellschaften, die Banken und Versicherungs-
gesellschaften nicht berücksichtigt.

Es wurden für die Untersuchungen gewählt die Jahre 1901 bis 1910, eine Zeit, auf die
die Jahre der guten und der schlechten Konjunkturen im ganzen gleichmäßig verteilt sind. Die
Grundlage der Untersuchungen bilden neben den gelegentlich herangezogenen Originalen die Auszüge
der jährlichen Geschäftsberichte und Bilanzen, wie sie in den Jahrgängen 1902/03 bis 1912/13 von
„Salings Börsenjahrbuch“ veröffentlicht sind. Ferner wurden verwandt „Neumanns Bilanztabellen“,
Jahrgang 2 bis 7, und „Saling, Bilanz- und Rentabilitätstäbellen“, Jahrgang 1911/12 bis 1913/14.
Während aber Salings Börsenjahtbuch dem rühmlichst bekannten „Handbuch der deutschen Aktien-
gesellschaften“, dessen Angaben den ersten amtlichen Statistiken zugrunde liegen, an Zuverlässigkeit
gleichkommt, wimmeln die beiden genannten Tabellenwerke geradezu von irreführenden und falschen
Angaben, vor allen Dingen von Druckfehlern.

Bearbeitung des Materials.

Die Bilanzen derjenigen Gesellschaften, deren Geschäftsjahr nicht mit dem Kalenderjahr
zusammenfällt, sind, falls der Anfang des Geschäftsjahres zwischen den 1. Juli und das Ende,
des Kalenderjahres fällt, als zum folgenden Jahre, die übrigen als zum laufenden Jahre gehörig
gerechnet worden.3 * *

Die. Einteilung der Aktiengesellschaften nach ihrer Zugehörigkeit zu den verschiedenen
Industrien entspricht in dieser Arbeit im allgemeinen der Teilung nach Gewerbegruppen, wie sie die
amtliche Statistik vorsieht; nur ist für die Gas- und Wasserwerke, sowie für die Eiektrizhätsindustrie
je eine neue Gruppe gebildet worden.

Bei der Verarbeitung der Bilanzen wurde jeder auftretende Saldo, gleichgültig ob er auf
der Aktiv- oder Passivseite stand, unberücksichtigt gelassen.8 Das eigene Kapital besteht aus dem
eingezahlten Aktienkapital und den Reserven. War in den Bilanzen auch nicht eingezahltes Aktien-

1)	Nach R. Passow, Die Bilanzen der privaten Unternehmungen S. 69 und R. Ehrenberg, Die Bedeutung
geschäftlicher Bilanzen für die Wirtschaftswissenschaften; Archiv für exakte Wirtschaftsforschung (Xhünen-Archiv) Bd, 1.
Ähnlich bei H. Lomnitz: Die systematische Bearbeitung der Veröffentlichungen von Aktiengesellschaften.

2)	Die jährliche amtliche Statistik, beispielsweise für das Jahr 1910/ir, umfaßt die Aktiengesellschaften
mit denjenigen Bilanzen, deren Abschlußtag innerhalb der Zeit vom 1. Juli 1910 bis zum 30. Juni 1911 liegt.

3)	Man könnte auch so verfahren, daß man die (Gewinn-) Salden auf der'Passivseite unberücksichtigt läßt,

dagegen die (Verlust-) Salden der Aktivseite als Korrektivposten betrachtet und sie gegen das eigene Kapital der

Passivseite der betreffenden Bilanz verrechnet.
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        ﻿8

kapital ausgewiesen, so wurden beide Seiten um die Höhe des entsprechenden Aktivpostens gekürzt.
Zu den Reserven wurden nicht gerechnet die Wohlfahrtsfonds, der Gewinnvortrag und die sogenannten
Abschreibungs- oder Amortisationsfonds, soweit sie in ihrer ganzen Höhe als‘Korrektivposten gegenüber
dem nicht um die Abschreibungen verkürzten Anlagevermögen festgestellt werden konnten; wenn sie
nur als teilweise Korrektivposten1 anzusehen waren, so wurden sie zu den Reserven gerechnet.
Derartige Posten treten bei den meisten Industrien sehr vereinzelt auf. Nur bei den industriellen
Gesellschaften, deren Betrieb einer Konzession unterliegt, also den Gas-, Wasser- und Elektrizitäts-
werken, sind sie häufiger und erscheinen unter den verschiedensten Namen, sind aber ihrer Natur
nach nicht sicher zu erkennen. Daher wurden sie für diese Gesellschaften in den einzelnen Jahren
als Reserven betrachtet, der Durchschnitt der io Jahre aber zweifach ermittelt, und zwar erstens
einschließlich dieser teilweisen Korrektivposten und zweitens mit Verrechnung dieser Posten gegen
das produzierende Anlagevermögen. Die übrigen zweifelhaften Reserveposten, wie Delkredere,
Garantiefonds, Erneuerungsfonds usw., wurden, da alle näheren Angaben über sie fehlen, stets neben
den gesetzlichen und den freiwilligen Reserven als Reserven angesehen.2 3 Das eigene Kapital ist
prozentual in Verhältnis gesetzt zum Aktienkapital.

Die übrigen Passivposten bilden das fremde Kapital; es setzt sich zusammen aus den Schuld-
verschreibungen, Hypotheken und Darlehen auf längere Frist, den Kreditoren und den Wohlfahrts-
fonds. Waren die Schuldverschreibungen noch nicht voll begeben, oder war auf der Aktivseite ein
Disagio ausgewiesen, so wurden beide Seiten um den angegebenen Betrag gekürzt. Zu den Kreditoren
wurden außer den gleichnamigen Posten alle kurzfristigen Verpflichtungen wie Zinsen, ausgeloste Obli-
gationen, Kautionen, soweit sie nicht gegen Aktivkautionsposten verrechnet wurden, Löhne, Spargut-
haben usw. gezählt. Die Wohlfahrtsfonds wurden einheitlich zum fremden Kapital gerechnet —
obwohl sie zum Teil als Reserven zu betrachten sind —, da ihre Entstehung und ihre Bestimmung
meistens nicht ersichtlich sind. Das fremde Kapital ist in prozentuale Beziehung zum eigenen Ka-
pitale gesetzt; außerdem wurde für Tabelle 35 und 36 die Höhe der langfristigen Schulden in
Prozenten des Aktienkapitals errechnet.

Zum produzierenden Anlagevermögen wurden, auf der Aktivseite, alle für die Produktion
der Gesellschaft in Betracht kommenden nichtflüssigen Posten gezählt, also Grundstücke, Gebäude,
Maschinen, Werkzeuge und Transportmittel, Patente, Unternehmungen in eigener Verwaltung und
Zweiggeschäfte, ferner die Aktivkautionen, soweit sie nicht gegen Passivkautionen verrechnet werden
konnten, die für Versicherung, Miete usw. pränumerando gemachten Aufwendungen und die Hypo-
theken; die letzteren sind im allgemeinen selten und von geringer Höhe, meist dienen sie wohl zur
Beschaffung von Arbeiterwohnungen; eine größere Rolle spielen die Aktivhypotheken nur bei den
Brauereien, wo sie durch Vergrößerung des Absatzes mittelbar zur Produktion beitragen.

Zum Betriebsvermögen gehören alle flüssigen' Mittel, wie. Kasse, Wechsel, Bankguthaben,
Staatspapiere und andere Fonds, Debitoren und Vorräte; eine Gliederung nach der Liquidität der
einzelnen Posten war bei der zum Teil sehr geringen Spezialisierung in den Bilanzen nur insofern
möglich, als die Vorräte getrennt von den übrigen aufgeführt wurden. Anlagevermögen, Betriebs-
vermögen und Vorräte wurden in Prozenten des produzierenden Vermögens errechnet.

Als Anlagevermögen wurden neben dem produzierenden Anlagevermögen noch die sonstigen
Wertpapiere, also Aktien, Kuxe, Obligationen usw., und die Beteiligungen angesehen und in Prozenten
des Gesamt Vermögens dargestellt.

Die Abschreibungen enthalten außer den in den Gewinn- und Verlustrechnungen ausgewie-
senen Posten auch die Sonderabschreibungen, soweit sie ermittelt werden konnten.

Bei der Liquidität der Gesellschaften als auch bei dem Verhältnis des dauernd verfügbaren
Kapitals zum Gesamtanlagevermögen wurden die Wohlfahrtsfonds nicht berücksichtigt.

Ergaben sich bei den so errechneten Posten der Tabellen in einzelnen Jahren größere Ab-
weichungen gegenüber den benachbarten Jahren, so wurden, falls diese Abweichungen nur auf eine
Gesellschaft oder auf eine beschränkte Anzahl von Gesellschaften entfielen, diese Gesellschaften in
den Fußnoten zu den Tabellen namentlich und soweit möglich mit Angabe der Ursache der Ab-
weichung angeführt. Zugleich dienen diese Fußnoten dazu, über die Zuweisung ungewöhnlicher Bilanz-
posten zu den erwähnten Kapitals- oder Vermögensteilen Aufklärung zu geben.

Bei der Beurteilung der Ergebnisse ist zu beachten, daß die Bilanzen nur selten die finan-
ziellen Verhältnisse der Aktiengesellschaften der Wirklichkeit vollkommen entsprechend darstellen.8 Dies

1)	Siehe z. B. Kohlenbergbau S. XI, Fußnote 3.

2)	Im allgemeinen spielen diese zweifelhaften Reserven keine sehr große Rolle. Wo sie in größerer Höhe
ausgewiesen sind, enthalten sie meist in erheblichem Maße echte Reserven; z. B. El.-A.-G. vorm. Schlickert &amp; Co.;
Delkredere für Minderbewertung 1902/08. S. d. Geschäftsbericht für 1908/09.

3)	Siehe Passow, Die Bilanzen der privaten Unternehmungen S. 296.
        <pb n="10" />
        ﻿0

liegt hauptsächlich an den „stillen Reserven“1, die auf dem Wege übertriebener Abschreibungen oder
Auf-Betrieb-Verbuchungen geschaffen werden, und durch die neben dem eigenen Kapital das Ver-
mögen zu niedrig in der Bilanz erscheint und zwar vor allem das produzierende Anlagevermögen
und die Wertpapiere und Beteiligungen, da das Betriebsvermögen zur Schaffung stiller Reserven
dauernd wenig geeignet ist.2 Die entsprechenden prozentualen Beziehungen werden natürlich in
Mitleidenschaft gezogen. Auf die Liquidität und das Verhältnis des dauernd verfügbaren Kapitals
zum Gesamtanlagevermögen haben dagegen diese stillen Reserven kaum Einfluß.

Für die Bewertung der Liquidität der Aktiengesellschaften ist zu berücksichtigen, daß sie nicht
am Schlüsse des Geschäftsjahres, für den sie ja errechnet ist, sondern erst nach der Gewinnverteilung,
also etwa 4/2 Jahr8 später, ihre geringste Höhe erreicht, für diesen Zeitpunkt aber nicht festgestellt
werden kann.4

Die hier ermittelten finanziellen Verhältnisse der industriellen Aktiengesellschaften der Berliner
Börse darf man wohl ohne weiteres für die übrigen deutschen industriellen Aktiengesellschaften als
maßgebend betrachten. Ihre Bedeutung zeigt ein Vergleich mit den Angaben für die gesamten
deutschen industriellen Aktiengesellschaften in der jährlichen amtlichen Statistik:

Die Anzahl der untersuchten Aktiengesellschaften im Jahre 1910/11 beträgt 628 mit einem
Aktienkapital von 4416,84 Milk Mk.

Die Anzahl, der gesamten industriellen Aktiengesellschaften im gleichen Jahre beträgt 3110
mit einem Aktienkapital von 7668,38 Milk Mk.;

mithin enfällt auf die untersuchten Gesellschaften ein Anteil der Zahl nach von 20,2 %, dem Aktien-
kapital nach von 57,6 °/0.

Inwieweit die Verhältnisse der Aktiengesellschaften auch für die sonstigen privaten Unter-
nehmungsformen in den einzelnen Industrien charakteristisch sind, läßt sich nicht sicher feststellen.
Der Hauptunterschied liegt wohl in der größeren Kreditfähigkeit5 der Aktiengesellschaften, die auf
der Gebundenheit des Aktienkapitals (in gewissem Sinne auch der gesetzlichen Reserven) und der
Publizität der Geschäftsführung beruht, und vor allem in der Höhe des langfristigen Kredits zum
Ausdruck kommt. Anzunehmen ist, daß die höhere Inanspruchnahme des Kredits einen höheren
Anteil des Betriebsvermögens am produzierenden Vermögen bedingt,' und daß bei der leichteren

1)	Siehe Passow, Die wirtschaftliche Bedeutung und Organisation der Aktiengesellschaft S. 89 f.

2)	Siehe Lomnitz S. 36 f.

3)	Dies gilt nur für die Aktiengesellschaften, deren Aktien an der Berliner Börse zugelassen sind; für die
übrigen siehe Vierteljahrshefte zur Statistik des Deutschen Reiches, Ergänzungsheft zu 1909, II, S. 2: „Im allgemeinen
wird die Veröffentlichung der Bilanz im 7. oder 8. Monate des neuen Geschäftsjahres erfolgen“.

4)	Würden bei der Ermittlung der Liquidität alle die Summen, die aus dem Reingewinn ausgezahlt werden
und also nicht wie beispielsweise die Zuweisungen zu den Reserven und der Vortrag zur Verfügung der Gesellschaft
bleiben, als kurzfristige Schulden betrachtet, so würde sich eine den wirklichen Verhältnissen auch nach der Gewinn-
verteilung nicht entsprechende, zu geringe Liquidität ergeben, da in der Zeit zwischen dem Bilanztage und der Gewinn-
ausschüttung bereits neue Gewinne vorzuliegen pflegen, die wohl in den meisten Fällen das Betriebsvermögen erhöhen.
Um die Unterschiede der Ergebnisse der beiden Ermittlungsarten der Liquidität zu zeigen, ist im folgenden für die
Gesellschaften des Akkumulatorenbaues, der Kabelindustrie, des Elektrifcitätsmaschinen- und Apparatebaues, der
gemischten Elektrizitätsindustrie sowie für die reinen Elektrizitätswerke in den Kolonnen a die in den Tabellen 13 —17
angegebene, ohne Berücksichtigung des Reingewinns errechnete Liquidität, in den Kolonnen b die bei Einbeziehung
der Dividende, der Gewinnanteile, der Gratifikationen und der im Reingewinn enthaltenen Tantiemen in die kurz-
fristigen Schulden sich ergebende Liquidität zusammengestellt:

	Akkumulatoren-  bau		Kabel-  industrie		Elektrizitäts-, maschinell- und Apparatebau		Gemischte  Elektrizitäts-  industrie		Reine  Elektrizitäts-  werke	
	a	b	a	b	a	b	a	b	a	b
1901	1,75	1,61	2,61	2,46	1,95	L79	2,78	2.39	0,50	0,36
1902	M3	1,29	3,34	3.22	7,92	3,78	2,38	2,20	°,99	o,59
1903	L73	i,49	3,79	3,oi	6,40	3,32	2,77	2,44	0,63	o,47
1904	1,60	i,45	2,42	2,03	4,23	2,57	2,46	2,00	o,77	°,41
1905	1,70	i,49	2,37	2,02	4,94	3,oo	2,19	1,75	1,02	o,5S
1906	LSö	1,38	2,52	1,98	4,75	3,o b	3,84	2,81	1,06	0,5b
1907	1,87	1,64	2.73	2,20	4,70	3,24	4,42	3,03	',17	0,63
1908	L79	I,6l	3.21	2,6 r	4.29	3,28	4,73	3,22	LU	0,70
1909	1,62	i,47	2,1 2	1,87	3,83	2,95	4,15	2,97	0,91	o,5b
1910	1,60	1,42	1,62	1.52	3,00	2,55	3,84	2,81	1,05	o,58
Durchschnitt	1,67	1,48	2,32	1,99	3,59	2,76	3,19	2,53	o,94	0,5 b

5) Siehe Passow, Die wirtschaftliche Bedeutung der Aktiengesellschaften S. io6f.

2
        <pb n="11" />
        ﻿IO

Möglichkeit für die Aktiengesellschaften das dauernd verfügbare Kapital zu erhöhen, auch der An-
teil der Wertpapiere und Beteiligungen am Gesamtvermögen bedeutender ist, als bei den übrigen
Unternehmungsformen.

Die Aktiengesellschaften der einzelnen Industrien.

I.	Bergbau-, Hütten* und Salinenwesen.

Die Aktiengesellschaften für Bergbau-, Hütten- und Salinenwesen sind in 4 Klassen ein-
geteilt und zwar in die Gesellschaften für:

1.	Erzbergbau und Hüttenbetrieb (außer Eisen),

2.	Eisenhüttenbetrieb,

3.	Kohlenbergbau,

4.	Salz-, Kali- und Petroleumgewinnung.

Die „gemischten Werke“, die Hüttenbetrieb und Kohlenbergbau in sich vereinigen, sind
für sich besonders zusammengefaßt worden.

1, Erzbergbau und Hüttenbetrieb (außer Eisen).

Tabelle 1.

Die Anzahl der Gesellschaften beträgt 1901 8 Gesellschaften, von 1904/06 9 Gesellschaften
und sinkt dann bis 1910 auf 6 Gesellschaften. Die „A.-G. f. Bergbau, Blei- und Zinkfabrikation
zu Stolberg“ ist während der ganzen 10 Jahre in diesen Gesellschaften einbegriffen, da die Förde-
rung von Kohle auf der eigenen Zeche der Gesellschaft nur vorübergehend und von geringer Be-
deutung war. Unter ihnen befindet sich kein reines Erzbergwerk, sondern fast alle1 betreiben Erz-
bergwerke verbunden mit Verhüttung der Erze; außerdem besitzen 3 der Gesellschaften im Jahre
1910 Metall Walzwerke. Wie das durchschnittliche Aktienkapital zeigt, handelt es sich um recht be-
deutende Unternehmungen.

Das eigene Kapital beträgt im Durchschnitt der 10 Jahre 118,4 % des Aktienkapitals. Die
Veränderungen dieses Verhältnisses sind während der 10 Jahre gering. Der Anteil des fremden Ka-
pitals am investierten Kapital nimmt in dem Zeitraum der Untersuchung sehr stark zu; er wächst
um das Vierfache, nämlich von 11 °/0 des eigenen Kapitals auf 44,5 °/0 im Jahre 1909 und 42,4%
im Jahre 1910. Der langfristige Kredit ist an dieser Zunahme bedeutend stärker beteiligt als der
kurzfristige; während er 1901 wenig über 2 °/0 des eigenen Kapitals beträgt, beläuft er sich 1910
auf 23 °/0. Der Durchschnitt der 10 Jahre ergibt für das fremde Kapital 25,7 °/0 des eigenen
Kapitals, wovon 11,3 % aus Obligationen und Hypotheken bestehen, die sich auf 13,3 °/0 des Aktien-
kapitals belaufen.

Die Zusammensetzung des Vermögens zeigt geringere Schwankungen. Durchschnittlich er-
hält man als Anteil am produzierenden Vermögen 69,2 °/0 für das produzierende Anlagevermögen
und 30,8 °/0 für das Betriebsvermögen. Vom letzteren bilden die Vorräte mit i6,5°/0mehr als die
Hälfte; in den einzelnen Jahren schwankt dieser Anteil der Vorräte aber zwischen 19,7 °/0 und
14,0°/0, ohne jedoch den Anteil des Betriebsvermögens stark zu beeinflussen; dagegen zeigen in den
Jahren, in denen die Vorräte den größten absoluten Wert erreichen, 1908 und 1909, zugleich die
kurzfristigen Schulden ihren absolut höchsten Stand.

Der Anteil der Beteiligungen und Wertpapiere am Gesamtvermögen bewegt sich zwischen
6,3 % ur|d 4.5 % j Durchschnitt ist er 5,6 % gegenüber 7,8 °/0 . vom Gesamtanlagevermögen.

Die Abschreibungen belaufen sich im Durchschnitt jährlich auf 3,8 °/0 des Gesamtvermögens.

Die Liquidität der Gesellschaften, die im Durchschnitt 2,88 beträgt, schwankt zwischen 1,82
und 4,40, während das Verhältnis des dauernd verfügbaren Kapitals zum Gesamtanlagevermögen eine
etwas größere Stetigkeit zeigt. Die größte Abweichung vom Durchschnitt 1,21 findet sich 1901,
die durch Aktienkapitalzusammenlegung zweier Gesellschaften wieder beseitigt wird. Das Verhältnis
bleibt stets über 1; zur Verwendung als Betriebsvermögen steht im Durchschnitt J/6 des dauernd
verfügbaren Kapitals zur Verfügung.

2.	Eisenhüttenbetrieb.

Tabelle 2.

Die Aktiengesellschaften für Eisenhüttenbetrieb umfassen Unternehmen der verschiedensten
Art; neben reinen Hochofenwerken, Stahlwerken und Walzwerken (außer Blech- und Drahtwalzwerken)
finden sich Unternehmen, die zwei oder alle drei dieser Betriebsarten in sich vereinigen, zum Teil

x) Eine Ausnahme macht nur die „Harkortsche Bergwerke und Chemische Fabriken A.-G.“, deren Gold-
gewinnung nicht als Verhüttung zu bezeichnen ist. Neben dem Erzbergbau betreibt sie chemische Fabriken.
        <pb n="12" />
        ﻿verbunden mit Eisenerzbergbau, zum Teil mit Metallverarbeitungsbetrieben wie Gießereien, Blech-
und Drahtwalzwerken usw. Die Anzahl der Gesellschaften wächst von 39 im Jahre 1901 auf 46
im Jahre 1909 und fällt igxp auf 44.

Das eigene Kapital beträgt durchschnittlich ii8,6°/0 des Aktienkapitals; es zeigt im Laufe
der 10 Jahre steigende Tendenz, Nur im Jahre 1902 sind die Reserven kleiner als im vorher-
gehenden Jahre, da sie in erheblichem Maße zur Beseitigung von Verlusten aus dem Jahre 1901
in Anspruch genommen wurden. Die gegen das Vorjahr geringe Höhe des eigenen Kapitals im
Jahre 1904 wird durch den Hinzutritt dreier Gesellschaften mit niedrigeren Reserven hervorgerufen.
Im Jahre 1910 steigt das eigene Kapital durch Agiozuwendungen an die Reserven beträglich und
zwar auf 122,9% des Aktienkapitals.

Das fremde Kapital beträgt durchschnittlich 55,3% des eigenen Kapitals, wovon 28,7%,
also etwas mehr als die Hälfte, auf langfristige Schulden1 entfallen, die sich auf 34,1% des Aktien-
kapitals belaufen. Die Höhe des fremden Kapitals in den einzelnen Jahren zeigt große Verschieden-
heiten; sein Anwachsen beruht im Jahre 1905 auf dem Ausscheiden einer Gesellschaft mit hohem
Aktienkapital, aber ohne Obligationen und Hypotheken2, im Jahre 1907 auf einer außerordentlich
großen Inanspruchnahme des kurzfristigen Kredits, die auch in den folgenden Jahren anhält; seine
Verminderung im Jahre 1910 wird dadurch veranlaßt, das einerseits die kurzfristigen Schulden kleiner
werden, anderseits eine Gesellschaft ihr Aktienkapital erhöht, um ein „Darlehen auf festen Termin“
zu tilgen.

Das produzierende Vermögen setzt sich durchschnittlich zusammen aus 65,0% produzie-
rendem Anlagevermögen und 35,0 % Betriebsvermögen, wovon auf die Vorräte 14,8% entfallen.
Im Laufe der zehn Jahre treten aber bedeutende Abweichungen von diesem Durchschnitt auf; die
größten fallen in die Jahre 1902, 05 und 07, in denen das produzierende Anlagevermögen 69,9%
bzw. 61,3 % beträgt. Während in den ersten fünf Jahren das produzierende Anlagevermögen ständig
abnimmt, steigt es in den letzten Jahren wieder fast bis zur Höhe im Jahre 1901. Der Bestand
an Wertpapieren und Beteiligungen wechselt stark, durchschnittlich beträgt er 6,7 % des Gesamtver-
mögens und 9,9 % des Gesamtanlagevermögens.

Die Abschreibungen belaufen sich auf 3,95% des Gesamtvermögens.

Entsprechend den großen Unterschieden sowohl des Betriebsvermögens als der kurzfristigen
Schulden der einzelnen Jahre ist die Höhe der Liquidität sehr wenig konstant, ihr Durchschnitt ist
2,08; am niedrigsten ist sie 1901 und 1907/09, da hier die Veränderungen des Betriebsvermögens
dem Anwachsen der kurzfristigen Schulden nicht entsprechen. Das Verhältnis des dauernd verfüg-
baren Kapitals zum Anlagevermögen ist seiner Natur nach stetiger. In den ersten sechs Jahren
nimmt es zu, dann sinkt es sehr stark im Jahre 1907, da zur Vermehrung des produzierenden An-
lagevermögens hauptsächlich der kurzfristige Kredit in Anspruch genommen wird; durchschnittlich
beträgt das Verhältnis 1,18.

3.	Kohlenbergbau.

Tabelle 3

Die Anzahl der untersuchten Gesellschaften des Kohlenbergbaues steigt vpn 34 im Jahre
1901 auf 37 im Jahre 1910, von denen 20 auf Braunkohlenbergwerke, 17 auf Steinkohlenbergwerke
entfallen.

Die Reserven3 zeigen einen seit 1901 wachsenden Anteil am eigenen Kapital bis zum Jahre
I9°5&gt; dann sinkt er durch starke Erhöhung des Aktienkapitals und erreicht bis 1910 nicht wieder
die frühere Höhe. Im Durchschnitt der zehn Jahre beträgt das eigene Kapital 126,1 % des
Aktienkapitals.

Das fremde Kapital nimmt im Verhältnis zum eigenen Kapital im Zeitraum der Unter-
suchung erheblich zu; während es 1901 33,2 % des eigenen Kapitals beträgt, ist es 1910 auf
49&gt;5 %, also fast auf die Hälfte des eigenen Kapitals, angewachsen. An diesem Wachsen sind die
langfristigen Kredite in geringem Maße stärker beteiligt als die kurzfristigen; der Durchschnitt ergibt

1)	Zu den langfristigen Schulden wurde der in der Bilanz der Ob.-Schles. Eisenindustrie A.-G. seit 1903
sich findende Posten „Beteiligung am Syndikat für Hantke-Aktien“, im Jahre rgro 3,43 Mill. Mk., gerechnet.

2)	Huldschinskysche Hüttenwerke, vereinigt mit der Ob.-Schles. Eisenbahnbedarfs-A.-G.

3)	In den Reserven ist auch das Amortisationskonto des Kölner Bergwerksvereins enthalten, das nur zum
Teil als Korrektivposten anzusehen ist. Betrachtet man es ganz als solchen und verrechnet es gegen das produzierende
Anlagevermögen, so würden sich die prozentualen Durchschnittsergebnisse der Tabelle 3 wie folgt ändern: In Prozenten
des produzierenden Vermögens: produzierendes Anlagevermögen 83,5%, Betriebsvermögen 16,5%; Vorräte 1,5°/o; Wert-
papiere und Beteiligung in Prozenten des Gesamtvermögens 5,2%; Abschreibungen 4,4% des Gesamtvermögens;
eigenes Kapital 124,6% des Aktienkapitals; fremdes Kapital 43,7% des eigenen Kapitals, Liquidität 1,60; Verhältnis
des dauernd verfügbaren Kapitals zum Gesamtanlagevermögen 0,97.
        <pb n="13" />
        ﻿12

43&gt;2 °/o&gt; von denen 27,0 °/0 auf Obligationen und Hypotheken entfallen, die 34,1 °/0 des Aktien-
kapitals betragen.

Das Verhältnis des produzierenden Anlagevermögens und des Betriebsvermögens zum pro-
duzierenden Vermögen verschiebt sich nur in geringen Grenzen; als Durchschnitt der zehn Jahre er-
geben sich 83,6 °/0 bzw. 16,4 °/0, Die größte Abweichung zeigt das Jahr 1910; sie wird dadurch
hervorgerufen, daß eine der Gesellschaften kurz vor Schluß des Geschäftsjahres durch Verkauf eines
Bergwerks den größten Teil ihres produzierenden Anlagevermögens in flüssige Mittel umwandelt1.
Auffallend niedrig sind die Vorräte mit nur 1,5 °/0 vom produzierenden Vermögen. Der Anteil der
Wertpapiere und Beteiligungen am Gesamtvermögen ist im Durchschnitt 5,1 °/0 und am Gesamt-
anlagevetmögen 6,1 °/0.	'

Die Abschreibungen sind mit 4,5 °/0 des Gesamtvermögens als hoch zu bezeichnen; sie werden
bedingt durch das große produzierende Anlagevermögen.

Die Liquidität nimmt in den zehn Jahren fast ständig ab; eine Ausnahme macht das Jahr
1910 durch den obenerwähnten Bergwerksverkauf. Der verhältnismäßig geringen Liquidität von durch-
schnittlich 1,60 entspricht das Verhältnis des dauernd verfügbaren Kapitals zum Gesamtanlagevermögen.
Da es, außer im Jahre 1910 nur noch 1903 wenig über 1 steigt, und der zehnjährige Durch-
schnitt 0,97 beträgt, sind die Aktiengesellschaften des Kohlenbergbaues für ihr Betriebsvermögen nur
auf den kurzfristigen Kredit angewiesen. Die Möglichkeit des Auskommens mit solchermaßen knappem
Kapital besteht in einem gleichmäßigen und in seinen Anforderungen übersehbaren Geschäftsgang,
wie ihn die Zugehörigkeit zu den verschiedenen Syndikaten den Kohlenbergwerken verschafft. Als
eine weitere Wirkung der Syndikate ist wohl auch die niedrige Höhe der Vorräte anzusehen, die
nur zum Teil durch den geringen spezifischen Wert der Kohle zu erklären ist.

4.	Salz-, Kali- und Petroleumgewinnung.

Tabelle 4.

Die Anzahl der Gesellschaften in den einzeln Jahren, durchschnittlich 7,8, ist klein; in-
folgedessen werden auftretende Veränderungen in den Bilanzwerten nicht durch die Anzahl der
Untersuchungsobjekte ausgeglichen und die Tabelle zeigt daher in den einzelnen Kolonnen sowohl
bei den absoluten als auch bei den prozentualen Angaben große Schwankungen. Die neun Gesell-
schaften im Jahre 1910 bestehen außer in Kalibergwerken in zwei Salinen und zwei Petroleum-
gesellschaften, Unternehmungen, die zwar in der Art ihrer Betriebe verschieden sind, in ihrem Ver-
mögensaufbau aber große Ähnlichkeit zeigen, was ihre Zusammenstellung rechtfertigt. Keine der
Gesellschaften ist als reines Bergwerksunternehmen anzusehen; die Kalibergwerks- und Petroleum-
gesellschaften besonders betreiben weitgehende Verarbeitung ihrer Rohprodukte.

Die Reserven bilden einen jährlich wachsenden Anteil am eigenen Kapital, das sich im
Durchschnitt auf I2 7,o°/0 des Aktienkapitals beläuft. Auf die einzelnen Gesellschaften sind sie sehr
ungleichmäßig verteilt, was deutlich im Jahre 1908 beim Hinzutritt neuer Gesellschaften zur Er-
scheinung kommt. Das Verhältnis des fremden Kapitals zum eigenen Kapital bleibt von igoi bis
1905 ziemlich gleich; dann aber steigt es durch den Fortfall einer Gesellschaft mit hohem eigenen
und kleinem fremden Kapital und durch sprunghafte Zunahme der Anleihen 1909 und der Kredi-
toren 1910, um in diesem letzten Jahre mit 33,2 °/0 des eigenen Kapitals die größte Abweichung
vom Durchschnitt 26,9 °/0 zu erreichen. Die Inanspruchnahme fremden Kapitals ist also selbst' 1910
nicht sehr groß. Die Obligationen und Hypotheken, die durchschnittlich 16,1 °/0 des eigenen Ka-
pitals und 20,2 °/0 des Aktienkapitals betragen, überwiegen mit Ausnahme des Jahres 1908 die kurz-
fristigen Schulden um ein Bedeutendes.

Die Zusammensetzung der Aktiven zeigt ein fast ständiges Sinken des Anteils des produ-
zierenden Anlagevermögens. Bei durchschnittlich 71,2 °/0 des produzierenden Vermögens fällt es von

81,2	°/0 im Jahre 1901 auf 60,1 °/0 im Jahre 1910. Dementsprechend wächst das Betriebsvermögen,
an dem die Vorräte mit ebenfalls wachsender Tendenz beteiligt sind; ihr Anteil am produzierenden
Vermögen ist mit dem Durchschnitt von 5,1 °/0 jedoch niedrig. Ihre Zunahme in den Jahren 1908
und 1909 steht wohl im Zusammenhang mit der Auflösung des „alten“ Kalisyndikates im Juni 1909.

