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        <title>Der finanzielle Aufbau der deutschen industriellen Aktiengesellschaften in den Jahren 1901 bis 1910</title>
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            <forname>Ludwig</forname>
            <surname>Meissner</surname>
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        </author>
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            <idno>100473039X</idno>
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        Der  finanzielle  Aufbau  der  deutschen  industriellen
Aktiengesellschaften  in  den  Jahren  1901  bis  1910
mit  besonderer  Berücksichtigung  der
Montan-,  Metallverarheitungs-,  Maschinen-  und  Elektrizitäts-Industrie.

ERLANGUNG  DER  WÜRDE  EINES  DOKTOR-INGENIEURS

VORGELEGT  VON

SDipUSng.  L.  MEISSNER

GENEHMIGT  VON  DER  KÖNIGLICHEN  TECHNISCHEN  HOCHSCHULE  ZU  AACHEN

REFERENT:  Prof.  Dr.  phil.  et  jur.  R.  Passow.
KORREFERENT;  Prof.  ®r.»3rtg.  Bonin.
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        ■4

Der  finanzielle  Aufbau  der  deutschen  industriellen
Aktiengesellschaften  in  den  Jahren  1901  bis  1910

mit  besonderer  Berücksichtigung  der
Montan^,  Metallverarheitimgs^  Maschinen^  und  Elektrizitäts-Industrie.

DISSERTATION
ZUR
ERLANGUNG  DER  WÜRDE  EINES  DOKTOR-INGENIEURS

VORCTELEGT  VON

®ipl.=Sng.  L.  MEISSNER

m

GENEHMIGT  VON  DER  KÖNIGLICHEN  TECHNISCHEN  HOCHSCHULE  ZU  AACHEN

REFERENT:  Prof.  Dr.  phi),  et  jur.  R.  Passow.
KORREFERENT:  Prof.  SDr. s SjTUj.  Bonin,

•4  \

HALLE  A.  D.  S.
BUCHDRUCKEREI  DES  WAISENHAUSES
1916
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        Die  vorliegende  Arbeit  wurde  angefertigt  auf  Anregung  und  unter  der  Leitung
von  Herrn  Prof.  Dr.  phil.  et  jur.  R.  Passow,  Aachen.
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        Seite
Einleitung  5
Die  Statistik  der  privaten  industriellen  Unternehmungen  ...  5
Zweck,  Methode  und  Material  der  vorliegenden  Arbeit  ....  6
Bearbeitung  des  Materials  7
Die  Aktiengesellschaften  der  einzelnen  Industrien  10
Die  durchschnittliche  Kapitals-  und  Vermögensverteilung  in  den
Jahren  1901  —  1910  30
I.  Die  Montan-,  Metallverarbeitungs-,  Maschinen-  und  Elektrizitätsindustrie
  30
II.  Die  übrigen  Industrien  32
Schluß  33
Tabellen  34
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        Die  Statistik  der  privaten  industriellen  Unternehmungen.
Die  Versuche,  vermittelst  statistischer  Üntersuchungen  einen  Einblick  in  den  inneren  Aufbau
der  privaten  industriellen  Unternehmungen  zu  gewinnen,  haben  bis  jetzt  nicht  zu  einem  allgemein,
aufklärenden  Ergebnis  geführt.  Was  an  zahlenmäßigen  Veröffentlichungen  über  die  Organisation  der
gesamten  industriellen  Unternehmungen  in  Deutschland  yorliegt,  gehört  der  amtlichen  Statistik  an
und  zwar  der  gewerblichen  Betriebsstatistik  für  das  Deutsche  Reich,  deren  letzte  für  das  Jahr  1907
mit  dem  Stichtag  12.  Juni  aufgestellt  worden  ist. 1  Als  Einheit-sind  dieser  Statistik  nicht  die  ganzen
Unternehmungen 2 ,  sondern  teils  die  Betriebe,  teils  die  Gesamtbetriebe,  in  denen  die  räumlich  nicht
getrennten  Betriebe  mit  gemeinsamer  Leitung  und  Buchführung  zusammengefaßt  sind,  zugrunde  gelegt.
Die  Angaben  über  die  Betriebe  und  die  Gesamtbetriebe  erstrecken  sich  für  die  einzelnen  Gewerbe
außer  auf  Anzahl  und  örtliche  Verteilung  auf  die  in  ihnen  beschäftigten  Personen,  sowie  auf  die
Verwendung  von  Motoren  und  Arbeitsmaschinen.  Für  die  Gesamtbetriebe  gibt  die  Statistik  Aufschluß
über  ihre  Zugehörigkeit  zu  den  verschiedenen  privaten  Unternehmungsformen,  wie  Betriebe  von
Einzelinhabern,  Aktiengesellschaften  usw.  Zum  Teil  sind  diese  Angaben  nach  der  Größe  der  Betriebe ­
  spezialisiert.
Nun  sind  die  Angaben  über  Motoren  unter  anderem  durch  zahlreiche,Doppelzählungen  und
über  Arbeitsmaschinen  neben  der  Unvollständigkeit  der  Erhebungen  durch  jegliches  Fehlen  eines
Bewertungsmaßstabs  für  die  nur  nach  ihrer  Zahl  angeführten  Maschinen  der  verschiedenen  Arten
schon  an  und  für  sich  unverwendbar 3 ;  durch  die  Zugrundelegung  nicht  der  wirtschaftlichen,  sondern
der  technischen  Einheit,  die  bei  Einzel-  und  Gesamtbetrieben  zwar  häufig,  aber  nicht  immer  zusammenfällt, ­
  ist  aber  auch  die  Verwertung  der  übrigen  Ergebnisse  der  Betriebsstatistik  für  eine  Untersuchung
der  Gesamtunternehnumgen  so  gut  wie  unmöglich  gemacht. 4
Für  einige  Gewerbe  veröffentlicht  das  Kaiserliche  statistische  Amt  ferner  noch  jährliche
Produktionsstatistiken.  Sie  beschränken  sich  auf  die  Erzeugnisse  der  Montanindustrie  und  derjenigen
Industrien,  für  welche  die  Besteuerung  ihrer  Produkte  eine  derartige  Statistik  verlangt,  wie  Bier,
Salz,  Zucker,  Spielkarten  usw.
Während  sich  die  deutsche  gewerbliche  Betriebsstatistik  auf  die  Ermittlung  der  erwähnten
Produktionsmittel  beschränkt,  bemüht  sich  die  Statistik  der  übrigen  großen  Industriestaaten  zum  Teil,
tiefer  in  das  Wesen  der  industriellen  Unternehmungen  einzudringen.  Am  weitesten  gehen  die
Vereinigten  Staaten  von  Nordamerika.  Ihre  letzte  Gewerbestatistik  für  das  Jahr  1909 5  mit  dem
„establishment“ 6  als  Einheit  erstreckt  sich  nicht  nur  auf  die  Zahl  und  örtliche  Verteilung  der
establishments,  die  in  ihnen  tätigen  Personen  und  verwendeten  Kraftmaschinen  7 ,  sondern  sucht  auch
ihre  Produktion,  ihre  Unkosten  und  das  in  ihnen  angelegte  Kapital  zu  erfassen.
Wenn  nun  schon  die  Ausdehnung  der  Statistik  auf  Produktion 8  und  Unkosten,  zumal  in
der  Ausführlichkeit  des  amerikanischen  Census 9 ,  die  größten  Schwierigkeiten  bietet,  und  ihre  Ergebnisse

1)  Statistik  des  Deutschen  Reiches  Bd.  213  —  221.
3)  ln  der  gewerblichen  Betriebsstatistik  treten  gelegentlich  auch  die  Bezeichnungen  gewerbliche  Unternehmungen ­
  und  Gesamtunternehmungeu  für  die  Einzel-  und  Gesamtbetriebe  auf,  z.  B.  Bd.  214,  Heft  2,  S.  1:  Vorbemerkung ­
  zu  Tabelle  11.
3)  Siehe  R.  Passow,  Der  Aufbau  der  größeren  industriellen  Betriebe  nach  den  Ergebnissen  der  gewerblichen ­
  Betriebsstatistik  von  1907;  Archiv  für  exakte  Wirtschaftsforschung  (Thünen-Archiv)  1912,  Bd.  4,  S.  642h;  siehe
A.  Hesse,  Gewerbestatistik,  2.  Auflage,  S.  31.
4)  Siehe  R.  Passow,  Kritische  Betrachtungen  über  den  Aufbau  unserer  gewerblichen  Betriebsstatistik;  Zeitschrift ­
  für  Sozialwissenschaft  1911,  S.  333;  siehe  Hesse,  a.  a,  O.  S.  247.  -
5)  Bd.  VIII—X,  „Manufactures“  des  „Thirteenth  Census  of  the  United  States,  taken  in  the  year  1910“.
6)  Auch  das  „establishment“  ist  nicht  immer  identisch  mit  der  wirtschaftlichen  Einheit  der  Gesamtunternehmung,
  sondern  nur  wenn  sämtliche  Betriebe  der  Unternehmung  in  einem  Staate  liegen  und  nicht  verschiedene
Industriezweige  umfassen.
7)  Über  Arbeitsmaschinen  werden  keine  Angaben  gemacht.
8)  Siehe  O.  Most,  Zur  Methode,  Technik  und  neuesten  Phase  der  gewerblichen  Prodnktionsstatistik;  Jahrbücher ­
  für  Nationalökonomie  und  Statistik,  III,  Folge,  Bd.  34,  S'721  f.;  Hesse,  Gewerbestatistik,  S.  X3f.
9)  Siehe  Hesse  S.  51.
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        daher  nur  cum  grano  salis  verwendbar  sind,  so  stehen  einer  allgemeinen  Erhebung  über  das  in  den
industriellen  Unternehmungen  angelegte  Kapital  unüberwindliche  Hindernisse  entgegen,  die  jede
zuverlässige  Angabe  unmöglich  machen. 1  Schon  vor  dem  12.  Census  und  früher  hatten  namhafte
Statistiker  und  Mitarbeiter  des  Census  diese  Unmöglichkeit  mehrfach  hervorgehoben. 2  Die  Angaben
über  das  Kapital  im  13.  Census  —  es  wird  unter  der  Bezeichnung  „Capital“  das  gesamte  in  den
Unternehmungen  angelegte  Kapital,-  own  and  borrowed,  aufgeführt  —  entsprechen  denn  auch  so
wenig  der  Wirklichkeit,  daß  in  den  einführenden  Vorbemerkungen  zur  Gewerbestatistik  auf  ihre
Bedeutungslosigkeit  hingewiesen  werden  muß. 3
Wenn  in  den  Vorbemerkungen  als  Grund  dieser  Unzuverlässigkeit  der  für  das  Kapital  ermittelten ­
  Zahlen  die  ungenügende  Buchführung  besonders  der  kleineren  Unternehmungen  und  die
bei  Einbeziehung  des  fremden  Kapitals  in  dieselbe  Zahl  mit  dem  eigenen  Kapital  unvermeidlichen
Doppelzählungen  hingestellt  werden,  so  trifft  dies  wohl  zum  Teil  zu.  Als  hauptsächliches  Hindernis
aller  derartigen  amtlichen  Erhebungen  ist  aber  einerseits  die  Abneigung  der  Unternehmer  und  leitenden
Persönlichkeiten,  aus  Furcht  vor  der  Steuerbehörde  und  der  Konkurrenz  über  die  Vermögens  Verhältnisse
und  über  die  Höhe  des  beanspruchten  Kredits  wahrheitsgemäße  Auskunft  zu  geben,  anderseits
die  Unkontrollierbarkeit  dieser  Angaben  anzusehen.
Anders  liegen  die  Verhältnisse,  wenn  man  die  statistischen  Untersuchungen  über  das  Kapital
auf  diejenigen  industriellen  Unternehmungen  beschränkt,  die  gesetzlich  verpflichtet  sind,  regelmäßige
Veröffentlichungen  über  ihre  Geschäftsführung  und  ihre  Vermögensverhältnisse  zu  machen.  Unter
ihnen  nehmen  in  Deutschland  die  Aktiengesellschaften  (einschl.  Kommanditgesellschaften  auf  Aktien)
die  hervorragendste  Stellung  ein  sowohl  wegen  ihrer  weiten  Verbreitung  auf  allen  Gebieten  des
industriellen  Erwerbslebens,  als  auch  wegen  der  Höhe  des  in  ihnen  angelegten  Kapitals.
Die  jährlichen  Veröffentlichungen  der  Aktiengesellschaften,  die  Bilanzen  und  die  Gewinnund
  Verlustrechnungen,  haben  bereits  vielfach  als  Material  für  wirtschaftliche  Untersuchungen  gedient.
Jedoch  beschränkt  sich  die  amtliche  und  private  Statistik,  abgesehen  von  monographischen  Darstellungen
von  Aktiengesellschaften  oder  Gewerben,  auf  die  Verwendung  der  Posten  der  Passivseite,  die,  sofern
sie  nicht  lediglich  den  Bestand  dieser  Posten  ergeben  sollen,  zum  Zwecke  der  Feststellung  der
Rentabilität  der  Aktiengesellschaften  herausgegriffen  werden.
Neben  den  jährlichen  amtlichen  Bestands-  und  Rentabilitätsstatistiken  Preußens 4  und  des
Reiches 5  sind  an  privaten  Rentabilitätsstatistiken  der  deutschen  Aktiengesellschaften  zu  nennen  die
Arbeiten  von  Engel 6 ,  v.  d.  Borght 7  und  Wagon 8 ,  die  zugleich  eine  Geschichte  der  deutschen  Aktiengesellschaften ­
  bieten.
Zweck,  Methode  und  Material  der  vorliegenden  Arbeit.
Sieht  man  von  den  Gewinn-  und  Verlustrechnungen  ab,  deren  oft  übertriebene  Zusammenziehung ­
  der  einzelnen  Posten  sie  zu  einer  umfassenden  statistischen  Bearbeitung  fast  unbrauchbar
macht,  so  bieten  die  Bilanzen  allein  noch  das  Bild  des  finanziellen  Aufbaues  der  Unternehmungen;
sie  geben  auf  der  Passivseite  die  Höhe  und  die  Art  des  zur  Verfügung  stehenden  Kapitals  an,
während  die  Aktivseite  die  Verteilung  dieses  Kapitals  im  Unternehmen  zeigt.
In  den  nachfolgenden  Ausführungen  soll  versucht  werden,  diese  Verhältnisse  bei  den  Aktiengesellschaften ­
  der  verschiedenen  Industrien  in  einzelnen  Jahren  und  im  Durchschnitt  einer  Reihe  von
Jahren  statistisch  festzustellen.  Ein  Zeitraum  von  10  Jahren  erscheint  hierfür  als  ausreichend,  da