Die Wertpapiere und Beteiligungen betragen durchschnittlich 14,1 °/„ des Gesamtvermögens
und 18,8 °/0 des Gesamtanlagevermögens; in ihrer Höhe kommt die Geschäftspolitik der Gruppen-
bildung in der Salz-, Kali- und Petroleumindustrie zum Ausdruck.

Die Abschreibungen sind, entsprechend den großen Anlagevermögen, hoch; durchschnittlich
belaufen sie sich auf 3,5 °/0 des Gesamtvermögens.

1) Ob.-Schles. Kokswerke und Chem. Fabriken A.-G,
        <pb n="14" />
        ﻿13

Die Liquidität zeigt ein recht günstiges Bild: im Durchschnitt beträgt sie 3,96; in den vier
letzten Jahren ist ihre Höhe sehr verschieden und zwar bewegt sie sich hier zwischen 5,56 und
2,42, während sie vorher größere Gleichmäßigkeit zeigt. Der niedrigsten Liquidität im Jahre 1908
entspricht das kleinste Verhältnis des dauernd verfügbaren Kapitals zum Gesamtanlagevermögen; der
niedrige Stand beruht auf einer großen Inanspruchnahme der kurzfristigen Schulden und wird im
nächsten Jahre durch Umwandlung eines Teils des kurzfristigen Kredits in langfristigen dem Durch-
schnitt 1,13 wieder angenähert.

I.	a. Hüttenbetrieb mit Kohlenbergbau verbunden (Gemischte Werke).

Tabelle 5.,

Für die Aktiengesellschaften in dieser Gruppe ist maßgebend, daß sie neben Hüttenbetrieb
jeglicher Art sich in ausgedehntem Maße mit Kohlenbergbau, sei es nur für den eigenen Gebrauch
oder auch für den Verkauf, befassen. Unter ihnen befinden sich die größten deutschen industriellen
Aktiengesellschaften überhaupt. Die Anzahl der Gesellschaften beläuft sich 1901 auf 14, steigt dann
aut 18 im Jahre 1906 und beträgt in den letzten vier Jahren gleichbleibend 16. Die bei allen
Verhältniszahlen der Tabelle auftretenden Verschiedenheiten zwischen den Jahren 1903 und 04 sind
durchweg zurückzuführen auf den Hinzutritt zweier Gesellschaften im Jahre 1904 mit einer von der
der früheren Gesellschaften verschiedenen Kapitals- und Vermögensverteilung.

Das eigene Kapital beträgt durchschnittlich 124,4 % des Aktienkapitals; seine sowohl vom
Durchschnitt als auch von den vorhergehenden Jahren erheblich abweichende Höhe im Jahre 1910
beruht darauf, daß ein bei einer der Gesellschaften1 in den Jahren 1905/09 sich findendes Renten-
sicherstellungskonto, das im Jahre 1910 aufgelöst wurde, zu den Reserven gerechnet ist. Ohne Ein-
beziehung dieses Postens in die Reserven würde das eigene Kapital im Durchschnitt 120,2 °/0 des
Aktienkapitals betragen. Das Sinken des eigenen Kapitals im Jahre 1904 wird veranlaßt durch den
Hinzutritt der Friedr. Krupp A.-G., die an Reserven nur einen Delkredere- und Garantiefonds auf-
weist, der zwar an sich hoch, jedoch im Vergleich mit dem Aktienkapital sehr klein ist.

Das fremde Kapital enthält bei den Gesellschaften der drei ersten Jahre der Untersuchung
überwiegend Obligationen und Hypotheken; von 1904 ab übersteigen jedoch die kurzfristigen
Schulden die langfristigen, so daß von dem durchschnittlichen fremden Kapital von 55,6 °/0 des
eigenen Kapitals nur 26,8 °/0, also weniger als die Hälfte, auf letztere entfallen, die 33,4% des
Aktienkapitals betragen.2

Das produzierende Vermögen setzt sich im Durchschnitt zusammen aus 67,1 °/0 produzie-
rendes Anlagevermögen und 32,9 °/0 Betriebsvermögen, wovon auf Vorräte 13,5 °/0 entfallen. Hier-
von zeigen die Gesellschaften der drei ersten Jahre wieder starke Abweichungen; ihr Anteil des
produzierenden Anlagevermögens beträgt zwischen 70,2 °/0 und 74,0 °/0 des produzierenden Ver-
mögens. Der außerordentlich hohe Anteil der Vorräte im Jahre 1901 entspricht einer ungewöhnlichen
Höhe der kurzfristigen Schulden im Vergleich mit den benachbarten Jahren. Im übrigen zeigt die
Verteilung des produzierenden Anlagevermögens im Laufe der zehn Jahre ziemliche Stetigkeit.

Der Anteil der Wertpapiere und Beteiligungen am Gesamtvermögen beträgt 7,6 °/0; wenn
dieser Anteil auch nicht allzu groß erscheint, so handelt es sich absolut um sehr hohe Beträge,
entfällt doch durchschnittlich auf jede Gesellschaft in den zehn Jahren 6,06 Mill. Mk. an Wertpapieren
und Beteiligungen. Bei ihnen zeigt sich die Wirkung einer im Kreis der untersuchten Gesellschaften
stattgetundenen doppelten Fusion3 im Jahre 1907 am deutlichsten; denn ihr Anteil sinkt von 10,5 °/0
im Jahre 1906 auf 7,5 °/0 im Jahre 1907. Bezogen auf das Anlagevermögen beträgt der Anteil
der Wertpapiere und Beteiligungen durchschnittlich 10,9 °/0.

Die Abschreibungen sind mit 4,6 °/0 des Gesamtvermögens als hoch zu bezeichnen; sie
enthalten neben den ordentlichen noch erhebliche Sonderabschreibungen, und so beruht auch'ihre
ungewöhnliche Höhe im Jahre 1910 auf außerordentlichen Abschreibungen zweier Gesellschaften.4

1)	Hohenlohe - Werke A.-G.; Rentensicherstellungskonlo tgo5/o9 je 50,147 Mill. Mk.

2)	In den Jahren 1906 bis 1908 ist zu den langfristigen Schulden ein bei der Deutsch-Luxemburgischen
Bergwerks- und Hütten-A.-G. angeführter Posten „Kreditoren auf längere Kündigung“ gerechnet worden; er beträgt
in den drei Jahren: 9,10 bzw. 12,50 bzw. 12,50 Mill. Mk.

3)	Phönix A.-G., A.-G. Hörder Verein einerseits und Gelsenkirchener Bergwerks-A.-G., A-G. Schalker
Gruben- und Hütten-Verein anderseits.

4)	I. Hohenlohe-Werke A.-G.: Gelegentlich der Ablösung der an den Vorbesitzer zu zahlenden Rente und
Auflösung des erwähnten Rentensicherstellungskontos wurden 17 Mill. Mk. z,u Abschreibungen auf Anlagen verwandt.
Salings Börsenjahrbuch 1911/12, S. 790.

2. Georgs-Marien-Bergwerks- und Hütten-Verein: Der im Jahre 1909 bei einer Sanierung erzielte Buch-
gewinn wurde 1910 in Höhe von 6,99 Mill. Mk. zu außerordentlichen Abschreibungen verwandt. Salings Börsen-
jahrbuch 1911/12, S. 758.
        <pb n="15" />
        ﻿14

Die Liquidität beträgt 1,79; sie erscheint hinreichend hoch, wenn man die Größe des
Betriebsvermögens bei nicht' sehr hohem Anlagevermögen in Wertpapieren und Beteiligungen be-
rücksichtigt. In den einzelnen Jahren zeigt sie größere Veränderungen; der größte Ünterschied
gegen die benachbarten Jahre, abgesehen von dem Sinken der Liquidität im Jahre 1904, findet
sich im Jahre 1901, das auch bei den Vorräten und kurzfristigen Schulden auffallende Abweichun-
gen zeigt. Den Änderungen der Liquidität entsprechen im ganzen Änderungen des Verhältnisses
des dauernd verfügbaren Kapitals zum Gesamtanlagevermögen; durchschnittlich beträgt es 1,10. Am
niedrigsten ist es in den Jahren 1907 und 08, wird aber durch erhebliche Vermehrung des Aktien-
kapitals und der langfristigen Schulden im folgenden Jahre wieder erhöht.

II. Metallverarbeitung.

Tabelle 6.

Die Gruppe Metallverarbeitung umfaßt die Aktiengesellschaften, die sich mit jeglicher Art
von Metallverarbeitung, soweit sie nicht zum Hüttenbetrieb oder Maschinenbau zu rechnen ist, befassen.
Dahin gehören Emaillierung, Gießerei, Verzinkerei, Herstellung von Draht- und Blechwaren. Ferner
sind hierhin auch die Munitionsfabriken zu rechnen, die alle neben Munition noch anderweitige Metall-
verarbeitungsprodukte hersteilen. Nur eine, der Gesellschaften beschäftigt sich mit der Verarbeitung
edler Metalle; eine Unterteilung nach Verarbeitung unedler Metalle außer Eisen und nach Ver-
arbeitung von Eisen wurde nicht vorgenommen, da eine größere Anzahl der Gesellschaften sich
mit beidem befaßt._

Die Tabelle zeigt in den Ergebnissen sowohl bei den absoluten Werten, als auch bei den
Verhältniszahlen ein ziemlich gleichmäßiges Bild. Die Zahl der Gesellschaften wächst von 30 im
Jahre iqoi auf 49 im Jahre 1910, Das eigene Kapital mit durchschnittlich ii7,4°/0 des Aktien-
kapitals nimmt in den Jahren 1904 bis 1910 von H4,2°/o auf 119,4°/0 zu, während es in den
ersten 4 Jahren ständig sinkt, da in ihnen die Reserven bei einer Gesellschaft1 in weitgehendem
Maße zur Beseitigung von Verlusten in Anspruch genommen werden.

Das fremde Kapital beläuft sich durchschnittlich auf 41,3% des eigenen Kapitals, wovon
15,1% auf Obligationen und Hypotheken entfallen, die 17,5% des Aktienkapitals betragen. Im
Laufe der 10 Jahre wächst das fremde Kapital von 39,7 °/0 auf 46,7 °/0; diese Zunahme wird allein
durch die kurzfristigen Schulden bewirkt. Eine auffallende Abweichung von der sonst gleichmäßigen
Entwicklung zeigt das fremde Kapital im Jahre 1905, in dem der kurzfristige Kredit außerordentlich
hoch in Ansprch genommen wird; beteiligt hieran sind fast allein die Munitionsfabriken; die Ver-
anlassung dazu sind hohe Aufträge in Kriegsmaterial.

Dasselbe Jahr zeigt auch in der Vermögensverteilung größere Abweichungen von den
benachbarten Jahren. Während nämlich in den ersten 4 Jahren das produzierende Anlagevermögen
das Betriebsvermögen übersteigt, ändert sich im Jahre 1905 dies Verhältnis, so daß in den letzten
6 Jahren des Betriebsvermögen überwiegt. Die Zusammensetzung des produzierenden Vermögens
zeigt im übrigen eine stetige Entwicklung; der Anteil des produzierenden Anlagevermögens sinkt im
ganzen, entsprechend wächst der des Betriebsvermögens; die Höhe der Vorräte bleibt abgesehen von
kleinen Verschiedenheiten gleich. Im Durchschnitt entfallen auf produzierendes Anlagevermögen
47,2°/o und auf Betriebsvermögen 52,8°/0 des produzierenden Vermögens, wozu Vorräte 21,7%
beitragen; die Vorräte sind also recht hoch, was wohl weniger auf ihrer Menge als auf ihrem
spezifischen Wert beruht.

Die Wertpapiere und Beteiligungen, die sich durchschnittlich auf 7,9% des Gesamtvermögens
und auf 15,4% ^es Anlagevermögens belaufen, zeigen nur geringe Veränderungen.

Trotz des nicht sehr hohen Anlagevermögens betragen die Abschreibungen 3,5% des Gesamt-
vermögens, da Wertminderungen der großen Vorräte, die starken Konjunkturschwankungen unterliegen,
häufig sind.

Die Liquidität, durchschnittlich 3,08, erscheint bei einem Betriebsvermögen von 52,8 °/0 des
produzierenden Vermögens hinreichend hoch; die Unregelmäßigkeiten in den einzelnen Jahren sind
nicht sehr groß, da die Zunahme der kurzfristigen Schulden meist dem Betriebsvermögen zugute
kommt. Das Verhältnis des dauernd verfügbaren Kapitals zum Gesaratanlagevermögen zeigt, ent-
sprechend dem Sinken des Anteils des produzierenden Anlagevermögens am produzierenden Vermögen,
ein stetiges Wachsen von 1,37 im Jahre 1901 auf 1,61 im Jahre 1910; sein Durchschnitt ist 1,47.

l)	Rheinische Metallwaren- und Maschinenfabrik, A.-G
        <pb n="16" />
        ﻿III.	Industrie der Maschinen und Apparate (ohne Elektrizitätsindustrie).

Die Gruppe der Maschinenindustrie ist unterteilt in

1.	Einzelmaschinenbau, d. h. die Maschinen werden im Einzelbau oder beschränktem Massenbau
hergestellt; hierhin gehört der Bau von Kraftmaschinen und Lokomotiven, Pumpen und
Werkzeugmaschinen, Hebezeugen, Hartzerkleinerungsmaschinen und Mühlen sowie von
Bergwerksmaschinen.

2.	Massenmaschinenbau, d. h. die herzustellenden Maschinen ermöglichen weitgehende Massen-
fabrikation; hierhin wurden gerechnet die Fabriken für Textilmaschinen, landwirtschaftliche
Maschinen, Fahrräder, Nähmaschinen, Schreibmaschinen, Regulatoren, Phonographen und
Gasmessern, ferner die Schloßfabriken und eine Geldschrankfabrik.

3.	Kessel- und Apparatebau, zu dem die Herstellung von Kesseln, Dampfheizungen, Öfen, Ein-
richtungen für Zuckerfabriken und Brennereien, von Armaturen und Apparaten gezählt wurde.

4.	Eisenbahnwagenbau, zum Teil verbunden mit allgemeinem Maschinen- oder Lokomotivbau,

5.	Schiffbau, meist, verbunden mit Kraftmaschinenbau.

6.	Sonstiger Maschinenbau, in dem Gesellschaften verschiedener Art zusammengefaßt sind, wie
Eisenkonstruktionsfabriken, Tiefbqhr- und Schachtbauunternehmungen, die daneben auch
Maschinenbau betreiben, ferner die Deutsche Gas-Glühlicht-A.-G., deren Hauptbetrieb,
die Herstellung von Glühkörpern, nach der gewerblichen Betriebsstatistik zum Maschinen-
bau gehört.

1.	Einzelmaschinenbau.

Tabelle 7.

Die Anzahl der Gesellschaften wächst von 34 im Jahre 1901 auf 48 im Jahre 1910.
Das eigene Kapital .bezogen auf das Aktienkapital bleibt in der Zeit der Untersuchung ziemlich gleich;
die größte Abweichung vom Durchschnitt, der 126,2°/,, des Aktienkapitals beträgt, zeigt das Jahr 1901
mit 128,7 °/0. Das fremde Kapital, das sich durchschnittlich auf 58,0 °/0 des eigenen Kapitals
beläuft, wovon 22,9 °/0 auf Obligationen und Hypotheken entfallen, die 28,9 °/0 des Aktienkapitals
betragen, schwankt zwischen 50,1 und 69,5 °/0. Die großen Verschiedenheiten beruhen meist auf
Veränderungen der kurzfristigen Schulden; sie bewirken auch die gegen die benachbarten Jahre auf-
fallende Höhe des fremden Kapitals in den Jahren 1901 und 1907. Der niedrige Anteil des fremden
Kapitals im Jahre 1909 beruht auf starker Erhöhung des Aktienkapitals bei gleichzeitiger Abnahme
des langfristigen Kredits, während die Inanspruchnahme des kurzfristigen Kredits auf der Höhe des
Vorjahres bleibt.

Der Anteil des produzierenden Anlagevermögens am produzierenden Vermögen sinkt in den
10 Jahren von 50,6 auf 38,4 °/0; im Durchschnitt beträgt er 43,6 °/0, der des Betriebsvermögens
56,4 °/0. Die Vorräte mit einem Anteil am produzierenden Gesamtvermögen von 21,2 °/0 bleiben
ziemlich konstant, zeigen aber, entsprechend den Kreditoren, in den Jahren 1901 und 1907 den
höchsten Stand.

Der Anteil der Wertpapiere und Beteiligungen am Gesamtvermögen hat im ganzen sinkende
Tendenz; er fällt von 12,1 aufö,5°/0; durchschnittlich beträgt er 10,0°/0 des Gesamtvermögens und

20,3	% des Anlagevermögens. Die Abschreibungen belaufen sich im Durchschnitt auf 2,5 °/0 des
'Gesamtvermögens.

Die durchschnittliche Liquidität beträgt 2,59; die Jahre 1901 und 1907 weisen mit 2,27
und 2,40 den niedrigsten Wert auf, da bei der ungewöhnlichen Höhe der kurzfristigen Schulden
wohl ein entsprechendes Anwachsen der Vorräte, aber nicht des ganzen Betriebsvermögens vorliegt.
Betrachtet man die Liquidität zusammen mit dem Verhältnis des dauernd verfügbaren Kapitals zum
Gesamtanlagevermögen, das durchschnittlich 1,50% beträgt, so daß also das dauernd verfügbare
Kapital zu einem Drittel für das Betriebsvermögen frei ist, so erscheint die Liquidität niedrig, jedoch
muß man bei ihrer Bewertung auch den Anteil des Betriebsvermögens am produzierenden Vermögen
berücksichtigen, der mit 56,4 °/0 recht hoch ist.

2.	Massenmaschinenbau.

Tabelle 8.

Die Tabelle umfaßt im Jahre 1901 20 Gesellschaften, im Jahre 1910 29 Gesellschaften.
Das eigene Kapital zeigt bei großer Unregelmäßigkeit in den einzelnen Jahren im ganzen in seinem
Verhältnis zum Aktienkapital ein Anwachsen; im Durchschnitt beträgt es 128,3 °/o des Aktienkapitals.
Der Anteil des fremden Kapitals am gesamten Kapital zeigt in den letzten 6 Jahren eine starke
Zunahme. An seiner Zusammensetzung sind die kurzfristigen Verpflichtungen etwas stärker als die
        <pb n="17" />
        ﻿n

I

— i6 —

langfristigen beteiligt. Es beträgt im Durchschnitt 41,2% des eigenen Kapitals, wovon 18,3 °/o auf
Obligationen und Hypotheken entfallen, die sich auf2 3,6°/0 des Aktienkapitals belaufen; sein niedrigster
Stand ist 33,3 °/0, sein höchster 48,0 °/0.1

Die Verteilung des produzierenden Vermögens zeigt ziemliche Veränderungen; der Anteil
des produzierenden Anlagevermögens fällt, der des Betriebsvermögens steigt und zwar unabhängig
von der Höhe der Vorräte. Der durchschnittliche Anteil am produzierenden Vermögen beläuft sich
für das produzierende Anlagevermögen auf 37,6 °/0, für das Betriebsvermögen auf 62,4 %, für die
Vorräte auf 24,5%. Wie bei den Gesellschaften für Einzelmaschinenbau zeigt auch hier das Jahr 1901
eine auffallende sowohl absolute, als auch prozentuale Höhe der Vorräte und Kreditoren; eine weitere
größere Abweichug zeigt das Jahr 1908, während bei dem Einzelmaschinenbau das Jahr 1907 die
grüßte Unregelmäßigkeit aufwies.

Der Anteil der Wertpapiere und Beteiligungen ist in den verschiedenen Jahren wenig einheitlich ;
im Durchschnitt beträgt er 5,4% vom Gesamtvermögen und 13,2% vom Gesamtanlagevermögen,
Die Abschreibungen betragen 3,7% des Gesamtvermögens.

Die Liquidität ist mit 4,40 im Durchschnitt von beträchtlicher Höhe; der Grund hierzu
liegt in dem hohen Verhältnis des dauernd verfügbaren Kapitals zum Gesamtanlagevermögen, das
durchschnittlich 1,89 beträgt, so daß fast die Hälfte des dauernd verfügbaren Kapitals für das
Betriebsvermögen zur Verfügung ist, und in dem hohen Anteil des Betriebsvermögens am produzierenden
Gesamtvermögen.

3,	Kessel- und Apparatebau.

Tabelle 9.

Die Zahl der Gesellschaften beträgt igoi 13, sinkt dann auf 11, um 1910 wieder auf 13
zu steigen. Das eigene Kapital beläuft sich durchschnittlich auf 119,7 % des Aktienkapitals und zeigt
vom Jahre 1903 an steigende Tendenz; das Sinken des eigenen Kapitals vom Jahre 1906 aut 1907
wird bewirkt durch Ausscheiden zweier Gesellschaften mit höherem eigenen Kapital. Das Jahr 1902
zeigt eine erhebliche Verminderung der Reserven durch Inanspruchnahme für die Beseitigung von
Verlusten bei einem größeren Teil der Gesellschaften. Das fremde Kapital ist im Jahre 1901 von
einer ungewöhnlichen Höhe, wie sie im Laufe der 10 Jahre nicht wieder erreicht wird. Die kurz-
fristigen Verpflichtungen sind meist mehr als doppelt so hoch als die langfristigen. Im Durchschnitt
beläuft sich das fremde Kapital auf 51,0% des eigenen Kapitals, wovon 14,9% auf Obligationen
und Hypotheken entfallen, die 17,9°/0 des Aktienkapitals betragen.

Die Verteilung des produzierenden Vermögens auf produzierendes Anlage- und Betriebsvermögen
ist am Anfang und Ende der Untersuchungszeit ungefähr dieselbe, während in den Zwischenjahren
große Ungleichmäßigkeit besteht. Stets ist das produzierende Anlagevermögen kleiner als das Betriebs-
vermögen. Der durchschnittliche Anteil des ersteren beträgt 42,5 °/0, des letzteren 57)5% des
produzierenden Vermögens; der Anteil der Vorräte ist 19,4%. Hier wie bei dem fremden Kapital
bilden die Jahre 1901 und 1907 Ausnahmen, da in ihnen der Anteil des Betriebsvermögens auffallend
höher ist als in den benachbarten Jahren.

Die Wertpapiere und Beteiligungen betragen 6,0 °/0 vom Gesamtvermögen und I3,i°/o vom
Gesamtanlagevermögen. In den einzelnen Jahren fällt und steigt dieser Anteil in unregelmäßiger Weise.

Die Abschreibungen belaufen sich auf 2,7 °/0 des Gesamtvermögens.

Die Liquidität, die durchschnittlich 2,43 beträgt, zeigt, da Änderungen des Betriebsvermögens
und der Kreditoren in den einzelnen Jahren gleichzeitig auftreten, geringe Schwankungen; mit 2,7 t
und 2,27 sind die größten Abweichungen vom Durchschnitt erreicht. Bei dem Verhältnis des dauernd
verfügbaren Kapitals zum Gesamtanlagevermögen, durchschnittlich 1,58, treten die größten Ab-
weichungen im Jahre 1901 mit 1,66 und mit 1,50 im Jahre 1904, in welchem bei einer Gesellschaft
eine Aktienkapitalzusammenlegung stattfand, auf.

4.	Eisenbahnwagenbau.

Tabelle 10.

^Die Anzahl der Gesellschaften für Eisenbahnwagenbau beträgt von 1905 bis 1909 7, in
den übrigen Jahren 8 Gesellschaften. Die Reserven nehmen mit geringen Abweichungen im Laufe
der 10 Jahre im Verhältnis zum Aktienkapital zu. Im Durchschnitt beträgt das eigene Kapital 125,1 °/0
des Aktienkapitals. Das Verhältnis des fremden Kapitals zum eigenen Kapital ändert sich von Jahr
zu Jahr, ohne daß eine bestimmte auf- oder absteigende Tendenz festzustellen ist. Die größten
Abweichungen vom Durchschnitt 59,4%, von denen 28,3 °/o auf Obligationen und Hypotheken
entfallen, die 354 % des Aktienkapitals betragen, zeigen die Jahre 1903 mit 51,3% und 1907
mit 66,2 °/0.
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        ﻿Die Zusammensetzung des produzierenden Vermögens ist stark beeinflußt durch die Vorräte,
die durchschnittlich 30,6 °/0 des produzierenden Vermögens betragen. Mit ihnen, aber nicht im gleichen
Verhältnis, verändert sich der Anteil des Betriebsvermögens, der durchschnittlich 61,7 %, und der
des produzierenden Anlagevermögens, der durchschnittlich 38,3 % des produzierenden Vermögens
ausmacht. Den, gegenüber benachbarten Jahren, auffallend hohen Vorräten in den Jahren 1901
und 1907 entsprechen hohe kurzfristige Schulden und hohes fremdes Kapital.

Der Anteil der Wertpapiere und Beteiligungen beträgt 7,9% des Gesamtvermögens und
18,3% des Gesamtanlagevermögens.

Die Abschreibungen belaufen sich auf 3,8 °/0 des Gesamtvermögens.

Die Liquidität zeigt ein zwar für die einzelnen Jahre stark wechselndes, aber im Durchschnitt
mit 4,43 sehr günstiges Bild, das aber nur durch die großen Vorräte erreicht wird. Durch sie und
durch den geringen Anteil des produzierenden Anlagevermögens wird auch die Größe des Verhältnisses
des dauernd verfügbaren Kapitals zum Gesamtanlagevermögen bedingt, dessen Durchschnitt 1,76
beträgt. Es erreicht seine größte Höhe mit 2,00,im Jahre 1907, in dem der Anteil der Wertpapiere
und Beteiligungen am Gesamtanlagevermögen stark sinkt, während zugleich das dauernd verfügbare
Kapital vermehrt wird, diese Vermehrung aber fast allein dem Betriebsvermögen zugute kommt.

5.	Schiffbau.

Tabelle 11.

/ Die Zahl der Gesellschaften steigt von 4 im Jahre 1901 auf 8 in den, Jahren 1904/08
und fällt dann 1909 und 1910 auf 7. Bei dieser geringen Anzahl und bei den zum Teil sehr
großen Verschiedenheiten der Bilanzposten in den einzelnen Jahren ergibt die Tabelle große Ungleich-
mäßigkeiten sowohl in den Rubriken der absoluten, als in denen der Verhältniszahlen.

Das eigene Kapital beträgt im Durchschnitt 137,7% des Aktienkapitals; die Reserven
erleiden in der Zeit der Untersuchung mehrfache Verminderungen durch Verluste, auch wird das
Aktienkapital durch Zusammenlegungen vermindert. Die größten Abweichungen vom Durchschnitt
weisen die Jahre 1907 mit 132,7% und 1909 mit 144,6% auf. Die Reserven enthalten zweifelhafte
Reserveposten von bedeutender Höhe.1 Das fremde Kapital übersteigt bei weitem das eigene Kapital.
Die sprunghaften Veränderungen der Kreditoren beruhen auf der Größe der von den Schiffbau-
unternehmungen hergestellten und ihrer Natur nach nicht in einzelnen Teilen, sondern im ganzen
abzuliefernden und zu verrechnenden Produkten. Die Höhe der kurzfristigen Schulden beruht zum
Teil auf den erheblichen Anzahlungen. Im Durchschnitt beträgt das fremde Kapital 148,8%, also
das 1% fache des eigenen Kapitals, wovon 27,2% auf langfristige Schulden entfallen, die 37&gt;5%
des Aktienkapitals betragen. Die höchste Inanspruchnahme des kurzfristigen Kredits zeigt das
Jahr 1910 mit einem fremden Kapital von 196,5% des eigenen Kapitals;’ die niedrigste das
Jahr 1901 mit 111,6%.

Dieselben Ursachen, die die Höhe des fremden Kapitals beeinflussen, wirken auch auf die
Zusammensetzung des produzierenden Vermögens ein, das im Durchschnitt zu 41,8% aus produ-
zierendem Anlagevermögen und zu 58,2 % aus Betriebsvermögen bei 37,2 % Vorräten besteht.
Die Höhe des Betriebsvermögens bewegt sich zwischen 49,6 % und 64,2 %, der Anteil der Vor-
räte zwischen 31,2 % und 46,0%. Einer Vermehrung der Vorräte entspricht in den gleichen
Jahren eine Steigerung der kurzfristigen Schulden und des fremden Kapitals, wie es die Jahre 1902,
1907 und 1910 deutlich zeigen.

Die Anlage in Wertpapieren und Beteiligungen ist niedrig; sie beträgt nur 2,5 % des Ge-
„ samtvermögens und 5,7% des Gesamtanlagevermögens und zeigt im Verlaufe der zehn Jahre nur
kleine Abweichungen.

Die Abschreibungen belaufen sich im Durchschnitt auf 3,5 % des Gesamtvermögens.

Die Liquidität ist entsprechend den kurzfristigen Schulden in den einzelnen Jahren sehr
ungleichmäßig; bei einem Betriebsvermögen von 58,2 % des produzierenden Vermögens ist sie mit
1,26 im Durchschnitt nicht allzu günstig. Am kleinsten ist sie igio mit 1,02, am größten 1903
mit 1,47- Dieser geringen Liquidität entspricht ein niedriges Verhältnis des dauernd verfügbaren
Kapitals zum Gesamtanlageverraögen, das durchschnittlich 1,16 beträgt, so daß also nur ein kleiner
Teil des dauernd verfügbaren Kapitals für das Betriebsvermögen zur Verfügung steht. In den letzten
drei Jahren ist das Verhältnis besonders klein, 1910 sinkt es sogar unter 1 auf 0,99.

1) Z. B.
1,92 Mill. Mk.

Stettiner Maschinenbau-A.-G. Vulkan: 1910 Garantiefonds 2 Mill, Mk., Reserve - Eaufonds
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        ﻿— iS —

6.	Sonstiger Maschinenbau.

Tabelle 12.

Die Anzahl der Gesellschaften nimmt in der Untersuchungszeit von fünf auf sieben zu;
auch hier läßt die geringe Anzahl Besonderheiten einzelner Gesellschaften in der Zusammenstellung
stark hervortreten.

Dies zeigt sich z. ß. bei dem eigenen Kapital, dessen Höhe im Durchschnitt 135,9 °/o des
Aktienkapitals hauptsächlich auf den sehr hohen Reserven einer Gesellschaft1 beruht, die nach der
Art ihres Betriebes und der dadurch bedingten Vermögensverteilung sich gar nicht in den Rahmen
der Gesellschaften für Maschinenbau einpaßt, zu denen sie die deutsche gewerbliche Betriebsstatistik
von 1907 zählt.

Das fremde Kapital beläuft sich auf durchschnittlich 32,8 °/0 des eigenen Kapitals, wovon
auf die langfristigen Schulden, die 11,6 °/0 des Aktienkapitals betragen, 8,6 °/0 entfallen. Auch in
den einzelnen Jahren überwiegen stets die kurzfristigen Schulden. Den höchsten Prozentsatz an
fremdem Kapital weist mit 40,8 °/0 das Jahr 1903, den niedrigsten mit 23,7 °/0 das Jahr 1905 auf.

Das produzierende Vermögen setzt sich durchschnittlich zusammen aus 26,0 °/0. produzie-
rendem Anlagevermögen und 74,0 °/0 Betriebsvermögen einschließlich 20,1 °/0 an Vorräten. Der
Anteil des Betriebsvermögens nimmt vom Jahre 1902 ab, mit Ausnahme des Jahres 1908, in dem
die Anzahl der Gesellschaften um eine wächst, ständig zu; dagegen, zeigt sich von 1901 auf 1902
eine starke Abnahme.

Der Anteil der Wertpapiere und Beteiligungen am Gesamtvermögen ist in den einzelnen
Jahren ziemlich gleichmäßig; im Ganzen wächst er etwas; durchschnittlich beträgt er 9,0 °/0 des Ge-
samtvermögens und 28,6 °/# des Gesamtanlagevermögens.

Die Abschreibungen belaufen sich auf 2,9 °/0 des Gesamtvermögens.

Die Liquidität sowohl wie das Verhältnis des dauernd verfügbaren Kapitals zum Gesamt-
anlagevermögen sind hoch; erstere beträgt 4,40, letzteres 2,26.

IV. Elektrizitätsindustrie.

Die Aktiengesellschaften der Elektiizitätsindustrie wurden nach folgenden Klassen und
Arten getrennt:

1.	elektrotechnische Industrie.

a)	Akkumulatorenbau, einschließlich Instandhaltung von Akkumulatoranlagen.

b)	Kabelindustrie, zu der die Herstellung aller Arten Kabel und Leitungsdrähten gehört.

c)	Elektrizitätsmaschinen- und Apparatebau, zu dem die Herstellung sämtlicher Elektrizitäts-
maschinen und -Apparate, wie Generatoren, Schaltapparaten, Telephonen usw., zu zählen ist.

d)	Gemischte Elektrizitätsindustrie, bei der mehrere oder alle Arten der Elektrizitätsindustrie
in den einzelnen Gesellschaften vereinigt sind.

2.	Elektrizitätserzeugung.

a)	Reine Elektrizitätswerke, d. h, Gesellschaften, die für ein zusammenhängendes Gebiet mit
nur einem Werk oder mehreren im Betrieb eng miteinander verbundenen Werken unter
gemeinsamer Verwaltung elektrischen Strom erzeugen.

b)	Elektrizitätserzeugung verbunden mit Finanzierung von Elektrizitätsunternehmungen, wo-
zu die Gesellschaften2 gerechnet sind, die Elektrizitätswerke besitzen, und zwar meist
mehrere mit räumlich nicht zusammenhängenden Wirkungskreisen, daneben sich in aus-
gedehntem Maße zum Teil als hauptsächlicher Zweck des Unternehmens auf dem Gebiete
der Beteiligung an Elektrizitätsunternehmungen aller Art und ihrer Finanzierung betätigen.

1. Elektrotechnische Industrie.

a)	Akkumulatorenbau.

Tabelle 13.

Die Anzahl der Gesellschaften ist sehr klein; sie beträgt in den ersten neun Jahren zwei,
1910 nur noch eine Gesellschaft. Während aber die eine der Gesellschaften sich günstig entwickelt,
geht die zweite ihrem Konkurs entgegen; wie groß die Unterschiede zwischen den beiden Gesell-

1)	Deutsche GasglühUcht-A.-G. z. B. ult. Juni 1910: Vorräte 3,12 Mill. Mk., produzierendes Anlagevermögen
1,32 Mill. Mk.

2)	Zwei der zu den Elektrizitätserzeugungs - und Finanzierungsunternehraungen gerechneten Gesellschaften
weisen keine eigenen Elektrizitätswerke auf, sind also genau genommen nicht zu den industriellen Aktiengesellschaften
zu zählen; jedoch läßt ihre Ähnlichkeit ihrem Zwecke und der Art und Höhe ihrer Effekten und Beteiligungen nach
mit den übrigen Gesellschaften diese Ausnahme als berechtigt erscheinen. Die beiden Gesellschaften sind die „Elek-
trische Licht- und Kraftanlagen-A. - G.“ und die „Gesellschaft für Elektrische Unternehmungen (Berlin)“.
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        ﻿19

schäften sind, zeigt der Vergleich der übrigen Jahre mit dem Jahre 1910, für welches das Vermögen
und das Kapital nur der gutgehenden Gesellschaft zusammengestellt ist.

Das eigene Kapital mit durchschnittlich 115,1 °/0 des Aktienkapitals ist niedrig. Mehrfach
werden die Reserven zur Beseitigung von Verlusten der einen Gesellschaft herangezogen. Ihr An-
teil am eigenen Kapital ist in den ersten neun Jahren ziemlich gleichmäßig. Das fremde Kapital,
das im Durchschnitt dem eigenen Kapital so gut wie gleich ist — es beträgt 99,6 °/0 des eigenen
Kapitals, wovon 29,2 °/0 auf die langfristigen Schulden, die sich auf 33,5 °/0 des Aktienkapitals be-
laufen, und 22,0 °/0 auf die in den kurzfristigen Schulden enthaltenen Rückstellungen für Batterie-
versicherung1 entfallen — zeigt in seinem Verhältnis zum eigenen Kapital eine entschiedene Zunahme;
während jedoch in den ersten zwei Jahren bei beiden Gesellschaften die kurzfristigen Schulden höher
sind und dies bei der Gesellschaft mit gutem Geschäftsgang auch später so bleibt, bilden bei der
anderen Gesellschaft in den übrigen Jahren die Obligationen und Hypotheken den Hauptteil des
fremden Kapitals. Vom Jahre 1905 ab übersteigt das fremde Kapital das eigene Kapital; 1910
erreicht es die größte Höhe mit 138,8 °/0 des eigenen Kapitals.

Das produzierende Vermögen zeigt ein bedeutendes Überwiegen des Betriebsvermögens.
Durchschnittlich besteht es aus 25,5% produzierendem Anlagevermögen und 74,5 °/o Betriebsver-
mögen; die Vorräte betragen 20,6 °/o- Wieder zeigt das Jahr 1910 die größten Abweichungen,
während in den vorhergehenden Jahren das Verhältnis des produzierenden Anlage- und des Betriebs-
vermögens vom Durchschnitt nicht sehr verschieden ist. Die Höhe der Vorräte zeigt iii den ein-
zelnen Jahren erhebliche Änderungen, denen meist solche der kurzfristigen Schulden entsprechen.

Höher als das produzierende Anlagevermögen ist die Anlage in Wertpapieren und Betei-
ligungen; durchschnittlich beträgt ihr Anteil am Gesamtvermögen 29,5 °/0 und vom Gesamtanlage-
vermögen 61,5 °/o-

Die Abschreibungen mit 2,o°/0 des Gesamtvermögens sind verhältnismäßig niedrig; es ist
jedoch zu berücksichtigen, daß die Gesellschaft mit gutem Geschäftsgang ihre sämtlichen Mobilien
schon vor 1901 bis auf wenige Mark abgeschrieben hat.

Der Vergleich des Betriebsvermögens mit den kurzfristigen Schulden ergibt eine Liquidität
von 1,67. Die ausnehmend hohe Liquidität im Jahre 1907 beruht , auf der durch Erhöhung der
langfristigen Schulden veranlaßten geringeren Inanspruchnahme des kurzfristigen Kredits. Das Ver-
hältnis des dauernd verfügbaren Kapitals zum Gesamtanlagevermögen weist mit seiner geringen Höhe
von 1,15 im Jahre 1906 auf die Notwendigkeit der Kapitalbeschaffung im nächsten Jahre hin. In
den übrigen Jahren ist dies Verhältnis nur geringen Änderungen unterworfen; im Durchschnitt ist es
1,28. Beide Größen, die Liquidität wie dieses Verhältnis, sind niedrig; es ist jedoch bei der ersteren
der hohe Anteil des Betriebsvermögens am produzierenden Vermögen und beim zweiten der hohe
Anteil der Wertpapiere und Beteiligungen am Gesamtanlagevermögen zu berücksichtigen.

b)	Kabelindustrie.

Tabelle 14.

Die Anzahl der Gesellschaften beträgt bis 1906 zwei und in den folgenden Jahren drei
Gesellschaften. Die im Jahre 1906 hinzutretende Gesellschaft2 befaßt sich neben der Fabrikation
von Kabeln noch mit der Herstellung von Drahtwaren verschiedener Art und von elektrischen
Maschinen. Bei der geringen Zahl und den großen Unterschieden der Gesellschaften — die er-
wähnte Gesellschaft hat mehr als das zehnfache Aktienkapital der beiden anderen Gesellschaften
zusammen — bietet die Tabelle ein wenig einheitliches Bild, da die Bilanzen dieser großen Gesell-
schaft die Ergebnisse zu stark beeinflussen, so daß die Zusammenstellung vom Jahre 1906 ab eher
die Verhältnisse dieser einen Gesellschaft wiedergibt als die der ganzen Industrie.

Das eigene Kapital beträgt durchschnittlich 109,3 % des Aktienkapitals, die Reserven sind
also niedrig und bleiben noch unter der gesetzlich angestrebten Mindesthöhe von io°/# des Aktien-
kapitals. Das fremde Kapital zeigt eine ständige Zunahme im Verhältnis zum eigenen Kapital, ab-
gesehen von der nur scheinbaren Unterbrechung dieser Entwicklung im Jahre 1906. Durchschnittlich
beträgt es 79,6 °/0 des eigenen Kapitals, wovon 33,2 °/0 von den Obligationen und Hypotheken
gebildet werden, die sich auf 36,3 °/0 des Aktienkapitals belaufen.

Waren die Verhältnisse des eigenen und fremden Kapitals der beiden kleineren Gesellschaften
nicht allzu verschieden von denen der großen Gesellschaften, so zeigen sich größere Unterschiede
in der Verteilung des Vermögens. Während die ersten fünf Jahre ein Sinken des anfangs über
wiegenden Anteils des produzierenden Anlagevermögens am produzierenden Vermögen erkennen

1)	Passow, Die Bilanzen der privaten Unternehmungen, S. 80.

2)	Felten und Guilleaume-Lahmeyerwerke A.-G.

3*
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        ﻿20

lassen, bis im Jahre 1905 produzierendes Anlage- und Betriebsvermögen ungefähr gleich sind, ändert
sich in den fünf folgenden Jahren das Bild vollkommen, da der Anteil des produzierenden Anlage-
vermögens im Jahre 1906 .30,2 °/0 beträgt und bis 1910 auf 32,0 °/0 steigt, wobei die im Jahre
1909 erreichte Höhe von 33,4% durch Zunahme d,er Wertpapiere und Beteiligungen auf Kosten
des Betriebsvermögens hervorgerufen wird; im Jahre 1910. wird dann das Betriebsvermögen durch
erhöhte Inanspruchnahme des kurzfristigen Kredits wieder ergänzt. Der Anteil der Vorräte am pro-
duzierenden Vermögen wächst von 19,5 % im Jahre 1905 auf 31,2 o/0 im Jahre 1906. Der Durch-
schnitt der zehn Jahre ergibt für das produzierende Anlagevermögen 32,4 °/0, für das Betriebsver-
mögen 67,6 o/(5 des produzierenden Vermögens; wovon auf die Vorräte 30,2 o/0 entfallen.

Die Anlage in Wertpapieren und Beteiligungen ist hoch; im Durchschnitt beträgt ihr An-
teil 23,0 0/0 des Gesamtvermögens und 48,0 % des Gesamtanlagevermögens.

Die Abschreibungen belaufen sich auf 2,1 % des Gesamtvermögens.

Die' Liquidität beträgt durchschnittlich 2,32. Sie wird in ihrer Gleichmäßigkeit während
der zehn Jahre stark beeinflußt durch die erheblichen Verschiedenheiten der kurzfristigen Schulden,
denen nicht entsprechende Änderungen des Betriebsvermögens gegenüberstehen; beispielsweise ver-
teilt sich die Verwendung der im Jahre 1910 erhöhten kurzfristigen Schulden auf Betriebsvermögen
und Wertpapiere und Beteiligungen, wodurch die Liquidität auf den kleinsten Wert 1,62 sinkt. Im
selben Jahre, bewirkt durch diese Erhöhung des Gesamtanlagevermögens aus dem kurzfristigen Kredit,
zeigt auch das Verhältnis des dauernd verfügbaren Kapitals zum Gesamtanlagevermögen seinen ge-
ringsten Wert mit 1,27; die durchschnittliche Höhe 1,48 ist als verhältnismäßig groß anzusehen, da
das Gesamtanlagevermögen fast die Hälfte des Gesamtvermögens ausmacht.

c)	Elektrizitätsmaschinen- und Apparatebau.

Tabelle 15.

Die Anzahl der untersuchten Gesellschaften für Elektrizitätsmaschinen- und Apparatebau
sinkt von 4 im Jahre 19011 2 auf 2 im Jahre 1904 und steigt bis 1910 auf 7 Gesellschaften. An
eigenem Kapital weisen die Gesellschaften im Durchschnitt 132,6 °/0 des Aktienkapitals auf; diese
Höhe wird jedoch nur durch die ungewöhnlich großen Reserven einer3 der Gesellschaften erreicht;
ihre erhebliche Zunahme in den Jahren 1906 und 1910 beruht nicht auf Zuweisungen aus den
Betriebsgewinnen, sondern auf Agiozuwendungen. Das fremde Kapital zeigt im Verhältnis zum
eigenen Kapital im ganzen zunehmende Tendenz, wobei von den ungewöhnlichen Verhältnissen des
Jahres 1901 1 abzusehen ist; durchschnittlich beträgt es 53,7 °/0 des eigenen Kapitals, wovon 25,2 °/0
auf Obligationen und Hypotheken entfallen, die sich auf 33,4 °/0 des Aktienkapitals belaufen. Die
von den vorhergehenden Jahren abweichende Höhe des fremden Kapitals im Jahre 1905 wird ver-
anlaßt teils durch Hinzutritt zweier Gesellschaften mit niedrigerem fremden Kapital, teils durch Er-
höhung des eigenen Kapitals.

Das produzierende Vermögen setzt sich durchschnittlich zusammen aus 34,4 % produzie-
rendem Anlagevermögen und 65,6 °/o Betriebsvermögen. Im allgemeinen wächst der Anteil des
Betriebsvermögens im Laufe der Untersuchungszeit, wiederum abgesehen vom Jahre 1901. Zu seinem
hohen Anteil tragen die Vorräte, die 1907 bis 1910 höher sind als das produzierende Anlagever-
mögen, erheblich bei; im Durchschnitt entfallen auf sie 28,5 o/0 des produzierenden Vermögens.

Der Anteil der Wertpapiere und Beteiligungen ist gering im Vergleich mit dem produzierenden
Vermögen; jedoch nimmt er mit einigen unbedeutenden Schwankungen ständig zu, und zwar von
0,9 °/0 im Jahre 1902 auf 5,8 °/0 des Gesamtvermögens 1910. Der Durchschnitt, außerordentlich
stark beeinflußt durch das Jahr 1901, ergibt einen Anteil von 6,3 °/0 des Gesamtvermögens und von

16,3	°/0 des Gesamtanlagevermögens.

Die Abschreibungen belaufen sich durchschnittlich auf 2,8 °/0 des Gesamtvermögens.

Die Liquidität läßt von 1902 bis 1910 erheblich nach; sie sinkt von 7,92 auf 2,99, da
die absolute Höhe der kurzfristigen Schulden ungefähr um das 17fache, die des Betriebsvermögens
nur um etwa das 7 fache wächst. Der Durchschnitt der Liquidität 3,5,9 ist als günstig anzusehen.

1)	Eine der Aktiengesellschaften, die Elektrizitäts-A.-G. vorm. Lahmeyer u. Co., ist nur 1901 zu den
Gesellschaften für Elektrische Maschinen- und Apparatebau gezählt worden, da sie von 1902 ab durch Angliederung
der Deutschen Gesellschaft für elektrische Unternehmungen zur gemischten Elektrizitätsindustrie (s. d Abschnitt) zu
rechnen ist; sie zeigt schon 1901 einen von den übrigen Gesellschaften abweichend hohen Bestand an Wertpapieren
und Beteiligungen, nämlich; ult. März 1902 18,78 Mill. Mk., größtenteils Aktien und Obligationen der Deutschen
Gesellschaft für elektrische Unternehmungen.

2)	Bergmann Elektrizitätswerke, A.-G.
        <pb n="22" />
        ﻿-- 2 1 -------

Das .Verhältnis des dauernd verfügbaren Kapitals zum Gesamtanlagevermögen ist ebenfalls hoch; es
beträgt durchschnittlich 2,00, doch ist bei seiner Bewertung das nicht sehr hohe Anlagevermögen
zu berücksichtigen.

d)	Gemischte Elektrizitätsindustrie.

Tabelle 16.

Im Laufe der Untersuchungszeit tritt bei den großen Aktiengesellschaften der gemischten
Elektrizitätsindustrie, eine weitgehende Konzentration in Erscheinung1 2: von 5 Gesellschaften im Jahre
1901 und 6 Gesellschaften im Jahre 1902 sinkt die Anzahl bis 1905 auf 2 Gesellschaften und bleibt
dann in den letzten Jahren auf dieser Höhe; infolgedessen zeigen die Ergebnisse in den ersten
5 Jahren große Unterschiede.

Die Bilanzen geben durchweg ein sehr wenig zutreffendes Bild des finanziellen Aufbaues
dieser Gesellschaften wegen der außerordentlichen Höhe ihrer stillen Reserven, die durch übergroße
Abschreibungen sowohl auf das produzierende Anlagekapital als auch auf Wertpapiere und Beteiligungen
entstanden sind; so haben beispielsweise die beiden Gesellschaften in den Jahren 1905 bis igio
ihre gesamten Mobilien bis auf wenige Mark abgeschrieben.3 Dadurch erscheinen im Vergleich zur
Wirklichkeit eigenes Kapital und Anlagevermögen zu niedrig, die Anteile des fremdem Kapitals und
des Betriebsvermögens zu hoch.

Das eigene Kapital beträgt durchschnittlich 133,5% des Aktienkapitals; es nimmt in den
Jahren 1905 bisTqio ständig zu. Von 1902 auf 1903 zeigt sich ein starkes Sinken des eigenen
Kapitals, veranlaßt durch Inanspruchnahme der Reserven zur Beseitigung großer Verluste einer
Gesellschaft.3 Die Höhe des fremden Kapitals zeigt große Verschiedenheiten in den einzelnen Jahren,
veranlaßt durch wechselnde Höhe der kurzfristigen Schulden. Durchschnittlich beläuft es sich auf
67,9% des eigenen Kapitals, wovon 37,o°/0 auf die langfristigen Kredite entfallen, deren Höhe 49,3%
des Aktienkapitals beträgt. Nur in einem Jahre — 1905 — übertreflen die kurzfristigen Schulden
die langfristigen.

Das produzierende Vermögen besteht itn Durchschnitt zu 26,5% aus produzierendem Anlage-
vermögen und zu 73,5% aus Betriebsvermögen, wovon auf Vorräte 21,1 °/0 entfallen. Die Höhe
des Betriebsvermögens beruht einmal auf den großen Vorräten, anderseits darauf, daß diese Gesellschaften
über sehr hohe flüssige Mittel, wie Bankguthaben und Staatspapiere verfügen. In den letzten 6 Jahren
zeigt das Betriebsvermögen ein starkes Anwachsen im Verhältnis zum produzierenden Anlagevermögen,
da neu aufgenommenes Kapital in dieser Zeit fast ganz zur Verstärkung des Betriebsvermögens
verwandt wird. Die Höhe der Vorräte ist in den einzelnen Jahren sehr verschieden; außergewöhnlich
groß ist sie in den Jahren 1906 und 1907, in denen größere Anlagen in Ausführung waren.

Fast ein Drittel, 31,2%, des Gesamtvermögens besteht in Wertpapieren und Beteiligungen.
Dieser Anteil zeigt in den einzelnen Jahren aber große Änderungen; seine größte Höhe erreicht er
1904 mit 42,3% und nimmt dann ständig bis. 1910 ab. Bezogen auf das Gesamtanlagevermögen
beträgt der Anteil der Wertpapiere und Beteiligungen 61,9%.

Die Abschreibungen sind mit 1,1% des Gesamtvermögens sehr niedrig. Die wirklich vor-
genommenen Abschreibungen sind natürlich bedeutend höher, lassen sich aber nicht feststellen, da
sie nicht in den Gewinn- und Verlustrechnungen ausgewiesen, sondern auf Betrieb verbucht werden.
Wie hoch sie sein müssen, läßt sich daran ermessen, daß eine der Gesellschaften4 ihre aus Wert-
papieren und Beteiligungen herrührenden Gewinne, die man bei dieser Gesellschaft sehr hoch ansetzen
darf, vollständig zu diesen stillschweigenden Abschreibungen verwendet. Die höheren Abschreibungen
des Jahres 1901 wurden hauptsächlich auf Wertpapiere und Beteiligungen bei einer Gesellschaft5
vorgenommen.

Während alle bisher angeführten prozentualen Ergebnisse durch die nicht zu ermittelnden
stillen Reserven den Tatsachen wenig entsprechen, wirken sie auf die Höhe der Liquidität und des
Verhältnisses des dauernd verfügbaren Kapitals zum Gesamtanlagevermögen wenig ein. Die Liquidität

t) Zur Erläuterung der Veränderungen der Anzahl der Gesellschaften in den Jahren iqoi bis 1905 sei fol-
gendes bemerkt: 1902 tritt die Elektrizitäts-A-G. vorm. Lahmeyer &amp; Co. nach Vereinigung mit der Finanzierungs-
gesellschaft „Deutsche Gesellschaft für elektrische Unternehmungen“ zur Zahl der Gesellschaften des Jahres 1901
(s. S. 20 Fußnote i). Im Jahre 1903 scheidet die Elektrizitäts - A. - G. vorm. Scbuckert &amp; Co., nach Abtretung ihrer
Fabrikationsabteilung an die Siemens-Schuckert-Werke, G. m. b. H,, aus, Im Jahre 1904 wird die Union Elektri-
zitätsgesellschaft mit der Allgemeinen Elektrizitätsgesellschaft vereinigt und die Helios Elektrizitätsgesellschaft tritt in
Liquidation. Im Jahre 1905 gibt Lahmeyer seine Fabrikationsabteilung (an die Felten und Guilleaume-Carlswerk A,-G.)
ab. Es bleiben 1905 bis 1910 die Allgemeine Elektrizitätsgesellschaft und die Simens &amp; Halske A.-G.

2)	Passow a. a. O.: Die wirtschaftliche Bedeutung und Organisation der Aktiengesellschaften 8.92.

3)	Elektrizitäts-A. - G, vorm, Schuckerl &amp; Co.

4)	Allgemeine Elektrizitätsgesellschaft.

5)	Elektrizitäts-A.-G. vorm. Scbuckert &amp; Co.
        <pb n="23" />
        ﻿22

mit durchschnittlich 3,19 ist hoch, entsprechend dem großen Betriebsvermögen; am stärksten wächst
sie von 1905 auf 1906, da der Anteil des Betriebsvermögens bei sinkenden kurzfristigen Schulden
außergewöhnlich steigt. Den niedrigsten Stand hat sie mit 2,19 im Jahre T905 und deutet damit
auf eine Kapitalsknappheit hin. Dies bestätigt das Verhältnis des dauernd verfügbaren Kapitals zum
Gesamtanlagevermögen, das im selben Jahre mit 1,23 am kleinsten während der 10 Jahre der
Untersuchung ist; dieser Knappheit wird dann im folgenden Jahre durch starke Erhöhung des eigenen
Kapitals und der langfristigen Schulden abgehotfen. Im Durchschnitt ist das Verhältnis 1,55 und
ist bei zwar kleinem produzierendem Anlagevermögen aber großem Anteil der Wertpapiere und
Beteiligungen am Gesamtvermögen als hoch zu bezeichnen.

2.	Eiektrizitätserzeugung.

a) Reine Elektrizitätswerke.

Tabelle 17.

Durch die Art des Betriebes und der Geschäftsführung der reinen Elektrizitätswerke, die
derjenigen der Gas- und Wasserwerke ähnelt, sind sie wesentlich von den übrigen privaten industriellen
Unternehmungen unterschieden; der Kreis ihrer Abnehmer ist ein räumlich mehr oder weniger eng
begrenzter, Konkurrenz ist meist nicht vorhanden, ferner sind die Anforderungen an den Betrieb
sowie Ausgaben und Einnahmen im voraus für längere Zeit ziemlich genau zu übersehen, dagegen
sind die Anlagen dieser Unternehmen, besonders das Leitungsnetz, sehr kostspielig. Diese besonderen
Verhältnisse kommen sowohl bei der Art der Kapitalsbeschaffung, als bei der Vermögensverteilung
zum Ausdruck.

Wegen der eingangs (S. 8) erwähnten teilweisen Korrektivposten1 wurde der Durchschnitt
der 10 Jahre zweifach errechnet; die folgenden Angaben verstehen sich stets unter Einbeziehung
dieser Posten in die Reserven.

Die Anzahl der Gesellschaften wächst von 5 im Jahre 1901 aut 8 im Jahre 1910. Das
eigene Kapital beläuft sich im Durchschnitt auf 127,3 % ^es Aktienkapitals; sein Wachsen von 109,7 °/0
im Jahre 1901 auf 135,1% lm Jahre 1910 beruht fast allein auf der Zunahme dieser teilweisen
Korrektivposten. Die Höhe des fremden Kapitals im Verhältnis zum eigenen Kapital wird ebenfalls
von ihnen beeinflußt; auch abgesehen .von der durch das Wachsen dieser Posten hervorgerufenen
Verminderung zeigt sie ein Fallen. Durchschnittlich beträgt das fremde Kapital 76,8 °/0 des eigenen
Kapitals, von denen 63,5% aus den Obligationen und Hyphotheken bestehen, die 80,8% des
Aktienkapitals erreichen; die kurzfristigen Schulden sind also von untergeordneter Bedeutung.

Eine entsprechende Verteilung zeigt das produzierende Vermögen, an dem im Durchschnitt
das produzierende Anlagevermögen einen Anteil von 93,3%, das Betriebsvermögen einen Anteil
von 6,7% hat. Das Verhältnis zwischen produzierendem Anlage- und Betriebsvermögen zeigt in
den 10 Jahren große Stetigkeit; auch die Vorräte, die durchschnittlich 2,1 % des produzierenden
Vermögens betragen, zeigen keine wesentlichen Abweichungen.

Der Durehschnittsanteil der Wertpapiere und Beteiligungen von 4,8 % des Gesamtvermögens
gibt ein unzutreffendes Bild, da sie fast ausschließlich einer einzigen Gesellschaft2 gehören, die aber
auch erst in den letzten 3 Jahren größere Anlagen dieser Art aufweist, ohne jedoch dadurch im
wesentlichen ihren Charakter als reines Elektrizitätswerk zu verlieren.

Die Abschreibungen betragen durchschnittlich 3,2 % des Gesamtvermögens.

Die Liquidität ist sehr niedrig, durchschnittlich beträgt sie 0,94; jedoch bedürfen diese
Gesellschaften bei der oben erwähnten Art ihres Betriebes auch gar nicht des Spielraums einer hohen
Liquidität, da die flüssigen Mittel klein gehalten werden können. Aus demselben Grunde ist das
Verhältnis des dauernd verfügbaren Kapitals zum Gesamtanlagevermögen niedrig, es beträgt durch-
schnittlich 0,93.

Die Verrechnung der erwähnten teilweisen Körrektivposten hat, wie der zweite Durchschnitt
der Tabelle zeigt, wesentlichen Einfluß nur auf die Verhältnisse des eigenen und des fremden Kapitals,
während sie für die übrigen von geringer Bedeutung ist.

1)	Siehe auch Passow, Die Bilanzen der privaten Unternehmungen S. 174h: Abschreibungen bei Heimfall-
und Rückkaufunternehmungen; Amortisationsfonds, Erneuerungsfonds.

2)	Berliner Elektrizitätswerke, W.-P. u. Bet. 1908 bis 1910; 19,264 bzw. 25,193 bzw. 24,789 Mül. Mk.;
es sind dies fast ausschließlich Aktien der Elektriziläts-Lieferungsgesellschaft, die erworben wurden, um bei Nicht-
erneuerung des Vertrages mit der Stadt Berlin im Jahre 1915 der Gesellschaft ein Fortbestehen zu ermöglichen.
Salings Börsenjahrbuch 1909/10, S. 1414.
        <pb n="24" />
        ﻿23

b) Elektrizitätserzeugung, verbunden mit Finanzierung von Elektrizitätsunternehmungen.

Tabelle 18.

Die Gesellschaften für Elektrizitätserzeugung, verbunden mit Finanzierung von Elektrizitäts-
unternehmungen, zeigen mit den reinen Elektrizitätswerken in der Zusammensetzung des Kapitals
noch gewisse Ähnlichkeiten, in der Vermögensverteilung jedoch weitgehende Unterschiede. Der
Durchschnitt in der Tabelle ist auch hier wegen der zahlreichen teilweisen Korrektivposten doppelt
gerechnet; die folgenden Angaben verstehen sich stets unter Einbeziehung dieser Posten in die Reserven.

Das eigene Kapital beträgt durchschnittlich 115,1 °/0 des Aktienkapitals; es zeigt, abgesehen
von der Zunahme der Korrektivposten und von einigen Schwankungen, die durch starke Erhöhung
des Aktienkapitals veranlaßt werden, im ganzen ein Wachsen. Die ungewöhnliche Zunahme der
Reserven im Jahre 1906 beruht nicht auf einer Erhöhung aus dem Betriebsgewinn, sondern zum
Teil auf einer großen Agiozuwendung, zum Teil auf einem Sanierungsbuchgewinn. Beide Ursachen
kommen auch für das im gleichen Jahre außergewöhnlich niedrige fremde Kapital in Betracht, das
nur 68,6% des eigenen Kapitals erreicht, während es durchschnittlich 84,2°% beträgt; 62,8 °/0 von
diesen entfallen auf die Obligationen und Hypotheken, die sich auf 72,4 °/0 des Aktienkapitals
belaufen. Die Ähnlichkeit mit den reinen Elektrizitätswerken in der Zusammensetzung des Kapitals
besteht in diesem hohen langfristigen Kredit, der aber hier vielleicht weniger in der Eigenschaft
der Gesellschaften als Elektrizitätswerke als in ihrem Charakter der finanziellen Trustgesellschaften
seinen Grund hat.1 Starke Abweichungen von der durchschnittlichen Zusammensetzung des Kapitals
zeigen die Jahre 1901 und 1902 durch ausnehmend hohe kurzfristige Schulden, so daß das fremde
Kapital etwas größer ist als das eigene, und die kurzfristigen Schulden mehr als die Hälfte der
Obligationen und Hypotheken betragen.

Das produzierende Vermögen beläuft sich auf nur 46,5 °/0 des Gesamtvermögens. Das
produzierende Anlagevermögen beträgt 59,5%, das Betriebsvermögen 40,5 °/0 des produzierenden
Vermögens, einschließlich 1,4 °/0 Vorräte; die größten Abweichungen zeigen wieder die Jahre 1901
und 1902, da in ihnen das Betriebsvermögen das produzierende Anlagevermögen überwiegt.

Die Anlage in Wertpapieren und Beteiligungen bildet mehr als die Hälfte des Gesamt-
vermögens; im Durchschnitt beträgt ihr Anteil vom Gesamtvermögen 53,6 °/0, vom Gesamtanlage-
vermögen 66,i °/0. Während in den ersten Jahren dieser Anteil ziemlich gleich bleibt, nimmt er
von 1906 bis 1910 ständig ab.

Die Abschreibungen sind außerordentlich gering, sie betragen nur 0,7 °J0 des Gesamtvermögens.

Die Liquidität, die in den ersten 7 Jahren niedrig zu nennen ist, erhöht sich erheblich in
den folgenden Jahren;, durchschnittlich ist sie 1,69; die Steigerung in den letzten 3 Jahren wird
dadurch veranlaßt, daß der langfristige Kredit, zum Teil zur Verkleinerung der kurzfristigen Schulden,
im Jahre 1908 stark in Anspruch genommen wird. Auf demselben Grunde beruht die Vergrößerung
des Verhältnisses des dauernd verfügbaren Kapitals zum Gesamtanlagevermögen in der gleichen Zeit,
das auch in den übrigen Jahren auffällig in seinen Veränderungen denjenigen der Liquidität entspricht.
Seine durchschnittliche Höhe ist 1,05.

V.	Gas- und Wasserversorgung.

Tabelle 19.

Wegen der auch bei den Aktiengesellschaften für Gas- und Wasserversorgung sich häufig
findenden teilweisen Korrektivposten ist wieder der Durchschnitt in der Tabelle doppelt errechnet
worden; die folgenden Angaben verstehen sich stets unter Einbeziehung dieser Posten in die
Reserven.

Die Untersuchung umfaßt 9 Gesellschaften, von denen 4 Gesellschaften Wasserwerke, die
übrigen Gaswerke zum Teil verbunden mit Elektrizitätswerken, deren Bedeutung aber hinter der
der Gaswerke zurücksteht, betreiben.

Das eigene Kapital beträgt im Durchschnitt 131,9°% des Aktienkapitals; sein Wachsen
während der io Jahre beruht fast ausschließlich auf den erwähnten Korrektivposten. Das fremde
Kapital wird im Verhältnis zum eigenen Kapital im Laufe der 10 Jahre geringer; im Durchschnitt
beläuft es sich auf 44,0 °/0 des eigenen Kapitals, wovon 34,7 % aus Obligationen und Hypotheken
bestehen, die 45,8 o/0 des Aktienkapitals betragen, so daß also die langfristigen Schulden die kurz-
fristigen weit überwiegen.

Beim produzierenden Vermögen übersteigt das produzierende Anlagevermögen bedeutend
das Betriebsvermögen; durchschnittiich beläuft sich das produzierende Anlagevermögen auf 90,0 °/0,

1) Siehe Passow, Die wirtschaftliche Bedeutung und Organisation der Aktiengesellschaften S. 1,16.
        <pb n="25" />
        ﻿—	24	—

das Betriebsvermögen auf io,o°/0 des produzierenden Vermögens, einschließlich 0,97 °/0 Vorräte.
Es zeigt sich hier die Verwandtschaft mit den Elektrizitätswerken, die auf den gleichen oder ähn-
lichen Bedingungen des Betriebs und der Geschäftsführung beruht (s. S. 22). Das Jahr 1906 zeigt
eine Vermehrung des Anteils des Betriebsvermögens auf Koster\ der Wertpapiere und Beteiligungen,
die durch den günstigen Verkauf eines Wasserwerks einer der Gesellschaften1 bewirkt und durch
große Gewinnausschüttung wieder beseitigt wird.