1)  Siehe  Hesse  S.  IX,  51.
2)  The  Federal  Census,  Critical  Essays  by  members  of  the  American  Economic  Association  1899.
S.  257  —  302:  S.  N  D.  North,  Manufactures  in  the  Federal  Census.
S.  285:  Walker.
3)  Bd.  8,  r.  Chapter,  Introduction  and  general  explanations;  „Statistics  of  Capital  in  the  present  Census  have
almost  no  significance“.
4)  Die  erste  Statistik  der  preußischen  Aktiengesellschaften  ist  enthalten  in  dem  „Statistischen  Jahrbuch  für
den  Preußischen  Staat“  Jahrgang  1904  und  wird  seitdem  jährlich  fortgeführt.
5)  Zum  erstenmal  veröffentlicht  in  den  „Vierfeljahrsheften  zur  Statistik  des  Deutschen  Reiches“,  Ergänzungsheft ­
  zu  1909,  II,  „Die  Geschäftsergebnisse  der  deutschen  Aktiengesellschaften  im  Jahre  1907/08“,  und  in  dem  „Statistischen ­
  Jahrbuch  für  das  Deutsche  Reich“  Jahrgang  1909,  dann  jährlich  wiederkehrend,
6)  Die  erwerbstätigen  juristischen  Personen,  insbesondere  die  Aktiengesellschaften  im  preußischen  Staate.
Berlin  1876.
7)  Statistische  Studien  über  die  Bewährung  der  Aktiengesellschaften.  Jena  1883.  III.  Bd.,  I.  Heft  der
Sammlung  nationalökonomischer  und  statistischer  Abhandlungen  des  staatswissenschaftlichen  Seminars  zu  Halle.
8)  Die  finanzielle  Entwicklung  deutscher  Aktiengesellschaften  von  1870—1900.  Jena  1903.  39.  Bd.  der
unter  7)  angeführten  Sammlung.
Die  Arbeit  von  v.  Körösi;  Die  finanziellen  Ergebnisse  der  Aktiengesellschaften  während  des  letzten  Vierteljahrhunderts ­
  (1874—  1898).  Berlin  1901  behandelt  die  Budapester  Aktiengesellschaften,  die  sich  wesentlich  nur  durch
das  Vorhandensein  von  Aktieusparkassen  von  den  deutschen  unterscheiden.
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        7

nicht  eine  Entwicklung,  sondern  ein  Zustand  daigelegt  werden  soll.  Zu  diesem  Zwecke  wurden  die
Passivposten  der  Bilanzen  gesondert  in  eigenes  und  fremdes  Kapital;  die  Posten  der  Aktivseite,
deren  Summe  das  Gesamtvermögen  des  Unternehmens  angibt,  wurden  zunächst  geteilt  in  produzierendes
Vermögen  und  in  Wertpapiere  und  Beteiligungen.  Weiter  wurden  die  einzelnen  Posten  des  produzierenden ­
  Vermögens  zusammengefaßt  in  produzierendes  Anlagevermögen  und  Betriebsvermögen;
die  Vorräte,  die  einen  Teil  des  letzteren  bilden,  wurden  nochmals  für  sich  angeführt.  Den  Gewinnund
  Verlustrechnungen  wurden  die  Abschreibungen  entnommen.
Für  die  Aktiengesellschaften  der  Montan-,  Metallverarbeitungs-,  Maschinen-  und  Elektrizitätsindustrie ­
  wurden  Betriebsvermögen  und  kurzfristige  Schulden  zueinander  in  Beziehung  gesetzt.
Die  Größe  dieses  Verhältnisses  zeigt  die  Liquidität  der  Gesellschaften.  Das  produzierende  Anlagevermögen ­
  wurde  mit  den  Wertpapieren  und  Beteiligungen  zum  Gesamtanlagevermögen,  die  langfristigen
Schulden  mit  dem  eigenen  Kapital  zum  dauernd  verfügbaren  Kapital  verbunden;  das  Verhältnis
des  letzteren  zum  Gesamtanlagevermögen  zeigt,  wie  weit  das  dauernd  verfügbare  Kapital  außer
zum  Anlagevermögen  noch  zum  Betriebsvermögen  beiträgt.  1  2
Diese  Untersuchungen  beschränken  sich  auf  diejenigen  industriellen  Aktiengesellschaften  und
Kommanditgesellschaften  auf  Aktien,  deren  Aktien  oder  Obligationen  an  der  Berliner  Börse  gehandelt
werden.  Unter  ihnen  sind  die  wichtigeren  Industrien  genügend  zahlreich  vertreten;  auch  umfaßt
der  Kreis  dieser  Aktiengesellschaften  nicht  ein  engbegrenztes  Gebiet,  sondern  das  ganze  Deutsche
Reich;  ferner  liegt  für  sie  regel-  und  gleichmäßiges  Material  in  den  verschiedenen  Jahren  vor.  Eine
gewisse  Einseitigkeit  hat  diese  Begrenzung  insofern  zur  Folge,  daß,  da  die  Zulassungsbedingungen
der  Berliner  Börse  für  die  Aktien  ein  Mindestaktienkapital  von  einer  Million  Mark,  für  die  Obligationen ­
  eine  Mindesthöhe  der  Anleihe  von  ebenfalls  einer  Million  Mark  vorschreiben,  die  kleineren
Unternehmen  ausgeschaltet  werden.  Auch  alle  nicht  tätigen  Gesellschaften,  d.  h.  diejenigen,  die  sich
in  Liquidation  oder  Konkurs  befinden,  scheiden  aus.
Da  nur  die  industriellen  Gesellschaften  in  Betracht  kommen,  werden  die  land-  und  forstwirtschaftlichen ­
  Unternehmungen,  die  Bau-  und  Terraingesellschaften,  die  Hotels,  die  Vergnügungsunternehmungen, ­
  die  Transport-  und  Telegraphengesellschaften,  die  Banken  und  Versicherungsgesellschaften ­
  nicht  berücksichtigt.
Es  wurden  für  die  Untersuchungen  gewählt  die  Jahre  1901  bis  1910,  eine  Zeit,  auf  die
die  Jahre  der  guten  und  der  schlechten  Konjunkturen  im  ganzen  gleichmäßig  verteilt  sind.  Die
Grundlage  der  Untersuchungen  bilden  neben  den  gelegentlich  herangezogenen  Originalen  die  Auszüge
der  jährlichen  Geschäftsberichte  und  Bilanzen,  wie  sie  in  den  Jahrgängen  1902/03  bis  1912/13  von
„Salings  Börsenjahrbuch“  veröffentlicht  sind.  Ferner  wurden  verwandt  „Neumanns  Bilanztabellen“,
Jahrgang  2  bis  7,  und  „Saling,  Bilanz-  und  Rentabilitätstäbellen“,  Jahrgang  1911/12  bis  1913/14.
Während  aber  Salings  Börsenjahtbuch  dem  rühmlichst  bekannten  „Handbuch  der  deutschen  Aktiengesellschaften“, ­
  dessen  Angaben  den  ersten  amtlichen  Statistiken  zugrunde  liegen,  an  Zuverlässigkeit
gleichkommt,  wimmeln  die  beiden  genannten  Tabellenwerke  geradezu  von  irreführenden  und  falschen
Angaben,  vor  allen  Dingen  von  Druckfehlern.
Bearbeitung  des  Materials.
Die  Bilanzen  derjenigen  Gesellschaften,  deren  Geschäftsjahr  nicht  mit  dem  Kalenderjahr
zusammenfällt,  sind,  falls  der  Anfang  des  Geschäftsjahres  zwischen  den  1.  Juli  und  das  Ende,
des  Kalenderjahres  fällt,  als  zum  folgenden  Jahre,  die  übrigen  als  zum  laufenden  Jahre  gehörig
gerechnet  worden. 3  *  *
Die.  Einteilung  der  Aktiengesellschaften  nach  ihrer  Zugehörigkeit  zu  den  verschiedenen
Industrien  entspricht  in  dieser  Arbeit  im  allgemeinen  der  Teilung  nach  Gewerbegruppen,  wie  sie  die
amtliche  Statistik  vorsieht;  nur  ist  für  die  Gas-  und  Wasserwerke,  sowie  für  die  Eiektrizhätsindustrie
je  eine  neue  Gruppe  gebildet  worden.
Bei  der  Verarbeitung  der  Bilanzen  wurde  jeder  auftretende  Saldo,  gleichgültig  ob  er  auf
der  Aktiv-  oder  Passivseite  stand,  unberücksichtigt  gelassen. 8  Das  eigene  Kapital  besteht  aus  dem
eingezahlten  Aktienkapital  und  den  Reserven.  War  in  den  Bilanzen  auch  nicht  eingezahltes  Aktien1) ­

  Nach  R.  Passow,  Die  Bilanzen  der  privaten  Unternehmungen  S.  69  und  R.  Ehrenberg,  Die  Bedeutung
geschäftlicher  Bilanzen  für  die  Wirtschaftswissenschaften;  Archiv  für  exakte  Wirtschaftsforschung  (Xhünen-Archiv)  Bd,  1.
Ähnlich  bei  H.  Lomnitz:  Die  systematische  Bearbeitung  der  Veröffentlichungen  von  Aktiengesellschaften.
2)  Die  jährliche  amtliche  Statistik,  beispielsweise  für  das  Jahr  1910/ir,  umfaßt  die  Aktiengesellschaften
mit  denjenigen  Bilanzen,  deren  Abschlußtag  innerhalb  der  Zeit  vom  1.  Juli  1910  bis  zum  30.  Juni  1911  liegt.
3)  Man  könnte  auch  so  verfahren,  daß  man  die  (Gewinn-)  Salden  auf  der'Passivseite  unberücksichtigt  läßt,
dagegen  die  (Verlust-)  Salden  der  Aktivseite  als  Korrektivposten  betrachtet  und  sie  gegen  das  eigene  Kapital  der
Passivseite  der  betreffenden  Bilanz  verrechnet.
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        8

kapital  ausgewiesen,  so  wurden  beide  Seiten  um  die  Höhe  des  entsprechenden  Aktivpostens  gekürzt.
Zu  den  Reserven  wurden  nicht  gerechnet  die  Wohlfahrtsfonds,  der  Gewinnvortrag  und  die  sogenannten
Abschreibungs-  oder  Amortisationsfonds,  soweit  sie  in  ihrer  ganzen  Höhe  als‘Korrektivposten  gegenüber
dem  nicht  um  die  Abschreibungen  verkürzten  Anlagevermögen  festgestellt  werden  konnten;  wenn  sie
nur  als  teilweise  Korrektivposten 1  anzusehen  waren,  so  wurden  sie  zu  den  Reserven  gerechnet.
Derartige  Posten  treten  bei  den  meisten  Industrien  sehr  vereinzelt  auf.  Nur  bei  den  industriellen
Gesellschaften,  deren  Betrieb  einer  Konzession  unterliegt,  also  den  Gas-,  Wasser-  und  Elektrizitätswerken, ­
  sind  sie  häufiger  und  erscheinen  unter  den  verschiedensten  Namen,  sind  aber  ihrer  Natur
nach  nicht  sicher  zu  erkennen.  Daher  wurden  sie  für  diese  Gesellschaften  in  den  einzelnen  Jahren
als  Reserven  betrachtet,  der  Durchschnitt  der  io  Jahre  aber  zweifach  ermittelt,  und  zwar  erstens
einschließlich  dieser  teilweisen  Korrektivposten  und  zweitens  mit  Verrechnung  dieser  Posten  gegen
das  produzierende  Anlagevermögen.  Die  übrigen  zweifelhaften  Reserveposten,  wie  Delkredere,
Garantiefonds,  Erneuerungsfonds  usw.,  wurden,  da  alle  näheren  Angaben  über  sie  fehlen,  stets  neben
den  gesetzlichen  und  den  freiwilligen  Reserven  als  Reserven  angesehen. 2  3  Das  eigene  Kapital  ist
prozentual  in  Verhältnis  gesetzt  zum  Aktienkapital.
Die  übrigen  Passivposten  bilden  das  fremde  Kapital;  es  setzt  sich  zusammen  aus  den  Schuldverschreibungen, ­
  Hypotheken  und  Darlehen  auf  längere  Frist,  den  Kreditoren  und  den  Wohlfahrtsfonds. ­
  Waren  die  Schuldverschreibungen  noch  nicht  voll  begeben,  oder  war  auf  der  Aktivseite  ein
Disagio  ausgewiesen,  so  wurden  beide  Seiten  um  den  angegebenen  Betrag  gekürzt.  Zu  den  Kreditoren
wurden  außer  den  gleichnamigen  Posten  alle  kurzfristigen  Verpflichtungen  wie  Zinsen,  ausgeloste  Obligationen, ­
  Kautionen,  soweit  sie  nicht  gegen  Aktivkautionsposten  verrechnet  wurden,  Löhne,  Sparguthaben ­
  usw.  gezählt.  Die  Wohlfahrtsfonds  wurden  einheitlich  zum  fremden  Kapital  gerechnet  —
obwohl  sie  zum  Teil  als  Reserven  zu  betrachten  sind  —,  da  ihre  Entstehung  und  ihre  Bestimmung
meistens  nicht  ersichtlich  sind.  Das  fremde  Kapital  ist  in  prozentuale  Beziehung  zum  eigenen  Kapitale ­
  gesetzt;  außerdem  wurde  für  Tabelle  35  und  36  die  Höhe  der  langfristigen  Schulden  in
Prozenten  des  Aktienkapitals  errechnet.
Zum  produzierenden  Anlagevermögen  wurden,  auf  der  Aktivseite,  alle  für  die  Produktion
der  Gesellschaft  in  Betracht  kommenden  nichtflüssigen  Posten  gezählt,  also  Grundstücke,  Gebäude,
Maschinen,  Werkzeuge  und  Transportmittel,  Patente,  Unternehmungen  in  eigener  Verwaltung  und
Zweiggeschäfte,  ferner  die  Aktivkautionen,  soweit  sie  nicht  gegen  Passivkautionen  verrechnet  werden
konnten,  die  für  Versicherung,  Miete  usw.  pränumerando  gemachten  Aufwendungen  und  die  Hypotheken; ­
  die  letzteren  sind  im  allgemeinen  selten  und  von  geringer  Höhe,  meist  dienen  sie  wohl  zur
Beschaffung  von  Arbeiterwohnungen;  eine  größere  Rolle  spielen  die  Aktivhypotheken  nur  bei  den
Brauereien,  wo  sie  durch  Vergrößerung  des  Absatzes  mittelbar  zur  Produktion  beitragen.
Zum  Betriebsvermögen  gehören  alle  flüssigen'  Mittel,  wie.  Kasse,  Wechsel,  Bankguthaben,
Staatspapiere  und  andere  Fonds,  Debitoren  und  Vorräte;  eine  Gliederung  nach  der  Liquidität  der
einzelnen  Posten  war  bei  der  zum  Teil  sehr  geringen  Spezialisierung  in  den  Bilanzen  nur  insofern
möglich,  als  die  Vorräte  getrennt  von  den  übrigen  aufgeführt  wurden.  Anlagevermögen,  Betriebsvermögen ­
  und  Vorräte  wurden  in  Prozenten  des  produzierenden  Vermögens  errechnet.
Als  Anlagevermögen  wurden  neben  dem  produzierenden  Anlagevermögen  noch  die  sonstigen
Wertpapiere,  also  Aktien,  Kuxe,  Obligationen  usw.,  und  die  Beteiligungen  angesehen  und  in  Prozenten
des  Gesamt  Vermögens  dargestellt.
Die  Abschreibungen  enthalten  außer  den  in  den  Gewinn-  und  Verlustrechnungen  ausgewiesenen ­
  Posten  auch  die  Sonderabschreibungen,  soweit  sie  ermittelt  werden  konnten.
Bei  der  Liquidität  der  Gesellschaften  als  auch  bei  dem  Verhältnis  des  dauernd  verfügbaren
Kapitals  zum  Gesamtanlagevermögen  wurden  die  Wohlfahrtsfonds  nicht  berücksichtigt.
Ergaben  sich  bei  den  so  errechneten  Posten  der  Tabellen  in  einzelnen  Jahren  größere  Abweichungen ­
  gegenüber  den  benachbarten  Jahren,  so  wurden,  falls  diese  Abweichungen  nur  auf  eine
Gesellschaft  oder  auf  eine  beschränkte  Anzahl  von  Gesellschaften  entfielen,  diese  Gesellschaften  in
den  Fußnoten  zu  den  Tabellen  namentlich  und  soweit  möglich  mit  Angabe  der  Ursache  der  Abweichung ­
  angeführt.  Zugleich  dienen  diese  Fußnoten  dazu,  über  die  Zuweisung  ungewöhnlicher  Bilanzposten ­
  zu  den  erwähnten  Kapitals-  oder  Vermögensteilen  Aufklärung  zu  geben.
Bei  der  Beurteilung  der  Ergebnisse  ist  zu  beachten,  daß  die  Bilanzen  nur  selten  die  finanziellen ­
  Verhältnisse  der  Aktiengesellschaften  der  Wirklichkeit  vollkommen  entsprechend  darstellen. 8  Dies
1)  Siehe  z.  B.  Kohlenbergbau  S.  XI,  Fußnote  3.
2)  Im  allgemeinen  spielen  diese  zweifelhaften  Reserven  keine  sehr  große  Rolle.  Wo  sie  in  größerer  Höhe
ausgewiesen  sind,  enthalten  sie  meist  in  erheblichem  Maße  echte  Reserven;  z.  B.  El.-A.-G.  vorm.  Schlickert  &amp;amp;  Co.;
Delkredere  für  Minderbewertung  1902/08.  S.  d.  Geschäftsbericht  für  1908/09.
3)  Siehe  Passow,  Die  Bilanzen  der  privaten  Unternehmungen  S.  296.
        <pb n="9" />
        2

0

liegt  hauptsächlich  an  den  „stillen  Reserven“ 1 ,  die  auf  dem  Wege  übertriebener  Abschreibungen  oder
Auf-Betrieb-Verbuchungen  geschaffen  werden,  und  durch  die  neben  dem  eigenen  Kapital  das  Vermögen ­
  zu  niedrig  in  der  Bilanz  erscheint  und  zwar  vor  allem  das  produzierende  Anlagevermögen
und  die  Wertpapiere  und  Beteiligungen,  da  das  Betriebsvermögen  zur  Schaffung  stiller  Reserven
dauernd  wenig  geeignet  ist. 2  Die  entsprechenden  prozentualen  Beziehungen  werden  natürlich  in
Mitleidenschaft  gezogen.  Auf  die  Liquidität  und  das  Verhältnis  des  dauernd  verfügbaren  Kapitals
zum  Gesamtanlagevermögen  haben  dagegen  diese  stillen  Reserven  kaum  Einfluß.
Für  die  Bewertung  der  Liquidität  der  Aktiengesellschaften  ist  zu  berücksichtigen,  daß  sie  nicht
am  Schlüsse  des  Geschäftsjahres,  für  den  sie  ja  errechnet  ist,  sondern  erst  nach  der  Gewinnverteilung,
also  etwa  4 / 2  Jahr 8  später,  ihre  geringste  Höhe  erreicht,  für  diesen  Zeitpunkt  aber  nicht  festgestellt
werden  kann. 4
Die  hier  ermittelten  finanziellen  Verhältnisse  der  industriellen  Aktiengesellschaften  der  Berliner
Börse  darf  man  wohl  ohne  weiteres  für  die  übrigen  deutschen  industriellen  Aktiengesellschaften  als
maßgebend  betrachten.  Ihre  Bedeutung  zeigt  ein  Vergleich  mit  den  Angaben  für  die  gesamten
deutschen  industriellen  Aktiengesellschaften  in  der  jährlichen  amtlichen  Statistik:
Die  Anzahl  der  untersuchten  Aktiengesellschaften  im  Jahre  1910/11  beträgt  628  mit  einem
Aktienkapital  von  4416,84  Milk  Mk.
Die  Anzahl,  der  gesamten  industriellen  Aktiengesellschaften  im  gleichen  Jahre  beträgt  3110
mit  einem  Aktienkapital  von  7668,38  Milk  Mk.;
mithin  enfällt  auf  die  untersuchten  Gesellschaften  ein  Anteil  der  Zahl  nach  von  20,2  %,  dem  Aktienkapital ­
  nach  von  57,6  °/ 0 .
Inwieweit  die  Verhältnisse  der  Aktiengesellschaften  auch  für  die  sonstigen  privaten  Unternehmungsformen ­
  in  den  einzelnen  Industrien  charakteristisch  sind,  läßt  sich  nicht  sicher  feststellen.
Der  Hauptunterschied  liegt  wohl  in  der  größeren  Kreditfähigkeit 5  der  Aktiengesellschaften,  die  auf
der  Gebundenheit  des  Aktienkapitals  (in  gewissem  Sinne  auch  der  gesetzlichen  Reserven)  und  der
Publizität  der  Geschäftsführung  beruht,  und  vor  allem  in  der  Höhe  des  langfristigen  Kredits  zum
Ausdruck  kommt.  Anzunehmen  ist,  daß  die  höhere  Inanspruchnahme  des  Kredits  einen  höheren
Anteil  des  Betriebsvermögens  am  produzierenden  Vermögen  bedingt,'  und  daß  bei  der  leichteren

1)  Siehe  Passow,  Die  wirtschaftliche  Bedeutung  und  Organisation  der  Aktiengesellschaft  S.  89  f.
2)  Siehe  Lomnitz  S.  36  f.
3)  Dies  gilt  nur  für  die  Aktiengesellschaften,  deren  Aktien  an  der  Berliner  Börse  zugelassen  sind;  für  die
übrigen  siehe  Vierteljahrshefte  zur  Statistik  des  Deutschen  Reiches,  Ergänzungsheft  zu  1909,  II,  S.  2:  „Im  allgemeinen
wird  die  Veröffentlichung  der  Bilanz  im  7.  oder  8.  Monate  des  neuen  Geschäftsjahres  erfolgen“.
4)  Würden  bei  der  Ermittlung  der  Liquidität  alle  die  Summen,  die  aus  dem  Reingewinn  ausgezahlt  werden
und  also  nicht  wie  beispielsweise  die  Zuweisungen  zu  den  Reserven  und  der  Vortrag  zur  Verfügung  der  Gesellschaft
bleiben,  als  kurzfristige  Schulden  betrachtet,  so  würde  sich  eine  den  wirklichen  Verhältnissen  auch  nach  der  Gewinnverteilung ­
  nicht  entsprechende,  zu  geringe  Liquidität  ergeben,  da  in  der  Zeit  zwischen  dem  Bilanztage  und  der  Gewinnausschüttung ­
  bereits  neue  Gewinne  vorzuliegen  pflegen,  die  wohl  in  den  meisten  Fällen  das  Betriebsvermögen  erhöhen.
Um  die  Unterschiede  der  Ergebnisse  der  beiden  Ermittlungsarten  der  Liquidität  zu  zeigen,  ist  im  folgenden  für  die
Gesellschaften  des  Akkumulatorenbaues,  der  Kabelindustrie,  des  Elektrifcitätsmaschinen-  und  Apparatebaues,  der
gemischten  Elektrizitätsindustrie  sowie  für  die  reinen  Elektrizitätswerke  in  den  Kolonnen  a  die  in  den  Tabellen  13  —17
angegebene,  ohne  Berücksichtigung  des  Reingewinns  errechnete  Liquidität,  in  den  Kolonnen  b  die  bei  Einbeziehung
der  Dividende,  der  Gewinnanteile,  der  Gratifikationen  und  der  im  Reingewinn  enthaltenen  Tantiemen  in  die  kurzfristigen ­
  Schulden  sich  ergebende  Liquidität  zusammengestellt:

Akkumulatorenbau ­


Kabelindustrie ­


Elektrizitäts-,
maschinell-  und
Apparatebau

Gemischte
Elektrizitätsindustrie ­


Reine
Elektrizitätswerke ­


a

b

a

b

a

b

a

b

a

b

1901

1,75

1,61

2,61

2,46

1,95

L79

2,78

2.39

0,50

0,36

1902

M3

1,29

3,34

3.22

7,92

3,78

2,38

2,20

°,99

o,59

1903

L73

i,49

3,79

3,oi

6,40

3,32

2,77

2,44

0,63

o,47

1904

1,60

i,45

2,42

2,03

4,23

2,57

2,46

2,00

o,77

°,41

1905

1,70

i,49

2,37

2,02

4,94

3,oo

2,19

1,75

1,02

o,5S

1906

LSö

1,38

2,52

1,98

4,75

3,o  b

3,84

2,81

1,06

0,5b

1907

1,87

1,64

2.73

2,20

4,70

3,24

4,42

3,03

',17

0,63

1908

L79

I,6l

3.21

2,6  r

4.29

3,28

4,73

3,22

LU

0,70

1909

1,62

i,47

2,1  2

1,87

3,83

2,95

4,15

2,97

0,91

o,5b

1910

1,60

1,42

1,62

1.52

3,00

2,55

3,84

2,81

1,05

o,5 8

Durchschnitt

1,67

1,48

2,32

1,99

3,59

2,76

3,19

2,53

o,94

0,5  b

5)  Siehe  Passow,  Die  wirtschaftliche  Bedeutung  der  Aktiengesellschaften  S.  io6f.
        <pb n="10" />
        IO

Möglichkeit  für  die  Aktiengesellschaften  das  dauernd  verfügbare  Kapital  zu  erhöhen,  auch  der  Anteil ­
  der  Wertpapiere  und  Beteiligungen  am  Gesamtvermögen  bedeutender  ist,  als  bei  den  übrigen
Unternehmungsformen.
Die  Aktiengesellschaften  der  einzelnen  Industrien.
I.  Bergbau-,  Hütten*  und  Salinenwesen.
Die  Aktiengesellschaften  für  Bergbau-,  Hütten-  und  Salinenwesen  sind  in  4  Klassen  eingeteilt ­
  und  zwar  in  die  Gesellschaften  für:
1.  Erzbergbau  und  Hüttenbetrieb  (außer  Eisen),
2.  Eisenhüttenbetrieb,
3.  Kohlenbergbau,
4.  Salz-,  Kali-  und  Petroleumgewinnung.
Die  „gemischten  Werke“,  die  Hüttenbetrieb  und  Kohlenbergbau  in  sich  vereinigen,  sind
für  sich  besonders  zusammengefaßt  worden.
1,  Erzbergbau  und  Hüttenbetrieb  (außer  Eisen).
Tabelle  1.
Die  Anzahl  der  Gesellschaften  beträgt  1901  8  Gesellschaften,  von  1904/06  9  Gesellschaften
und  sinkt  dann  bis  1910  auf  6  Gesellschaften.  Die  „A.-G.  f.  Bergbau,  Blei-  und  Zinkfabrikation
zu  Stolberg“  ist  während  der  ganzen  10  Jahre  in  diesen  Gesellschaften  einbegriffen,  da  die  Förderung ­
  von  Kohle  auf  der  eigenen  Zeche  der  Gesellschaft  nur  vorübergehend  und  von  geringer  Bedeutung ­
  war.  Unter  ihnen  befindet  sich  kein  reines  Erzbergwerk,  sondern  fast  alle 1  betreiben  Erzbergwerke ­
  verbunden  mit  Verhüttung  der  Erze;  außerdem  besitzen  3  der  Gesellschaften  im  Jahre
1910  Metall  Walzwerke.  Wie  das  durchschnittliche  Aktienkapital  zeigt,  handelt  es  sich  um  recht  bedeutende ­
  Unternehmungen.
Das  eigene  Kapital  beträgt  im  Durchschnitt  der  10  Jahre  118,4  %  des  Aktienkapitals.  Die
Veränderungen  dieses  Verhältnisses  sind  während  der  10  Jahre  gering.  Der  Anteil  des  fremden  Kapitals ­
  am  investierten  Kapital  nimmt  in  dem  Zeitraum  der  Untersuchung  sehr  stark  zu;  er  wächst
um  das  Vierfache,  nämlich  von  11  °/ 0  des  eigenen  Kapitals  auf  44,5  °/ 0  im  Jahre  1909  und  42,4%
im  Jahre  1910.  Der  langfristige  Kredit  ist  an  dieser  Zunahme  bedeutend  stärker  beteiligt  als  der
kurzfristige;  während  er  1901  wenig  über  2  °/ 0  des  eigenen  Kapitals  beträgt,  beläuft  er  sich  1910
auf  23  °/ 0 .  Der  Durchschnitt  der  10  Jahre  ergibt  für  das  fremde  Kapital  25,7  °/ 0  des  eigenen
Kapitals,  wovon  11,3  %  aus  Obligationen  und  Hypotheken  bestehen,  die  sich  auf  13,3  °/ 0  des  Aktienkapitals ­
  belaufen.
Die  Zusammensetzung  des  Vermögens  zeigt  geringere  Schwankungen.  Durchschnittlich  erhält ­
  man  als  Anteil  am  produzierenden  Vermögen  69,2  °/ 0  für  das  produzierende  Anlagevermögen
und  30,8  °/ 0  für  das  Betriebsvermögen.  Vom  letzteren  bilden  die  Vorräte  mit  i6,5°/ 0 mehr  als  die
Hälfte;  in  den  einzelnen  Jahren  schwankt  dieser  Anteil  der  Vorräte  aber  zwischen  19,7  °/ 0  und
14,0°/ 0 ,  ohne  jedoch  den  Anteil  des  Betriebsvermögens  stark  zu  beeinflussen;  dagegen  zeigen  in  den
Jahren,  in  denen  die  Vorräte  den  größten  absoluten  Wert  erreichen,  1908  und  1909,  zugleich  die
kurzfristigen  Schulden  ihren  absolut  höchsten  Stand.
Der  Anteil  der  Beteiligungen  und  Wertpapiere  am  Gesamtvermögen  bewegt  sich  zwischen
6,3  %  ur| d  4.5  %  j  Durchschnitt  ist  er  5,6  %  gegenüber  7,8  °/ 0  .  vom  Gesamtanlagevermögen.
Die  Abschreibungen  belaufen  sich  im  Durchschnitt  jährlich  auf  3,8  °/ 0  des  Gesamtvermögens.
Die  Liquidität  der  Gesellschaften,  die  im  Durchschnitt  2,88  beträgt,  schwankt  zwischen  1,82
und  4,40,  während  das  Verhältnis  des  dauernd  verfügbaren  Kapitals  zum  Gesamtanlagevermögen  eine
etwas  größere  Stetigkeit  zeigt.  Die  größte  Abweichung  vom  Durchschnitt  1,21  findet  sich  1901,
die  durch  Aktienkapitalzusammenlegung  zweier  Gesellschaften  wieder  beseitigt  wird.  Das  Verhältnis
bleibt  stets  über  1;  zur  Verwendung  als  Betriebsvermögen  steht  im  Durchschnitt  J / 6  des  dauernd
verfügbaren  Kapitals  zur  Verfügung.
2.  Eisenhüttenbetrieb.
Tabelle  2.
Die  Aktiengesellschaften  für  Eisenhüttenbetrieb  umfassen  Unternehmen  der  verschiedensten
Art;  neben  reinen  Hochofenwerken,  Stahlwerken  und  Walzwerken  (außer  Blech-  und  Drahtwalzwerken)
finden  sich  Unternehmen,  die  zwei  oder  alle  drei  dieser  Betriebsarten  in  sich  vereinigen,  zum  Teil