Der Anteil der Wertpapiere und Beteiligungen beträgt durchschnittlich 6,5 °/0 des Ge-
samtverraögens.

Die Abschreibungen, einschließlich der Zuweisungen an die Abschreibungs-, Erneuerungs-
usw. -Fonds, sind sehr niedrig; sie belaufen sich auf 1,8 °/0 des Gesamtvermögens. Ihre ungewöhn-
liche Höhe im Jahre 1908 wird dadurch veranlaßt, daß eine der Gesellschaften2 ihre in den vor-
hergehenden Jahren zu niedrig gehaltenen Abschreibungen in diesem Jahr ergänzt.

Die Verrechnung der teilweisen Korrektivposten ist nur für die Verhältnisse des eigenen und
fremden Kapitals von Bedeutung, während sie die Vermögensverteilung wenig beeinflußt, wie der
Durchschnitt in der Tabelle zeigt.

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VI.	Industrie der Steine und Erden.

Die Aktiengesellschaften der Industrie der Steine und Erden wurden eingeteilt: 1. In die
Gesellschaften, die sich mit der Herstellung von Baumaterialien beschäftigen, wie Stein-, Asphalt-,
Zement-, Kalk- und Mörtelwerke, sowie Ziegeleien und Steinzeugfabriken, 2. in Glas-, Porzellan-
und Steingutfabriken.

1.	Baumaterialien.

Tabelle 20

Die Anzahl der Gesellschaften der Baumaterialienindustrie wächst von 33 im Jahre 1901
auf 44 im Jahre 1910; von diesen 44 Gesellschaften betreiben allein 26 Zementfabriken, während
die übrigen sich im- ganzen gleichmäßig auf die oben angeführten übrigen Arten der Baumaterialien-
industrie verteilen.

Das eigene Kapital beträgt durchschnittlich, 121,3 °/0 des Aktienkapitals und hält sich wäh-
rend der 10 Jahre ungefähr auf derselben Höhe. Das fremde Kapital zeigt größere Schwankungen
infolge der ungleichmäßigen kurzfristigen Schulden; es beläuft sich durchschnittlich auf 34,8 o/0 des
eigenen Kapitals, von denen 24,4 % auf langfristige Schulden entfallen, die 29,7 o/0 des Aktien-
kapitals betragen.

Das produzierende Vermögen besteht durchschnittlich zu 72,8 % aus produzierendem An-
lagevermögen und zu 27,2 0/0 aus Betriebsvermögen einschließlich, 8,1 o/0 Vorräte. Eine bestimmte
Entwickelung zeigt sich nicht, und auch die Vorräte bleiben bei teilweise größeren Veränderungen
im ganzen in ihrem Verhältnis zum produzierenden Vermögen gleich.

Dasselbe gilt für die Wertpapiere und Beteiligungen, deren durchschnittlicher Anteil 8,5 %
des Gesamtvermögens beträgt.

Die Abschreibungen belaufen sich auf 3,3 &lt;y0 des Gesamtvermögens.

2.	Glas-, Porzellan- und Steingut.

Tabelle 21.

Die Anzahl der Gesellschaften wächst von 14 im Jahre igoi auf 23 im Jahre 1910; von
diesen 23 Gesellschaften betreiben 10 Porzellan- und Steingutfabriken, 12 Glasfabriken und 1 Ge-
sellschaft sowohl Glas- wie Porzellanfabrikation.

Das eigene Kapital nimmt im Laufe der 10 Jahre ständig zu und zwar von 112,60/0 auf
120,00/0 des Aktienkapitals; durchschnittlich beläuft es sich auf 115,7%. Die Reserven erfahren
häufige Verstärkungen durch Agiozuwendungen. Es herrscht bei diesen Gesellschaften ein, starkes
Kapitalsbedürfnis, das sich in den mehrfachen Erhöhungen des Aktienkapitals äußert und auch in
dem Anteil des fremden Kapitals zum Ausdruck kommt. Am niedrigsten ist das fremde Kapital
mit 29,40/0 des eigenen Kapitals im Jahre 1901; in den Jahren 1906 bis 1909 zeigt es entschieden
zunehmende Tendenz auf Grund der Zunahme der kurzfristigen Schulden; seine durchschnittliche
Höhe ist 42,3 °/0 des eigenen Kapitals, wovon auf Obligationen und Plypotheken 28,2 °/0 entfallen,
die sich auf 32,7 °/o des Aktienkapitals belaufen und während der 10 Jahre bedeutend die kurz-
fristigen Schulden überwiegen.

1)	Charlottenburger Wasserwerke.

2)	Neue Gas-A.-G.
        <pb n="26" />
        ﻿

—	25	—

Die Zusammensetzung des produzierenden Vermögens bleibt bis zum Jahre 1907 im ganzen
konstant; dann zeigt sich eine Zunahme des Betriebsvermögens. Durchschnittlich betragen das pro-
duzierende Anlagevermögen 60,5%, das Betriebsvermögen 39,5 °/0 des produzierenden Vermögens,
einschließlich 16,6 °/0 Vorräte.

Der Anteil der Wertpapiere und Beteiligungen ist gering; auf sie entfallen nur 2,5 % des
Gesamtvermögens.

Abgeschrieben werden jährlich durchschnittlich 3,7% des Gesamtveimögens.

VII.	Chemische Industrie.

Tabelle 22.

Zu den Aktiengesellschaften dieser Gruppe wurden neben denen der eigentlichen chemischen
Industrie die Farbwerke, die Sprengstoff- und Zündwarenfabriken, sowie eine Gesellschaft für Kohlen-
fabrikation und eine Bleistiftfabrik gezählt. Die Anzahl der Gesellschaften sinkt von 23 im Jahre 1901
auf 22 im Jahre 1902 und steigt bis 1910 auf 40 Gesellschaften.

Das eigene Kapital nimmt im Laufe der 10 Jahre im Verhältnis zum Aktienkapital zu,
mit Ausnahme des Jahres 1905, in denen das Aktienkapital erheblich steigt; durchschnittlich beträgt
es 133,9% des Aktienkapitals. Das fremde Kapital besteht mit Ausnahme des Jahres 1902 zum
größeren Teil aus kurzfristigen Schulden; es beläuft sich durchschnittlich auf 46,6 % des eigenen
Kapitals, von denen 18,1% auf Anleihen und Hypotheken entfallen, deren Höhe nur 24,2°% des
Aktienkapitals erreicht. Die Inanspruchnahme fremden Kapitals ist ungleichmäßig; die ersten Jahre
zeigen eine allmähliche Abnahme, die letzten 5 Jahre dagegen ein schnelles Steigen; die stärkste
Zunahme findet 1909 statt, hervorgerufen durch Erhöhung der Anleihen.

In der Zusammensetzung des produzierenden Vermögens überwiegt das Betriebsvermögen,
das durchschnittlich 60,1% des produzierenden Vermögens beträgt, so daß auf das produzierende
Anlagevermögen 39,9 % entfallen. Die Vorräte mit 25,9 % des produzierenden Vermögens sind
beträchtlich. Im ganzen bleibt die Höhe dieser Anteile konstant; eine Ausnahme im Vergleich mit
den folgenden Jahren bildet im Jahre 1901 die Höhe der Vorräte, denen im selben Jahre außer-
gewöhnlich hohe kurzfristige Schulden entsprechen. Im Jahre 1908 kommt die starke Kapital-
vermehrung hauptsächlich dem Betriebsvermögen zugute.

Der Anteil der Wertpapiere und Beteiligungen wächst in den 10 Jahren von 7,3 auf 14,5 %
des Gesamtvermögens; durchschnittlich beträgt er 11,8%. Die Abschreibungen belaufen sich auf
3,9 % des Gesamtvermögens.

VIII.	Industrie der Öle und Fette.

Tabelle 23.

Von den Aktiengesellschaften der Industrie der Öle und Fette beschäftigt sich eine, durch-
laufend von 1901 bis 1910, mit der Verarbeitung von Wachs, mit Kerzenfabrikation usw., während
die beiden übrigen Gesellschaften, sowohl die der Jahre 1901 bis 1905 wie 1908 bis 1910, Ölmühlen
und -fabriken betreiben. Das eigene Kapital, durchschnittlich 110,3% des Aktienkapitals, zeigt bei
den einzelnen Gesellschaften sehr verschiedene Höhe, wie ein Vergleich der übrigen Jahre mit den
Jahren 1906 und 1907 zeigt. Das Wachsen des eigenen Kapitals in den Jahren I9°9 ur,d 1910
beruht zum großen Teil auf einer Vermehiung der Reserven durch Agiozuwendungen. Das fremde
Kapital beläuft sich auf 50,0% des eigenen Kapitals, von denen 10,1% auf langfristige Schulden
entfallen, die 11,1 % des Aktienkapitals betragen. In den einzelnen Jahren schwankt die Inanspruch-
nahme fremden Kapitals erheblich, wobei die kurzfristigen Schulden die langfristigen stets bedeutend
überwiegen.

Vopr produzierenden Vermögen entfällt der Hauptanteil auf das Betriebsvermögen einschließlich
Vorräte, das 69,4 % des produzierenden Vermögens ausmacht, gegenüber 30,6 % produzierendem
Anlagevermögen. Die Vorräte sind sehr hoch; mit 31,1% sind sie durchschnittlich höher als das
produzierende Anlagevermögen. Ein auffallend niedriges produzierendes Anlagevermögen zeigen
die Jahre 1906 und 1907, in denen die der Untersuchung zugrunde liegende Gesellschaft keine
Ölmühle betreibt.

Der Anteil der Wertpapiere und Beteiligungen am Gesamtvermögen ist mit 1,7 % gering;
nur im Jahre 1910 erreichen sie mit 4,8% mehr Bedeutung.

Die Abschreibungen sind seht niedrig, sie betragen durchschnittlich 1,7 % des Gesamtvermögens.

4
        <pb n="27" />
        ﻿IX.	Textilindustrie.

Tabelle 24.

Die Gesellschaften der Textilindustrie umfassen neben Wolle-, Baumwolle-, Jute- und
Leinen-Spinnereien und -Webereien aller Axt die Teppich-, Spitzen- und Gardinenfabriken, ferner
je eine Gesellschaft für Herrichtung von Stoffen und für Treibriemenweberei und Seilfabrikation.

Die Anzahl der Gesellschaften wächst von 41 im Jahre 1901 auf 56 im Jahre 1910. Das
eigene Kapital nimmt in den ersten 6 Jahren zu und bleibt dann ungefähr auf derselben Höhe;
durchschnittlich beträgt es I2i,o°/0 des Aktienkapitals. Das ftemde Kapital besteht überwiegend
aus kurzfristigen Schulden; von seiner durchschnittlichen Höhe von 70,0 °/0 des eigenen Kapitals
entfallen' nur 24,9 °/0 auf Anleihen und Hypotheken, die sich auf 30,2 °/o des Aktienkapitals belaufen.

Der Anteil des produzierenden Anlagevermögens am produzierenden Vermögen ist in den
ersten Jahren größer als der des Betriebsvermögens; er zeigt aber eine fortdauernde Abnahme, so
daß sich das produzierende Vermögen durchschnittlich zusammensetzt aus 45,5 °/0 produzierendem
Anlagevermögen und 54,5 °/0 Betriebsvermögen. Hoch sind die Vonäte mit durchschnittlich 31,0 °/0
des produzierenden Vermögens; jedoch zeigen sie in den einzelnen Jahren erhebliche Verschiedenheiten.

Der Anteil der Wertpapiere und Beteiligungen, duichschnittlich 7,7 °/0 des Gesamtvermögens,
bleibt im ganzen auf gleicher Höhe.

Die Abschreibungen betragen 2,5 °/0 des Gesamtvermögens,

X.	Papierindustrie.

Tabelle 25.

Die Anzahl der Aktiengesellschaften für Papierindustrie wächst von 15 im Jahre 1901 auf
19 im Jahre 1910. Das eigene Kapital ist im Verhältnis zum Aktienkapital sehr hoch; durch-
schnittlich 136,8 °/0 des Aktienkapitals, steigt es 1910 bis auf 141,6 °/0. Die Zunahme der Reserven
wird zum großen Teil nicht durch Zuwendungen aus dem Betriebsgewinne bewirkt, sondern durch
Agiozuwendungen, die in einzelnen Jahren erhebliche Beträge darstellen, so z. B. im Jahre 1909
rund 7 Mül. Mark, die aber nicht voll in der Tabelle zur Erscheinung treten, da im gleichen Jahre
ein größerer Verlust einer Gesellschaft1 aus- den Reserven beseitigt wird. Trotz der ständigen
bedeutenden Vermehrung des eigenen Kapitals ist der Bedarf an fremdem Kapital groß; im Durchschnitt
beträgt es 73,3 °/0 des eigenen Kapitals, wovon 39,2 °/0 auf Anleihen und Hypotheken entfallen,
die 53,7% des Aktienkapitals erreichen. Auch in den einzelnen Jahren, mit Ausnahfile von 1908,
überwiegen die langfristigen Schulden die kurzfristigen.

Die Vermögensverteilung zeigt trotz großer Vorräte ein das Betriebsvermögen übersteigendes
produzierendes Anlagevermögen. Durchschnittlich setzt sich das produzierende Vermögen zusammen
aus 53,8 °/0 produzierendem Anlagevexmögen und 46,2 °/0 Betriebsvermögen, wovon auf Vorräte 21,9 °/0
entfallen. In den Jahren 1901 und 1902 erscheint das Betriebsvermögen zu hoch durch ein Darlehen
einer der Aktiengesellschaften2 * an ein ausländisches Unternehmen.

Der Anteil der Wertpapiere und Beteiligungen beträgt durchschniitlich 13,4 °/0 des Gesamt-
vermögens; ihre Verteilung auf die einzelnen Gesellschaften ist sehr ungleichmäßig, da sie zu mehr
als 9/to einer einzigen Gesellschaft2 gehören.

Die Abschreibungen betragen 3,1% des Gesamtvermögens.

XI.	Leder-, Gummi- und Linoleumindustrie.

Tabelle 26.

Die Anzahl der Gesellschaften der Leder-, Gummir und Linoleumindustrie wechselt in den
einzelnen Jahren zwischen 13 und 15 Gesellschaften. Die 13 Gesellschaften des Jahres 1910 setzen
sich zusammen aus 2 Lederfabriken (ohne Schuhfabriken), 7 Gummiwaren-, 3 Linoleumfabriken und
1 Zelluloidfabrik. Das eigene Kapital steigt von 126,8 °/0 im Jahre 1901 auf 132,6 °/0 des Aktien-
kapitals im Jahre 1910; durchschnittlich beträgt es 130,2. Das fremde Kapital wächst im Laufe
der 10 Jahre von 46,5 auf 83,0 °/0 des eigenen Kapitals; vom Durchschnitt 65,0 °/0 entfallen 27,7 °/o
auf Anleihen und Hypotheken, die 36,0 °/0 des Aktienkapitals betragen und während der Zeit der
Untersuchung stets die kurzfristigen Schulden überwiegen.

Die Verteilung des produzierenden Vermögens zeigt, soweit dies bei den Unterschieden
der Anzahl der Gesellschaften in den einzelnen Jahren zu erkennen ist, eine allmähliche Abnahme

1)	Elberfelder Papierfabrik A.-G.

2)	Zellstoffäbrik Waldhof: 7 Mill, Mk, Darlehen an die russische A.-G. Wäldhof, das 1903 in Obligationen

der russischen Gesellschaft umgewandelt wird.
        <pb n="28" />
        ﻿27

des Anteils des produzierenden Anlagevermögens bei wechselnder Höhe der recht beträchtlichen
Vorräte, jedoch überwiegt stets das Betriebsvermögen. Durchschnittlich besteht das produzierende
Vermögen zu 37,0% aus produzierendem Anlagevermögen und 63,o0/0 Betriebsvermögen einschließlich
37,8 °/0 Vorräte, wobei letztere von 1905 ab das produzierende Anlagevermögen übersteigen.

Wertpapiere und Beteiligungen mit einem Anteil von 4,8 °/0 am Gesamtvermögen sind von
untergeordneter Bedeutung.

Die Abschreibungen betragen durchschnittlich 2,5 °/0 des Gesamtvermögens.

XII.	Holzindustrie.

Tabelle 27.

Zu den Gesellschaften der Holzindustrie gehören neben den Holzverarbeitungsfabriken eine
Pinsel- und seit 1902 eine Bürstenfabrik. Die Anzahl der Gesellschaften beträgt im Jahre 1901
4 Gesellschaften, in den übrigen Jahren 5 Gesellschaften.

Das eigene Kapital wächst im ganzen gleichmäßig im Verhältnis zum Aktienkapital; durch-
schnittlich beläuft es sich auf 114,8 °/0 des Aktienkapitals. Die Höhe des fremden Kapitals schwankt
zwischen 38,8 und 58,6°/o des eigenen Kapitals; durchschnittlich beträgt es 48,2 °/0, wovon 21,4%
auf Obligationen und Hypotheken entfallen, die 24,6% des Aktienkapitals betragen.

Das produzierende Vermögen setzt sich durchschnittlich zusammen aus 44,3 °/0 produzierendem
Anlagevermögen und 55,7% Betriebsvermögen einschließlich 30,5% Vorräte. Abgesehen von kleinen
Veränderungen bleiben diese Verhältnisse in den 10 Jahren konstant.

Der geringe Anteil der Wertpapiere und Beteiligungen am Gesamtvermögen, durchschnittlich
3,1%, zeigt einige Schwankungen von untergeordneter Bedeutung.

Die Abschreibungen belaufen sich auf .1,5% des Gesamtvermögens.

XIII.	Nahrungs- und Genußmittelindustrie.

Die Aktiengesellschaften der Nahrungs- und Genußmittelindustrie wurden eingeteilt in

1.	Getreidemühlen,

2.	Zuckerfabriken und -raffinerien,

3.	Brauereien und Mälzereien,

4.	Spritfabriken,

5.	Gesellschaften sonstiger Nahrungsmittelindustrien,

1. Getreidemühlen.

Tabelle 28.

Die Anzahl der Gesellschaften hält sich in den einzelnen Jahren zwischen 4 und 7 Gesellschaften.
Das eigene Kapital, durchschnittlich 115,6% des Aktienkapitals, zeigt in den letzten 3 Jahren ein
entschiedenes Anwachsen, so daß es im Jahre 1910 120,4% erreicht. Die Höhe des fremden
Kapitals schwankt zwischen 34,3% im Jahre 1903 und 75,0% des eigenen Kapitals im Jahre 1910;
im Durchschnitt beträgt es 53,6%, wovon auf Obligationen und Hypotheken, die sich auf 22,4%
des Aktienkapitals belaufen, 19,3% entfallen.

Das Gesamtvermögen wird so gut wie ganz vom produzierenden Vermögen in Anspruch
genommen; nur durchschnittlich 0,7% entfallen auf Wertpapiere und Beteiligungen. Das produzierende
Vermögen setzt sich durchschnittlich zusammen aus 42,0% produzierendem Anlagevermögen und aus
58,0% Betriebsvermögen, von denen 33,9% aus Vorräten bestehen. Die Höhe der Vorräte ist in
den einzelnen Jahren sehr verschieden; am größten sind sie 1905 mit 42,6% und am niedrigsten 1907
mit 30,3% des produzierenden Vermögens.

Die Abschreibungen betragen im Durchschnitt 1,5% des Gesamtvermögens.

2. Zuckerfabriken und -raffinerien.

Tabelle 29.

Die Anzahl der Gesellschaften der Zuckerindustrie beträgt in den ersten 6 Jahren 8, in
den letzten 4 Jahren 10 Gesellschaften; sie umfassen neben den Rübenzuckerfabriken 2 Raffinerien
und 1 Stärkezuckerfabrik. Die Rübenzuckerfabriken sind zum Teil mit landwirtschaftlichem Betrieb
verbunden.

Durchschnittlich ergibt sich ein eigenes Kapital von 120,9% des Aktienkapitals. In den
ersten Jahren bleibt seine Höhe im ganzen stetig; sein Sinken im Jahre 1907 beruht auf dem

4
        <pb n="29" />
        ﻿— 28 —

Hinzutiitt zweier Gesellschaften, 1909 auf der Beseitigung eines Verlustes aus den Reserven. Das
fremde Kapital beträgt 50,5% des eigenen Kapitals; davon entfallen auf Obligationen und Hypotheken,
die sich auf 20,3 °/0 des Aktienkapitals belaufen, 16,5%. so daß also die kurzfristigen Schulden ganz
bedeutend überwiegen.

Die Zusammensetzung des produzierenden Vermögens verändert sich sehr stark im Laufe
der 10 Jahre: Während zunächst das produzierende Anlagevermögen das Betriebsvermögen übersteigt,
erreichen beide 1905 dieselbe Höhe und von 1906 an ist dann das Betriebsvermögen überlegen.
Im Durchschnitt ergibt sich ein produzierendes Anlagevermögen von 47,7 °/0, ein Betriebsvermögen
von 52,3 °/0 des produzierenden Vermögens. Die Vorräte, im Durchschnitt 20,7 °/0 des produzierenden
Vermögens, zeigen große Verschiedenheit; ihr Anteil schwankt zwischen 14,5 und 28,3 °/0.

Der Anteil der Wertpapiere und Beteiligungen am Gesamtvermögen beträgt 8,3 °/0.

Abgeschrieben werden im Durchschnitt jährlich rund 2,0 % des Gesamtvermögens.

3.	Brauereien und Mälzereien.

Tabelle 30.

Unter den Gesellschaften für Brauerei und Mälzerei befinden sich ,2 Mälzereien und 1 Gesellschaft,
die Brauerei, Spiritus- und Preßhefenfabrikation in sich vereinigt. Die Anzahl der Gesellschaften
wächst von 69 im Jahre 1901 auf 73 in den Jahren 1906 und 1907 und sinkt bis 1910 auf 71.

Das eigene Kapital beträgt i22,8°/0 des Aktienkapitals; es nimmt ständig zu von 119,5 auf
125,6°/,,. Das fremde Kapital, durchschnittlich 62,7 °/0 des eigenen Kapitals, wovon auf Obligationen
und Hypotheken 42,2 °/0 entfallen, die sich auf 52,o°/0 des Aktienkapitals belaufen, zeigt in der
Zeit der Untersuchung eine erhebliche Zunahme, doch wachsen im Verhältnis die kurzfristigen Schulden
stärker als die langfristigen, ohne jedoch die letzteren auch nur annähernd zu erreichen. In den
Jahren 1909 und besonders 1910 zeigt sich die Wirkung der Einführung der, neuen Brausteuer in
einer merkbaren Steigerung der kurzfristigen Verpflichtungen und des fremden Kapitals.

Das produzierende Vermögen bleibt in seiner Zusammensetzung gleichmäßig, abgesehen von
einigen Schwankungen; durchschnittlich besteht es aus 70,0°/o produzierendem Anlagevermögen und
30,o0/o Betriebsvermögen. Im Gegensatz zu den Gesellschaften der übrigen Industrien besteht das
produzierende Anlagevermögen zu einem erheblichen Teil aus Hypotheken, die die Brauereien ihren
Kunden bewilligen müssen, um sich den Absatz ihres Bieres zu sichern. Die Vorräte mit 9,6 °/0
des produzierenden Vermögens sind verhältnismäßig niedrig, doch ist anzunehmen, daß, da die
Intensität der Produktion und des Umsatzes der Brauereien sehr von der Jahreszeit abhängt und
ferner der weitaus größte Teil der Gesellschaften sein Geschäftsjahr Ende September abschließt, in
den Monaten Juli und August einerseits die Vorräte und damit das Betriebsvermögen, anderseits die
kurzfristigen Schulden höher sind als zu dem Zeitpunkt, für den die Bilanzen aufgestellt sind.

Der Anteil der Wertpapiere und Beteiligungen am Gesamtvermögen ist gering; er beträgt
1,4 %, zeigt aber im Laufe der 10 Jahre eine entschiedene Zunahme.

Die Abschreibungen belaufen sich auf 3,4% des Gesamtvermögens.

4.	Spritfabriken.

Tabelle 31.

Die Anzahl der Gesellschaften der Spritindustrie wechselt zwischen 3 und 4 Gesellschaften;
unter ihnen befindet sich keine reine Brennerei, sondern ihre Haupttätigkeit besteht in der Verarbeitung
des von den Brennereien gelieferten Spiritus.

Das eigene Kapital1 ist außergewöhnlich hoch; durchschnittlich 136,8% des Aktienkapitals,
wächst es, außer im Jahre 1904, dauernd von 124,4 auf 162,5 °/0.2 Das fremde Kapital, durch-
schnittlich 62,6% des eigenen Kapitals, besteht zum weitaus größten Teil aus kurzfristigen Schulden;
auf Obligationen und Hypotheken in Höhe von 5,7 °/0 des Aktienkapitals entfallen nur 4,2%.

Vom produzierenden Vermögen bildet den Hauptanteil das Betriebsvermögen; durchschnittlich
beträgt das produzierende Anlagevermögen 19,1%, das Betriebsvermögen 80,9 % des produzierenden
Vermögens. Im Laufe der 10 Jahre nimmt der Anteil des produzierenden Anlagevermögens ab,
der des Betriebsvermögens zu; die Abweichungen von dieser Entwicklung im Jahre 1904 und 1910
werden im ersteren Fall durch Hinzutritt einer Gesellschaft, im letzteren durch die Fusion zweier
Gesellschaften veranlaßt. Die Vorräte mit durchschnittlich 29,4% des produzierenden Vermögens sind
sehr hoch; in den einzelnen Jahren zeigen sie große Schwankungen; ihre geringste Höhe im Jahre

1)	Ausschließlich des Korrektivpostens „Herabsetzungskonto“ bei den Norddeutschen Spritwerken.

2)	Einschließlich zweifelhafter Reserven in Höhe von lo°/0 des Aktienkapitals.
        <pb n="30" />
        ﻿29

1903 mit 12,9% wird verursacht einmal durch vereinbarte freiwillige Einschränkung der Erzeugung,
und ferner durch ungewöhnlich hohe Ausfuhr der Produkte im verflossenen Geschäftsjahr 1902/03;
ihre größte Höhe erreichten sie 1905 mit 45,1% hauptsächlich durch Verminderung des Absatzes.

Alle Gesellschaften sind in ausgedehntem Maße teilweise miteinander, teilweise mit anderen
verwandten Unternehmen durch Beteiligung oder durch Effektenbesitz verbunden; infolgedessen ist
das auf Wertpapiere und Beteiligungen entfallende Anlagevermögen recht hoch; durchschnittlich beträgt
es 20,7% des Gesamtvermögens.

Die Abschreibungen sind entsprechend dem niedrigen produzierenden Anlagevermögen gering;
sie belaufen sich auf 1,5 % des Gesamtvermögens.

5.	Sonstige Nahrungsmittelindustrien.

Tabelle 32.

In den Gesellschaften der sonstigen Nahrungsmittelindustrien, im Jahre 1901 5 und im
Jahre 1910 7 Gesellschaften, sind zusammengefaßt die Schokolade- und Stärkefabriken, je eine
Fleisch waren -, Speisefett- und Eisfabrik, ferner von 1901 bis 1907 eine Zichorienfabrik, also Unter-
nehmen von zum Teil recht verschiedenen Gebieten und Betriebsbedingungen, denen Verschiedenheiten
in der Kapitals- und Vermögensverteilung entsprechen.

Das eigene Kapital beträgt im Durchschnitt 113,8% des Aktienkapitals. Das fremde Kapital
beläuft sich auf 58,2 % des eigenen Kapitals, wovon 23,6% auf Anleihen und Hypotheken, die
26,8% des Aktienkapitals betragen, entfallen.

Im produzierenden Vermögen überwiegt das Anlagevermögen; durchschnittlich setzt es sich
zusammen aus 54,7% produzierendem Anlagevermögen und 45.3% Betriebsvermögen, einschließlich
22,2% Vorräte.

Der Anteil der Wertpapiere und Beteiligungen am Gesamtvermögen ist hoch; er beträgt 14,7%,
doch ist zu berücksichtigen, daß hiervon rund % auf eine einzige der Gesellschaften1 entfallen.

Die jährlichen Abschreibungen belaufen sich auf 1,8% des Gesamtvermögens,

XIV.	Bekleidungsgewerbe.

Tabelle 33.

Die Gesellschaften der Bekleidungsindustrie umfassen die Schuh-, Wäsche-, Hut- und
Pelzwarenfabriken. Die Anzahl der Gesellschaften wächst von 3 im Jahre 1901 auf 5 im Jahre 1910,
Das eigene Kapital nimmt im Laufe der 10 Jahre zu; durchschnittlich beträgt es 115,3% des
Aktienkapitals. Das fremde Kapital ist im Vergleich mit dem eigenen Kapital sehr gering; durchschnittlich
erreicht es nur 24,2 % des eigenen Kapitals, wovon auf Anleihen und Hypotheken, die sich auf
12,5% des Aktienkapitals belaufen, 10,6% entfallen. Die starke Zunahme des fremden Kapitals
in den Jahren 1906 bis 1910 beruht auf dem Hinzutritt einer Gesellschaft2, auf die allein in diesen
Jahren mehr als % des gesamten fremden Kapitals entfallen.

Das produzierende Vermögen zeigt in seiner Zusammensetzung größere Verschiedenheiten,
doch überwiegt nur 1901 das produzierende Anlagevermögen; durchschnittlich besteht das produzierende
Vermögen aus 34,5% produzierendem Anlagevermögen und 65,5% Betriebsvermögen, einschließlich
2 8,6% Vorräte.

Der Anteil der Wertpapiere und Beteiligungen mit 1,4 % des Gesamtvermögens ist unbedeutend.

Die jährlichen Abschreibungen belaufen sich auf 2,7 % des Gesamtvermögens.

XV.	Graphische Gewerbe.

Tabelle 34.

Die Zahl der Gesellschaften der graphischen Gewerbe wächst von 4 im Jahre 1901 auf
8 im Jahre 1910; neben der Herstellung und dem Verlag graphischer Erzeugnisse betreiben sie zum
Teil die Fabrikation von Luxuspapieren, photograpischen Papieren usw.

Das eigene Kapital zeigt eine allmähliche Zunahme; seine Verminderung im Jahre 1909
beruht auf Inanspruchnahme der Reserven zur Beseitigung eines größeren Verlustes einer Gesellschaft3;
durchschnittlich beträgt es 110,3 % des Aktienkapitals. Bei dem in den einzelnen Jahren sehr ver-
schieden hohen fremden Kapital übefwiegen von 1904 an die kurzfristigen Schulden; durchschnittlich

1)	Gebr. Stollwerck A.-G.

2)	Ver. Fränkische Schuhfabriken A.-G.: ult. 1910 betragen bei einem Aktienkapital von 4 Mill. Mk. die
Obligationen 5,79, die kurzfristigen Schulden 1959 in 1000 Mk.

3)	Neue Photographische Gesellschaft.
        <pb n="31" />
        ﻿3°

ergibt sich ein fremdes Kapital von 33,2 °/0 des eigenen Kapitals, von denen auf Anleihen und
Hypotheken, die 20,8°/0 des Aktienkapitals betragen, i8,9°/o entfallen.

Das produzierende Vermögen besteht zum größeren Teil aus produzierendem Anlagevermögen;
dort zeigt im ganzen der Anteil des letzteren eine Abnahme zugunsten des Betriebsvermögens.
Durchschnittlich beläuft sich das produzierende Anlagevermögen auf 61,7 °/0, das Betriebsvermögen
auf 38,3 °/0 des produzierenden Vermögens, einschließlich 17,0°/0 Vorräte. Die Höhe der Vorräte
zeigt im Laufe der 10 Jahre eine fast ständige Zunahme.

Wertpapiere und Beteiligungen betragen 5,9 °/0 des Gesamtvermögens.

Die Abschreibungen mit durchschnittlich 5,4°/0 des Gesamtvermögens sind hoch, da sowohl
erhebliche Wertminderung der Wertpapiere und Beteiligungen eintritt, als auch größere Abschreibungen
auf die Vorräte bei dieser Industrie nötig sind.

Die durchschnittliche Kapitals- und Vermögens Verteilung in den Jahren 1901 bis 1910.

I. Die Montan-, Metallverarbeitungs-, Maschinen- und Elektrizitätsindustrie.

Tabelle 35.

Unter den Aktiengesellschaften der Montan-, Metallverarbeitungs-, Maschinen- und Elektrizitäts-
industrie nehmen die Gesellschaften für Elektrizitätserzeugung eine durch die Art ihres Betriebes
bedingte Sonderstellung ein, die auch in der Kapitals- und Vermögensverteilung zum Ausdruck
kommt; sie sollen daher zunächst außer Betracht gelassen werden. Bei den Gesellschaften der übrigen
Industrien der Tabelle 35 zeigt der finanzielle Aufbau die größten Verschiedenheiten. Als Maßstab
für die Größe der Gesellschaften dienen die in Spalte 2, 5 und 8 angeführten absoluten Zahlen.
An erster Stelle steht hier die gemischte Elektrizitätsindustrie, der die mit Kohlenbergbau verbundene
Eisenhüttenindustrie folgt; an letzter Stelle steht der Kessel- und Apparatebau.