x)  Eine  Ausnahme  macht  nur  die  „Harkortsche  Bergwerke  und  Chemische  Fabriken  A.-G.“,  deren  Goldgewinnung ­
  nicht  als  Verhüttung  zu  bezeichnen  ist.  Neben  dem  Erzbergbau  betreibt  sie  chemische  Fabriken.
        <pb n="11" />
        verbunden  mit  Eisenerzbergbau,  zum  Teil  mit  Metallverarbeitungsbetrieben  wie  Gießereien,  Blechund
  Drahtwalzwerken  usw.  Die  Anzahl  der  Gesellschaften  wächst  von  39  im  Jahre  1901  auf  46
im  Jahre  1909  und  fällt  igxp  auf  44.
Das  eigene  Kapital  beträgt  durchschnittlich  ii8,6°/ 0  des  Aktienkapitals;  es  zeigt  im  Laufe
der  10  Jahre  steigende  Tendenz,  Nur  im  Jahre  1902  sind  die  Reserven  kleiner  als  im  vorhergehenden ­
  Jahre,  da  sie  in  erheblichem  Maße  zur  Beseitigung  von  Verlusten  aus  dem  Jahre  1901
in  Anspruch  genommen  wurden.  Die  gegen  das  Vorjahr  geringe  Höhe  des  eigenen  Kapitals  im
Jahre  1904  wird  durch  den  Hinzutritt  dreier  Gesellschaften  mit  niedrigeren  Reserven  hervorgerufen.
Im  Jahre  1910  steigt  das  eigene  Kapital  durch  Agiozuwendungen  an  die  Reserven  beträglich  und
zwar  auf  122,9%  des  Aktienkapitals.
Das  fremde  Kapital  beträgt  durchschnittlich  55,3%  des  eigenen  Kapitals,  wovon  28,7%,
also  etwas  mehr  als  die  Hälfte,  auf  langfristige  Schulden 1  entfallen,  die  sich  auf  34,1%  des  Aktienkapitals ­
  belaufen.  Die  Höhe  des  fremden  Kapitals  in  den  einzelnen  Jahren  zeigt  große  Verschiedenheiten; ­
  sein  Anwachsen  beruht  im  Jahre  1905  auf  dem  Ausscheiden  einer  Gesellschaft  mit  hohem
Aktienkapital,  aber  ohne  Obligationen  und  Hypotheken 2 ,  im  Jahre  1907  auf  einer  außerordentlich
großen  Inanspruchnahme  des  kurzfristigen  Kredits,  die  auch  in  den  folgenden  Jahren  anhält;  seine
Verminderung  im  Jahre  1910  wird  dadurch  veranlaßt,  das  einerseits  die  kurzfristigen  Schulden  kleiner
werden,  anderseits  eine  Gesellschaft  ihr  Aktienkapital  erhöht,  um  ein  „Darlehen  auf  festen  Termin“
zu  tilgen.
Das  produzierende  Vermögen  setzt  sich  durchschnittlich  zusammen  aus  65,0%  produzierendem ­
  Anlagevermögen  und  35,0  %  Betriebsvermögen,  wovon  auf  die  Vorräte  14,8%  entfallen.
Im  Laufe  der  zehn  Jahre  treten  aber  bedeutende  Abweichungen  von  diesem  Durchschnitt  auf;  die
größten  fallen  in  die  Jahre  1902,  05  und  07,  in  denen  das  produzierende  Anlagevermögen  69,9%
bzw.  61,3  %  beträgt.  Während  in  den  ersten  fünf  Jahren  das  produzierende  Anlagevermögen  ständig
abnimmt,  steigt  es  in  den  letzten  Jahren  wieder  fast  bis  zur  Höhe  im  Jahre  1901.  Der  Bestand
an  Wertpapieren  und  Beteiligungen  wechselt  stark,  durchschnittlich  beträgt  er  6,7  %  des  Gesamtvermögens ­
  und  9,9  %  des  Gesamtanlagevermögens.
Die  Abschreibungen  belaufen  sich  auf  3,95%  des  Gesamtvermögens.
Entsprechend  den  großen  Unterschieden  sowohl  des  Betriebsvermögens  als  der  kurzfristigen
Schulden  der  einzelnen  Jahre  ist  die  Höhe  der  Liquidität  sehr  wenig  konstant,  ihr  Durchschnitt  ist
2,08;  am  niedrigsten  ist  sie  1901  und  1907/09,  da  hier  die  Veränderungen  des  Betriebsvermögens
dem  Anwachsen  der  kurzfristigen  Schulden  nicht  entsprechen.  Das  Verhältnis  des  dauernd  verfügbaren ­
  Kapitals  zum  Anlagevermögen  ist  seiner  Natur  nach  stetiger.  In  den  ersten  sechs  Jahren
nimmt  es  zu,  dann  sinkt  es  sehr  stark  im  Jahre  1907,  da  zur  Vermehrung  des  produzierenden  Anlagevermögens ­
  hauptsächlich  der  kurzfristige  Kredit  in  Anspruch  genommen  wird;  durchschnittlich
beträgt  das  Verhältnis  1,18.
3.  Kohlenbergbau.
Tabelle  3
Die  Anzahl  der  untersuchten  Gesellschaften  des  Kohlenbergbaues  steigt  vpn  34  im  Jahre
1901  auf  37  im  Jahre  1910,  von  denen  20  auf  Braunkohlenbergwerke,  17  auf  Steinkohlenbergwerke
entfallen.
Die  Reserven 3  zeigen  einen  seit  1901  wachsenden  Anteil  am  eigenen  Kapital  bis  zum  Jahre
I9°5&amp;gt;  dann  sinkt  er  durch  starke  Erhöhung  des  Aktienkapitals  und  erreicht  bis  1910  nicht  wieder
die  frühere  Höhe.  Im  Durchschnitt  der  zehn  Jahre  beträgt  das  eigene  Kapital  126,1  %  des
Aktienkapitals.
Das  fremde  Kapital  nimmt  im  Verhältnis  zum  eigenen  Kapital  im  Zeitraum  der  Untersuchung ­
  erheblich  zu;  während  es  1901  33,2  %  des  eigenen  Kapitals  beträgt,  ist  es  1910  auf
49&amp;gt;5  %,  also  fast  auf  die  Hälfte  des  eigenen  Kapitals,  angewachsen.  An  diesem  Wachsen  sind  die
langfristigen  Kredite  in  geringem  Maße  stärker  beteiligt  als  die  kurzfristigen;  der  Durchschnitt  ergibt

1)  Zu  den  langfristigen  Schulden  wurde  der  in  der  Bilanz  der  Ob.-Schles.  Eisenindustrie  A.-G.  seit  1903
sich  findende  Posten  „Beteiligung  am  Syndikat  für  Hantke-Aktien“,  im  Jahre  rgro  3,43  Mill.  Mk.,  gerechnet.
2)  Huldschinskysche  Hüttenwerke,  vereinigt  mit  der  Ob.-Schles.  Eisenbahnbedarfs-A.-G.
3)  In  den  Reserven  ist  auch  das  Amortisationskonto  des  Kölner  Bergwerksvereins  enthalten,  das  nur  zum
Teil  als  Korrektivposten  anzusehen  ist.  Betrachtet  man  es  ganz  als  solchen  und  verrechnet  es  gegen  das  produzierende
Anlagevermögen,  so  würden  sich  die  prozentualen  Durchschnittsergebnisse  der  Tabelle  3  wie  folgt  ändern:  In  Prozenten
des  produzierenden  Vermögens:  produzierendes  Anlagevermögen  83,5%,  Betriebsvermögen  16,5%;  Vorräte  1,5°/o;  Wertpapiere ­
  und  Beteiligung  in  Prozenten  des  Gesamtvermögens  5,2%;  Abschreibungen  4,4%  des  Gesamtvermögens;
eigenes  Kapital  124,6%  des  Aktienkapitals;  fremdes  Kapital  43,7%  des  eigenen  Kapitals,  Liquidität  1,60;  Verhältnis
des  dauernd  verfügbaren  Kapitals  zum  Gesamtanlagevermögen  0,97.
        <pb n="12" />
        12

43&amp;gt; 2  °/o&amp;gt;  von  denen  27,0  °/ 0  auf  Obligationen  und  Hypotheken  entfallen,  die  34,1  °/ 0  des  Aktienkapitals ­
  betragen.
Das  Verhältnis  des  produzierenden  Anlagevermögens  und  des  Betriebsvermögens  zum  produzierenden ­
  Vermögen  verschiebt  sich  nur  in  geringen  Grenzen;  als  Durchschnitt  der  zehn  Jahre  ergeben ­
  sich  83,6  °/ 0  bzw.  16,4  °/ 0 ,  Die  größte  Abweichung  zeigt  das  Jahr  1910;  sie  wird  dadurch
hervorgerufen,  daß  eine  der  Gesellschaften  kurz  vor  Schluß  des  Geschäftsjahres  durch  Verkauf  eines
Bergwerks  den  größten  Teil  ihres  produzierenden  Anlagevermögens  in  flüssige  Mittel  umwandelt 1 .
Auffallend  niedrig  sind  die  Vorräte  mit  nur  1,5  °/ 0  vom  produzierenden  Vermögen.  Der  Anteil  der
Wertpapiere  und  Beteiligungen  am  Gesamtvermögen  ist  im  Durchschnitt  5,1  °/ 0  und  am  Gesamtanlagevetmögen
  6,1  °/ 0 .  '
Die  Abschreibungen  sind  mit  4,5  °/ 0  des  Gesamtvermögens  als  hoch  zu  bezeichnen;  sie  werden
bedingt  durch  das  große  produzierende  Anlagevermögen.
Die  Liquidität  nimmt  in  den  zehn  Jahren  fast  ständig  ab;  eine  Ausnahme  macht  das  Jahr
1910  durch  den  obenerwähnten  Bergwerksverkauf.  Der  verhältnismäßig  geringen  Liquidität  von  durchschnittlich ­
  1,60  entspricht  das  Verhältnis  des  dauernd  verfügbaren  Kapitals  zum  Gesamtanlagevermögen.
Da  es,  außer  im  Jahre  1910  nur  noch  1903  wenig  über  1  steigt,  und  der  zehnjährige  Durchschnitt ­
  0,97  beträgt,  sind  die  Aktiengesellschaften  des  Kohlenbergbaues  für  ihr  Betriebsvermögen  nur
auf  den  kurzfristigen  Kredit  angewiesen.  Die  Möglichkeit  des  Auskommens  mit  solchermaßen  knappem
Kapital  besteht  in  einem  gleichmäßigen  und  in  seinen  Anforderungen  übersehbaren  Geschäftsgang,
wie  ihn  die  Zugehörigkeit  zu  den  verschiedenen  Syndikaten  den  Kohlenbergwerken  verschafft.  Als
eine  weitere  Wirkung  der  Syndikate  ist  wohl  auch  die  niedrige  Höhe  der  Vorräte  anzusehen,  die
nur  zum  Teil  durch  den  geringen  spezifischen  Wert  der  Kohle  zu  erklären  ist.
4.  Salz-,  Kali-  und  Petroleumgewinnung.
Tabelle  4.
Die  Anzahl  der  Gesellschaften  in  den  einzeln  Jahren,  durchschnittlich  7,8,  ist  klein;  infolgedessen ­
  werden  auftretende  Veränderungen  in  den  Bilanzwerten  nicht  durch  die  Anzahl  der
Untersuchungsobjekte  ausgeglichen  und  die  Tabelle  zeigt  daher  in  den  einzelnen  Kolonnen  sowohl
bei  den  absoluten  als  auch  bei  den  prozentualen  Angaben  große  Schwankungen.  Die  neun  Gesellschaften ­
  im  Jahre  1910  bestehen  außer  in  Kalibergwerken  in  zwei  Salinen  und  zwei  Petroleumgesellschaften,
  Unternehmungen,  die  zwar  in  der  Art  ihrer  Betriebe  verschieden  sind,  in  ihrem  Vermögensaufbau ­
  aber  große  Ähnlichkeit  zeigen,  was  ihre  Zusammenstellung  rechtfertigt.  Keine  der
Gesellschaften  ist  als  reines  Bergwerksunternehmen  anzusehen;  die  Kalibergwerks-  und  Petroleumgesellschaften ­
  besonders  betreiben  weitgehende  Verarbeitung  ihrer  Rohprodukte.
Die  Reserven  bilden  einen  jährlich  wachsenden  Anteil  am  eigenen  Kapital,  das  sich  im
Durchschnitt  auf  I2  7,o°/ 0  des  Aktienkapitals  beläuft.  Auf  die  einzelnen  Gesellschaften  sind  sie  sehr
ungleichmäßig  verteilt,  was  deutlich  im  Jahre  1908  beim  Hinzutritt  neuer  Gesellschaften  zur  Erscheinung ­
  kommt.  Das  Verhältnis  des  fremden  Kapitals  zum  eigenen  Kapital  bleibt  von  igoi  bis
1905  ziemlich  gleich;  dann  aber  steigt  es  durch  den  Fortfall  einer  Gesellschaft  mit  hohem  eigenen
und  kleinem  fremden  Kapital  und  durch  sprunghafte  Zunahme  der  Anleihen  1909  und  der  Kreditoren ­
  1910,  um  in  diesem  letzten  Jahre  mit  33,2  °/ 0  des  eigenen  Kapitals  die  größte  Abweichung
vom  Durchschnitt  26,9  °/ 0  zu  erreichen.  Die  Inanspruchnahme  fremden  Kapitals  ist  also  selbst'  1910
nicht  sehr  groß.  Die  Obligationen  und  Hypotheken,  die  durchschnittlich  16,1  °/ 0  des  eigenen  Kapitals ­
  und  20,2  °/ 0  des  Aktienkapitals  betragen,  überwiegen  mit  Ausnahme  des  Jahres  1908  die  kurzfristigen ­
  Schulden  um  ein  Bedeutendes.
Die  Zusammensetzung  der  Aktiven  zeigt  ein  fast  ständiges  Sinken  des  Anteils  des  produzierenden ­
  Anlagevermögens.  Bei  durchschnittlich  71,2  °/ 0  des  produzierenden  Vermögens  fällt  es  von
81,2  °/ 0  im  Jahre  1901  auf  60,1  °/ 0  im  Jahre  1910.  Dementsprechend  wächst  das  Betriebsvermögen,
an  dem  die  Vorräte  mit  ebenfalls  wachsender  Tendenz  beteiligt  sind;  ihr  Anteil  am  produzierenden
Vermögen  ist  mit  dem  Durchschnitt  von  5,1  °/ 0  jedoch  niedrig.  Ihre  Zunahme  in  den  Jahren  1908
und  1909  steht  wohl  im  Zusammenhang  mit  der  Auflösung  des  „alten“  Kalisyndikates  im  Juni  1909.
Die  Wertpapiere  und  Beteiligungen  betragen  durchschnittlich  14,1  °/„  des  Gesamtvermögens
und  18,8  °/ 0  des  Gesamtanlagevermögens;  in  ihrer  Höhe  kommt  die  Geschäftspolitik  der  Gruppenbildung ­
  in  der  Salz-,  Kali-  und  Petroleumindustrie  zum  Ausdruck.
Die  Abschreibungen  sind,  entsprechend  den  großen  Anlagevermögen,  hoch;  durchschnittlich
belaufen  sie  sich  auf  3,5  °/ 0  des  Gesamtvermögens.

1)  Ob.-Schles.  Kokswerke  und  Chem.  Fabriken  A.-G,
        <pb n="13" />
        13

Die  Liquidität  zeigt  ein  recht  günstiges  Bild:  im  Durchschnitt  beträgt  sie  3,96;  in  den  vier
letzten  Jahren  ist  ihre  Höhe  sehr  verschieden  und  zwar  bewegt  sie  sich  hier  zwischen  5,56  und
2,42,  während  sie  vorher  größere  Gleichmäßigkeit  zeigt.  Der  niedrigsten  Liquidität  im  Jahre  1908
entspricht  das  kleinste  Verhältnis  des  dauernd  verfügbaren  Kapitals  zum  Gesamtanlagevermögen;  der
niedrige  Stand  beruht  auf  einer  großen  Inanspruchnahme  der  kurzfristigen  Schulden  und  wird  im
nächsten  Jahre  durch  Umwandlung  eines  Teils  des  kurzfristigen  Kredits  in  langfristigen  dem  Durchschnitt ­
  1,13  wieder  angenähert.
I.  a.  Hüttenbetrieb  mit  Kohlenbergbau  verbunden  (Gemischte  Werke).
Tabelle  5.,
Für  die  Aktiengesellschaften  in  dieser  Gruppe  ist  maßgebend,  daß  sie  neben  Hüttenbetrieb
jeglicher  Art  sich  in  ausgedehntem  Maße  mit  Kohlenbergbau,  sei  es  nur  für  den  eigenen  Gebrauch
oder  auch  für  den  Verkauf,  befassen.  Unter  ihnen  befinden  sich  die  größten  deutschen  industriellen
Aktiengesellschaften  überhaupt.  Die  Anzahl  der  Gesellschaften  beläuft  sich  1901  auf  14,  steigt  dann
aut  18  im  Jahre  1906  und  beträgt  in  den  letzten  vier  Jahren  gleichbleibend  16.  Die  bei  allen
Verhältniszahlen  der  Tabelle  auftretenden  Verschiedenheiten  zwischen  den  Jahren  1903  und  04  sind
durchweg  zurückzuführen  auf  den  Hinzutritt  zweier  Gesellschaften  im  Jahre  1904  mit  einer  von  der
der  früheren  Gesellschaften  verschiedenen  Kapitals-  und  Vermögensverteilung.
Das  eigene  Kapital  beträgt  durchschnittlich  124,4  %  des  Aktienkapitals;  seine  sowohl  vom
Durchschnitt  als  auch  von  den  vorhergehenden  Jahren  erheblich  abweichende  Höhe  im  Jahre  1910
beruht  darauf,  daß  ein  bei  einer  der  Gesellschaften 1  in  den  Jahren  1905/09  sich  findendes  Rentensicherstellungskonto, ­
  das  im  Jahre  1910  aufgelöst  wurde,  zu  den  Reserven  gerechnet  ist.  Ohne  Einbeziehung ­
  dieses  Postens  in  die  Reserven  würde  das  eigene  Kapital  im  Durchschnitt  120,2  °/ 0  des
Aktienkapitals  betragen.  Das  Sinken  des  eigenen  Kapitals  im  Jahre  1904  wird  veranlaßt  durch  den
Hinzutritt  der  Friedr.  Krupp  A.-G.,  die  an  Reserven  nur  einen  Delkredere-  und  Garantiefonds  aufweist, ­
  der  zwar  an  sich  hoch,  jedoch  im  Vergleich  mit  dem  Aktienkapital  sehr  klein  ist.
Das  fremde  Kapital  enthält  bei  den  Gesellschaften  der  drei  ersten  Jahre  der  Untersuchung
überwiegend  Obligationen  und  Hypotheken;  von  1904  ab  übersteigen  jedoch  die  kurzfristigen
Schulden  die  langfristigen,  so  daß  von  dem  durchschnittlichen  fremden  Kapital  von  55,6  °/ 0  des
eigenen  Kapitals  nur  26,8  °/ 0 ,  also  weniger  als  die  Hälfte,  auf  letztere  entfallen,  die  33,4%  des
Aktienkapitals  betragen. 2
Das  produzierende  Vermögen  setzt  sich  im  Durchschnitt  zusammen  aus  67,1  °/ 0  produzierendes ­
  Anlagevermögen  und  32,9  °/ 0  Betriebsvermögen,  wovon  auf  Vorräte  13,5  °/ 0  entfallen.  Hiervon ­
  zeigen  die  Gesellschaften  der  drei  ersten  Jahre  wieder  starke  Abweichungen;  ihr  Anteil  des
produzierenden  Anlagevermögens  beträgt  zwischen  70,2  °/ 0  und  74,0  °/ 0  des  produzierenden  Vermögens. ­
  Der  außerordentlich  hohe  Anteil  der  Vorräte  im  Jahre  1901  entspricht  einer  ungewöhnlichen
Höhe  der  kurzfristigen  Schulden  im  Vergleich  mit  den  benachbarten  Jahren.  Im  übrigen  zeigt  die
Verteilung  des  produzierenden  Anlagevermögens  im  Laufe  der  zehn  Jahre  ziemliche  Stetigkeit.
Der  Anteil  der  Wertpapiere  und  Beteiligungen  am  Gesamtvermögen  beträgt  7,6  °/ 0 ;  wenn
dieser  Anteil  auch  nicht  allzu  groß  erscheint,  so  handelt  es  sich  absolut  um  sehr  hohe  Beträge,
entfällt  doch  durchschnittlich  auf  jede  Gesellschaft  in  den  zehn  Jahren  6,06  Mill.  Mk.  an  Wertpapieren
und  Beteiligungen.  Bei  ihnen  zeigt  sich  die  Wirkung  einer  im  Kreis  der  untersuchten  Gesellschaften
stattgetundenen  doppelten  Fusion 3  im  Jahre  1907  am  deutlichsten;  denn  ihr  Anteil  sinkt  von  10,5  °/ 0
im  Jahre  1906  auf  7,5  °/ 0  im  Jahre  1907.  Bezogen  auf  das  Anlagevermögen  beträgt  der  Anteil
der  Wertpapiere  und  Beteiligungen  durchschnittlich  10,9  °/ 0 .
Die  Abschreibungen  sind  mit  4,6  °/ 0  des  Gesamtvermögens  als  hoch  zu  bezeichnen;  sie
enthalten  neben  den  ordentlichen  noch  erhebliche  Sonderabschreibungen,  und  so  beruht  auch'ihre
ungewöhnliche  Höhe  im  Jahre  1910  auf  außerordentlichen  Abschreibungen  zweier  Gesellschaften. 4

1)  Hohenlohe  -  Werke  A.-G.;  Rentensicherstellungskonlo  tgo5/o9  je  50,147  Mill.  Mk.
2)  In  den  Jahren  1906  bis  1908  ist  zu  den  langfristigen  Schulden  ein  bei  der  Deutsch-Luxemburgischen
Bergwerks-  und  Hütten-A.-G.  angeführter  Posten  „Kreditoren  auf  längere  Kündigung“  gerechnet  worden;  er  beträgt
in  den  drei  Jahren:  9,10  bzw.  12,50  bzw.  12,50  Mill.  Mk.
3)  Phönix  A.-G.,  A.-G.  Hörder  Verein  einerseits  und  Gelsenkirchener  Bergwerks-A.-G.,  A-G.  Schalker
Gruben-  und  Hütten-Verein  anderseits.
4)  I.  Hohenlohe-Werke  A.-G.:  Gelegentlich  der  Ablösung  der  an  den  Vorbesitzer  zu  zahlenden  Rente  und
Auflösung  des  erwähnten  Rentensicherstellungskontos  wurden  17  Mill.  Mk.  z,u  Abschreibungen  auf  Anlagen  verwandt.
Salings  Börsenjahrbuch  1911/12,  S.  790.
2.  Georgs-Marien-Bergwerks-  und  Hütten-Verein:  Der  im  Jahre  1909  bei  einer  Sanierung  erzielte  Buchgewinn ­
  wurde  1910  in  Höhe  von  6,99  Mill.  Mk.  zu  außerordentlichen  Abschreibungen  verwandt.  Salings  Börsenjahrbuch ­
  1911/12,  S.  758.
        <pb n="14" />
        14

Die  Liquidität  beträgt  1,79;  sie  erscheint  hinreichend  hoch,  wenn  man  die  Größe  des
Betriebsvermögens  bei  nicht'  sehr  hohem  Anlagevermögen  in  Wertpapieren  und  Beteiligungen  berücksichtigt. ­
  In  den  einzelnen  Jahren  zeigt  sie  größere  Veränderungen;  der  größte  Ünterschied
gegen  die  benachbarten  Jahre,  abgesehen  von  dem  Sinken  der  Liquidität  im  Jahre  1904,  findet
sich  im  Jahre  1901,  das  auch  bei  den  Vorräten  und  kurzfristigen  Schulden  auffallende  Abweichungen ­
  zeigt.  Den  Änderungen  der  Liquidität  entsprechen  im  ganzen  Änderungen  des  Verhältnisses
des  dauernd  verfügbaren  Kapitals  zum  Gesamtanlagevermögen;  durchschnittlich  beträgt  es  1,10.  Am
niedrigsten  ist  es  in  den  Jahren  1907  und  08,  wird  aber  durch  erhebliche  Vermehrung  des  Aktienkapitals ­
  und  der  langfristigen  Schulden  im  folgenden  Jahre  wieder  erhöht.
II.  Metallverarbeitung.
Tabelle  6.
Die  Gruppe  Metallverarbeitung  umfaßt  die  Aktiengesellschaften,  die  sich  mit  jeglicher  Art
von  Metallverarbeitung,  soweit  sie  nicht  zum  Hüttenbetrieb  oder  Maschinenbau  zu  rechnen  ist,  befassen.
Dahin  gehören  Emaillierung,  Gießerei,  Verzinkerei,  Herstellung  von  Draht-  und  Blechwaren.  Ferner
sind  hierhin  auch  die  Munitionsfabriken  zu  rechnen,  die  alle  neben  Munition  noch  anderweitige  Metallverarbeitungsprodukte ­
  hersteilen.  Nur  eine,  der  Gesellschaften  beschäftigt  sich  mit  der  Verarbeitung
edler  Metalle;  eine  Unterteilung  nach  Verarbeitung  unedler  Metalle  außer  Eisen  und  nach  Verarbeitung ­
  von  Eisen  wurde  nicht  vorgenommen,  da  eine  größere  Anzahl  der  Gesellschaften  sich
mit  beidem  befaßt._
Die  Tabelle  zeigt  in  den  Ergebnissen  sowohl  bei  den  absoluten  Werten,  als  auch  bei  den
Verhältniszahlen  ein  ziemlich  gleichmäßiges  Bild.  Die  Zahl  der  Gesellschaften  wächst  von  30  im
Jahre  iqoi  auf  49  im  Jahre  1910,  Das  eigene  Kapital  mit  durchschnittlich  ii7,4°/ 0  des  Aktienkapitals ­
  nimmt  in  den  Jahren  1904  bis  1910  von  H4,2°/o  auf  119,4°/ 0  zu,  während  es  in  den
ersten  4  Jahren  ständig  sinkt,  da  in  ihnen  die  Reserven  bei  einer  Gesellschaft 1  in  weitgehendem
Maße  zur  Beseitigung  von  Verlusten  in  Anspruch  genommen  werden.
Das  fremde  Kapital  beläuft  sich  durchschnittlich  auf  41,3%  des  eigenen  Kapitals,  wovon
15,1%  auf  Obligationen  und  Hypotheken  entfallen,  die  17,5%  d es  Aktienkapitals  betragen.  Im
Laufe  der  10  Jahre  wächst  das  fremde  Kapital  von  39,7  °/ 0  auf  46,7  °/ 0 ;  diese  Zunahme  wird  allein
durch  die  kurzfristigen  Schulden  bewirkt.  Eine  auffallende  Abweichung  von  der  sonst  gleichmäßigen
Entwicklung  zeigt  das  fremde  Kapital  im  Jahre  1905,  in  dem  der  kurzfristige  Kredit  außerordentlich
hoch  in  Ansprch  genommen  wird;  beteiligt  hieran  sind  fast  allein  die  Munitionsfabriken;  die  Veranlassung ­
  dazu  sind  hohe  Aufträge  in  Kriegsmaterial.
Dasselbe  Jahr  zeigt  auch  in  der  Vermögensverteilung  größere  Abweichungen  von  den
benachbarten  Jahren.  Während  nämlich  in  den  ersten  4  Jahren  das  produzierende  Anlagevermögen
das  Betriebsvermögen  übersteigt,  ändert  sich  im  Jahre  1905  dies  Verhältnis,  so  daß  in  den  letzten
6  Jahren  des  Betriebsvermögen  überwiegt.  Die  Zusammensetzung  des  produzierenden  Vermögens
zeigt  im  übrigen  eine  stetige  Entwicklung;  der  Anteil  des  produzierenden  Anlagevermögens  sinkt  im
ganzen,  entsprechend  wächst  der  des  Betriebsvermögens;  die  Höhe  der  Vorräte  bleibt  abgesehen  von
kleinen  Verschiedenheiten  gleich.  Im  Durchschnitt  entfallen  auf  produzierendes  Anlagevermögen
47,2°/o  un d  auf  Betriebsvermögen  52,8°/ 0  des  produzierenden  Vermögens,  wozu  Vorräte  21,7%
beitragen;  die  Vorräte  sind  also  recht  hoch,  was  wohl  weniger  auf  ihrer  Menge  als  auf  ihrem
spezifischen  Wert  beruht.
Die  Wertpapiere  und  Beteiligungen,  die  sich  durchschnittlich  auf  7,9%  des  Gesamtvermögens
und  auf  15,4%  ^ es  Anlagevermögens  belaufen,  zeigen  nur  geringe  Veränderungen.
Trotz  des  nicht  sehr  hohen  Anlagevermögens  betragen  die  Abschreibungen  3,5%  des  Gesamtvermögens, ­
  da  Wertminderungen  der  großen  Vorräte,  die  starken  Konjunkturschwankungen  unterliegen,
häufig  sind.
Die  Liquidität,  durchschnittlich  3,08,  erscheint  bei  einem  Betriebsvermögen  von  52,8  °/ 0  des
produzierenden  Vermögens  hinreichend  hoch;  die  Unregelmäßigkeiten  in  den  einzelnen  Jahren  sind
nicht  sehr  groß,  da  die  Zunahme  der  kurzfristigen  Schulden  meist  dem  Betriebsvermögen  zugute
kommt.  Das  Verhältnis  des  dauernd  verfügbaren  Kapitals  zum  Gesaratanlagevermögen  zeigt,  entsprechend ­
  dem  Sinken  des  Anteils  des  produzierenden  Anlagevermögens  am  produzierenden  Vermögen,
ein  stetiges  Wachsen  von  1,37  im  Jahre  1901  auf  1,61  im  Jahre  1910;  sein  Durchschnitt  ist  1,47.