Das höchste eigene Kapital im Verhältnis zum Aktienkapital weisen die Gesellschaften für
Schiffbau und nach ihnen diejenigen für „sonstigen Maschinenbau“ auf; nächst niedriger ist das eigene
Kapital in der gemischten Elektrizitätsindustrie und bei dem Elektrizitätsmaschinenbau. Das niedrigste
eigene Kapital, und zwar von allen Industrien, zeigt die Kabelindustrie.

In Spalte 10 sind die langfristigen Schulden in Prozenten des Aktienkapitals angegeben,
die am höchsten sind bei der gemischten Elektrizitätsindustrie, am kleinsten bei dem „sonstigen
Maschinenbau“. Sowohl das Verhältnis des eigenen Kapitals zum Aktienkapital, als auch das der
Anleihen und Hypotheken zum Aktienkapital sind für die inneren Verhältnisse der Gesellschaften
von geringerem Gewicht als die Beziehungen des eigenen Kapitals zum gesamten fremden Kapital
und zu den langfristigen Schulden. Diese zeigen Spalte 11 und na; erstere gibt das fremde Kapital,
letztere die langfristigen Schulden in Prozenten des eigenen Kapitals an.

Von den Gesellschaften für Bergbau, Hütten- und Salinenwesen (I und la) haben die
großen gemischten Werke den höchsten Bedarf am fremden Kapital, der fast zur Hälfte durch
Inanspruchnahme langfristigen Kredits gedeckt wird. Ungefähr dieselben Verhältnisse finden wir bei
dem Eisenhüttenbetrieb, jedoch ist hier der Anteil der langfristigen Schulden etwas höher. Mit
viel geringeren kurzfristigen, aber fast gleich hohen langfristigen Schulden kommen die Kohlenbergwerke
aus. Den kleinsten Anteil fremden Kapitals zeigen die beiden übrigen Klassen nicht nur in ihrer
Gruppe, sondern auch gegenüber allen anderen Industrien der Tabelle 35; denn sowohl bei den
Gesellschaften für Erzbergbau und Hüttenbetrieb (außer Eisen), als auch bei den Gesellschaften für
Salz-, Kali- und Petroleumgewinnung beträgt er wenig mehr als Yi des eigenen Kapitals, mit dem
Unterschied, daß erstere mehr auf den kurzfristigen Kredit angewiesen sind, während letzteren mehr
langfristiger Kredit zur Verfügung steht.

Die Gesellschaften für Metallverarbeitung zeigen in ihrer Kapitalsverteilung Ähnlichkeit mit
den ihnen auch in der Art des Betriebs verwandten Gesellschaften des Massenmaschinenbaus; das
gesamte fremde Kapital ist bei beiden im Vergleich zum eigenen Kapital gleich hoch, auch über-
wiegen die kurzfristigen gegenüber den langfristigen Schulden; jedoch sind die letzteren bei den
Gesellschaften des Massenmaschinenbaus höher. Niedriger ist das fremde Kapital in der Gruppe
der Maschinenindustrie nur noch bei den Gesellschaften für „sonstigen Maschinenbau“; bei ihnen
findet sich auch die geringste Plöhe der Anleihen und Hypotheken der ganzen Tabelle. Bei dem
Kessel- und Apparatebau erreicht dann das fremde Kapital die Hälfte des eigenen Kapitals bei
ebenfalls sehr geringem Anteil der langfristigen Schulden, Es folgt mit höherem fremden Kapital
und höherem Anteil der langfristigen Schulden, die aber auch nicht die kurzfristigen Schulden
erreichen, der Einzelmaschinenbau und der Eisenbahnwagenbau. Vollkommen andere Verhältnisse
zeigen die Schiffbauunternehmen; im Gegensatz zu allen anderen Industrien übersteigt bei ihnen das
        <pb n="32" />
        ﻿3 1

fremde Kapital das eigene Kapital, und zwar sehr erheblich, wobei sich die langfristigen Schulden zu
den kurzfristigen verhalten wie rund i: 4.

Bedeutend niedriger, aber immer noch an zweithöchster Stelle von allen Industrien, ist das
fremde Kapital bei dem Akkumulatorenbau; eigenes und fremdes Kapital sind hier ungefähr gleich,
rund 2/7 des fremden Kapitals entfallen auf die langfristigen Schulden. Den nächst niedrigeren Bedarf
an fremdem Kapital zeigt die Kabelindustrie, bei der auf Anleihen und Hypotheken aber ein wesentlich
höherer Anteil entfällt. Einen noch größeren Anteil bei kleinerer Inanspruchnahme fremden Kapitals
weist die gemischte Elektrizitätsindustrie auf, während bei dem Elektrizitätsmaschinen- und Apparatebau
sowohl das gesamte fremde Kapital, als auch der Anteil der langfristigen Schulden niedriger ist,
wodurch er sich dem Massenmaschinenbau annähert.

Zeigten die Gesellschaften verwandter Industrien schon bisher geringe Beziehungen und
Ähnlichkeiten miteinander, so verschwinden auch diese fast ganz, wenn man noch die Verteilung
des Vermögens und die Verhältnisse zwischen den Vermögensteilen und Kapitalsarten in Betracht zieht.

Die Gruppen (I und la) Bergbau, Hütten- und Salinenwesen weisen das höchste, das
Betriebsvermögen stets übersteigende produzierende Anlagevermögen imYerhältnis zum produzierenden
Vermögen in Tabelle 35, abgesehen von den Gesellschaften für Elektrizitätserzeugung, auf; und zwar
stehen die Kohlenbergwerke hier an weitaus' erster Stelle, während die gemischten Werke und die
Eisenhüttenbetriebe das größte Betriebsvermögen in dieser Gruppe benötigen. Die niedrigsten Vorräte
haben die Kohlenbergwerke und die Gesellschaften für Salz-, Kali- und Petroleumgewinnung, die
höchsten die Erzbergwerke und Hütten (außer Eisen). Hohe Anlage in Wertpapieren und Beteiligungen
zeigen die Gesellschaften für Salz-, Kali- und Petroleumgewinnung, doch ist sie auch bei den übrigen
Gesellschaften von Bedeutung. Die Abschreibungen sind recht erheblich, besonders bei den gemischten
Werken und den Kohlenbergwerken. Bei Gegenüberstellung der Vermögens- und Kapitalverteilung
nehmen die Kohlenbergwerke eine Sonderstellung ein, da sie, bei niedrigem Betriebsvermögen, niedrige
Liquidität und ein Verhältnis des dauernd verfügbaren Kapitals zum Gesamtanlagevermögen, das nicht
den Wert 1 erreicht, aufweisen. Hohe Liquidität zeigen die Gesellschaften für Kali-, Salz- und
Petroleumgewinung; jedoch ist sowohl bei dem Eisenhüttenbetrieb , als auch bei dem Erzbergbau -
und Hüttenbetrieb (außer Eisen) das Verhältnis des dauernd verfügbaren Kapitals zum Gesamt-
anlagevermögen größer.

Bei den Gruppen Metallverarbeitung und Maschinen- und Appaiatebau übertrifft das Betriebs-
vermögen das produzierende Anlagevermögen; dabei zeigen die Gesellschaften für Metallverarbeitung
den größten und die Gesellschaften für „sonstigen Maschinenbau“ den kleinsten Anteil des produzierenden
Anlagevermögens am produzierenden Vermögen bei fast gleicher Höhe der Vorräte. Von dem Einzel-
und Massenmaschinenbau hat der erstere ein größeres produzierendes Anlagevermögen und kleinere
Vorräte als der letztere. Verhältnismäßig geringe Unterschiede finden sich zwischen Einzelmaschinenbau
und Kessel- und Apparatebau. Durch große Vorräte zeichnet sich der Eisenbahnwagenbau und
besonders der Schiffbau, bei dem sie weit über die Hälfte des Betriebsvermögens betragen, aus.
Der Anteil der Wertpapiere und Beteiligungen am Gesamtvermögen ist am höchsten bei dem Einzel-
maschinenbau, am niedrigsten beim Schiffbau. Die Gesellschaften für Eisenbahnwagenbau und für
Massenmaschinenbau machen die höchsten Abschreibungen, die Gesellschaften für Einzelmaschinenbau
die niedrigsten, die von denen des Kessel- und Apparatebaues jedoch nur wenig übertroffen werden.
Entsprechend den hohen kurzfristigen Schulden ist bei den Schiffbauunternehmungen die Liquidität
die niedrigste, und zwar von sämtlichen Industrien in Tabelle 35, ausschließlich der Elektrizitäts-
erzeugung. Auch das Verhältnis des dauernd verfügbaren Kapitals zum Gesamtanlagevermögen ist
klein im Vergleich mit den Gesellschaften des übrigen Maschinenbaues und der Metallverarbeitung,
bei denen beide Verhältnisse große Verschiedenheiten zeigen. Am nächsten stehen sich wieder
Einzelmaschinenbau und Kessel- und Apparatebau, während die Metallverarbeitungsgesellschaften
bei kleinerem Betriebsvermögen und kleinerem Verhältnis des dauernd verfügbaren Kapitals zum
Gesamtanlagevermögen eine höhere Liquidität aufweisen. Beim Massenmaschinenbau, Eisenbahn-
wagenbau und „sonstigen Maschinenbau“ erhöht sich die Liquidität dem Betriebsvermögen entsprechend.

Auch bei der elektrotechnischen Industrie ist das produzierende Anlagevermögen stets kleiner
als das Betriebsvermögen. Das größte produzierende Anlagevermögen zeigt der Elektrizitätsmaschinen-
und Apparatebau, der sich hierin und auch in der Höhe der Wertpapiere und Beteiligungen sowie
der Abschreibungen den Gesellschaften für Maschinenbau nähert. Die Gesellschaften der übrigen
elektrotechnischen Industrie unterscheiden sich von ihm durch ein größeres Betriebsvermögen und
vor allem durch den großen Anteil der Wertpapiere und Beteiligungen am Gesamtvermögen, der
bei dem Akkumulatorenbaü und der gemischten Elektrizitätsindustrie den des produzierenden Anlage-
vermögens übersteigt. Die Abschreibungen sind "gegenüber den vorhergehenden Gruppen niedrig;
die kleinsten finden sich bei der gemischten Elektrizitätsindustrie. Die Liquidität ist beim Akkumulatorenbau
        <pb n="33" />
        ﻿32

am kleinsten, es folgt die Kabelindustrie, dann die gemischte Elektrizitätsindustrie und die Elektrizitäts-
maschinenindustrie. Dieselbe Reihenfolge zeigen die elektrotechnischen Industrien in der Größe des
Verhältnisses des dauernd verfügbaren Kapitals zum Gesamtanlagfevermögen.

Bei den bisher aus der Betrachtung ausgeschiedenen Gesellschaften für Elektrizitätserzeugung
zeigen beide Arten zunächst dieselben, wenn auch dem Grade nach verschiedenen, Abweichungen
in der Zusammensetzung des Kapitals, und zwar in dem Anteil der langfristigen Schulden, der hier
eine bei keiner anderen Industrie erreichte Höhe hat; ferner zeigen die reinen Elektrizitätswerke
das höchste produzierende Anlagevermögen im Verhältnis zum produzierenden Vermögen, während
die Elektrizitätserzeugungs- und Finanzierungsgesellschaften sich durch den das produzierende Vermögen
übersteigenden Anteil der Wertpapiere und Beteiligungen und durch die niedrigsten Abschreibungen
auszeichhen. Bei letzteren ist auf ihre Eigenschaft als Finanzierungsunternehmen die von den reinen
Elektrizitätswerken so erheblich abweichende Höhe des Betriebsvermögens zurückzuführen; aus dem
gleichen Grunde erklärt sich sowohl der verschiedene Anteil der Vorräte und der Unterschied der
Abschreibungen, als auch die ungleiche Höhe der Liquidität und des Verhältnisses des dauernd
verfügbaren Kapitals zum Gesamtanlagevermögen. Dies Verhältnis und die Liquidität stehen im
übrigen in der Höhe, mit der sie bei den reinen Elektrizitätswerken erscheinen, einzig da.

II. Die übrigen Industrien.

Tabelle 36.

Die Aktiengesellschaften mit dem kleinsten Aktienkapital enthält in der Gruppe der
Nahrungs- und Genußmittelindustrie die Getreidemühlenindustrie, der sich Bekleidungsgewerbe und
graphische Gewerbe anschließen mit ebenfalls niedrigerem Aktienkapital als das kleinste der Tabelle 35.

Das höchste eigene Kapital in Prozenten des Aktienkapitals weisen die Gesellschaften der
Papierindustrie und die Spritfabriken auf, die nur von den Gesellschaften für Schiffbau übertroffen
werden. Die höchsten Anleihen und Hypotheken haben in Prozenten des Aktienkapitals die
Gesellschaften der Papierindustrie, in Prozenten des eigenen Kapitals die Brauereien und Mälzereien;
die größte Inanspruchnahme des kurzfristigen Kredits entfällt auf die Spritfabriken, die sich dagegen
mit den geringsten langfristigen Schulden begnügen. Fremdes Kapital überhaupt erreicht seine größte
Höhe bei den Gesellschaften der Papierindustrie, während die Bekleidungsindustrie über das niedrigste
verfügt. Die Gesellschaften für Gas- und Wasserversorgung, die in der Art ihres Betriebes den
reinen Elektrizitätswerken ähneln, zeigen von diesen in bezug auf die Höhen der Anleihen und
Hypotheken einen beträchtlichen Unterschied, immerhin überwiegen bei ihnen die langfristigen
Schulden die kurzfristigen am stärksten von allen übrigen Industrien der Tabelle 36.

Das produzierende Vermögen zeigt dagegen bei den Gas- und Wasserwerken annähernd
die gleiche Zusammensetzung wie bei den reinen Elektrizitätswerken; nur ist bei den ersteren das
Betriebsvermögen etwas höher und die Vorräte kleiner. Verhältnismäßig niedriges Betriebsvermögen
und geringe Vorräte finden sich ferner noch bei den Baumaterialgesellschaften, die hierin den
Gesellschaften für Bergbau und Hüttenwesen ähnlich sind, und den Brauereien und Mälzereien, doch
ist bei letzteren der beträchtliche Anteil der Hypotheken am produzierenden Anlagevermögen zu
berücksichtigen. Das höchste Betriebsvermögen benötigen die Spritfabriken, die hierin von allen
Industrien an erster Stelle stehen. Die höchsten Vorräte, die sogar das produzierende Anlage-
vermögen übersteigen, haben die Gesellschaften der Leder-, Gummi- und Linoleumindustrie, denen
nur noch die Schiffbaugesellschaften annähernd gleich kommen. Es sei noch auf die chemische
Industrie, bei der das Betriebsvermögen einschließlich hoher Vorräte das produzierende Anlage-
vermögen weit übertrifft, und auf die Textilindustrie, die bei höheren Vorräten weniger Betriebs-
vermögen braucht, verwiesen. Das Betriebsvermögen ausschließlich der Vorräte erreicht seinen höchsten
Anteil am produzierenden Vermögen bei den Spritfabriken, dem aber, wie oben erwähnt, der höchste
Anteil der kurzfristigen Schulden am Gesamtkapital gegenübersteht.

Die geringste Neigung, sich anderen Unternehmen derselben oder verwandter Industrien
anzuschließen, zeigen die Gesellschaften der Mühlenindustrie, bei denen Wertpapiere und Beteiligungen
den geringsten Anteil am Gesamtvermögen aufweisen. Das Gegenstück dazu bilden in derselben
Gruppe der Nahrungs- und Genußmittelindustrie die Spritfabriken, bei denen Effektenbesitz und Be-
teiligungen an gleichartigen Unternehmen eine bedeutende Rolle spielen; ihnen folgen die Gesellschaften
der „sonstigen Nahrungsmittelindustrien“, die Papierindustrie und die chemische Industrie, bei denen
der Anteil der Wertpapiere und Beteiligungen noch den zehnten Teil des Gesamtvermögens übersteigt.

Die Gesellschaften der graphischen Gewerbe weisen die höchsten Abschreibungen auf, die
bei den übrigen Industrien zumeist nach Höhe des Anlagevermögens und nach Art und Höhe der
Vorräte verschieden sind.
        <pb n="34" />
        ﻿33

Schluß.

Bei der Auswahl der Aktiengesellschaften nach der die inneren Verhältnisse dieser Unternehmen
nicht berührenden Zulassung ihrer Aktien oder Obligationen zum Handel und zur Notierung an der
Berliner Börse können als Ergebnisse wegen der aus demselben äußerlichen Grunde bedingten
wechselnden Anzahl der Aktiengesellschaften der einzelnen Industrien während des gewählten Zeit-
abschnittes sowohl für die einzelnen Jahre, als auch für den Durchschnitt nur'die Prozent- und
Verhältniszahlen berücksichtigt werden. Die absoluten Zahlen sind nur dann als Resultat verwertbar,
wenn die Untersuchung die gesamten Aktiengesellschaften der einzelnen Industrien umfaßt — sie
dienen dann als Maßstab der allgemeinen wirtschaftlichen Bedeutung — oder aber wenn die Unter-
suchung sich auf nur eine Gesellschaft oder auf eine im Laufe der Zeit der Untersuchung gleich-
bleibende Anzahl von Aktiengesellschaften derselben Industrie beschränkt. In beiden Fällen erhalten
erst die Veränderungen der absoluten Zahlen in den einzelnen Jahren Bedeutung als Kapitalzu- oder
-abfluß, als Vermehrung oder Verminderung der Vermögenbestände. Im Falle der Beschränkung
aut eine Gesellschaft oder auf eine gleichbleibende Anzahl von Gesellschaften derselben Industrie
liegt aber zugleich die Möglichkeit zu einem bedeutend genaueren Einblick in die inneren Verhältnisse
der Unternehmen vor, besonders wenn man bei einer weitergehenden Teilung des Vermögens nach
der Liquidität neben den Bilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen auch die dem Unternehmen
nicht als Reserven zugute kommenden Teile des Reingewinnes und wenn möglich Umsatz oder
jährliche Produktion in die Untersuchung in geeigneter Weise einbezieht.1

i) Ein Beispiel einer derart eindringenden Untersuchung ist in dem bereits eingangs erwähnten Buche von
H. Lomnitz, Die systematische Bearbeitung der Veröffentlichungen von Aktiengesellschaften durchgefnhrt.

5
        <pb n="35" />
        ﻿Erzbergbau und Hüttenbetrieb (außer Eisen).

Tabelle i.

42849

43682

43217

46064
46709
47 606

50565’

S3658

51530

46551

1)	Mechernicher Bergwerksverein.

2)	Mark. -Westf. Bergwerksverein, Mechernicher
oergvverksverein: Zusammenlegung.

70,1	29,9	'9,7	3 705	64815	5.7	46554	1
71,8	28,2	'7,2	4081	64 933	6,3	47763	1784
71,0	29,0	‘4,0	4075	65 047	6,3	47292	4161
70,6	29,4	'S,o	3988	69 296	5,7	S0052	2529
	34,0	16,2	4244	75 164	5,6	50953	2561
66,1	33,9	'5,3	4396	76448	5,8	52002	2 902
71,0	29,0	'5,6	3478	74862	4,6	S4043	24 71
71,2	28,8	18,2	3527	78846	4,5	57185	2685
68,6	3'-4	‘9,3	3872	79 HO	4,9	5S4°2	2306
66,2	33.8	'4,3	4 549	74899	6,1	51 100	3971
69,2	3°,8	16,5	39915	723 420	5,6	512346	2 7303
69,2	30,8|l6,5		499	9582	5,6	6944	354

3)	Harkortsche Bergwerke.

4)	Reorganisationskonto Bliesenbach.

5)	Stolberger Zinkhütten.

52 170
455702
46170
47769
47169'
47169

47569

46985

44469

42300

467 340

5841

6)	Harkortsche Bergwerke.

7)	Friedrichsegen: Grubenankauf,
Zinkhütte.

Erbauung einer

60799

55155

56618
56223
55360
55 730
55918
53522
53 140
48 86/

8) Rhein,-Nass. Bergwerks- und Hütten-
9} Stolberger Zinkhütten.

10) Harkortsche Bergwerke.

62	084

56591

5802c,

57760

63490

63	706
64536
64032

65358

60117

615699

7696

A.-G.

1,20

1,20

Oa

1901	39	289138
1902	39	281338
1903	40	308719
j9o4	43	379561
1905	43	392797
1906	44	460392
1907	45	533409
1908	46	549542
1909	46	540697
1910	44	553024
Summe	429	4 288 617
Durch-		
schnitt	1	9997

197480

*96589

206745

247788

240730

282394

327031

357303

359639

372617

91658
84749
101974

131773

^52067
177998
206378
192 239
181058
180407

48779 (68.3I31,

41 183
46084
60 118
62785
65330
74665
83 546
76610
73 599

69,9 3°,i
66,0 34,0
65,2(34,8
6i,3 38,7

Eisenindustrie - A.-G. :
-Aktien.

Abschreibung

16,9	25 162	314300	8,0
'4,6	26344	307682	8.6
'4,9	28 076	336795	8,3
'5,9	33 756	4'33‘7	8,2
16,0	21 684“	414481	5,2
'4,2	23911	484303	4,9
'4,o	33o6o	566469	5,8
'5,2	34549	584091	5,9
14,2	38947	579644	6,7
'3.31	42094	595 "8	7,i
14,8 j	3°7583	4 596 200	6,7
‘4,8|	717	10714	6,7

Eisenhüttenbetrieb.

222 642
222933

234421

281544
262 414

11687

152751

12 284
I4671
18970

306305 21636

177085
17688g
I9I 662
237267
223 g83s
244 716

25 5I71 267081

32504

275861

32041

34486

36 620

43 4793

52 772

55995

58455

69468«

44198
S9242
58 771
73 400
77018

95 74°
96699
108469

io4394

96293'

814 224

2) Huldschinskysche Hüttenwerke fallen fort.

31 Rombacher Hüttenwerke und andere; Agio.

50797
36 190
38516
50965

63657

68006
i°7 3975
106360
108562
91 960'

722 4IO

I683

I 630
1 436
1533
2017
1963

2855

3812

4 594
5616
6693

Tabelle 2.

209589

204475

223703

271753

260603
288195

349853

333 740

342125

372719

118.3

115.6

116.7

"4,5

116.4

96625 46,1
96 868
98 820
^6382
142638 54,7
57,7

47,3

44,2

46,6

117.7	166601

119.7	207908

219423

218572

120,1

120,6

122,9

32149
°75

S1“51?01*8- Eisenindustrie-A.-G. und andere.

5) Rombacher Hüttenwerke, Westf, Stahlwerke und andere.

2 826 755 118,6

6589(118,6

194946 52,3

1568783

3656

65,0

65,8

64,0

55.5

1.80
2,34
2,64
2,59
2,39
2,61

r,93

1.81
1,67
i,97

253/87

263717

282474

345153

337621

383 935
416552
442 209
446519
469012

55,5 2,08

3640979

8487

1,14

1,18

1,20

',23

1,29

MS

1,16

M3

1.12

1.13

18

1,18

6) Rombacher Hüttenwerke und andere,

7} Hasper Eisen- und Stahlwerke und andere.

IQOI	34	604305
1902	34	624062
1903	34	661732
1904	35	633049“
1905	35	662 642
1906	35	728424
1907	34	768794
1908	35	848419
I9°9  1910	35  37	892100  928153
Summe	348	7351725
Durch-  schnitt	1	j 21126

495 862
522/45
548837

535 788
562 920
6lO 742
647120
721 84I
7523"
752463:

108488
101317
112895
97 261
99722
117 682
121674
126578
139/89
1756909

8698

6384

6195

8452

58143

947i
12079
12685
21 o6o;
18 907

82.1

83,7

83.1
84,6
85,0
84,0

84.2

85.2

84.3

81,1

17.9

16.3

16.9

15.4

'5,°

16,0

'5,8

'4,8

'5,7

18.9

1.4
1,0
o,9
',3
°,9
',3
',5

1.5

2,4

2,0

36386
34879
45'641
35 986

41956

46489
40581
35 948
34395
45 769

640718

658941

706896

6b9035a

704598

7749'3

809375

884367

926493

973922

5.7

5.3

6.4

5.4
6,0
6.0
5,o
4

4,'

4.7

Kohlenbergbau.

39118
32976
3329'

27396
28850

35357

36676

532230

557624

594001

57'774

604876

657231
687 701
757789
786706
798232

359 '30

363730
389831
334 1562
354822

390975

398678

39200 |435°73

36751

39446

465 494
484627

78860
86939
96648
94212
106317
106330*
1042195
1105636
118916«
133 78910

87644
99 238
108357
115 667
122865
140236

150673

! 160569

174934

53824

55655

59303

63753

60080

72372

85213

91945
101 909

191667 [106397

39551

4583

4964

4	54°

4900

5	984

6035

7619
7 854
795'

437 990
450669
486479
428368
461139
497 305
502 897
545636
584410
618416

"3,9

124,8

128.2
'3°,'

127.2

126.2

125.4

125.5

127.6

145 423
159476
172624
183960
187845
218592
241921
260133
284697

306015 49,5

33,2

35.4

35.5
43,o

40.7
44,o
48,1

48.7

48.8

2,02

1.92!

1,90

',57

1,66

',63

',43

',38

',37

1,65

Tabelle 3.

525 634]o,99

549907
594836
544035
584004
637 54'
653570
706 205

755344

810083

o,97
1,00
0,95
o,97
o,95
j°,94
o,93
o,97
1,01

6150629

17674

I 201 096

3452

109 745

316

83.7

83.7

16,3

'6,3

1)	Hibernia.

2)	Gelsenkirchener Bergwerks-A.-G.
3") Bergarbeiterstreik.

wird „gemischtes Werk*

1901

1902

1903

1904

1905

1906

1907

1908

1909

1910

Summe

Durch-

schnitt

igoi

1902

'903

1904

1905

1906

1907

1908

1909

1910

Summe

Durch-

schnitt

'4

'S

&gt;5

17

18
18
166
16
16
16

57642
56787
55 215

53 712
60967
59805
49007
138747
146 165
158894

836941

10730

46835

44	939
42568
39862

45	275
43954
363'°

101003
99908
95 499

S?«'53

7643

10807
11 848
12647
'3850
15692
15 851
12697
37 744
46257
63 3951

240788

3087

2 242
2022
2031

1	760
2475
2615

2	148
9779
9497
7837

81,2t 18,8

79,2i20,8

77,1)22,9
74,3 25.7

42 406

544

74.4

73.4
74,o
72,9

68.5
60,1

71,2

71,2

25.6

26.6
26,0

27,'

3',5

39,'

28,8

28,8

1.5

',5

3.9

3.6

3.7

3.3
4,°

4.4
4-4
7,o

6.5

4.9

397 535

I 142

7749260

22 268

6 548 164

18816

349061

974

3976516

11427

1036793

2979

1351850 |

3885

750451

2 156

58385

168

5013309

14 406

126,1

126,1

&gt; x6o 686

6 209

43&gt;2

43,2

1.60

1.60

6365159

l8 291

o,97

0,9 7

4)	Consolidation, Übertr. d. Verfügungsf. z. Erwerb v. Grubenfeldern.

5)	,,Ver. Ges. Wurmrevier“ zum ,,Eschweiler Bergwerksverein“.

6)	Concordia und andere: Agio.

7)	Hibernia, Harpen er Bergbau-A.-G. und andere.

8)	Agio.	„	,	.	.

9)	Oberschi. Kokswerke u. Chem. Fabrik: Bergwerksverkauf.

10) Agio.

5,*

7663

8486

9579

10536
12166
12540
14328

19443

19 278

23563

65305

65273
64794
64 248
73 '33
72345
63 335
158190
165 443
182457

1) Ver. Deutsche Petroleumwerke: Zusammenlegung.

I37 582	974 523 i4.i

1764 12494 14,1

2) Deutsche Solvaywerke.

‘ ',7
'3,0
'4,8
'6,4
16,1
'7,3
22,6
'2,3
",7
12,9

Salinen, Petroleumgewinnung.											Tabelle 4.		
54498	3 133	43 450	5612	8 801	3209	396	49062	112,9	12 406	25-3	3,37	57863	1,06
^342^	2 340	43 45°	6223	8 460	3285	455	49673	"4.3	12 200	24,6	3,60	58 '33	
5 2 14 7	3 044	41 8561	7079	8 110	2877	5"	48935	116,9	11498	23,5	4,40	57045	1,09
50 508	3 *47	41856	7 407	7 645	2 99O	562	49323	117,8	" 197	22,7	4,63	56968	V3
37 441	2 841	46856	8 198	9409	3 ‘44	615	55054	"7,4	13 '68	23,9	4,98	64463	1,12
56404	2818	46856	8398	8598	3H6	617	55254	"7.9	12361	22,4	5,°4	63852	
50638	2 363	38856	8 399	8483	3 158	758	47255	121,6	12399	26,2	4,02	55 738	1. L U
120446	7423“	85481	29297	12048	‘5 562	3 936	114778	134,3	30546	26,6	2,42	126826	',°5
119186	3160	85481	32823“	21 6113	8339	4 248	118304	138,5	34198	28,9  33.2	5,56  3,94	‘399'5	‘,17
119062	.3358	86856	37932«	21 090	16095	4279	124788	'43,7	41464			145878	1,22
733735	33Ö27	560 gg8	151428	H4255	60805	16377	712 426	127,0	X9X 437	26,9	3,96	826681	1,13
9407	43'	7 192	1941	1465	O  OO	210	9133	127,0	2455	26,9	3,96	10598	i.'3

3) Deutsche Erdöl-A. -G.: Agio,

4) Kaliwerke Aschersleben.

5} Deutsche Solvaywerke.

Hüttenbetrieb mit Kohlenbergbau verbunden (gemischte Werke).

Tabelle 5.

554469
590'37

593'94
1030276
1 226513

' 3'8437
'538095
1 569 280
1660153
1736484

xi 817038

73398

388548
436570
436 5°9
660054
800898
837816
1025 o 12
1084874
1129848

1132 136

165921
153567
156685
361222
425615
480621
5'3083

484 4068

530305

604348

7-941265

49325

3875773

24073

83 1991
69515
61 127

146579

163952
190852
209349
209473
215 170

243563

1592 779
9893

70,2

74,0

73,5

65,0

65.4

63.5

66.6

69.1
68.0

65.2

29.8
26,0

26.4
35,°

34,6

36.5

33,4

30.9
32,0
34-8

67,1

67,1

32,9

32,9

'5,0

",8

10,3

14,2

'3,4

'4-5

'3,6

'3,3

12,9

'4,0

44499

3°574!

34786

6O4O9

140072

154496

124139

130139
121870
135609

598968
620711
627 980
1090685
1366585
1 472933
1 662171
1699419
1 782023
1872093

i3,5

'3,5

97653°

6065

2 793 568

79463

7.4
4,9

5.5

5.5
10,3
10,5

7.5

7.7

6.8

7,2

433047
467H4
471295
729463
940970
992312
1 149088
' 215013
1251718
1267745

7,6

7,6

28530
31688
3 I 402

527791

54178

60747

768067

73078

77498

310 100
328275
328275
568275
690310
7" 3i°
776082
795632
843 192

io693i1"9i8694

8917795
55 39°

593637

3687

627OI45

38 945

63 441
784093
803173
109183
177838«
200551
197161
203 679
228743“
192156“

1531478

9512

84891

114764

120353

179568

I9I334

220455

267377

276010

320855

316169

2 ogi 776

12 993

830831
67079
58276
185056
229447
265491
298 255
321366
313 356
342°37

2 163 446

'3437

4009

4909

5	644

6	706
6752
8501

"897

12 222
12796

13363

86 79g

539

37354'
406684
408 592
677458
868148
911861

973 243

999311

1071935

i 110850

7 8oi623

48 45

122,1

123.8

124.4

119.2

125.8

128.2

125.4

125,6

127.2

120.9

124,4

124,4

171983

186752

184273

371330

427533

494447

577529

609598

647007

671569

46.1
45,9
45,'
54,8

49.3

54.2

59.4

61,0

60.3

60.5

4342021

26969

55.6

55.6

',99

2,29

2.69

1,95

1,86

1,81

',72

1,5'

1.69

'.77

458432
521448
528945
857026
1059482
1 '32 3'6
1 240620

1 275321

1392790
1 427019

9893 399

61450

I,o6

‘,11

1,12

‘,'7

I,'3

I,'3

1,08

1,05

1,11

1,13

I.II

I, I I

1)	Union, A.-G. für Bergbau und andere.