l)  Rheinische  Metallwaren-  und  Maschinenfabrik,  A.-G
        <pb n="15" />
        III.  Industrie  der  Maschinen  und  Apparate  (ohne  Elektrizitätsindustrie).
Die  Gruppe  der  Maschinenindustrie  ist  unterteilt  in
1.  Einzelmaschinenbau,  d.  h.  die  Maschinen  werden  im  Einzelbau  oder  beschränktem  Massenbau
hergestellt;  hierhin  gehört  der  Bau  von  Kraftmaschinen  und  Lokomotiven,  Pumpen  und
Werkzeugmaschinen,  Hebezeugen,  Hartzerkleinerungsmaschinen  und  Mühlen  sowie  von
Bergwerksmaschinen.
2.  Massenmaschinenbau,  d.  h.  die  herzustellenden  Maschinen  ermöglichen  weitgehende  Massenfabrikation; ­
  hierhin  wurden  gerechnet  die  Fabriken  für  Textilmaschinen,  landwirtschaftliche
Maschinen,  Fahrräder,  Nähmaschinen,  Schreibmaschinen,  Regulatoren,  Phonographen  und
Gasmessern,  ferner  die  Schloßfabriken  und  eine  Geldschrankfabrik.
3.  Kessel-  und  Apparatebau,  zu  dem  die  Herstellung  von  Kesseln,  Dampfheizungen,  Öfen,  Einrichtungen ­
  für  Zuckerfabriken  und  Brennereien,  von  Armaturen  und  Apparaten  gezählt  wurde.
4.  Eisenbahnwagenbau,  zum  Teil  verbunden  mit  allgemeinem  Maschinen-  oder  Lokomotivbau,
5.  Schiffbau,  meist,  verbunden  mit  Kraftmaschinenbau.
6.  Sonstiger  Maschinenbau,  in  dem  Gesellschaften  verschiedener  Art  zusammengefaßt  sind,  wie
Eisenkonstruktionsfabriken,  Tiefbqhr-  und  Schachtbauunternehmungen,  die  daneben  auch
Maschinenbau  betreiben,  ferner  die  Deutsche  Gas-Glühlicht-A.-G.,  deren  Hauptbetrieb,
die  Herstellung  von  Glühkörpern,  nach  der  gewerblichen  Betriebsstatistik  zum  Maschinenbau ­
  gehört.
1.  Einzelmaschinenbau.
Tabelle  7.
Die  Anzahl  der  Gesellschaften  wächst  von  34  im  Jahre  1901  auf  48  im  Jahre  1910.
Das  eigene  Kapital  .bezogen  auf  das  Aktienkapital  bleibt  in  der  Zeit  der  Untersuchung  ziemlich  gleich;
die  größte  Abweichung  vom  Durchschnitt,  der  126,2°/,,  des  Aktienkapitals  beträgt,  zeigt  das  Jahr  1901
mit  128,7  °/ 0 .  Das  fremde  Kapital,  das  sich  durchschnittlich  auf  58,0  °/ 0  des  eigenen  Kapitals
beläuft,  wovon  22,9  °/ 0  auf  Obligationen  und  Hypotheken  entfallen,  die  28,9  °/ 0  des  Aktienkapitals
betragen,  schwankt  zwischen  50,1  und  69,5  °/ 0 .  Die  großen  Verschiedenheiten  beruhen  meist  auf
Veränderungen  der  kurzfristigen  Schulden;  sie  bewirken  auch  die  gegen  die  benachbarten  Jahre  auffallende ­
  Höhe  des  fremden  Kapitals  in  den  Jahren  1901  und  1907.  Der  niedrige  Anteil  des  fremden
Kapitals  im  Jahre  1909  beruht  auf  starker  Erhöhung  des  Aktienkapitals  bei  gleichzeitiger  Abnahme
des  langfristigen  Kredits,  während  die  Inanspruchnahme  des  kurzfristigen  Kredits  auf  der  Höhe  des
Vorjahres  bleibt.
Der  Anteil  des  produzierenden  Anlagevermögens  am  produzierenden  Vermögen  sinkt  in  den
10  Jahren  von  50,6  auf  38,4  °/ 0 ;  im  Durchschnitt  beträgt  er  43,6  °/ 0 ,  der  des  Betriebsvermögens
56,4  °/ 0 .  Die  Vorräte  mit  einem  Anteil  am  produzierenden  Gesamtvermögen  von  21,2  °/ 0  bleiben
ziemlich  konstant,  zeigen  aber,  entsprechend  den  Kreditoren,  in  den  Jahren  1901  und  1907  den
höchsten  Stand.
Der  Anteil  der  Wertpapiere  und  Beteiligungen  am  Gesamtvermögen  hat  im  ganzen  sinkende
Tendenz;  er  fällt  von  12,1  aufö,5°/ 0 ;  durchschnittlich  beträgt  er  10,0°/ 0  des  Gesamtvermögens  und
20,3  %  des  Anlagevermögens.  Die  Abschreibungen  belaufen  sich  im  Durchschnitt  auf  2,5  °/ 0  des
'Gesamtvermögens.
Die  durchschnittliche  Liquidität  beträgt  2,59;  die  Jahre  1901  und  1907  weisen  mit  2,27
und  2,40  den  niedrigsten  Wert  auf,  da  bei  der  ungewöhnlichen  Höhe  der  kurzfristigen  Schulden
wohl  ein  entsprechendes  Anwachsen  der  Vorräte,  aber  nicht  des  ganzen  Betriebsvermögens  vorliegt.
Betrachtet  man  die  Liquidität  zusammen  mit  dem  Verhältnis  des  dauernd  verfügbaren  Kapitals  zum
Gesamtanlagevermögen,  das  durchschnittlich  1,50%  beträgt,  so  daß  also  das  dauernd  verfügbare
Kapital  zu  einem  Drittel  für  das  Betriebsvermögen  frei  ist,  so  erscheint  die  Liquidität  niedrig,  jedoch
muß  man  bei  ihrer  Bewertung  auch  den  Anteil  des  Betriebsvermögens  am  produzierenden  Vermögen
berücksichtigen,  der  mit  56,4  °/ 0  recht  hoch  ist.
2.  Massenmaschinenbau.
Tabelle  8.
Die  Tabelle  umfaßt  im  Jahre  1901  20  Gesellschaften,  im  Jahre  1910  29  Gesellschaften.
Das  eigene  Kapital  zeigt  bei  großer  Unregelmäßigkeit  in  den  einzelnen  Jahren  im  ganzen  in  seinem
Verhältnis  zum  Aktienkapital  ein  Anwachsen;  im  Durchschnitt  beträgt  es  128,3  °/o  des  Aktienkapitals.
Der  Anteil  des  fremden  Kapitals  am  gesamten  Kapital  zeigt  in  den  letzten  6  Jahren  eine  starke
Zunahme.  An  seiner  Zusammensetzung  sind  die  kurzfristigen  Verpflichtungen  etwas  stärker  als  die
        <pb n="16" />
        n

I

—  i6  —
langfristigen  beteiligt.  Es  beträgt  im  Durchschnitt  41,2%  des  eigenen  Kapitals,  wovon  18,3  °/o  au f
Obligationen  und  Hypotheken  entfallen,  die  sich  auf2  3,6°/ 0  des  Aktienkapitals  belaufen;  sein  niedrigster
Stand  ist  33,3  °/ 0 ,  sein  höchster  48,0  °/ 0 . 1
Die  Verteilung  des  produzierenden  Vermögens  zeigt  ziemliche  Veränderungen;  der  Anteil
des  produzierenden  Anlagevermögens  fällt,  der  des  Betriebsvermögens  steigt  und  zwar  unabhängig
von  der  Höhe  der  Vorräte.  Der  durchschnittliche  Anteil  am  produzierenden  Vermögen  beläuft  sich
für  das  produzierende  Anlagevermögen  auf  37,6  °/ 0 ,  für  das  Betriebsvermögen  auf  62,4  %,  für  die
Vorräte  auf  24,5%.  Wie  bei  den  Gesellschaften  für  Einzelmaschinenbau  zeigt  auch  hier  das  Jahr  1901
eine  auffallende  sowohl  absolute,  als  auch  prozentuale  Höhe  der  Vorräte  und  Kreditoren;  eine  weitere
größere  Abweichug  zeigt  das  Jahr  1908,  während  bei  dem  Einzelmaschinenbau  das  Jahr  1907  die
grüßte  Unregelmäßigkeit  aufwies.
Der  Anteil  der  Wertpapiere  und  Beteiligungen  ist  in  den  verschiedenen  Jahren  wenig  einheitlich  ;
im  Durchschnitt  beträgt  er  5,4%  vom  Gesamtvermögen  und  13,2%  vom  Gesamtanlagevermögen,
Die  Abschreibungen  betragen  3,7%  des  Gesamtvermögens.
Die  Liquidität  ist  mit  4,40  im  Durchschnitt  von  beträchtlicher  Höhe;  der  Grund  hierzu
liegt  in  dem  hohen  Verhältnis  des  dauernd  verfügbaren  Kapitals  zum  Gesamtanlagevermögen,  das
durchschnittlich  1,89  beträgt,  so  daß  fast  die  Hälfte  des  dauernd  verfügbaren  Kapitals  für  das
Betriebsvermögen  zur  Verfügung  ist,  und  in  dem  hohen  Anteil  des  Betriebsvermögens  am  produzierenden
Gesamtvermögen.
3,  Kessel-  und  Apparatebau.
Tabelle  9.
Die  Zahl  der  Gesellschaften  beträgt  igoi  13,  sinkt  dann  auf  11,  um  1910  wieder  auf  13
zu  steigen.  Das  eigene  Kapital  beläuft  sich  durchschnittlich  auf  119,7  %  des  Aktienkapitals  und  zeigt
vom  Jahre  1903  an  steigende  Tendenz;  das  Sinken  des  eigenen  Kapitals  vom  Jahre  1906  aut  1907
wird  bewirkt  durch  Ausscheiden  zweier  Gesellschaften  mit  höherem  eigenen  Kapital.  Das  Jahr  1902
zeigt  eine  erhebliche  Verminderung  der  Reserven  durch  Inanspruchnahme  für  die  Beseitigung  von
Verlusten  bei  einem  größeren  Teil  der  Gesellschaften.  Das  fremde  Kapital  ist  im  Jahre  1901  von
einer  ungewöhnlichen  Höhe,  wie  sie  im  Laufe  der  10  Jahre  nicht  wieder  erreicht  wird.  Die  kurzfristigen ­
  Verpflichtungen  sind  meist  mehr  als  doppelt  so  hoch  als  die  langfristigen.  Im  Durchschnitt
beläuft  sich  das  fremde  Kapital  auf  51,0%  des  eigenen  Kapitals,  wovon  14,9%  auf  Obligationen
und  Hypotheken  entfallen,  die  17,9°/ 0  des  Aktienkapitals  betragen.
Die  Verteilung  des  produzierenden  Vermögens  auf  produzierendes  Anlage-  und  Betriebsvermögen
ist  am  Anfang  und  Ende  der  Untersuchungszeit  ungefähr  dieselbe,  während  in  den  Zwischenjahren
große  Ungleichmäßigkeit  besteht.  Stets  ist  das  produzierende  Anlagevermögen  kleiner  als  das  Betriebsvermögen. ­
  Der  durchschnittliche  Anteil  des  ersteren  beträgt  42,5  °/ 0 ,  des  letzteren  57)5%  des
produzierenden  Vermögens;  der  Anteil  der  Vorräte  ist  19,4%.  Hier  wie  bei  dem  fremden  Kapital
bilden  die  Jahre  1901  und  1907  Ausnahmen,  da  in  ihnen  der  Anteil  des  Betriebsvermögens  auffallend
höher  ist  als  in  den  benachbarten  Jahren.
Die  Wertpapiere  und  Beteiligungen  betragen  6,0  °/ 0  vom  Gesamtvermögen  und  I3,i°/o  vom
Gesamtanlagevermögen.  In  den  einzelnen  Jahren  fällt  und  steigt  dieser  Anteil  in  unregelmäßiger  Weise.
Die  Abschreibungen  belaufen  sich  auf  2,7  °/ 0  des  Gesamtvermögens.
Die  Liquidität,  die  durchschnittlich  2,43  beträgt,  zeigt,  da  Änderungen  des  Betriebsvermögens
und  der  Kreditoren  in  den  einzelnen  Jahren  gleichzeitig  auftreten,  geringe  Schwankungen;  mit  2,7  t
und  2,27  sind  die  größten  Abweichungen  vom  Durchschnitt  erreicht.  Bei  dem  Verhältnis  des  dauernd
verfügbaren  Kapitals  zum  Gesamtanlagevermögen,  durchschnittlich  1,58,  treten  die  größten  Abweichungen ­
  im  Jahre  1901  mit  1,66  und  mit  1,50  im  Jahre  1904,  in  welchem  bei  einer  Gesellschaft
eine  Aktienkapitalzusammenlegung  stattfand,  auf.
4.  Eisenbahnwagenbau.
Tabelle  10.
^Die  Anzahl  der  Gesellschaften  für  Eisenbahnwagenbau  beträgt  von  1905  bis  1909  7,  in
den  übrigen  Jahren  8  Gesellschaften.  Die  Reserven  nehmen  mit  geringen  Abweichungen  im  Laufe
der  10  Jahre  im  Verhältnis  zum  Aktienkapital  zu.  Im  Durchschnitt  beträgt  das  eigene  Kapital  125,1  °/ 0
des  Aktienkapitals.  Das  Verhältnis  des  fremden  Kapitals  zum  eigenen  Kapital  ändert  sich  von  Jahr
zu  Jahr,  ohne  daß  eine  bestimmte  auf-  oder  absteigende  Tendenz  festzustellen  ist.  Die  größten
Abweichungen  vom  Durchschnitt  59,4%,  von  denen  28,3  °/o  auf  Obligationen  und  Hypotheken
entfallen,  die  354  %  des  Aktienkapitals  betragen,  zeigen  die  Jahre  1903  mit  51,3%  un d  1907
mit  66,2  °/ 0 .
        <pb n="17" />
        Die  Zusammensetzung  des  produzierenden  Vermögens  ist  stark  beeinflußt  durch  die  Vorräte,
die  durchschnittlich  30,6  °/ 0  des  produzierenden  Vermögens  betragen.  Mit  ihnen,  aber  nicht  im  gleichen
Verhältnis,  verändert  sich  der  Anteil  des  Betriebsvermögens,  der  durchschnittlich  61,7  %,  und  der
des  produzierenden  Anlagevermögens,  der  durchschnittlich  38,3  %  des  produzierenden  Vermögens
ausmacht.  Den,  gegenüber  benachbarten  Jahren,  auffallend  hohen  Vorräten  in  den  Jahren  1901
und  1907  entsprechen  hohe  kurzfristige  Schulden  und  hohes  fremdes  Kapital.
Der  Anteil  der  Wertpapiere  und  Beteiligungen  beträgt  7,9%  des  Gesamtvermögens  und
18,3%  des  Gesamtanlagevermögens.
Die  Abschreibungen  belaufen  sich  auf  3,8  °/ 0  des  Gesamtvermögens.
Die  Liquidität  zeigt  ein  zwar  für  die  einzelnen  Jahre  stark  wechselndes,  aber  im  Durchschnitt
mit  4,43  sehr  günstiges  Bild,  das  aber  nur  durch  die  großen  Vorräte  erreicht  wird.  Durch  sie  und
durch  den  geringen  Anteil  des  produzierenden  Anlagevermögens  wird  auch  die  Größe  des  Verhältnisses
des  dauernd  verfügbaren  Kapitals  zum  Gesamtanlagevermögen  bedingt,  dessen  Durchschnitt  1,76
beträgt.  Es  erreicht  seine  größte  Höhe  mit  2,00,im  Jahre  1907,  in  dem  der  Anteil  der  Wertpapiere
und  Beteiligungen  am  Gesamtanlagevermögen  stark  sinkt,  während  zugleich  das  dauernd  verfügbare
Kapital  vermehrt  wird,  diese  Vermehrung  aber  fast  allein  dem  Betriebsvermögen  zugute  kommt.

5.  Schiffbau.
Tabelle  11.
/  Die  Zahl  der  Gesellschaften  steigt  von  4  im  Jahre  1901  auf  8  in  den,  Jahren  1904/08
und  fällt  dann  1909  und  1910  auf  7.  Bei  dieser  geringen  Anzahl  und  bei  den  zum  Teil  sehr
großen  Verschiedenheiten  der  Bilanzposten  in  den  einzelnen  Jahren  ergibt  die  Tabelle  große  Ungleichmäßigkeiten ­
  sowohl  in  den  Rubriken  der  absoluten,  als  in  denen  der  Verhältniszahlen.
Das  eigene  Kapital  beträgt  im  Durchschnitt  137,7%  des  Aktienkapitals;  die  Reserven
erleiden  in  der  Zeit  der  Untersuchung  mehrfache  Verminderungen  durch  Verluste,  auch  wird  das
Aktienkapital  durch  Zusammenlegungen  vermindert.  Die  größten  Abweichungen  vom  Durchschnitt
weisen  die  Jahre  1907  mit  132,7%  und  1909  mit  144,6%  auf.  Die  Reserven  enthalten  zweifelhafte
Reserveposten  von  bedeutender  Höhe. 1  Das  fremde  Kapital  übersteigt  bei  weitem  das  eigene  Kapital.
Die  sprunghaften  Veränderungen  der  Kreditoren  beruhen  auf  der  Größe  der  von  den  Schiffbauunternehmungen
  hergestellten  und  ihrer  Natur  nach  nicht  in  einzelnen  Teilen,  sondern  im  ganzen
abzuliefernden  und  zu  verrechnenden  Produkten.  Die  Höhe  der  kurzfristigen  Schulden  beruht  zum
Teil  auf  den  erheblichen  Anzahlungen.  Im  Durchschnitt  beträgt  das  fremde  Kapital  148,8%,  also
das  1%  fache  des  eigenen  Kapitals,  wovon  27,2%  auf  langfristige  Schulden  entfallen,  die  37&amp;gt;5%
des  Aktienkapitals  betragen.  Die  höchste  Inanspruchnahme  des  kurzfristigen  Kredits  zeigt  das
Jahr  1910  mit  einem  fremden  Kapital  von  196,5%  des  eigenen  Kapitals;’  die  niedrigste  das
Jahr  1901  mit  111,6%.
Dieselben  Ursachen,  die  die  Höhe  des  fremden  Kapitals  beeinflussen,  wirken  auch  auf  die
Zusammensetzung  des  produzierenden  Vermögens  ein,  das  im  Durchschnitt  zu  41,8%  aus  produzierendem ­
  Anlagevermögen  und  zu  58,2  %  aus  Betriebsvermögen  bei  37,2  %  Vorräten  besteht.
Die  Höhe  des  Betriebsvermögens  bewegt  sich  zwischen  49,6  %  und  64,2  %,  der  Anteil  der  Vorräte ­
  zwischen  31,2  %  und  46,0%.  Einer  Vermehrung  der  Vorräte  entspricht  in  den  gleichen
Jahren  eine  Steigerung  der  kurzfristigen  Schulden  und  des  fremden  Kapitals,  wie  es  die  Jahre  1902,
1907  und  1910  deutlich  zeigen.
Die  Anlage  in  Wertpapieren  und  Beteiligungen  ist  niedrig;  sie  beträgt  nur  2,5  %  des  Ge-„
  samtvermögens  und  5,7%  des  Gesamtanlagevermögens  und  zeigt  im  Verlaufe  der  zehn  Jahre  nur
kleine  Abweichungen.
Die  Abschreibungen  belaufen  sich  im  Durchschnitt  auf  3,5  %  des  Gesamtvermögens.
Die  Liquidität  ist  entsprechend  den  kurzfristigen  Schulden  in  den  einzelnen  Jahren  sehr
ungleichmäßig;  bei  einem  Betriebsvermögen  von  58,2  %  des  produzierenden  Vermögens  ist  sie  mit
1,26  im  Durchschnitt  nicht  allzu  günstig.  Am  kleinsten  ist  sie  igio  mit  1,02,  am  größten  1903
mit  1,47-  Dieser  geringen  Liquidität  entspricht  ein  niedriges  Verhältnis  des  dauernd  verfügbaren
Kapitals  zum  Gesamtanlageverraögen,  das  durchschnittlich  1,16  beträgt,  so  daß  also  nur  ein  kleiner
Teil  des  dauernd  verfügbaren  Kapitals  für  das  Betriebsvermögen  zur  Verfügung  steht.  In  den  letzten
drei  Jahren  ist  das  Verhältnis  besonders  klein,  1910  sinkt  es  sogar  unter  1  auf  0,99.

1)  Z.  B.
1,92  Mill.  Mk.

Stettiner  Maschinenbau-A.-G.  Vulkan:  1910  Garantiefonds  2  Mill,  Mk.,  Reserve  -  Eaufonds
        <pb n="18" />
        —  iS  —
6.  Sonstiger  Maschinenbau.
Tabelle  12.
Die  Anzahl  der  Gesellschaften  nimmt  in  der  Untersuchungszeit  von  fünf  auf  sieben  zu;
auch  hier  läßt  die  geringe  Anzahl  Besonderheiten  einzelner  Gesellschaften  in  der  Zusammenstellung
stark  hervortreten.
Dies  zeigt  sich  z.  ß.  bei  dem  eigenen  Kapital,  dessen  Höhe  im  Durchschnitt  135,9  °/o  des
Aktienkapitals  hauptsächlich  auf  den  sehr  hohen  Reserven  einer  Gesellschaft 1  beruht,  die  nach  der
Art  ihres  Betriebes  und  der  dadurch  bedingten  Vermögensverteilung  sich  gar  nicht  in  den  Rahmen
der  Gesellschaften  für  Maschinenbau  einpaßt,  zu  denen  sie  die  deutsche  gewerbliche  Betriebsstatistik
von  1907  zählt.
Das  fremde  Kapital  beläuft  sich  auf  durchschnittlich  32,8  °/ 0  des  eigenen  Kapitals,  wovon
auf  die  langfristigen  Schulden,  die  11,6  °/ 0  des  Aktienkapitals  betragen,  8,6  °/ 0  entfallen.  Auch  in
den  einzelnen  Jahren  überwiegen  stets  die  kurzfristigen  Schulden.  Den  höchsten  Prozentsatz  an
fremdem  Kapital  weist  mit  40,8  °/ 0  das  Jahr  1903,  den  niedrigsten  mit  23,7  °/ 0  das  Jahr  1905  auf.
Das  produzierende  Vermögen  setzt  sich  durchschnittlich  zusammen  aus  26,0  °/ 0 .  produzierendem ­
  Anlagevermögen  und  74,0  °/ 0  Betriebsvermögen  einschließlich  20,1  °/ 0  an  Vorräten.  Der
Anteil  des  Betriebsvermögens  nimmt  vom  Jahre  1902  ab,  mit  Ausnahme  des  Jahres  1908,  in  dem
die  Anzahl  der  Gesellschaften  um  eine  wächst,  ständig  zu;  dagegen,  zeigt  sich  von  1901  auf  1902
eine  starke  Abnahme.
Der  Anteil  der  Wertpapiere  und  Beteiligungen  am  Gesamtvermögen  ist  in  den  einzelnen
Jahren  ziemlich  gleichmäßig;  im  Ganzen  wächst  er  etwas;  durchschnittlich  beträgt  er  9,0  °/ 0  des  Gesamtvermögens ­
  und  28,6  °/ #  des  Gesamtanlagevermögens.
Die  Abschreibungen  belaufen  sich  auf  2,9  °/ 0  des  Gesamtvermögens.
Die  Liquidität  sowohl  wie  das  Verhältnis  des  dauernd  verfügbaren  Kapitals  zum  Gesamtanlagevermögen ­
  sind  hoch;  erstere  beträgt  4,40,  letzteres  2,26.

IV.  Elektrizitätsindustrie.

Die  Aktiengesellschaften  der  Elektiizitätsindustrie  wurden  nach  folgenden  Klassen  und
Arten  getrennt:
1.  elektrotechnische  Industrie.
a)  Akkumulatorenbau,  einschließlich  Instandhaltung  von  Akkumulatoranlagen.
b)  Kabelindustrie,  zu  der  die  Herstellung  aller  Arten  Kabel  und  Leitungsdrähten  gehört.
c)  Elektrizitätsmaschinen-  und  Apparatebau,  zu  dem  die  Herstellung  sämtlicher  Elektrizitätsmaschinen ­
  und  -Apparate,  wie  Generatoren,  Schaltapparaten,  Telephonen  usw.,  zu  zählen  ist.
d)  Gemischte  Elektrizitätsindustrie,  bei  der  mehrere  oder  alle  Arten  der  Elektrizitätsindustrie
in  den  einzelnen  Gesellschaften  vereinigt  sind.
2.  Elektrizitätserzeugung.
a)  Reine  Elektrizitätswerke,  d.  h,  Gesellschaften,  die  für  ein  zusammenhängendes  Gebiet  mit
nur  einem  Werk  oder  mehreren  im  Betrieb  eng  miteinander  verbundenen  Werken  unter
gemeinsamer  Verwaltung  elektrischen  Strom  erzeugen.
b)  Elektrizitätserzeugung  verbunden  mit  Finanzierung  von  Elektrizitätsunternehmungen,  wozu ­
  die  Gesellschaften 2  gerechnet  sind,  die  Elektrizitätswerke  besitzen,  und  zwar  meist
mehrere  mit  räumlich  nicht  zusammenhängenden  Wirkungskreisen,  daneben  sich  in  ausgedehntem ­
  Maße  zum  Teil  als  hauptsächlicher  Zweck  des  Unternehmens  auf  dem  Gebiete
der  Beteiligung  an  Elektrizitätsunternehmungen  aller  Art  und  ihrer  Finanzierung  betätigen.
1.  Elektrotechnische  Industrie.
a)  Akkumulatorenbau.
Tabelle  13.
Die  Anzahl  der  Gesellschaften  ist  sehr  klein;  sie  beträgt  in  den  ersten  neun  Jahren  zwei,
1910  nur  noch  eine  Gesellschaft.  Während  aber  die  eine  der  Gesellschaften  sich  günstig  entwickelt,
geht  die  zweite  ihrem  Konkurs  entgegen;  wie  groß  die  Unterschiede  zwischen  den  beiden  Gesell1) ­
  Deutsche  GasglühUcht-A.-G.  z.  B.  ult.  Juni  1910:  Vorräte  3,12  Mill.  Mk.,  produzierendes  Anlagevermögen
1,32  Mill.  Mk.
2)  Zwei  der  zu  den  Elektrizitätserzeugungs  -  und  Finanzierungsunternehraungen  gerechneten  Gesellschaften
weisen  keine  eigenen  Elektrizitätswerke  auf,  sind  also  genau  genommen  nicht  zu  den  industriellen  Aktiengesellschaften
zu  zählen;  jedoch  läßt  ihre  Ähnlichkeit  ihrem  Zwecke  und  der  Art  und  Höhe  ihrer  Effekten  und  Beteiligungen  nach
mit  den  übrigen  Gesellschaften  diese  Ausnahme  als  berechtigt  erscheinen.  Die  beiden  Gesellschaften  sind  die  „Elektrische ­
  Licht-  und  Kraftanlagen-A.  -  G.“  und  die  „Gesellschaft  für  Elektrische  Unternehmungen  (Berlin)“.
        <pb n="19" />
        19

schäften  sind,  zeigt  der  Vergleich  der  übrigen  Jahre  mit  dem  Jahre  1910,  für  welches  das  Vermögen
und  das  Kapital  nur  der  gutgehenden  Gesellschaft  zusammengestellt  ist.
Das  eigene  Kapital  mit  durchschnittlich  115,1  °/ 0  des  Aktienkapitals  ist  niedrig.  Mehrfach
werden  die  Reserven  zur  Beseitigung  von  Verlusten  der  einen  Gesellschaft  herangezogen.  Ihr  Anteil ­
  am  eigenen  Kapital  ist  in  den  ersten  neun  Jahren  ziemlich  gleichmäßig.  Das  fremde  Kapital,
das  im  Durchschnitt  dem  eigenen  Kapital  so  gut  wie  gleich  ist  —  es  beträgt  99,6  °/ 0  des  eigenen
Kapitals,  wovon  29,2  °/ 0  auf  die  langfristigen  Schulden,  die  sich  auf  33,5  °/ 0  des  Aktienkapitals  belaufen, ­
  und  22,0  °/ 0  auf  die  in  den  kurzfristigen  Schulden  enthaltenen  Rückstellungen  für  Batterieversicherung ­
 1  entfallen  —  zeigt  in  seinem  Verhältnis  zum  eigenen  Kapital  eine  entschiedene  Zunahme;
während  jedoch  in  den  ersten  zwei  Jahren  bei  beiden  Gesellschaften  die  kurzfristigen  Schulden  höher
sind  und  dies  bei  der  Gesellschaft  mit  gutem  Geschäftsgang  auch  später  so  bleibt,  bilden  bei  der
anderen  Gesellschaft  in  den  übrigen  Jahren  die  Obligationen  und  Hypotheken  den  Hauptteil  des
fremden  Kapitals.  Vom  Jahre  1905  ab  übersteigt  das  fremde  Kapital  das  eigene  Kapital;  1910
erreicht  es  die  größte  Höhe  mit  138,8  °/ 0  des  eigenen  Kapitals.
Das  produzierende  Vermögen  zeigt  ein  bedeutendes  Überwiegen  des  Betriebsvermögens.
Durchschnittlich  besteht  es  aus  25,5%  produzierendem  Anlagevermögen  und  74,5  °/o  Betriebsvermögen; ­
  die  Vorräte  betragen  20,6  °/o-  Wieder  zeigt  das  Jahr  1910  die  größten  Abweichungen,
während  in  den  vorhergehenden  Jahren  das  Verhältnis  des  produzierenden  Anlage-  und  des  Betriebsvermögens ­
  vom  Durchschnitt  nicht  sehr  verschieden  ist.  Die  Höhe  der  Vorräte  zeigt  iii  den  einzelnen ­
  Jahren  erhebliche  Änderungen,  denen  meist  solche  der  kurzfristigen  Schulden  entsprechen.
Höher  als  das  produzierende  Anlagevermögen  ist  die  Anlage  in  Wertpapieren  und  Beteiligungen; ­
  durchschnittlich  beträgt  ihr  Anteil  am  Gesamtvermögen  29,5  °/ 0  und  vom  Gesamtanlagevermögen ­
  61,5  °/o-Die
  Abschreibungen  mit  2,o°/ 0  des  Gesamtvermögens  sind  verhältnismäßig  niedrig;  es  ist
jedoch  zu  berücksichtigen,  daß  die  Gesellschaft  mit  gutem  Geschäftsgang  ihre  sämtlichen  Mobilien
schon  vor  1901  bis  auf  wenige  Mark  abgeschrieben  hat.
Der  Vergleich  des  Betriebsvermögens  mit  den  kurzfristigen  Schulden  ergibt  eine  Liquidität
von  1,67.  Die  ausnehmend  hohe  Liquidität  im  Jahre  1907  beruht  ,  auf  der  durch  Erhöhung  der
langfristigen  Schulden  veranlaßten  geringeren  Inanspruchnahme  des  kurzfristigen  Kredits.  Das  Verhältnis ­
  des  dauernd  verfügbaren  Kapitals  zum  Gesamtanlagevermögen  weist  mit  seiner  geringen  Höhe
von  1,15  im  Jahre  1906  auf  die  Notwendigkeit  der  Kapitalbeschaffung  im  nächsten  Jahre  hin.  In
den  übrigen  Jahren  ist  dies  Verhältnis  nur  geringen  Änderungen  unterworfen;  im  Durchschnitt  ist  es
1,28.  Beide  Größen,  die  Liquidität  wie  dieses  Verhältnis,  sind  niedrig;  es  ist  jedoch  bei  der  ersteren
der  hohe  Anteil  des  Betriebsvermögens  am  produzierenden  Vermögen  und  beim  zweiten  der  hohe
Anteil  der  Wertpapiere  und  Beteiligungen  am  Gesamtanlagevermögen  zu  berücksichtigen.
b)  Kabelindustrie.
Tabelle  14.
Die  Anzahl  der  Gesellschaften  beträgt  bis  1906  zwei  und  in  den  folgenden  Jahren  drei
Gesellschaften.  Die  im  Jahre  1906  hinzutretende  Gesellschaft 2  befaßt  sich  neben  der  Fabrikation
von  Kabeln  noch  mit  der  Herstellung  von  Drahtwaren  verschiedener  Art  und  von  elektrischen
Maschinen.  Bei  der  geringen  Zahl  und  den  großen  Unterschieden  der  Gesellschaften  —  die  erwähnte ­
  Gesellschaft  hat  mehr  als  das  zehnfache  Aktienkapital  der  beiden  anderen  Gesellschaften
zusammen  —  bietet  die  Tabelle  ein  wenig  einheitliches  Bild,  da  die  Bilanzen  dieser  großen  Gesellschaft ­
  die  Ergebnisse  zu  stark  beeinflussen,  so  daß  die  Zusammenstellung  vom  Jahre  1906  ab  eher
die  Verhältnisse  dieser  einen  Gesellschaft  wiedergibt  als  die  der  ganzen  Industrie.
Das  eigene  Kapital  beträgt  durchschnittlich  109,3  %  d es  Aktienkapitals,  die  Reserven  sind
also  niedrig  und  bleiben  noch  unter  der  gesetzlich  angestrebten  Mindesthöhe  von  io°/ #  des  Aktienkapitals. ­
  Das  fremde  Kapital  zeigt  eine  ständige  Zunahme  im  Verhältnis  zum  eigenen  Kapital,  abgesehen ­
  von  der  nur  scheinbaren  Unterbrechung  dieser  Entwicklung  im  Jahre  1906.  Durchschnittlich
beträgt  es  79,6  °/ 0  des  eigenen  Kapitals,  wovon  33,2  °/ 0  von  den  Obligationen  und  Hypotheken
gebildet  werden,  die  sich  auf  36,3  °/ 0  des  Aktienkapitals  belaufen.
Waren  die  Verhältnisse  des  eigenen  und  fremden  Kapitals  der  beiden  kleineren  Gesellschaften
nicht  allzu  verschieden  von  denen  der  großen  Gesellschaften,  so  zeigen  sich  größere  Unterschiede
in  der  Verteilung  des  Vermögens.  Während  die  ersten  fünf  Jahre  ein  Sinken  des  anfangs  über
wiegenden  Anteils  des  produzierenden  Anlagevermögens  am  produzierenden  Vermögen  erkennen