2)	Schalker Gruben- und Hüttenverein.

3)	Einschließl. Union: Konto für varbehaltene Ab-
schreibung, 1902: 10,10, 1903 : 9,03 Mill. Mark.

4)	Ünion, A.-G. für Bergbau: Außerordentliche
Abschreibung.

5)	1906 — 09 einschließl. Hohenlohe-Werke: Rente-
sicherstellungskonto .

6) Fusion; Phönix-Hörder-Verein ; Gelsenkirchener
Bergwerks -A.- G. - Schalker - Verein,
j) Gelsenkirchener Bergwerks-A.-G.

8) Gelsenkirch. Bergw.-A.-G. u. andere: Debitoren.

9) Agio und Zusammenlegungsbuchgewinn.

10)	Hohenlohe-Werke, Auflösung des Rentesicher-
stellungskontos.

11)	Dtsch.-Luxerab. Bergw.-A.-G. u. andere: Agio.

Oj.

Cn
        <pb n="36" />
        ﻿

5to':

mm



Metallverarbeitung.

Jahr

o

Tabelle 6,

Produ-

zierendes

Ver-

mögen

5^

Produ-

zierendes

Anlage-

vermögen

1000 M

1901	3°	138412
1902	31	139088
1903	33	142 244
1904	35	159876
.1905	36	-186 276
1906	39	203 284
1907	42	209387
1908	44	226298
1909	47	247781
1910	49	261049
Summe	386	1913695
Durch-  schnitt	1	4958

72943

73690

77310

83157

8673h2
92802
98416
104191
I07 958
06515

Betriebs-

vermögen

&gt; M

65469

65398

64934

76719
, 9954°:

IIO482
I10971
122107
139823
I54 534

davon

Vorräte

1000 M

7a

in %

des produzie-
renden
Vermögens

fcX) £
TS bb
&lt;§:2

903718 | 1009977-

2341 |	2617

30098

30641

28736

34226

40343

44452

45332

49722

54630

57265-

4L5445	47.2

1 °77 47,2

Betriebs-
. vermögen

1.) Rhein, Metallwaren - und Maschinenfabrik; Verlust.

Wert-

papiere

und

Beteili-

gungen

14074
15 191

14972

16165

IS830

15375

15631

18914
19334
i-9 492

Gesamt-

ver-

mögen

1000 M

152486

154279

157216
176041
202106
218659
225018
245212
267115
28054

2078673

5385

« E

SO



Gesamt-

Anlage-

ver-

mögen

1000 M

87017
88881
92 282
99322
102566
108 177
114047
123105
127 292
126007

I 068 696

2 768

Ab-

schrei-

bungen

I 1QO M

Aktien-

kapital

1000 M

5037

5239

5759

5768

7235

7910

7 784

8492

0149

9885

Re-

serven

und

Rück-

stellun-

gen

1000 M

An-

leihen,

Hypo-

theken

usw.

1000 M

16.

Kredi-

toren

1 M



18

Wohl-

fahrts-

fonds

1000 M

Eigenes

Kapital

1000 M

87560
90720
91436
104471
110271
120371
125656
138306
144600
149031

16735

152581

14528*

14943

16506

19763
23 379
25476
I 26508
28990

15 264

18793

18581
18931
20888
20213
20289
21019
23 804
25130

25 104

22	103
19441

23	739
35670-
29006
30631
40614

50324

51667

1126

1329
1730
1988
2388
3397
4586
4800
5 527
6354

104295
105978
105 964
H94'4
126777

140134

149035

163782
171108
178021

1364-508

3.535

Frem-

des

Kapital

1000 M

119,1

n6,8

"5,9

”4,3
11 5.0
.”6,4
”8,5
118,4
118,0
”9,4

41	494

42	225
39752
44658
58946
52616
55 506

66433
7965S
83 151

564 436

1 462

Dauernd

ver-

fügbares

Kapital

1000 M

4I’3

4T3

24

So

”9559

124771

”4545

138345

147665
160347
169324
184801
*94 912

203151

1567 420 |

4060

2) Waffen - und Munitionsfabriken.

3) Westf. Drahtwerke und andere: Agio.	4) Deutsche Waffen- und Munitionsfabrik.

Einzelmaschinenbau.

1901

1902

1903

1904

1905

1906

1907

1908

1909

1910

Summe j 414

Durch- I
schnitt |	1

217826

207754

230309
241 689
,270466
298590
343 630
370159
400566

4413OS

3022294

.73 OO

105831
IO5083
112018
”3 159
120750

”9377

140391

'57 559
163028
169353
1316549
3 180

111995

102671

118291

128530

149716

169213

203239

212600

237538

271952

5705745

4120

48 284
41181
43 427
46733
54865

65919

82612

83441

83925

90474

640861

.1548

56,4	21,2

56,4j 21,2

30 006
2 7 O99
29 I2S

35893

37671

37932

35405

34971

36562

30467

247832

234853

259434

2775S2

30B137

336522

370035

405130
437128
471772

3357425
8 109

135837
132 182
141143
149052
158421
167309
175 795
192530
199590
199820

I 65I 680

3 989

5804

5689

6387

6481
7263
7 736
9473
10688
11 941

13322

84784

118525

”7429

138037

144255

15*655

159305

164945

180451

207752

217352

1599706

3864

34 023

33°8i

33886

34286

37164

40560

44275

49 201
54390
57861

32082

32654

40 232
40947
49839

5IOI6

S413I
54758
5'532‘
55 677

462 868

I 118

49338
41772
40380
45468
• 53370
67 926
84916

8530s
8 5 435

103 99 22
657 902*

1589

3371
3191
3049

3 260
3776
5028
6064

6583
6688
6 720

! 152548
150510

171923

178541
188 819
199865
209 220
229652
262142
275213

20x8433

4875

128.7

128.2

124.6

123.8
”4,5
”5,5

126.8

127.2

126.2

126.6

84791

77617

83661

89675

106985

123970

*45 i”
146646

'43655

166389

1168 500
2822

55.5

51.4

48.8

50,1

56.6
62,0

69.5

64,0

54.8

60.5

	Tabelle	/ •
2,27  2,46	184630	1,36
	183 164	1,38
2,93	212155	1,50
2,83	219488	1,47
2,81	238658	1,50
2.50	250881	i,49
2,40	263351	1,50
2,49	284410	1,48
2,77	3*3674	1,57
2,63	330890	*,65
2.59	2 48I3OI	1,50
2o9	5 993	h5°

1) Gebr. Körting, A.-G.: Rückzahlung einer Bankanleihe.

2) Orensteln &amp; Koppel und andere.

Massenmaschinenbau.

Tabelle 8.

igoi

1902

1903

1904

1905

1906

1907

1908
' 1909

1910

66658
65796
68915
71789
86 295
103 347
r 19829
145357
156758
i6'5 085

29182
28-714
30 162
28572
33 26S
39263
41 408

52875

55 SS*
56,011

Summe

Durch-

schnitt

IQOI

IpOZ

1903

1904

1905

1906

1907

1908

1909

1910

Summe

Durch-

schnitt

211	1049828

1 1 4975

57432

50962

45515

46067
50455
52436
51361
47 201

50359

54577

395003
1872

23017

22 748

21155

21184
21 -05
22386

19936

20430
2 1 03I
21653

37476

37082

38753

43217

53030

64084
78421
92482
101 207
109073

17450

14 200
14193
15894
19979
27 635
31844
39 *55
37909
3868.6

654825

3 i°3

344'5
28 214
24 36b
24883
28750
30050

31425

26771

29328

32924

29I 120

236/

256965

I 218

II187 [40,1
8946 144,6
6854
7922
9205

IO4O5
IO'525
10 170
I0892

11936

2965

3°49
3 56/
3925
3612
3 586
3618
9742
”585
H735

69623
68845
72 482

75 7 *4
89907
106933
”3 447
155099
168343
179820

60384

286

32	*47

31/63

33	729
32497

36877
42849
45 026
62617
67136
70746

41000
41300
423H
40 550
46150
52556

56875

74875
83725
87 525

56687O

2687

9196.
8 434
8892
10588
13283
17 169
18519
21994
24628
27 699

6459-

7276

92501

7983

953*

I 2 460

13835

20518
23 229
22627

1) Fahrzeugfabrik Eisenach.

Kessel- und Apparatebau.

1) Braunschweig- Maschinenbauanstalt: Auflösung der Pensionskasse 1902.

3036	60468	5,°	26053
3648	54610	6,7	26396
3422	48937	7,0	24577
3015	49082	6,1	24199-
3 168	53623	5.9	24873
3051	55487	5,5	25437
2 160	53521	4,0	22096
2 282	49483	4,6	22712
4398	54757	8,0	25429
4328	58905	7,4	25981
32508	538873	6,0	247 753
264	4381	6,0	2014
2) Armaturen - u. Maschinen			

30192

30192

27 792

26 5423

28042

28742

25900

25900

29400

31 400

6861

5 3 7 52
4898
4925
5 364
5 758

4	866

5	294
b 280

6765

6 301
6038
5000
4836

4795

5513

4384

4437

474i

4675

10601
10 192
8 272
8346
10616
12 222
1/427
23036
22020
25 826

18048

086

50	196

49734

51	206

51138
59433
69725

75394
96769
108353
”5224

122.4

120.4
121,0
I 26,0

128,7

132,6

'32,6

”29,4

129.5

131.6

Eisenbahnwagenbau.



I

1901

1902

1903

1904

1905

1906

1907

1908

1909

1910

Summe

Durch-

schnitt

75

44981

40539

40894
43225
42 262
45060
48778

47875

45003

50191

448 808

5984

18 702
18728
18064
17321

15877

16075
16481
15 920
15832
19002

26279	13627	4I.6	58.4	30,3	2011	469921	4,3	20713	1658
21 811	10508	46,2	53,8	25.9	2359	42 898	5,5	21087	830
22830	10598	44,2	55,8	25,9	2581	43475	6,0	20645.	849
25 904	12008	40,0	60,0	27,7	3217	46442	6,9	20538	1375
26385	11767	37,5	62,5	27,8	3299	45561.	7,2	19176	1295
28985	15 *20	35,6	64.4	29,8	2512*	47572	5.3	18587	1 55°
32 297	17948	33,8	66,2	36,8	1623	50401	3,2	18104	2 644
QSS	16102	33,2	66.8	33,6	5832	53707	10,8	21752	3 994
2917*	13351	35,2	64,8	29,6	7943	52946	15,0	23775	1950
31189	16873	37.8	62,2	33,5	6873	57064	I 2,0	25875	2458
276806'	137902	38,3	61,7	30,6	38250	487 058	7.9	210252	18593
3690	1839	38,3	61,7	30.6	510	6494	7,9	2 804	248

229646

3062

1) Breslauer Aktiengesellschaft für Eisenbahnwagenbau.

23292
23292
23292
23292
21 067

21	568

22	411
233”

23	3”
24810

4910

4283
4887
4892
5 279

5	389
5649

6	240
74*2
8678

8034

8017

7990

7973
7718
7 742
8245
8144
8078
95*8

*1459
1086

15 160
12436
10670

9468
11631
12 870
13481

I I 227
TOS;;
12 I48

727 J72

3446

37053

35567

32690

31467

33406

34500

30766

31194

35680

38175

17472

17899

18064

17043
21193
25965

33 ”3
46483
49365
53 177 146,1

299774

1421

56655
57010
60456
59121
68964
82 185
89229
117 287
131582
137851

1,76

■i,79

987 ) 59.3

18668
15854
14495
16650
18643
18 144
15934
15916
17209

860 34O

4077

Tabelle 9.

43354
41605
37690
363°3
38 201
40013
35150

35631

40421

4285°

3) Hilpert'; Zusammenlegung.

50,9 | 2,43

4) Sangerhäuser Maschinenfabrik.

7818
4689
4689
7 634
6633
6625
7331
6398
4526
5 950

1585
Ib'49
I 736

i 866

2025
2573
3H7
3 55*
4003

4279.

28 202
27 575
28179
28184
26346
26957
28060
29551
30723
33 488

28.7 265

3829

17437 (62,0
14355 I 52,2
14415
17 473
16376
16940

18723

18093
16607
19747

I7O l66

2 269

Tabelle 10

36 236
35592

36	169
36157
34064
34699

36305

37	695

38	801
43006

368724- 1,76

4915 ',76
        <pb n="37" />
        ﻿Schiffbau.

Tabelle 11.

Jahr

1901

1902

1903

1904

1905

1906
190;

1908

1909

1910

O

Produ-

zierendes

Ver-

mögen

&gt; M

62 391
80673
71684
101749
111872
118884
132699
135588
109087
133638

Produ-

zieren-

des

Anlage-

ver-

mögen

1000 M

5a

Betriebs-

vermögen

davon

Vorräte

1* %

des produzie-
renden
Vermögens

'S

&lt;e

25i34

28916

29443

40330

44 330
48030
31092
59218
55083
61292

37-257
51 757
42241
61419
67542
70854
8i 607
"6370
54004
72346

28 689
35 900

22583

32169

36756

46825

49664

54592

34065

52801

4°,2

35.8

41,0

39,7

39.7

40.5

38.5

43.6
5°,4

45.8

Betriebs-

vermögen

59,8

64.2
S9,o

60.3

60.3

59.5

61.5

56.4

49.6
54,2

Wert-

papiere

und

Beteili-

gungen

1000 M

Gesamt-

ver-

mögen

S

« s



46,0

48.3

31.4
31,6
32,9

39.5

37.5
40,3
31,2

39.5

1362
1221
1478
2392
3112
3 383
3218
3367

3233

4165

63 753

81894
73 162
104141
114984
122 267
I359I7

'38955

112320

'37803

2,1

',5

2,0

2.3

2.7

2.8

2.4
2,4

2.9

3,o

Gesamt-

anlage-

ver-

mögen

1000 M

26496
29137
30921
42722
47442
51413
543'o
62585
58316
65 457

Ab-

schrei

bungen

1000 M

2617

3 574
3046
3 789
3 946
393'
48632
3 396
5224'
343'

Aktien-

kapital

1000 M

19950
22 150
22 700
30 500

36250

37438

37230

372,30

339926

326317

Re-

serven

und

Rück-

stellun-

gen

1000 M

'S

An-

leihen,

Hypo-

theken

usw.

1000 M

8276
9130
9923
11011
121861
12 743
121803
12931
148856

134858

S076

S843

6842

12 '77
12364
13278
14468
14222

'359'

18275

Kredi-

toren

xooo M

26718
40500
28 788
4446s
50820
S6l75
67429
69530
48957
70978

Wohl-

fahrts-

fonds

1000 M

I 100

1475

1560
1381

1431

1468
I 648
I 721
I 632

' 519

Eigenes

Kapital

1 M

28 226
31 280
32623

4' 5 "
48436
50181
494io
50161

48877

46 116

19

.tJ rX
O, P
a &lt;v

cn &lt;J

O

O M
&lt;u &lt;u
ÖX ’-O

W

'41,5

141,2

143.7

136.1
'33,6
'33,9
'32,7
'34,7

143.8

141.2

Frem-

des

Kapital

1000 M

32894

47818

37190

58023

64615

70921

83545

85473

64 180
90 7 7 2

d

•S-B.

5 W

T3 «
S C/3
v m

111,6
152.8
"4,0
139.7

133.5
141,2

169,1

171,0

'30,5

196.5

i,43

1,27

i,47

',38

',33

1,26

G21

1,10

1,10

1,02

23

Dauernd

ver-

fügbares

Kapital

1000 M

33 302
37123

39465

53688

60800

63459

63878

64383

62 468

6439'

■äE

&gt; r_;

na 'S

E&lt;

&lt;I) *.

«ö



',25

1.27

1.28

1,25

1,28

1,24

1,18

',03

1,07

0,99

Summe

Durch-

schnitt

x058265

'5563

442 868

6513

6'5397

9050

394°44

5 795

41,8

41,8

58,2

58,2

37.2

37.2

26931

396

I 085 I96

15959

2.5

2.5

469 799

6909

37817

556

3x0071

4560

116730

1747

Il6 I36

I 708

504360

7417

X4935

220

426 821
6307

X37.7

137,7

635431

9345

148,8

148,8

1,22

1,22

542957

8014

1)	A.-G. Weser: Agio.

2)	Vulkan.

3)	A.-G. Weser: Verlust 1906.

4)	Howaldts Werke.

5)	Vulkan: abzüglich Konto der Aktionäre.

6)	Vulkan: Agio.

7)	Howaldts Werke: Zusammenlegung.

8)	Tecklenborg, A.-G., und andere.

1.16

1.16

1901	5	18117	5896	12 221	3499	32,5	67,5	19,3  18,0
1902	5	16937	6 14 t	10796	3053	36,2	63,8	
1903	5	18182	6416	11766	3602	35,3	64,7	19,8
1904	5	17658	S9'2	" 746	3468	33.5	66,5	‘9,6
1905	5	20068	6158	13 9'°	4422	30,7	69,3	22,1
1906	5	23855	6010	17845	5014	25,2	74,8	21,0
1907	6	32 888	7726	25 162	8133	23,5	76,5	24,7
1908	6	37 "o	7 985	29125	9265	21,5	78,5	25,0
1909	7	52830	12630	40 200	9672	23,9	76,1	'8,3
1910	7	62 766	'3158	49608	10341	21,0	79,0	16,5
	56	300411	78032	222379	60 469	26,0	74&gt;o	20,0
Durch-  schnitt	1	5364	1 393'	397i	1080	26,0	74,0	20,0

Sonstiger Maschinenbau.

1367	19484	7,0	7263	532	10 204	2 744	1 923
' 279	18 216	—	7420	436	10 204	2839	1816
' 301	'9483	7,0	7 7'7	458	10204	2 734	1803
'438	19096	7,5	7 35°	472	10204	2 753	‘254
1913	21981	8,7	8071	680	12904	3 4'7	1256
2509	26364	9,5	SS'9	761	13650	5073	1 184
3120	36008	8,7	10846	1615	17850	84251	1085
4623	41733		12608	1 I4O	18 850	9341	954
5 379	58209	9,2	18009	'4'5	27830	IO424	3883
6 684	69450	9,6	19842	1937	32720	" 274	3975
29613	330024	9,o	107645	9446	164620	59024	*9* 33
529	5893	9,0	1922	169	2939	1054	342

1) Deutsche Gasglühlicht - A, - G.: Agio.

Tabelle 12.

2719	199	12948	126,0	4841	37,9	4,50	14871	2,04
2357	23'	13043	127,8	4404	33,9	4,57	'4859	2,00
3252	241	12938	126,7	5296	40,8	3,62	'474'	',9'
3383	269	12957	126,8	4906	37,9	3.48	14 211	1.94
2347	271	16321	126,4	3874	23,7	5,92	'7 577	2,18
3292	328	18723	'37,'	4804	26,2	5,32	19907	2,34
5596	424	26275	‘47.2	7105	26,7	4,50	27360	2,52
6487	502	28191	‘49.5	7943	26,9	4,5°	29 '45	2,3'
9389	564	38254	137,4	13836	36,2	4,28	42 '37	2,34
"694	685	43994	i.34,5	10354	35,°	4,26	47 969	2,41
50516	37x4	223644	*35.9	73363	32,8	4,40	242777	2,26
902	66	3993	135.9	13,o	32.8	4,40	4335	2,26

Akkumulatorenbau.

1901  1902  1903  1904  '9°S  1906  1907  1908  1909  1910	2  2  2  2  2  2  2  2  2  I	'7 9 25 16761  'S "9 17064  17464  19900  22010  23656  24 211  18975	5017 I 4873 4477 4935  4 402 4701 5624 5884 6461  2985	12908  ii 888 10642 12-129 13062  '5 ‘99 16386 '7 772 '775° 15 990	3 164  3 303  2941  3'46  4679  5965  5 735 53'7 3986  I 678	28,0  29.1  29.6 28,9  25.2  23.6 25.5 24,8  26.7 '5,7	72,0  70,9  70.4  71.1 74,8  76.4  74.5  75.2  73.3  84-3	17.6  19.7 19,4  '8,4  26.8 30,0 26,0  23,0  '6,5  8,9	4717  6599  7 822  7122  9474  1045'  9085  9297  9722  6647	2 2 642  23 360 22941 24186 26938 3035' 31095 32953 33 933 25 622	20.8 28.2  34.1  29.4  35.2  34.5  29.2  28.2  28.6  25.8	9754 11472 12299 12057 13876 15152 14709 15 181 16183 9632	206  440  570  482.  778  952  964  622  387  257	1075° 10750 10750 10750 12500 12500 12 500 12500 12500 8coo	1839  1773  13601  I3591  I8382  I 848  1865  1867  1901 2004	'73'  1 568  3214  3210  3196  3178  6 198 6117 6718 3000	7379  8338  6159  7 599  7 661 9709 8749 9927 10 997 9957	244 1 277 33° 402 485 582 679 781 888  999	12589  12523  12110  12 109 14338 14348 '4365 14367 14 401 10004	117,1  116,3  "2,6  "2,6  "4,7  114,8  "4,9  "4.9  115,2  125,0	9354  10183  9 703  11 2"  "342 13 469 15626 16825 18603 13956	74.3  81.4 80,1 92,7 79,'  94.5  109.8 "7,' 129,1  138.8	',75  i,43  i,73  1,60  1,70  i,56  1,87  ‘,79  1,62  1,60	14320  14091  15324  16219  ‘7 534 17526 20563 2O484 21 I 19 I3004	‘.47  1,23  1.25 1,27  1.26 i,i5 i,39 i,35 i,3 ‘ i,35
Summe  Durch-  schnitt	19  1‘	1	193085  j IOIÖI	49359  2 597	143726  7564	399*4  2 101	25.5  25,5	74,5  74,5  ) Akki	20,6  20,6  imulatc	80936  4 260  ren - u. E	274 021  1442 I  ektrizitäts -	29,5  129,5  A.-G.	130295  6857  vorm. Boe	5658  298  ,e: Verlu	11350°  5 974  st.	17654  1325  2)	38i3°  2007  Akkumtx	86 475  455'  atorenfabr	5 667 298  ik, A.-G	*3**54  7299  Agio.	115,1  115,1	130 272  6856	99,6  99,6	1,67  1,67	169284  9306	1,30  1,30

Kabelindustrie.

Tabelle 14.

1901  1902  1903  1904  1905  1906  1907  1908  1909  1910	2  2  2  2  2  31  3  3  3  3	4650  4675  4927  5215  5385  87758  94757  96510  91690 99036	2881  2871  2866  2849  2748  26484  27750  29334  30648 3'729	1 769  1	804 2061  2	366 2637  61 274 67007 67 176 61042  67307	663  500  740  903  1052 27 398 28778 26986 29631 32 943	62,0  61,4  58,3  54,6  ST'  30.2  29.3  30.3  33.4 32,0	38,0  39.6 4',7 45,4 48,9  69,8  70.7  69.7 64,6 68,0	14.3 10,7 'S.o '7,3 '9,5 3',2  30.3  27.9  30.9 34,2	68  57  2  247  163  20597 21 290 24808  37013  42 892	4718  4732  4929  5462  5 548  1083551  116047 121318 128703 141928	',4  ',2  0,04  4,5  2,9  '9,°  '8,3  20,4  28,8  30,2	2 949  2 928 2868 3096 2911 47081 49040  54142 67 661 74621	165  'S'  300  '49  127  2572  2 55'  2 469 2466 2464	3 000  3 000  3 000 3000 3000 56850* 59850 59850 59850  61 600	39  43  59  84  95  5 "5 5559  5 681  5994  6n6	I HO  I I 12  I 070  III5  1 128  11 734 16744  26499  26618  26590	678  54'  548  952  I I 14  24363  24512 20853 28 864 41735	5  4  5  5  "  2199  2	779  3'4.' 3039  3	"2	3039  3043  3059  3084  3095 6i975 65409 65 53' 65844 67716	101.3  104.4 101,9 102,8  103.2 109,0  109.3 ‘09.5 "0,0 ‘09,9	'793  1657  I 623 2072  2253  38 296 44035 50493 58 52' 71437	59,'  54.4  53.2  67.2  72.8  61.8  67.4 77,o 89,0  105.2	2.61 3,34 3,76 2,42 2,37  2,52  2,73  3,2'  2,12  1.62	4'49  4 ‘55 4129  4‘99 4223  73 709 82 '53 92030 92462 94306	1,40  1,42  1,44  ',35  ',45  ',56  1,67  i,7o  ',36  1,26
Summe  Durch-  schnitt	25  1	494 603  19785	lÖO lÖO  6407	334443  13378	149594 5984	32,4  32,4	67,6  67,6	3°, 2  SO,2	147x37  5885	64I 74O  25670	23,0  23,0	3O7297  12 292	13414  535	31300°  12520	28795  1152  a	113720  4549	144lÖO  5 766	14300  572	34*795  13672	x°9,3  109,3	272 l80 10887	79,6 79,6	2,32  2,32	455 5*5  18221	1,48  1,48

1) Felten &amp; Guillaume - Lahmeyer-Werke, A.-G.

Elektrizitäts-Maschinen- und Apparatebau.

1901  1902  1903  1904  1905  1906  1907  1908  1909  1910	41  3  3  2  4  4  5  5  6  7	55047  2 1 O92 23338 23604  34‘32 42458 62777 77410 95 452 I165256	15443  9376  9563  9592  13469  15980  21487  25300  30900  38773	39604 " 716  '3 775 14012 20663 26478 41 290 52 "0 64552 77 752	1687g 5625 5686 6493 8492 11346 16987 21544 28 136 36031	28,0  44.4  41,0  40.6  39.4  37.6 34,0  32.7  32.4 33,2	72,0  55.6 59,o  59.4  60.6  62.4 66,0 67,3 67,6 66,8	30.6  26.7  24.4  27.5 24,9  26.7  27,'  27.8  29.5  30.9	18919’  184  284  26  201  1300 1885  3°5‘  3889  7182	73966’ 21276 23 622 23630  34333  43758  64662  80461  99 34' 123707	25,6 o,9 ',3 0,1 0,6  3,o  3,o  3.8  3.9 5,8	34362  9560  9847  9618 13670 17 280 23372  28351 34789 45 955	935  650  856  1017  1349  1684 2197 2249  2476  2956	32040 12 250  '3 S00 12100 19250 204203 29750 39750 4175° 51150»	6548  3 "7 3092  3 '02  5 2422 9 1263 9612 14 2294  14299  206"6	15 729  2 961 29H  2 686 2512 5021 9446  9599  20329  20287	20322  1481  2154  3307  4190  5 577 8823 12 '35 16853 25892	205  92  92  85  97  100  277  401  447  793	385881  15367  16592  15 202 24492 29546 39362  53979  56049 71761	120,4  "5,4  122,9  "5,6  "7,2  144,6  ‘32,4  135.8  134.2  140.3	36256’ 4534 5'57 6078 6799 10698 18 546 22x35 37629 46972	94,0  29.5  31.2 39.9  27.7  36.2  47.2  40.7  67.2  65.5	1,95  7,92  6,40  4,23  4,94  4,75  4,70  4,29  3,83  3,°o	54317  18328  19503  17888 27004 34567 48 808 63578 76378 92048	1,58  1,92  1,98  1,86  1,98  2,00  2,11  2,24  2,19  2,00
Summe  Durch-  schnitt	43  I  x)	55X835  "834  Lahmeyer &amp;	189883  1 4416  Co., A.-	361952  8418  G,	2) B	1572*9  ergmann I	34,4  34,4  lektriz	65,6  65,6  tätswei	28,5  28,5  ke unc	36921  901  andere:	588 756  '3735  Agio.	3)	6,3  6*3  Bergm	226804  5317  ann : Aktie	16369  381  nkapital	271960  6325  loch nicht	88978  2069  voll eingez	91 481  2 127  ahlt. Agi	100734  2 343  0.	4) I	2589  63  iergmann	360938  8394  : Agio.	132,6  132,6  5)	I94804  4533  '•mann.	53.7  53.7  6) Berg	3&gt;59  3,59  nann:	4524x9  10521  Agio.	2,00  2,00
        <pb n="38" />
        ﻿\9

Gemischte Elektrizitätsindustrie.

Tabelle 16.

Jahr

igoi

1902

1903

I9°4

1905

1906

1907

1908

1909

1910

Summe

Durch-

schnitt

Produ-

zieren-

des

Ver-

mögen

. M

352989

364379

257656
206 518
192007

241755

244416

252516

288458

308434

Produ-

zierendes

Anlage-

ver-

mögen

&gt; M

110397

121707
81 284
65482

63729

61709

52715'

50834

52348

58089

718294
22971
1) Schlickert &amp; Co.

5a

Betriebs-

vermögen

1000 M

242592
242 672
176372
141036
128 278
180046
191 70C
201682
236 110
250345

1990834

64221

davon

Vorräte

1000 M

77174
72403
45 483

41306

47959

63 HO
67322
56022

44657'

59 479

570138
18392
2) Schuckert &amp; Co.

7a

In % .

des produzie-
renden
Vermögens

Betriebs-

vermögen

Wert-

papiere

und

Beteili-

gungen

&gt; M

Gesamt-

ver-

mögen

. M

120409

138309

136077

151319

128843
113168
I IO 141
107 614
III9I66

106375

1224 171

39468

473398
502 688
393 733

357837

320850

351923

354557

360130

400374

414809

tu o

5,9
,e= b

20

M

Gesamt-

Anlage-

ver-

mögen

1000 M

Ab-

schrei-

bungen

&gt; M

Aktien-

kapital

1000 M

230806
267 289
223 842
218 768
194972
180 281

163485

159027

180622

&gt;76575

393°299

126584

199500

220338

166895

160500

140500

154500

154500

154500

163000

163000

I 980 7I9

64177

Re-

serven

und

Rück-

stel-

lungen

1000 M

67045

543182

45753

44805
42 260

56432“

59139

61237

63659

66 661

An-

leihen,

Hypo-

theken

usw.

. M

Kredi-

toren

1000 M.

Wohl-

fahrts-

fonds

. M

119368
122120

96738
74843
57452
66858
66275
65 832

79283'

78365

1677233

54104

561309
18107

827134

26682

87343

101862

63747

57511'

58511'

46978

43450

42 636
56981
65461

624 480

20145

4860

5649

6118

4977
4176
5042
6839
7823
9876
11397

Eigenes

Kapital

1000 M

266545

274656

212648

2°5 3°5
182 760
210932
213639
215 737
226 659
229661

133.6

124.6

127.4

127.9

130.1

136.5
138,3

139.6

139.1

140.9

3) Ailg. El.-Ges. einschl. des Guthabens der Union-El.-Ges.

4) Allg. El.-Ges,: Agio.

2238342	133,5

722II I 133,5
5) Allg. El.-Ges.

Frem-

des

Kapital

, M

211571
229631
166603
I3733I
120 I39
I18878
116564
I l6 29I
I46I40
155 223

1518371
48 980

23

24

Dauernd

ver-

fügbares

Kapital

i M

385913

396776
309386
280148
240212
2/7790
279914
281569
305942
308026

3065676

98893

6) Allg. El.-Ges.

Reine Elektrizitätswerke.

Tabelle 17.

1901  1902  1903  1904  1905  1906  1907  1908  1909  1910	5  5  5  5  5  5  6  7 /  8	108 709 119596 126888  135073  145°°5 158 676 197 355 228 519 248312 270997	103 119  112 676 120462 128330 136489  148565 183407 208 729 230567  251243	5	590 6920 6426  6	743 8516  IO I 11  13948  19790“  17 745 19754	2 400 2014  2325  2526  35”  3358  3895  6 2&amp;6J 4625  5 043	95,o  94.2 9S,o 94.9 94,o  93.6 92,8  91.3 92,8  92.6	S,o  5,8  5,o  ST  6,0  6.4 7,2 8,7 7,2  7.4	2,2  1.7  1.8  1.9  2,4  2,1  2,0  2,7  1.9  1.9	1808  1	780 2046  2	308  2 575  2	910  3	575 19545 25 597 25 212	110517  121376 128934  137381  147580 161586 200930 248064 273909 296 209	i,6  1.5  1.6  1.7  1.7  1.8 i.7  7.9 9.3 8.5	10492/ 114456 122 508 130638 139064 IS1475 186982 228 274 256164  276455	3255  3872  4161 4409 4624  6 107 6819 7181 8299 9158	49850  5M00  51900  55 275 62 700 62 700 80920 104070 12 I 24O I2574O	4807  5 801 106853 14606 16869  19484  24”7  31153 36966  44 121	39278  5°4452 50 202 50331 51530 59900  63303  82259 81 731 89314	11 1421 6980 8243 10204 8392 10498 11887 16868 19 572 18827	386  4°S  415  457  524  59°  733  829  946  1057	54657  5/201  62585  69881  79569 82 184 105037 135223 158 206 169861	109.7 in,3  120.3  125.4  126,9  131.1  129.8  129.9  130.2  i35,i	50806 57830 58 860 60992 60446 70988  75923  99956  102 249 IO9198	93,0  101,0  94.0  87.3  75.8  86.3  71.9  73.5  64.5 64,5	o,5°  0,99  0,63  o,77  1,02  1,06  1.17  1.17 0,91  1,05	93935  107 646 112 787 120212  131099  142084 168 340 217 482  239937  259175	0,90  0.93  0.91  o,93  o,94  o,94  0,90  o,95  o,94  o,94
Summe	58	I739 130	1623 597	113 533	3S963	93.3	6,7	2,1	87356	I 826486	4,8	1 7io953	57885	765 795	208 609	618293	122613	6342	9744O4	I27,3	747248	76,8	o,94	1592 697	o,93
Durch-	I	29985	27,993	1992	620	93,3	6,7	2,1	1 506	31491	4,8	29499	998	13203	3597	10630	2115	109	16800	127,3	12854	76,8	0,94	27430	0,93
Summe	58	1585294	I 469 761	”5533	35963	9 2,6	7,4	2,3	87356	1 672 650	5,2	1 557 ”7	57885	765 795	54773	618293	122 613	6342	820 568	107,1	747248	91,0	o,94	1 438861	0,92
Durch-  schnitt	I	27333	25341	1992	620	92,6	7,4	2,3	1 506	28839	5,2	26847	998	13 203	945	10630	2115	109	14 148	IO/,I	12854	91,0	0,94	24778	9,92

1)	Berliner El - Werke.

2)	Berliner El.-Werke.

3)	Hamburger El.-Werke; Einführung des Abschreibungs - Konto.

4)	Berliner El.-Werke.

*) Reserven einschl. Abschreibungs- usw. Fonds.

**) Abschreibungs- usw. Fonds gegen Anlagevermögen verrechnet.

Elektrizitätserzeugung, verbunden mit Finanzierung von elektrischen Unternehmungen.

1901

1902

1903

1904

1905

it)o6

!9°7

1908

1909

1910

82587,
86035
127492
I-SOI59
182431
197 234
274702
336810
362351
3985-86

38 394
42 189
82 276
91550
115 201
120455
157 367
l86 54O
223 422
249885

44193
43846
45196
58609
67230
76779
H7335
I50 2£0
138 929:
148-701

122167
120523
204384
198549
248 627
286327
332654

335955

334898

350673

204754
206558
331856
348 708
431058

483561

-607356

672765

697249

749259

59,7

58,3

160 561
162712
286660
290099
363.828
406782
490021

522495

558320

600558

1049
804
2 276
2018

3912

3418

3771

4125

5306

7484

95250

95250

15325°

162250

196250

239 7501

278500
292 250

310750

331891

6130
6976
19 280
21538
26158
386821
43580
49589
53594

60129

64821
64924
108513
119162

137844

135427

174-792

239727

254516

259228

37332

39048

46737

39767

50915

55 103
86916

61	139

49870

62	129

101380
102 226
172530
183788
222408
278432
322080
341839
364344
392020

102 153
103972
I55SI2
159 182
189013
190867
262139

301389

305096
322 268

Tabelle 18.

166 201
167150
281043
302950
360 252
41386g
496872
58l566

6l8860
65 I 248

*	Summe

*	Durch-
schnitt

** Summe
** Durch-
schnitt

2 198 367

24981

2 071310

23537

i) Deutsch-Übersee.-El.-Ges.

891088
10 126

891088

IO 126

2) Kont.-Ges. f- El.-Unternehm.

2 534 757
.28804

2 534 767

28 804

4733124

’ 53785

4606067

52341

3842036

43659

3 7.14979

42215

2155391

24493

2155391

24493

1558964

17716

1558964

17716

528 946
6011
528946
6011

248t047

28193
235399°
26749

2091591

23 769

2091591

23769

■4 040 ci r

45 909

3 912 954

444^5

■ 3) Schuckert &amp; Co. und andere. '*) Reserven einschl. Abschreibungs- usw. Fonds.

Gas- und Wasserversorgung.

**) Abschreibungs- usw. Fonds gegen Anlagevermögen verrechnet.

Tabelle 19.

1	2	3	4	5	Sa’	6	7	-7a	8	9'	IO	11	12	*3	*4	*5	l6	*7	18	*9	20
Jahr	Anzahl  der Gesellschaften	Produ-  zierendes  Vermögen  - 1000 M	Produ-  zierendes  Anlage-  vermögen  1000 M	Betn  verm  1000 M	ebs-  ögen  ’davon Vorräte  1000 M	des p V  prod. Anlage- ver- _ mögen	'Tn 0 /  in Io reduzier ermöger  Betri  verm	enden  IS  ebs-  ögen  davon  Vorräte	Wert-  papiere  und  Beteili-  gungen  1000 M	Gesamt-  vermögen  1000 M	Wertpapiere und Beteiligungen in °/0 de§ Gesamtvermögens	Ab-  schrei-  bungen  1000 M	Aktien - kapital  1000 M	Re-  serven  und Rück- stellun- gen .  1000 M	An-  leihen,  Hypo-  theken  usw.  iooo M	Kredi-  toren  1000 M	Wohl-  fahrts-  fonds  1000 M	Eigenes  Kapital  1000 M	Eigenes  Kapital  in °/o des  Aktien-  kapitals	Fremdes  Kapital  1000 M	Frera-  des  Kapital  in 7o  des  eigenen  Ka-  pitals
1901	9	120462	111025	9437	884	92,1;	■7,9	0,67	8 206	128668	6,4	1742	62 625 ■	16665	31798	IO5651	938	79290	126,6	43301	54,6
1902	9	119757	110035	9722	789	91.9	8,1	0,66	9478	129235	■7,3	2143	65125	18132	31850	6327	1081	83257	128.8	39258	47,2
1903-	9	124688	115752-	8936	1094	92,7	7,3	0,88	9 869	134557	7,3	2082	65125	19409	33378	7 077	1185	84534	129,8	41640	49,2
1904	9	132748	-123341	9407	1128	93,0	7,o	0,85	11390	144138	7,9	2619	70540	21 OI4	36246	6735	847	91554	129,8	43828	47,8
1905	9	140418	131791	8627	I 224	93,7	6,3	0,87	12IS3	152571	8,0	2437	72040	22509	40449	7426	868	94549	131,2	48743	51,6
1906	9.	17438-	144510	29877"	1403	82,8	17,2	0,81	90312	183418	4,9	2448	79814	293083	42611	9 290	487	109122	136,7	52388	47,9
X907	9	170497-	157065	13432	1623	92,!	7,9	0,95.	15243“	' 185740	8,2	2595	89 500	30906	38937“	11370	642	120406	134,5	50949	42,2
1908	9	166 764	156707	100576	1663	94,0.	6,0	0,99	12125	178889	•6,8	6 464®'	89500	302586	38521	12366	57t	119758	133,8	sms8	42,9
1909	9	■185780	160974	24806	2684	86,6	13,4	&gt;,45	10797.	19657/	5,5'	3429	103 600	32697	38027	8375	1018	136297	131,6	47420	
1910	9	196226.	168 840	27386	2512	86,0	14,0	1,28	8320	204546	4,i	3452	108 600	36518	37564	10356	1 103	145 ns	133,6	49023	33,8
. * Summe	9°	153*727	1380040	151687	15004	90,0	10,0	o,97	IO6612	' i638339	6,5	294*1	806 469	257416	369381	89887	8740	1063885	*3*,9	468008	44,°
schnitt	I	-17019	15334	1685	167	90,0	10,0	0,97	1 185	18 204	6,5	327	8 961	2860	4104	999	97	11821	131.9	5200	44,0
** Summe	.90	1428643	- 1276956	151687	■ 15004	*9.3	10,7	' *,05	I066l2	* 535255	6,5	294II	806469	*54332	369381	89887	8740	960801	119,2	468 008	48,8
schnitt	I	'  00  10	14189	1685	167	89,3	10,7	1,05	1 185	17059	6,5	327	8961	1715	4104	999	97	10676	119,2	5200	48,8

1)	A.-G. für Gas und Elektrizität, Köln, und andere.

2)	Verkauf der Charlottenburger Wasserwerke, G, ra. b. H.

3)	Wasserwerk für das nördliche Westfalen :

4)	Charlottenburger Wasserwerke.

Agio.

5)	Wasserwerk für das nördliche Westfalen.

6)	Neue Gas-A.-G.: Abschreibung.

*) Reserven einschl. Abschreibungs- usw. Fonds.

**) Abschreibungs - usw. Fonds gegen Anlagevermögen verrechnet.
        <pb n="39" />
        ﻿Baumaterialien.

Tabelle 20.

I	2	3	4	5	5^	6	1	7 a	8	9	10	11	12	*3
	ö  (U						In %				fi tn &lt;ü c fch 0			Re-  serven
	cä  rC  O	Produ-	Produ-	Betriebs-		des produzie-			Wert-	Gesamt-  ver-  mögen	3 :o .bß 3	Ab-  schrei-  bungen		
Jahr	rQ9  Ul  0)  O	zieren-  des  Ver-	zierendes  Anlage-  ver-	vermögen		V  (Ü)	srmögens  Betriebs-		papiere  und  Beteili-		5 &gt; ä E  . rt = 0  oü  O tu ‘  l-s		Aktien-  kapital	und  Rück-  stel-
	-6  3  cä  N	mögen	mögen		davon  V orräte	cd 4;  ^ .*&gt;	verm	ögen  cü  O :td	gungen					lungen
	c  &lt;	1000 M	xooo M	1000 M	1000 M	O &gt;  P*			1000 M	1000 M	M	1000 M	1000 M	1000 M
1901	33	157529	123184	34345	13372	78,2	21,8	8,5	13065	170594	7,7	4445	100446	21 122
1902	32	156725	121633	35092	12937	77,6	22,4	8.3	14030	170755	8,2	4472	100457	21126
1903	35	.164632	123981	40651	13729	75,2	24,8	8,3	14182	178814	7,9	6610	104857	22 202
1904	36	176052	126945	49107	13214	72,0	28,0	7,5	15987	192039	8,3	6998	112573	22 192
1903	37	183289	130555	52734	15034	71,2	28,8	7,i	16874	200163	8,4	7295	116162	24247
1906	4i	206125	139992	66133	15152	68,o	32,0	7,4	20244	226369	9,o	7346	129181	27718
1907	4i	229182	165727	63455	18447	72,3	27,7	7,9	19666	248848	7,9	7913	138665	28732
. 1908	4i	226272	166036	60336	21 200	73,4	26,6	9,3	21569	247941	8,7	8701	136585®	30048
1909	44	237845	171452	66393	20 300	72,0	28,0	8,6	24997	262842	9-5	8298	148520	32754
1910	44	244284	173940	70346	I924I	71,0	29,0	7,9	23039	267325	8,6	9179	150610	33727
Summe	383	1982037	14.43445	. 538 592	160626	72,8	27,2	8,1	183 653	2 165 690	8,5	71257	1238056	263 868
Durch-  schnitt	I	5175	3769	1406	419	72,8	27,2	8,1	480	5655	VO  cd	186	3233	689

14

An-

leihen,

Hypo-

theken

1000 M

27508

30912

31065

31983

35226

35197

39781

40777

46618

48340

IS

Kredi-

toren

&gt; M

12029

10312

10447

I05I5

10307

13585

19996

22018

18422

19887

Wohl-

fahrts-

fonds

1 M

468
494
558
628
.678
708
1 019
1 105
1187
1 157

Eigenes

Kapital

. M

121 568
121583
127059

134765

140409

156899

167397

166633

181274

184337

r— CU

sä

P-1

W

121,0
121 o
121,2

119 &gt;7

120,9

121.4
120,7
122,0
122,0

122.4

19

Fremdes

Kapital

1000 M

40005

41718

42070

43126

46211

49490

60796

63900

66227

69384

c.

rt

«1

&lt;v

T3

H

32,9

34.3
33,i
32,0
32,9

31-S

36.3

38.4

36.5

37.6

367 407

960

147518

38s

8 002
21

1 501924
3922

121,3

121,3

522 927

1366

34,8

34,8

' i)-Stettiner Chamottefabrik: Agio.

2) A.-G. für Asphaltierung vorm. Job. Jesericb; Zusammenlegung.

Glas, Porzellan und Steingut.

Tabelle 21.

IQOI	14	52181	31830	20351	■ 6968	61,0	39,0	13,3	490	52671	0,9	3048	33125	4197	6607	4017	364	37322	112,6	10988	29,4
1902	14	58695	38217*	20478	9701	65,0	35,0  36,4	16,5	689	59384	1,2	2357	34401	41432	121461	3313	461	38544	112,0	15920	4i,4
1903	iS	61832	39377	22455	9734	63,6		158	746	62578	1,2	2462	350SI	4460	12332	4197	464	39511	112,7	16993	43,o
1904	18	71504	4S?92	26212	II 124	63,4	36,6	15,6	955	72459	1-3	2296	41601	5 8703	13873	3900	429	47471	114,1	18202	38,4
1905	20	77800	49445	28355	12 424	63,5	36,5	16,0	2509	80309	3,2	2680	45976	6595	15 153	438i	493	52571	114,5	20 027	38,1
iqo6	23	95499	59324	36175	14078	62,1	37-9	14-7	2461	97960	2,5	3126	55076	8 6804	17618	6081	654	63756	115,8	24353	38,2
1907	23	105844	63783	42061	19321	60,3	39,7	18.3	2500	108344	2,3	4239	59226	9394	19560	9372	927	68 620	115,7	29859	43-5
1908	22	108365	65430	42935	20283	60,3	39.7	187	3856	112 221	3,4	4316	60242	9482	19623	12143 5	1067	69724	115.7	32833	47,i
1909	22	118520	67698	50822	20894	57,1	42.9	17,6	4482	123002	3,6	4231	64 342	115326	22535	12503	iS9i	75874	117,9	36629	48,3
1910	23	127680	70356	57 324	20947	55-1	44,9	16,4	4215	13189s	3,2	4960	68 092	136197	23309	13071	1774	81711	120,0	38154	46,7
Summe	194	877920	230 752	347168	*45474	60,5	39.5	l6,6	2*903	900 823	2,5	33 715	497 x32	77972	IÖ2 756	72978	8 224	575104	**5,7	243958	42.3
Durch-  schnitt	I	4526	• 2736	1790	750	60,5	39,5	166	118	4644	2,5.	174	2563	402	839 .	376	42	. 2965	115,7	1257	42,3

1)	A.-G. für Glas-Industrie vorm, Siemens.	4) Nordd. Steingutfabrik A.-G. und Porzellanfabrik Rosenthal

2)	Annaburger Steingutfabrik: Verlust.	&amp; Co. : Agio.

3)	Porzellanfabrik Kabla: Agio.	5) Rosenthal: Oblig. Rückzabl - Konto, und andere.

6)	Kahla und Vereinigte Lausitzer Glaswerke

A.-G.: Agio.

7)	Siemens und Rhein. Spiegelglasfabr.: Agio.

Chemische Industrie.

Tabelle 22.

IpOl	23	263 529	107 040	156489	838871	40,7	59,3	3b9	20 68l	2842IO	7-3	I04I0	133386	39854	34 578	40164	3653	173240	129,5	7839s	45,2
1902	22	268597	106598	161999	75972	39,6	60,4	28,3	22 238	290835	7,6	11307	145096	42 288	37262	36994	4449	187384	129,1	78705	42,0
1903	23	280194	109783	I704II	78006	38.9	61,1	27,8	24036	304230	7,9	II 012	148496	4S4I3	36648	41832	5 474	193908	130,6	83954	43,3
1904	24	309764	118828	190936	85788	38,4	61,6	27,7	29765	339529	8,8	12851	168 996	54i6i	33801 2	42135	6334	223157	132,1	82270	36,8
1905	33	359785	137219	222 566	98074	38,2	61.8	27,3	45272	405057	11,2	14707	203420	61733	36989	61289	8079	265153	130,2	106357	40,2
1906	30	406101	167168	238933	101523	41,2	58,8	25,0	497H	455812	10,0	17858	217 120	71874	3SI79	68167	8260	288 994	133,1	in 606	38,6
1907	34	431861	184270	247591	117 397	42,7	57,3	27,2	57991	489852	n,8	19415	221220	78617	36308	85014	9292	299837	135,5	130615	43,6
1908	40	583776	246716	337060	158734	42.3	57,7	27,2	96673	680449	14,2	25740	305704	109134	681273	111096	I39I7	414838	135,8	193140	46.7
1909	40	643195	249903	3932924	144472	38,8	61,2	22.5	I0Ö0I0	749205	14,1	29247	311770	115508	102813*	119562	15261	427278	137,2	237 636	55,6
1910	40	658870	252906	405964	147275	38,4	61,6	22,4	111 986	770656	14,5	32194	315250	119074	104123	128687	16503	434324	137,8	249313	57,4
Summe	309	4205670	1 680 429	2525241	I OQI128	39,9	60,1	25,9	564163	4769833	11,8	184741	2170458	737 653	525828	734 940	9I223	9 208 in	*33,9	135199*	46,6
Durch-  schnitt	I	13610	5438	8172	3S3i	39,9	60,1	25,9	I 826	15436	ii,8	598	7024	2387	I 702	2 379	295	9411	133,9	4376	46,6

1)	Farbenfabriken vorm. Bayer &amp; Co.

2)	Bayer &amp; Co.

3) Großindustrie. Badische Anilin- und Sodafabrik
neu eingefübrt.

4)	Großindustrie.

5)	Bayer &amp; Co.

Industrie der Öle und Fette,	Tabelle 23.

1901	3	18037	5 944	12093	5453	32,9	67,1	30,3	323	18360	1,8	84	10 240	941	1829	5823	33	11181	109,2	7685	68,7
1902	3	19693	5419	14274	5668	27,5	72,5	28,8	248	19941	1,2	646	10392	1091	I 720	6912	33	11483	iio.s	8665	75,5
1903	3	18058	S36x	12697	6322	29,7	70,4	35,o	178	18236	1,0	224	10392	7381	1645	4931	37	11130	107,4	6613	59.4
1904	3	17852	S092	12760	5491	28,5	7i,S	30.4	203	18055	1,1	257	10392	803	1535	4821	40	11195	107,7	6396	58,1
1905	3	18404	5020	13384	S065	27,3	72,7	27,5	173	18577	0,9	96	10392	796	1464	5914	50	11 188	107,7	7428	66,5
1906	I	7150	500	6650	1707	7.0	93-o	23,9	96	7246	i-3	40	4250	756	202	1648	29	5006	117,8	1879	37.5
1907	I	7099	505	6594	2 003	7,1	92.9	28,3	101	7 200	i,4	37	4250	814	196	1535	33	5064	119,1	1764	34,9
1908	3	28912	9374	19538	9807	32,4	67,6	33,9	138	2904O	o,5	665	17250	1334	1 ns	6098	36	18584	107,7	7249	39,6
1909	3	31402	12138	19 264	9372	38,6	61,4	33,6	343	31745	I, I	662	18250	1879	1084	6484	37	20 129	no,3	7605	37,8
1910	3	34576	1x885	22691	11 210	34.4	65,6	32,5	17462	36322	4,8	717	19750	27353	2053	6171	39	22485	113,8	8263	36,^
Summe	26	201183	61238	X39945	62 098	30,5	69,5	3,°9	3 549	204732	*,7	3428	i‘S558	II 887	12843	50 337	36?	*27 445	110,3	63547	5°,°
Durch-  schnitt	I	7737	2355	5 382	2388	30,5	69,5	3,09	136	7873	1,7	132	4445	457	494	1936	14	4902	110.3	2444	SO,o

1) Breslauer vereinigte Ölfabriken: Verlust.	2, Thörls vereinigte Harburger Ölfabriken A.-G.	3) Ölfabrik Groß-Gerau—Bremen: Agio.

Textilindustrie.	Tabelle 24.

1901	41	199273	10403S	95238	54215	52.2	47,8	27,2	1647s	215748	7,6	4375	110587	18814	34577	49686	2035	I2940I	117,0	86298	66,6
1902	40	198780	103042	95738	54562	51-9	48,1	27-5	16475	215255	7,6	5481	106872	19482	33636	47 897	2160	126354	1-18,2	83693	66,2
1903	41	211128	103710	107418	61552	49'°	Si,o	29,2	17014	228142	7,4	5384	109178	21 502	32459	53 772	2313	130679	H9,7	88544	67,8
1904	43	230677	109200	121477	72054	47-3	52,7	3i,3	18115	248792	7,3	5585	118077	23792	33882	63 035	2609	141869	120,1	99526	70.3
1905	44	246 689	109718	136971	84046	44,4.	55,6	34,i	18735	265 424	7.1	6586	I24077	25923	32901	67453	2.925	150000	120,9	103279	68,8
1906	45	262165	113655	148510	88097	43,2	56,8	33,6	24906	287 071	8,7	6582	128746	30 2331	42598	67768	3461	158979	123,5	113827	71,6
1907	45	283416	118870	164546	94850	41,9	58,1	33,5	25108	308524	8,0	7664	136868	30481	43 499	74582	4186	167349	122,3	122267	73,o
1908	53	317898	139473	178425	99750	43,9	56,1	3i-4	25160	343058	7,3	8667	159966	35214	48658	82504	4935	195180	122,0	136097	69,9
1909	55	336495	147115	189380	104452	43-7	56,3	3i,o	28561	365056	7,8	II 240	167565	36931	49875	87153	5499	204 496	122,0	142527	70,0
1910	56	362610	156398	206211	107837	43,i	56,9	29.7	39491	392101	7,5	11293 .	175440	38898	51656	96999	6436	214338	122.1	155091	72,3
Summe	.463	2649131	1205 216	*4439*5	821415	45.5	54,5	3*,&lt;&gt;	220 040	2 869171	7,7	72857	1337376	281269	403 741	69O 849	36559	I 618645	121,0	1131149	70,0
Durch-  schnitt	I	S72i	2603	3118	1774	45,5	54.5	31,0	475	6196	7,7	157	2888	607	872	1492	79	3495	121,0	2443	70,0

r) Bremer Wollkämmerei und andere: Agio.

des eigenen Kapitals
        <pb n="40" />
        ﻿Papierindustrie.

Tabelle 25.

I	2	3 .	4	5	5^	6	7	7a	8 '	9	10	11	12	*3	*4	*5	l6	*7	18	*9	20
Jahr	ö  (U  ä  a  M  O  in  T3  in  &lt;n  O	Produ-  zierendes  Ver-  mögen	Produ-  zieren-  des  Anlage-  ver-	Betriebs-  vermögen		des p V	In %  reduzierenden  ermögens  Betriebs-		Wert-  papiere  und  Beteili-	Gesamt-  ver-  mögen	.0  0 0 •Sä £ 0 1 •S &amp; | Stil  ft.bp g	Ab-  schrei-  bungen	Aktien-  kapital	Re-  serven  und  Rück-  stellun-	An-  leihen,  Hypo-  theken	Kredi-  toren	Wohl-  fahrts-  fonds	Eigenes ‘ Kapital	0  jn  .s 3  _ *cL  ,-SJS  Cu a  «a .SJ	Frem-  des  Kapital	c  O "A2 c3  Ö .tJ — CU  3 w s. _  m i
	rO		mögen		davon	rt a;  c.W&gt;	verm	ogen	gungen					gen	usw.				* &lt;  &lt;D		in DJJ  'S
	’ rt  N				Vorräte	&lt; s  • w  T3 O		O			d								&lt;u v		
	&lt;	1000 M	1000 M	1000 M	1000 M	P+		A 0	1000 M	1000 M		1000 M	1000 M	iooo M	1000 M	1000 M	.1000 M	1000 M	W	1000 M	
1901	iS	75051	35653	39398	14488	47,5	52,5	19,3	7072	82123	8,6	2012	32107	9993	I702I	17340	504	42100	131.1	34865	82,9  73,8
1902	17	76001	37928	38073	ns86	49.9	SO.i	15,2	6930	82931	8,4	2636	36153	9555	18759	14467	535	45710	126,4	33761	
1903	17	71113	41333	24 7801	13469	58,0	42,0	18,9	134701	84583	15,9	2155	37755	10 427	20020	10645	633	48182	127,7	31298	65,0
1904	17	77484	41346	36138	16177	53,5	46,5	20,9	13564	91048	14,9	3182	39805	12280	19356	12099	470	52085	130,8	31925	61.3
1905	18	89574	50706	38868	17718	56.6	43,4	19,8	15656	105230	14.9	3593	45855	160032	22540	12116	690	61858	i3S,o	35346	57.2
1906	19	IO7410	60326	470843	20524	56,1	43.9	19,1	16785	124195	13.5	3774	50517	18651	26879	2123s3	777	69168	136,9	48894	7°&gt;7
1907	19	13919s	79494	59701	26236	57.0	43.0	18,8	15948	155143	10,3	5220	60765	240934	27974	28348	857	84858	136,7	57179	67,5
1908	19	149751	83070	66 681	35149	55o	44,5	23,5	23 2225	172923	13 4	5036	62115	25369	32681	43646	953	87484	140,1	77280	88,5
1909	19	164567	84323	802446	45 3006	51.3	48,7	27,6	28932	193499	14,9	6054	72365	31063’	45693	35 5336	966	103428	143,0	82192	79,4
I9IO	19	167338	85420	81918	435II	Si,o	49.0	26,0	31045	194383	15-9	6309	75493	31335	44928	35474	1018	106828	141,6	81420	76,2
Summe	179	1117484	599599	517885	244158	53&gt;8	46,2	21,9	172 624	1290108	13.4	39 971	5*2932	188769	275851	227 445	I0864	701 701	136,8	514160	73.3
Durch-  schnitt	I	6243	3350	2893	1364	53.8	•46,2	21,9	964	7207	13,4	223	2866	105s	1341	I 290	42	3921	136,8	2873	73,3

1)	Zellstoffabrik Waldhof: Darlehn an russ. A.-G. Waldhof in Obligationen umgetauscht.	3) Zellstoffabrik Waldhof und andere.	5) Waidhof: Fusion mit Zellstoffabrik Tilsit.

2)	A.-G. für Maschinenpapierfabrikation; Elberfelder Papierfabrik; Agio.	4) Waldhof und andere: Agio.	6) Waldhof.	7) Waldhof und andere; Agio.

Leder-, Gummi- und Linoleumindustrie.	Tabelle 26.

1901	iS	60725	26357	34368	20588	43.4	56.6	33,8	2125	62850	3.4	1393	31663	8490	7354	II 120	179	40153	126,8	18653	46,5
1902	14	61123	23974'	37149	22287	39,2	60,8	36,5	3191	64314	4,8	1857	31087	8608	9279	10552	257	39695	127.7	20088	50,6
1903	13	59733	23770	35963	20601	39,8	60,2	34,5	2879	62612	46	1185	30287	8965	9089	9415	310	39252	129,6	18809	47,9
1904	13	67551	25655	41896	25169	38,0	62,0	37,2	2800	70351	4,o	1614	32457	95io	10570	12 400	339	41967	129,3	23309	55 6
1905	13	74175	25561	48614	28976	34,4	65,6	39-1	4259	78434	5,4	1963	34057	10146	11632	16850	469	44203	124,8	28951	65,5
1906	15	88191	31367	56824	35027	35-6	64,4	39,7	4626	92817	S.o	2 3912	40 207	11820	16100	17868	561	52027	128,4	34529	66,3
1907	15	95427	32515	62912	37558	34,1  46,9	65.9	39,4	4478	99905	4-5	2 599	41 700	12504	17478	22570	650	54204	130,0	40 698	7S,i
1908	13	89153	32897	56256	35292		63,1	39,6	. 4496	93649	4,8	2 135	39050	12437	16314	18821	1081	51487	131.8	36216	70,5
1909	13	91418	34036	57382	34426	37,3	62,7	37,7	5350	96768	5,5	2635	39450	12776	15899	22380	1189	52226	132,4	39468	75,6
1910	13	95241	34168	61073	36307	35,8	64,2	38,1	5008	100249	5,0	3259	39800	12 990	15769	26826	1251	52790	132,6	43846	83.0
Summe	*37	782737	290300	492437	2962Q2	37&gt;°	63,°	37,8	392!2	821 949	4.8	20731	359758	108 346	129484	168 797	6286	268 004	130,2	304567	65,0
Durch-  schnitt	I	5713	2 119	3594	2162	37,0	63,0	37,8	287	6000	4,8	152	2626	790	,	945	1232	46	3416	130,2	2 223	65,0

1) Delmenhorster Linoleumfabrik: Grundstucksverkauf.	2) Vereinigte Gummiwaren - Fabriken Harburg-Wien : Brandentschädigung.

Holzindustrie.	Tabelle 27.

1901	4	22738	10690	12048	6555	47,o	53-0	28,8	733	23471	3.1	254	I37SO	1406	3444	3927	232	15156	110,2	7603	50,2
1902	5	23901	II 220	12681	6408	46,9	S3,i	26,8	949	24850	3,8	225	14000	1650	3492	446s	241	15650	111,8	8198	52.3
1903	Ö	24048	10496	13552	6826	43,6	56,4	28,4	906	24954	3,6	531	14250	1744	3451	4133	255	iS 994	112,2	7839	49,0
1904	5	24105	11349	12756	7034	47T	529	29,2	852	24957	3,4	494	14250	1836	4204	2 929	367	16086	112.9	7500	46,6
1905	5	24905	11940	12965	7431	47,9	52,1	29,8	360	25265	1,4	379	14250	1935	4188	3094	283	16185	113,6	756s	46,8
1906	5	24920	106841	14236	8059	42,8	57,3	32,3	250	25670	2,9	54i	14250	2 157	3 563	4072	308	16407	115,2	7943	48,3
1907	5	27545	11301	16244	9377	41,1	58,9	33.7	790	28335	2,8	555	14500	2285	3 549	5913	367	16785	115,8	9829	58,6
1908	5	26446	II 012	iS 434	9280	41,6	58,4	3S,o	857	27303	3,1	381	14500	2638	3 38s	5002	398	17138	118,2	8785	5T2
1909	5	25867	10797	15070	7953	41,8	58,2	30.8	863	26730	3,2	328	15000	2755	3130	3753	424	17755	118,4	7307	41,1
1910	5	26157	11405	14752	7490	43-7	563	28,6	899	27056	3,3	317	15250	2967	3110	3 484	469	18217	119,4	7063	38.8
Summe	49	250632	110894	I3973«	?6t°3	44,3	55.7	30,5	7959	258591	3,*	4 005	I44OOO	21 373	35516	40772	3 344	165373	114,8	79632	48,2
Durch-  schnitt	I	5115	2249	2852	1559	44,3	55-7	30,5	IÖ2	5 277	3.1	82	2939	436	725	832	68	3 375	114,8	1625	48,2

1) Berliner Holzcomptoir: Grunustücksverkauf.

Getreidemühlen.

Tabelle 28.

1901	5	13104	6274	6830	4812	47,8	52,2	36.7	63	13167	0,5	ISO	7584	I IO4	1359	2931	17	8688	114,6	4307	49,7
1902	5	12488	6173	6315	4204	49,5	50,5	33,7	66	I25S4	o,S	166	7584	I 120	1354	2115	17	8704	114,6	3486	40,0
1903	,5	12173	6114	6059	3728	50,4	49,6	30,7	64	12237	o,5	185	7584	1139	1363	1579	17	8723	115,0	29 59	34,3
1904	5	13622	5907	7715	5477	43,3	56,7	40,1	61	13683	0.4	158	7584	1084	1377	3 382	10	8668	114,3	4769	5S,o
1905	4	12346	4914	7432	5258	39,8	60,2	42,6	55	I240I	0,4	139	6384	958	1070	3616	13	7342	iiS,o	4699	64,0
1906	5	12982	5392	7590	3936	4b5	58 5	30,3	65	13047	o-S	183	7384	990	1269	2058	15	8374	ii3,4	3342	39,5
1907	6	14773	6327	8446	4454	42.8	57,2	33,2	61	14834	0,4	201	8384	1049	I 422	2 099	16	9433	112,5	3 537	37.5
1908	7	18687	7565	II 122	6451	40,5	59-5	34,6	63	18750	o,3	312	9434	1520	2173	4247	30	10954	116,0	6450	58,9
1909	7	19195	7538	11657	6199	39.3	60,7	32,3	456	19651	2,3	410	9434	1783	3105	3817	18	II 217	118,9	6940	61,7
1910	7	21 021	8262	12759	7490	39,3	60,7	35-6	70	21 Opi	0,3	413	9434	1922	3 545	4933	40	11356	120,4	8518	75,o
Summe	56	150 39*	64466	85925	52 009	42,0	58,0	33.9	I O24	*5*5*5	o.7	2 3*7	80790	12669	18037	3*777	*93	93 459	JI5,6	50 GO/	53.6
Durch-  schnitt	I	2686	1151	1 535 '	929	42,0	O  00  m	33,9	j8	2704	0,7	41	1443	226	322	568	4	1669	115,6	894	53,6

Cn

Zuckerfabriken und Raffinerien.	Tabelle 29.

1901	8	33782	19184	14598	5842	56,7	43,3	17,3	4238	38020	II,I	677	21484	4703	3427	5234	219	26187	121,9	8880	33-9
1902	8	34483	18358	16125	6594	53-2	46,8	■ 19,1	4721	39204	12,0	727	21484	4551	3430	6462	255	26035	121,2	10147	38.9
1903	8	33248	18022	15226	4914	54,2	45,8	14,8	4323	37571	II, s	949	21484	4941	3350	4846	305	26425	122,9	8501	32,2
1904	8	34977	I9I39	15838	5978	54,8	45.2	17,1	3891	38868	10,0	8 77	22084	5012	3 253	5650	358	27 096	122,7  122,6	9261	34T
1905	8	35752	178951	17857	5163	50,0	50,0	i4,S	3604	39356	9,1	1030	22084	4999	3245	6108	393	27083		9746	35-9
1906	8	38675	16914	21761	I094I	43,8	56,2	28,3	3668	42343	8.7	854	22084	5205	2916	9544	469	27289	123,5	12929	47,4
1907	10	61045	27522	33523	IS374	4S.o	55,o	25,2	3583	64628,	5,6	i 218	31084	6084	7887	14778	590	37168	119,5	23255	62,7
1908	10	59891	27813	32078	14832	46,5	53 5	24,8	4296	64187	6,7	I 219	31084	6208	7780	15990	670	37292	120,0	24440	65,5
1909	10	62973	26754	36219	14388	42,5	57,5	22,8	4429	67402	6,6	1084	31084	58i32	8069	16513	700	36897	118,7	25282	68,6
1910	10	64139	26880	37259	10933	4T9	58,1	17.0	4763	68902	6,9	I 114	32284	6186	7672	15390	753	38460	119,1	23815	61,9
Summe	88	458965	218481	240484	94959	47.7	52,3	20,7	41516	500481	8,3	9 749	256 240	53702	51029	I005I5	47*2	309942	120,9	156,256	50,5
Durch-  schnitt	I	5215	2482	2733	1079	47,7	52,3	20,7	. 471	5686	8,3	III	•2912	610	580	I 142	54	3522	120,9	1776	50,5

1) Zuckerfabrik Körbisdorf: Grundstücksverkauf.	2) Zuckerraffinerie Tangermünde; Verlust 1908.
        <pb n="41" />
        ﻿

’W









Brauereien und Mälzereien.

Tabelle 30.

I	2	3	4	5	5a	6	7	?a	8	9	IO	II	12	J3	*4	15	16	*7	18	19	20
	ff  &lt;v  ci  rff  O	Produ-  zierendes  Ver-  mögen	Produ-	Betriebs-		In %  des produzierenden			Wert-		0 fl c P  .5 tD „s _ :o			Re-	An-				0 3		0  0" in  ff ’S ’S-
Jahr	'"3  CO  0  "d		zierendes  Anlage-  ver-  mögen	vermc	&gt;gen  davon	Ve  P  £3  J2 P	‘möge  Betr  verm	ns  iebs-  ögen	papiere  und  Beteili-  gungen	Gesamt-  ver-  mögen	«3 ® £  iS?“  Pt.ä g fl  £ ® 8 1&gt; «u	Ab-  schrei-  bungen	Aktien-  kapital	und  Rück-  stellun-  gen	leihen,  Hypo-  theken  usw.	Kredi-  toren	Wohl-  fahrts-  fonds	Eigenes  Kapital	fl rt .■ff ^4  Cu ff fl D	Fremdes  Kapital	.ff w  Cu  fl ff  w £ s ,a°
	fl  NJ				Vorräte	• u  'xä p		0 :u			'ff s c 'ff								&lt;u ü5 .bJOnd		S m  &lt;U
	&lt;	xooo M	1000 M	1000 M	1000 M	ft		£ 0	1000 M	1000 M		1000 M	1000 M	1000 M	1000 M	1000 M	1000 M	1000 M	w	1000 M	
1901	69	311190	222634	88556	32902	71,6	28,4	10,6	3072	314262	0,9	10756	160476	31328	71804	30882	1859	191804	119-5	104545	54-5
1902	69	319226	225104	94 122	32269	70,5	29,5	10,1	2548	321774	0,8	1x228	162406	32502	75935	30704	2150	194908	120,0	108789	55,8
1903	70	328031	229857	98174	32224	70,0	30,0	9,8	2885	330916	0,9	11623	163855	34270	78360	30 201	2044	198125	120,9	110605	55,^
1904	70	342399	238466	103933	35528	69,7	30,3	10,4	3146	345 545	0,9	12586	167029	36402	85394	33403	2283	203431	121,8	121080	59,6
1905	70	355132	245651	109481	34631	69,1	30,9	9,8	3217	358349	0,9	12907	173987	38684	86597	34888	2534	212671	122,2	I220I9	57-7
1906	73	380035	264941	115094	34853	69,7	30,3	9,2	5002	385037	1,3	13937	180156	42928	93224	41784	2702	223084	123,8	123711	61,8
1907	73	395037	277249	117788	37426	70,2	29,8	9,5	4791	399828	1,2	13983	182522	44250	102835	46549	2992	226772	124,2	124376	67,2
1008	72	398118	280047	118071	37312	7°,3	29.7	9,4	7378	405496	1,8	1373s	185902	45660	103799	49043	3206	231562	124,6	124076	67,6
1-909	72	402619	282038	120581	36296	70,2	29,8	9,0	8990	411 609	2,2	13482	186902	46275	105 303	S18071	3376	233177	124,7	124 486	68,8
1910	7i	409843	281691	128152	36271	68,7	31,3	8,9	11280	421123	2,7	13312	184753	47 393	105290	623111	3569	23214s	125,6	125170	73,7
Summe	7O9	3641630	2557678	1 093952	349712	70,0	3°&gt;°	9,6	52309	3693939	i*4	127549	1747987	399692	908541	411602	26 714	2147679	122,8	1346857	62,7
Durch-  schnitt	I	5136	3593	1 S43	494	70,0	30,0	9,6	74	5210	i)4	180	2466	564	1282	580	38	3030	122,8	I 900	62,7

1) Einschi. Brausteuer.

Spritfabriken.

Tabelle 31.

1901	3	15309	3240	12069	330s	21,2	78,8	21,6	2 109	17418	12,1	226	8925	2176	100	48841	101	II 101	124,4	5085	45,8
1902	3	16332	2936	13396	5109	18,0  16,9	82,0	3T3	3431	19763	17,3	360	8925	2370	100	6628	ISO	11295	126,6	6878	6i,o  46,3
1903	3	15 n6	2558	12558	1948		83,1	12,9	3472	18588	18,7	328	8925	2635	100	5068	186	11560	129,6	5 354	
1904	4	19489	4683	14807	4406	24,0	76,0	22,6	4383	23872	18,3	384	10925	2849	1280	6754	12 7	13774	126,1	8161	59,3
1905	4	20571	4342	16229	9264	21,1	78,9	45T	5090	25661	19,8	332	10925	3265	I ISO	9053	266	14190	129,9	10471	73,8
1906	4	21640	4232	17408	8736	20 0	80,0	40,3	5 454	27094	20,1	348	10925	3799	1020	8924	391	14724	134-7	10335	70,1
1907	4	18863	3455	15408	5509	18,3	81,7	34,2	6614	25477	25,9	527	10925	4194	930	7572	430	15119	138,8	8932	59,o
1908	4	22 277	3548	18729	6381	15,9	84,1	28.6	7217	29494	24,4	524	10925	5141	740	9628	■447	16066	147,0	10815	67-5
1909	4	21781	3628	18153	6261	16,7	83,3	28,8	6967	28748	24,2	237	10925	5508	140	9782	447	16433	150,3	10369	63,0
1910	32	19596	3762	15834	5527	19,2	80,8	28,2	5246	24842	21,1	271	8200	5129	225	8947'	500	13329	162,5	9672	72,5
Summe	36	190974	36383	154591	56446	19,1	80,9	29&gt;4	49983	24O957	20,8	3 532	100525	37066	5785	77242	3°45	137 591	136,8	86072	62,6
Durch-  schnitt	I	5306	1010	4296	1568	19,1	80,9	29,4	1388	6694	20,8	98	2792	I 029	l6l	2146	84	3821	136,8	2391	62.6

1) 1901—1910 einschl, gestundeter Verbrauchsabgabe.

2) Vereinigung: Posener Sprit-A.-G. — Bank für Sprit- und Produktenhandel.

Sonstige Nahrungsmittelindustrien.

Tabelle 32.

IpOI	5	22360	12830	9530	5 306	57,5	42,5	23,8	699	23059	3-0	339	11250	184s	3375	463O	473	1309S	116,4	8478	64,8
1902	5	2237 5	12570	9805	5112	56,2	438	22,8	728	23103	3,1	442	11250	1979	3220	4 594	405	13229	117,6	8219	62,1
1903	5	21007	12 240	8767	4763	58,2	41.8	22,7	728	21735	2,8	317	11250	2015	2 979	3498	521	13263	117,9	6998	52,7
1904	6l	37223	21289	15934	7 763	57,i	42,9	20,8	5952	43175	13,7	631	25250'	2688	5807	6266	663	27938	110,6	12736	45-7
1905	6	38444.	20638	17806	8052	53,6	46,4	20,9	6057	44501	13,6	603	25250	2887	S280	7791	. 729	28137	in,4	13800	49,1
1906	7	45799	2SS67	20 232	9238	55-6	44,4.	20,1	7088	52887	13,4	756	27250	3478	8285	9940	708	30728	112,7	18933	6i,7
1907	7	48 620	25491	23 129	11087	52,4	47,6	22,7	9573	58193	16,5	858	30250	3847	8357	11854	758	34097	112,7	20969	61.5
1908	7	48710	26903	21807	11651	55-3	44-7	23-9	II944	60654	19,7	810	30400	3911	8695	13116	821	343H	112,9	22632	66,0
1909	7	49I9S	27691	21504	IO792	56,2	43,8	21,9	12252	61447	20,0	913	31500	46912	8795	12178	925	36191	114,8	21898	60,5
1910	7	49710	26416	23294	11980	53 2	46,8	24,1	11 432	61 142	18,7	1519	31500	5038	8374	11445	1006	36538	115,9	20825	S7,o
Summe	62	383443	211635	I7I 808	85744	55&gt;2	44,8	22,4	66453	449 896	14,8	7188	235150	32379	6 3 167	85512	7OO9	267529	113,8	155488	58,2
Durch-  schnitt	1	6184	3413	2771	1380	55,2	44,8	22,4	I 072	7256	14,8	Il6	3793	522	I 019	1376	113	4315	1138	2508	58,2

1) Gebr. Stellwerk, A.-G.

2) Müller, Speisefettfabrik: Agio.

h

Bekleidungsgewerbe.

Tabelle 33.

1901	3	5331	2806	2525	1106	52,6	47,4	20,7	84	5415	i)6-	170	3950	582	ISO	53	21	4532	114.7	224	49
1902	3	4874	19021	2972'	1326	39'0	61,0	27,2	242	5 u 6	4,7	203	3950	587	150	127	32	4537	114,8	309	6,8
1903	3	4394	I 910	2484	1164	43-3	56,5	26,5	242	4636	5.2	156	3450	576	150	158	32	4026	116,7	340	8,4
1904	. 3	4455	2015	2440	1316	45-0	55,0	29.5	194	4649	4,2	131	3450	416	150	310	30	3866	112,0	490	12,7
1905	3	7675	27 57	4918	I43i	35-9	64,1	18,7	81	7756	1)0	182	5 450	622	600	187	29	6072	111,9	816	13,4
1906	4	14696	4373	10323	4992	29,8	70 2	34,o	—	14696	0,0	346	8700	1515	1302	1631	29	1021s	117,4	2972	29,0
1907	4	17729	5930	11799	5 396	33,4	66,6	30,4	216	17945	1,2	417	10450	20292	1521	2310	64	12479	119,4	389s	31,3
1908	4	17914	5936	11978	4969	33.1	66,9	2 7,7	280	18194	1,5	480	10450	2042	1573	2 576	55	12 492	119,5	4204	33-7
1909	5	20 409	6823	13 586	5386	334	64,6	27-3	397	20806	1,9	S65	12450	2163	1942	2291	62	14613	117,4	429s	29,4
1910	5	22461	6869	IS592	7142	30,6	69,4	31,8	22	22483	0,1	582	13200	2524^	1888	2531	75	15724	119,1	4494	28,6
Summe	37	119938	4I 321	78617	34428	34.5	65.5	28,8	1758	121696	M	3232	75 5oo	13056	9426	11563	439	88556	WA	21428	24,2
Durch-  schnitt	1	3242	Tn7	2125	930	34.5	65,5	28,8	47	3289	i)4	87	2041	353	282	285	12	2 394	117,3	579	24,2

i) Berlin - Rüdersdorfer Hutfabrik, A:-G.: Grundstücksverkauf.

2) Berlin - Gubener Hutfabrik, A.-G.: Agio.

3) Ver. fränkische Schuhfabriken; Agio.

Graphische Gewerbe,

Tabelle 34.

1901	4	10515	7033	3482	1544	66,9	33,i	14,6	516	n 031	4,7	436	79001	355	573	I III	50	8305	104,5	1734	20,9
1902	4	11194	7149	404S	1708	63-9	36,1	15-2	464	11658	4,o	439	8450	557	700	1635	70	9007	106,6	2405	26,7
1903	5	13884	9177	4707	2115	66,1	33-9	15,2	588	14472	4,i	572	9550	753	1632	1513	17	10303	107,9	3162	29,2
1904	5	15164	9556	5608	2277	63,1	369	15-0	907	16071	5,6	738	10150	1097	1312	2061	80	11247	no,8	3453	30,6
190S	6	21418	13718	7700	3299	64,0	36.0	i5,4	929	22347	4.2	926	13660	1476	2803	2601	79	15136	uo,8	5483	36,2
1906	6	21663	I3S09	8iS4	3384	60,3	39-7	15,6	1872	22535	8,3	23412	14288	1659	4042	1599	79	iS 947	111,6	5720	35,8
1907	6	22526	13389	9137	3998	59.5	40,5	17,8  18,3	1719	24245	7,i	1182	14160	1924	3849	2697	82	16084	113,6	6628	41,2
1908	6	20138	12252	8086	3740	60,2	39-8		1542	21880	7,i	1150	14160	1879	3161	2021	84	16039	113,8	5266	32,8
1909	8	23 733	14272	9461	4492	60 2	39,8	18.9	1 508	25241	6,0	1360	16610	1516"	4020	2 104	9i	18126	109,1	6215	34-3
1910	8	24 209	13844	10365	4839	57,o	43-o	19,9	1394	25603	5,4	1189	166101	1768	4088	1889	9i	18378	iio,6	6068	33,o
Summe	. 58..	184644	114899	7° 745	31396:	61,7	38,3	17,0	11 439	195083	5.9	10513	125588	I2984	26 l8o	19231	723	138572	110,3	46134	33.2
Durch-  schnitt	I	3183	1964	I 219	541	61,7	38,3	17,0	194	3377	59	181	2165	224	45i	332	12	2389	110,3	795	33,2

1) 1901 bis 1910 einschl. Bazar-A. - G, - Genußscheine.

2) Berlin - Neuroder Kunstanstalten A.-G.

3) Neue Photographische'Gesellschaft: Verlust.
        <pb n="42" />
        ﻿Durchschnittsergebnisse der Jahre 1901 bis 1910 für die Montan-, Metallverarheitungs- und Maschineuindustrie.	Tabelle 35.

	I	2	3	4	4a	5	6	7	8	9	10	II	na	12	13	
	G  0)  ü  ci	Produ-	In %  des produzierenden				*&lt;u  —&gt; tn  1) 0) m  cq T3 fl	.0 tn  fl  &lt;L)  ö		In »/	0 des	In %  des eigenen			uernd  1s zum  lögen	0)
Gewerbegruppen	u  sO  «1  &lt;u  *6  3  ci.  N  C  &lt;1	zierendes  Gesamt-  vermögen  in  1000 M	Gesa  prod.  Anlage-  ver-  mögen	mtvermc  Betr  verm	gens  iebs-  ögen  davon  Vor-  räte	Gesamt-  vermögen  in  1000 M	Wertpapiere und  ligungen in %  Gesamtvermöge	0 S  &lt;u S  CD  n t  1 i a s  3 8  &lt;1 T3	Aktien-  kapital  in  1000 M	Aktien  eigenes  Ka-  pital	Kapitals  An-  leihen,  Hypo-  theken  usw.	Kap  frem-  des  Ka-  pital	itals  davon  An-  leihen,  Hypo-  theken  usw.	Liqui-  dität	Verhältnis des da  verfügbaren Kapita  i Gesamtanlagevern	&lt;U  •S  H  U  0&gt;  T3  M  75
I. Bergbau, Hütten- und Salinenwesen;																
1. Erzbergbau und Hüttenbetrieb (außer														2,88		
' Eisen)			I	9083	69,2	30,8	i6,S	9582	5,6	3,8	5581	118,4	13,3	25,3	n,3		1,20	I
2. Eisenhüttenbetrieb 			' I	9997	65,0	35,0	14,8	10714	6,7	3,9	5 556	118,6	34,1	55,5	tN.  CO  N	2,08	1,18	2
3. Kohlenbergbau		I	21126	83.7	i6,3	i,S	22 268	Sri	4,5	11427	126,1	34,1	43.2	27,0	1,60	0,97	3
4. Salz-, Kali- und Petroleumgewinnung. . la. Hüttenbetrieb mit Kohlenbergbau verbun-	I	10 730	71,2	28,8	Sri	12494	14,1	3,5	7192	127,0	20,2	26,9	16,1	3,96	1,13	4
den (gemischte Werke)		I	73 398	67,1	32,9	13,5	79 463	7,6	4,6	38 945	124,4	33.4	55,6	26,8	1,79	1,11	5
II. Metallverarbeitung	  III. Industrie der Maschinen und Apparate (ohne	I	4 958	47,2	52,8	21,7	5 385	7,9	3,5	3011	H7,4	17,5	4i,3	15,1	3,08	1,47	6
Elektrizitätsindustrie):  1. Einzelmaschinenbau		I	7 300	43.6	56,4	21,2	8 109	10,0	2,5	3989	126,2	28,9	58,0	22,9	3,59	1,50	7
2. Massenmaschinenbau		I	4 975	37,6	62,4	24-5	5 261	5,4	3,7	2 687	128,3	23,6	41,2	18,3	4,40	1,89	8
3. Kessel- und Apparatebau		I	4 117	42,5	57.5	19,4	4381	6,0	2,7	2 310	H9,7	17,9	Si,o	14,9	2,43	1,53	9
4. Eisenbahnwagenbau		I	5 984	38,3	61,7	30,6	6 494'	7,9	3,8	2797	125,1	35,4	59,4	28.3	4,43	1.76	10
5. Schiffbau		I	15 563	41,8	58,2	37,2	iS 959	2,5	3i5	4560	137,7	37,5	148,8	27,2	1,22	1,16	II
6. Sonstiger Maschinenbau .......	I	5 364	26,0	. 74,0	20,1	5893	9,o	2.9	2939	135,9	11,6	32,8	8,6	4,40	2,26	12
IV. Elektrizitätsindustrie:																
1. Elektrotechnische Industrie:																
a) Akkumulatorenbau		I	10 161	25&gt;5	74,5	20,6	14 421	29,5	2,0	5974	115.1	33,5	99,6	29,2	1,67	1,30	13
b)	Kabelindustrie .	. . 		  c)	Elektrizitäts-Maschinen- und -Appa-	I	19 785	32,4	67,6	30,2	25 670	23,0	2,1	12 520	109,3	36,3	79,6	33,2	2,32	1,48	14
ratebau		I	12834	34,4	65,6	28,5	13 735	6,3	2,8	6325	132,6	33,4	53,7	25,2	• 3-59	2,00	15
d) Gemischte Elektrizitätsindustrie . . .  2. Elektrizitätserzeugung:	I	87 192,	26,5	73,5.	21,1	126 681	3i,i	1,1	54104	133,5	49,3	67,9	37,o	3ri9	i-55	16
a) Reine Elektrizitätswerke	|	I	29 985	93,3	6,7	2,1	31 491	4,8	3,2	13 203	127,3	80,8	76.8	63,5	o,94	o,93	
	I	27 333	92,6	7,4	2,3	28 839	5,2	3 5	13 203	107,1	80,8	9i,o	75,4	o,94	0,92	
b) Elektrizitätserzeugung verbunden mit( Finanzierung von Elektrizitäts -Unter-!	I	24 981	59,5	40,5	1,4	53 785	53i5	0,72	24 493	H5,i	72,4	84,2	62,8	1,69	1,05	i-8
nehmungen	.(	I	23 537	S7,o	43,0	1,5	52 341	S5,o	0,74	24 493	109,2	72,4	89,0	65-3	1,69	1,06	

1) Nach Verrechnung der teilweisen Korrektivposten.
        <pb n="43" />
        ﻿Durchschnittsergebnisse der Jahre 1901 bis 1910 für die übrigen Industrien.	Tabelle 36.

	I |	2 !	3 |	4	4a	5	6	7	8	9 ■ 1	IO	11	na j	
	C  &lt;U  		Produ-	In %  des produzierenden				1  'S  O &lt;u m  W -o c	.0 in  0" C  0  a “		In %	des	In %  des eigenen		0
	O  tsi	zierendes	Gesamtvermögens			Gesamt-		a S	Aktien-	Aktienkapitals		Kapitals	|		0)  d
Gewerbegruppen	m  &lt;U  0	Gesamt-  vermögen	prod.	Betriebs-  vermögen		vermögen  in	3 a S  (D ,rH  U _	&gt;  ,SJ g -	Cxfl &gt;  § 2 -q §	kapital  in		An-	fremdes	davon An- |	H  5-t  &lt;U  Tj
	rV		Anlage-			1000 M	CD S		1000 M	eigenes	Hypo-  theken  usw.		leihen,	
	ja  öS  N  C  &lt;	1000 M	ver-  mögen		davon  Vorräte		o  i-, öXrh a; ja  *	0  "O		Kapital		Kapital	Hypo-  theken  usw.	55
V. Gas- und Wasserversorgung ....	|	I	17 019	90,0	10,0	0.97	x8 204	0.5	1,8	8 961	13L9	45,8	44,0  48,8	34.7  38.5	Ji9
	I	15 874	89:3	10,7	cos	17 059	6-5	1:9	8 961	119,2	45,8			1
VI. Industrie der Steine und Erden:														
1. Baumaterialien		I	S I7S	72,8	27,2	8,1	5 655	8,5	3:3	3 233	121,3	29:7	34,8	24:4	20
2. Glas, Porzellan und Steingut ....	I	4 526	60,5	39,5	16,6	4644	2.5 .	3:7	2 563	115,7	32.7	42,3	28,2	21
VII. Chemische Industrie		 .	I	13 ÖlO	39:9	60,1	25-9	15436	1 x,8	3-9	7024	133:9	24,2	46,6	l8,I	22
VIII. Industrie der Öle und Fette		I	7 737	30.5	69-5	309	7 873	i-7	i,7	4 445	uo,3	11:1	50,0	10,1	23
IX. Textilindustrie		I	5721	45:5	54-5	3LO	6 196	7-7	• 2.5	2 894	121,0	30,2.	7 0,0	24.9	24
X, Papierindustrie		I	6243	53:8	46,2	21.9	7 207	13:4	3:1	2866	136,8	53,7	73:3	• 39.2	25
XI. Leder-, Gummi- und Linoleumindustrie .	I	5713	37,o	63,0	37:8	6 000	4,8	2,5	2 626	130.2	36,0	6s,0	2 7,7	26
XII. Holzindustrie		I	5 US	44,3	55-7	3°-5	5277	3:1	i-S	2939	114:8	24,6	48,2	21,4	27
XIII. Nahrungs- und Genußmittelindustrie:														
1. Getreidemühlen		I	2 686	42,0	58,0	33:9	2 704	0,7	i.S	1 443	115,6	22,4	53,6	19.3	28
2. Zuckerfabriken und Raffinerien .	.	.	I	5 215	47-7	52,3	20,7	5686	8.3	2.0	2 912	120,9	20,3	50,5	16,5	29
3. Brauereien und Mälzereien		I	s 136	70.0	30,0	9,6	5 210	1,4	3,4	2 466	122,8	52,0	62,7	42,2	30
4. Spritfabriken		I	s 306	19,1	80.9	29-4	6 694	20,8	i,S	2 792	136,8	5-7	62,6	4,2	31
5. Sonstige Nahrungsmittelindustrien .	.	I	6 184	55:2	44:8	22,4	7 256	14,8	1,8	3793	113,8	26,8	58,2	■ 23,6	32
XIV. Bekleidungsgewerbe		I	3 242	34 5	65-5	28,8	3289	1,4	2.7	2 041	II7-3	12,5	24,2	10,6	33
XV. Graphische Gewerbe		I	3 183	61.7	38-3	17.0	3 377	5.9	5-4	2165	xio,3	20,8	33,2	18,9	34

1) Nach Verrechnung der teilweisen Korrektivposten.
        <pb n="44" />
        ﻿-■oNieuas £9331 w«o axiaiaja« uej$ 6uuaaoi6uj afcu,|

justunsop SpJBMOl a|B3S 8m
88 80

ZV Z8 ZO 1-0 20 80 60 Ol

1901	6	825									■	öl |
1902	6  8  8  9	860,	1								11	|
1903  1904  1905		12/4'  I-SOI;  182431		, .	. 1.	T|i,i ,,.|V		.hi,.Tb	. . , .	.riivi'.'pi	Vp|ip,i1!,‘l.).	1.	XH|	  00j
			f  1 15 201	of  07230	2795	63,0	37,o	i,5	248 627	431058	57,7	363.828
1906	9	197234	120455	76779	4525	61,0	39,o	2,3	286327	483 561	59.3	406782
1907	IO	274 702	157367	117335	5 732	57,2	42,8	2,0	332654	607356	54,8	490021
1908	IO	336810	186 540	150270	5002	55,3	44,7	1.5	33S9SS	672765	49,9	522495
1909	’II	362351	223422	1389293	4629	61,s	38,5	1.3	334898	697249	48,1	558320
1910	11.	398586	249885	148-701	5033	62,6.	37,4	r,3	350673	749 259	48,0	600558 j
* Summe	88	2 j98 367	1307279	891088	30848	59,5.	40,5	i,4	2 534 757	4 733 I24	53,5	3842036
* Durch- schnitt	I	24981	1485s	10126	. 35'	59,5	40,5	.1,4	.28804	53785	53,5	43659
** Summe	88	2O7I 3IO	1 18Ö222	891 088	30848	57,o	43-0	i,5	2 534 757	4606067	55,o	3 7M 979
** Durch- schnitt	I	23 537	13411.	10126	35i	57,0	43,o	i,5	28 804	52341	55,0	42215

I.

U 91- ZI- 81- 02

8+W

\S&lt;i

i inuouaqiunuaDuaxapa tpiej

SV S8 2V 28 20 1-V 1-9 1-0

3912
34i8
3 771

412S
5 306
7 484

1 1''1'1

j —

196250 126158

23975o1 386821

278500 43580
292250 49589
3x0750 (53594
33189c 60129

137844

'35427

174792

239727

254516

25g 228

o? / „/

S0915

55 103-
86916

61	139
49870

62	129

222408
278432
322080
341839
364344,

911 392020 n8,1

189013
190867
262 139

301389

305096
322 268

Tabelle 18.

166201
167 150
281043
302950
360252
4x3869
496872
581566
618 860
651 248

1,04

1.03

0,98

1,04

o,99
1,02
1,01
1, x 1
1,11
1,08

34163

.388

34163

388

2153 391
24493
2155391
24493

325656
3 7P0
198599
2256

1558964

177x6

1558964

17716

528946

6011

528946

6011

3681

42

3681

42

2481 O47

28193

2353 99°
26749

115.1

115.1

109.2

109,2

4 040 CI I

45 909
3 912 954

444^5

1,05

1,06

1,06

, 1) Deutsch-Übersee.-TEL-Ges.

2) Kont.-Ges. f- El-.-Uuternehm. • 3) Schuckert &amp; Co. und andere,

"*) Reserven einschl. Abschreibungs- usw. Fonds.

*) Abschreibungs- usw. Fonds gegen Anlagevermögen verrechnet.

Gas- und Wasserversorgung.

Tabelle 19.

1	2	3	4	5	5^ *	6	7	■7a	8	9	xo	11	12	13	14	15	16	*7	18	19	20
Jahr	Anzahl  1er .Gesellschaften	Produ-  zierendes  V ermögen	Produ-  zierendes  Anlage-  vermögen	Betri  verm	jbs-  igen  davon  V orräte	des p V  prod. Anlage- ver- _	In 7o  reduzierenden  ermögens  Betriebs-  vermögen		Wert- papiere und Beteil i- gungen	Gesamt-  vermögen	0° &lt;2  .9 i Sgl  • S Mg  5-.SP S  i- zz ri  £S’£	Ab-  schrei-  bungen	Aktien-  kapital	Re-  serven  und Rück- stellun- gen .	An-  leihen,  Hypo-  theken  usw.	Kredi-  toren	Wohl-  fahrts-  fonds	Eigenes  Kapital	Eigenes  Kapital  in °/o des  Aktien-  kapitals	Fremdes  Kapital	Frem-  des  Kapital  in %  des  eigenen  Ka-
		1000 M	iooö M	1000 M	1000 M	mögen		Vorräte	1000 M	1000 M	3	1000 M	1000 M	100 0 M	1000 M	1000 M	1000 M	1000 M		1000 M	pitals
1901	9	120462	m 025	9437	884	92,1;	■ 7,9	0,67	8 206	128668	6,4	1742	62625	16665	31798	105651	938	79290	126,6	43301	54,6
1902	9	119 757	110035	9722	789	91,9	8,1	0,66	9478	129235	7,3	2143	65125	18132	31850	6327	1 o8x	83257	128,8	39258	47,2
1903-	9	124688	115752-	8936	1094	92,7	7,3	0,88	9 869	154557	7,3	2082	65125	19409	33378	7077	i 185	84534	129,8	41640	49,2
1904	9	132748	■ 123341	9407	1128	93,0	7,o	0,85	11 390	144138	7,9	2619	■0540	21 OI4	36246	6735	847	91554	129,8	43828	47,8
1905	9	140418	131791	8627	I 224	93,7	6,3	0,87	12 153	152571	8,o	2437	72040	22509	40449	7426	868	94549	131,2  136,7	48743	Si,6
1906	9.	174387	14451°	298772	1403	82,8	17,2	o,81	90312	183418	4,9	2 448	79814	293083	42 611	9 290	487	109 122		52388	47,9
J907	9	170497	157065	13432	1623	92,1	7,9	o,95	152434	' 185740	8,2	2595	89500	30906	38 9374	11370	642	120406	134.5	50949	42,2
1908	9'	166 764	156707	100575	1663	94,0.	6,0	o,99	12 125	178889	■6,8	6464fr	89500	302586	38521	12366	57i	119758	133.8	51458	42,9
1909	■9	18;780	160974	24806	2 684	86,6	13,4	i,45	10/97.	196577	5,5'	3429	103 600	32697	38027	8375	1 018	136297	131,6	47420	35&gt;5
1910	9	196 226,	168840	2-386	2512	86,0	14,0	1,28	8320	204546	4,i	3452	x08600	36518	37 564	10356	1 103	145118	133,0	49023	33,8
* Summe	90	1 53*727	1380040	■151687	15004	90,0	10,0	- o,97	IO6612	1638339	6,5	294H	806 469	257416	369381	89887	8740	1063885	131,9	468008	44,0
* Durch- schnitt	I	- 17019	15334	1685	167	90,0*	10,0	0,97	I 185	18 204	6,5	S2?	8 961	2860	4104	999	97	11821	131,9	5200	44,0
** Summe	.90	1428643	- 1276956	151687	• 15004	89,3	10,7	’ 1,05	106612	1 535255	*6,5	294II	806469	I54332	369381	89887	8740	960 801	119,2	468 008	48,8
** Durch- schnitt	I	'5 874	14189	0  00  &lt;-r»	167	89,3	10,7	1,05	I I85	17059	6,5	327	8961	1715	4104	999	97	10676	! !9,2	5200	48,8

1)	A.-G. für Gas und Elektrizität, Köln, und andere.

2)	Verkauf der Charlottenburger Wasserwerke, G. m. b. H.

3)	Wasserwerb für das nördliche Westfalen : Agio.

4)	Charlottenburger Wasserwerke.

5)	Wasserwerk für das nördliche Westfalen.	*)

6)	Neue Gas-A.-G.: Abschreibung.	**}

Reserven einschl. Abschreibungs - usw. Fonds.

Abschreibungs - usw. Fonds gegen Anlagevermögen verrechnet.
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