1)  Passow,  Die  Bilanzen  der  privaten  Unternehmungen,  S.  80.
2)  Felten  und  Guilleaume-Lahmeyerwerke  A.-G.
3*
        <pb n="20" />
        20

lassen,  bis  im  Jahre  1905  produzierendes  Anlage-  und  Betriebsvermögen  ungefähr  gleich  sind,  ändert
sich  in  den  fünf  folgenden  Jahren  das  Bild  vollkommen,  da  der  Anteil  des  produzierenden  Anlagevermögens ­
  im  Jahre  1906  .30,2  °/ 0  beträgt  und  bis  1910  auf  32,0  °/ 0  steigt,  wobei  die  im  Jahre
1909  erreichte  Höhe  von  33,4%  durch  Zunahme  d,er  Wertpapiere  und  Beteiligungen  auf  Kosten
des  Betriebsvermögens  hervorgerufen  wird;  im  Jahre  1910.  wird  dann  das  Betriebsvermögen  durch
erhöhte  Inanspruchnahme  des  kurzfristigen  Kredits  wieder  ergänzt.  Der  Anteil  der  Vorräte  am  produzierenden ­
  Vermögen  wächst  von  19,5  %  im  Jahre  1905  auf  31,2  o/ 0  im  Jahre  1906.  Der  Durchschnitt ­
  der  zehn  Jahre  ergibt  für  das  produzierende  Anlagevermögen  32,4  °/ 0 ,  für  das  Betriebsvermögen ­
  67,6  o/(5  des  produzierenden  Vermögens;  wovon  auf  die  Vorräte  30,2  o/ 0  entfallen.
Die  Anlage  in  Wertpapieren  und  Beteiligungen  ist  hoch;  im  Durchschnitt  beträgt  ihr  Anteil ­
  23,0  0/0  des  Gesamtvermögens  und  48,0  %  des  Gesamtanlagevermögens.
Die  Abschreibungen  belaufen  sich  auf  2,1  %  des  Gesamtvermögens.
Die'  Liquidität  beträgt  durchschnittlich  2,32.  Sie  wird  in  ihrer  Gleichmäßigkeit  während
der  zehn  Jahre  stark  beeinflußt  durch  die  erheblichen  Verschiedenheiten  der  kurzfristigen  Schulden,
denen  nicht  entsprechende  Änderungen  des  Betriebsvermögens  gegenüberstehen;  beispielsweise  verteilt ­
  sich  die  Verwendung  der  im  Jahre  1910  erhöhten  kurzfristigen  Schulden  auf  Betriebsvermögen
und  Wertpapiere  und  Beteiligungen,  wodurch  die  Liquidität  auf  den  kleinsten  Wert  1,62  sinkt.  Im
selben  Jahre,  bewirkt  durch  diese  Erhöhung  des  Gesamtanlagevermögens  aus  dem  kurzfristigen  Kredit,
zeigt  auch  das  Verhältnis  des  dauernd  verfügbaren  Kapitals  zum  Gesamtanlagevermögen  seinen  geringsten ­
  Wert  mit  1,27;  die  durchschnittliche  Höhe  1,48  ist  als  verhältnismäßig  groß  anzusehen,  da
das  Gesamtanlagevermögen  fast  die  Hälfte  des  Gesamtvermögens  ausmacht.
c)  Elektrizitätsmaschinen-  und  Apparatebau.
Tabelle  15.
Die  Anzahl  der  untersuchten  Gesellschaften  für  Elektrizitätsmaschinen-  und  Apparatebau
sinkt  von  4  im  Jahre  1901 1  2  auf  2  im  Jahre  1904  und  steigt  bis  1910  auf  7  Gesellschaften.  An
eigenem  Kapital  weisen  die  Gesellschaften  im  Durchschnitt  132,6  °/ 0  des  Aktienkapitals  auf;  diese
Höhe  wird  jedoch  nur  durch  die  ungewöhnlich  großen  Reserven  einer 3  der  Gesellschaften  erreicht;
ihre  erhebliche  Zunahme  in  den  Jahren  1906  und  1910  beruht  nicht  auf  Zuweisungen  aus  den
Betriebsgewinnen,  sondern  auf  Agiozuwendungen.  Das  fremde  Kapital  zeigt  im  Verhältnis  zum
eigenen  Kapital  im  ganzen  zunehmende  Tendenz,  wobei  von  den  ungewöhnlichen  Verhältnissen  des
Jahres  1901  1  abzusehen  ist;  durchschnittlich  beträgt  es  53,7  °/ 0  des  eigenen  Kapitals,  wovon  25,2  °/ 0
auf  Obligationen  und  Hypotheken  entfallen,  die  sich  auf  33,4  °/ 0  des  Aktienkapitals  belaufen.  Die
von  den  vorhergehenden  Jahren  abweichende  Höhe  des  fremden  Kapitals  im  Jahre  1905  wird  veranlaßt ­
  teils  durch  Hinzutritt  zweier  Gesellschaften  mit  niedrigerem  fremden  Kapital,  teils  durch  Erhöhung ­
  des  eigenen  Kapitals.
Das  produzierende  Vermögen  setzt  sich  durchschnittlich  zusammen  aus  34,4  %  produzierendem ­
  Anlagevermögen  und  65,6  °/o  Betriebsvermögen.  Im  allgemeinen  wächst  der  Anteil  des
Betriebsvermögens  im  Laufe  der  Untersuchungszeit,  wiederum  abgesehen  vom  Jahre  1901.  Zu  seinem
hohen  Anteil  tragen  die  Vorräte,  die  1907  bis  1910  höher  sind  als  das  produzierende  Anlagevermögen, ­
  erheblich  bei;  im  Durchschnitt  entfallen  auf  sie  28,5  o/ 0  des  produzierenden  Vermögens.
Der  Anteil  der  Wertpapiere  und  Beteiligungen  ist  gering  im  Vergleich  mit  dem  produzierenden
Vermögen;  jedoch  nimmt  er  mit  einigen  unbedeutenden  Schwankungen  ständig  zu,  und  zwar  von
0,9  °/ 0  im  Jahre  1902  auf  5,8  °/ 0  des  Gesamtvermögens  1910.  Der  Durchschnitt,  außerordentlich
stark  beeinflußt  durch  das  Jahr  1901,  ergibt  einen  Anteil  von  6,3  °/ 0  des  Gesamtvermögens  und  von
1 6,3  °/ 0  des  Gesamtanlagevermögens.
Die  Abschreibungen  belaufen  sich  durchschnittlich  auf  2,8  °/ 0  des  Gesamtvermögens.
Die  Liquidität  läßt  von  1902  bis  1910  erheblich  nach;  sie  sinkt  von  7,92  auf  2,99,  da
die  absolute  Höhe  der  kurzfristigen  Schulden  ungefähr  um  das  17fache,  die  des  Betriebsvermögens
nur  um  etwa  das  7  fache  wächst.  Der  Durchschnitt  der  Liquidität  3,5,9  ist  als  günstig  anzusehen.

1)  Eine  der  Aktiengesellschaften,  die  Elektrizitäts-A.-G.  vorm.  Lahmeyer  u.  Co.,  ist  nur  1901  zu  den
Gesellschaften  für  Elektrische  Maschinen-  und  Apparatebau  gezählt  worden,  da  sie  von  1902  ab  durch  Angliederung
der  Deutschen  Gesellschaft  für  elektrische  Unternehmungen  zur  gemischten  Elektrizitätsindustrie  (s.  d  Abschnitt)  zu
rechnen  ist;  sie  zeigt  schon  1901  einen  von  den  übrigen  Gesellschaften  abweichend  hohen  Bestand  an  Wertpapieren
und  Beteiligungen,  nämlich;  ult.  März  1902  18,78  Mill.  Mk.,  größtenteils  Aktien  und  Obligationen  der  Deutschen
Gesellschaft  für  elektrische  Unternehmungen.
2)  Bergmann  Elektrizitätswerke,  A.-G.
        <pb n="21" />
        2  1
Das  .Verhältnis  des  dauernd  verfügbaren  Kapitals  zum  Gesamtanlagevermögen  ist  ebenfalls  hoch;  es
beträgt  durchschnittlich  2,00,  doch  ist  bei  seiner  Bewertung  das  nicht  sehr  hohe  Anlagevermögen
zu  berücksichtigen.
d)  Gemischte  Elektrizitätsindustrie.
Tabelle  16.
Im  Laufe  der  Untersuchungszeit  tritt  bei  den  großen  Aktiengesellschaften  der  gemischten
Elektrizitätsindustrie,  eine  weitgehende  Konzentration  in  Erscheinung 1  2 :  von  5  Gesellschaften  im  Jahre
1901  und  6  Gesellschaften  im  Jahre  1902  sinkt  die  Anzahl  bis  1905  auf  2  Gesellschaften  und  bleibt
dann  in  den  letzten  Jahren  auf  dieser  Höhe;  infolgedessen  zeigen  die  Ergebnisse  in  den  ersten
5  Jahren  große  Unterschiede.
Die  Bilanzen  geben  durchweg  ein  sehr  wenig  zutreffendes  Bild  des  finanziellen  Aufbaues
dieser  Gesellschaften  wegen  der  außerordentlichen  Höhe  ihrer  stillen  Reserven,  die  durch  übergroße
Abschreibungen  sowohl  auf  das  produzierende  Anlagekapital  als  auch  auf  Wertpapiere  und  Beteiligungen
entstanden  sind;  so  haben  beispielsweise  die  beiden  Gesellschaften  in  den  Jahren  1905  bis  igio
ihre  gesamten  Mobilien  bis  auf  wenige  Mark  abgeschrieben. 3  Dadurch  erscheinen  im  Vergleich  zur
Wirklichkeit  eigenes  Kapital  und  Anlagevermögen  zu  niedrig,  die  Anteile  des  fremdem  Kapitals  und
des  Betriebsvermögens  zu  hoch.
Das  eigene  Kapital  beträgt  durchschnittlich  133,5%  des  Aktienkapitals;  es  nimmt  in  den
Jahren  1905  bisTqio  ständig  zu.  Von  1902  auf  1903  zeigt  sich  ein  starkes  Sinken  des  eigenen
Kapitals,  veranlaßt  durch  Inanspruchnahme  der  Reserven  zur  Beseitigung  großer  Verluste  einer
Gesellschaft. 3  Die  Höhe  des  fremden  Kapitals  zeigt  große  Verschiedenheiten  in  den  einzelnen  Jahren,
veranlaßt  durch  wechselnde  Höhe  der  kurzfristigen  Schulden.  Durchschnittlich  beläuft  es  sich  auf
67,9%  des  eigenen  Kapitals,  wovon  37,o°/ 0  auf  die  langfristigen  Kredite  entfallen,  deren  Höhe  49,3%
des  Aktienkapitals  beträgt.  Nur  in  einem  Jahre  —  1905  —  übertreflen  die  kurzfristigen  Schulden
die  langfristigen.
Das  produzierende  Vermögen  besteht  itn  Durchschnitt  zu  26,5%  aus  produzierendem  Anlagevermögen ­
  und  zu  73,5%  aus  Betriebsvermögen,  wovon  auf  Vorräte  21,1  °/ 0  entfallen.  Die  Höhe
des  Betriebsvermögens  beruht  einmal  auf  den  großen  Vorräten,  anderseits  darauf,  daß  diese  Gesellschaften
über  sehr  hohe  flüssige  Mittel,  wie  Bankguthaben  und  Staatspapiere  verfügen.  In  den  letzten  6  Jahren
zeigt  das  Betriebsvermögen  ein  starkes  Anwachsen  im  Verhältnis  zum  produzierenden  Anlagevermögen,
da  neu  aufgenommenes  Kapital  in  dieser  Zeit  fast  ganz  zur  Verstärkung  des  Betriebsvermögens
verwandt  wird.  Die  Höhe  der  Vorräte  ist  in  den  einzelnen  Jahren  sehr  verschieden;  außergewöhnlich
groß  ist  sie  in  den  Jahren  1906  und  1907,  in  denen  größere  Anlagen  in  Ausführung  waren.
Fast  ein  Drittel,  31,2%,  des  Gesamtvermögens  besteht  in  Wertpapieren  und  Beteiligungen.
Dieser  Anteil  zeigt  in  den  einzelnen  Jahren  aber  große  Änderungen;  seine  größte  Höhe  erreicht  er
1904  mit  42,3%  und  nimmt  dann  ständig  bis.  1910  ab.  Bezogen  auf  das  Gesamtanlagevermögen
beträgt  der  Anteil  der  Wertpapiere  und  Beteiligungen  61,9%.
Die  Abschreibungen  sind  mit  1,1%  des  Gesamtvermögens  sehr  niedrig.  Die  wirklich  vorgenommenen ­
  Abschreibungen  sind  natürlich  bedeutend  höher,  lassen  sich  aber  nicht  feststellen,  da
sie  nicht  in  den  Gewinn-  und  Verlustrechnungen  ausgewiesen,  sondern  auf  Betrieb  verbucht  werden.
Wie  hoch  sie  sein  müssen,  läßt  sich  daran  ermessen,  daß  eine  der  Gesellschaften 4  ihre  aus  Wertpapieren ­
  und  Beteiligungen  herrührenden  Gewinne,  die  man  bei  dieser  Gesellschaft  sehr  hoch  ansetzen
darf,  vollständig  zu  diesen  stillschweigenden  Abschreibungen  verwendet.  Die  höheren  Abschreibungen
des  Jahres  1901  wurden  hauptsächlich  auf  Wertpapiere  und  Beteiligungen  bei  einer  Gesellschaft 5
vorgenommen.
Während  alle  bisher  angeführten  prozentualen  Ergebnisse  durch  die  nicht  zu  ermittelnden
stillen  Reserven  den  Tatsachen  wenig  entsprechen,  wirken  sie  auf  die  Höhe  der  Liquidität  und  des
Verhältnisses  des  dauernd  verfügbaren  Kapitals  zum  Gesamtanlagevermögen  wenig  ein.  Die  Liquidität
t)  Zur  Erläuterung  der  Veränderungen  der  Anzahl  der  Gesellschaften  in  den  Jahren  iqoi  bis  1905  sei  folgendes ­
  bemerkt:  1902  tritt  die  Elektrizitäts-A-G.  vorm.  Lahmeyer  &amp;amp;  Co.  nach  Vereinigung  mit  der  Finanzierungsgesellschaft ­
  „Deutsche  Gesellschaft  für  elektrische  Unternehmungen“  zur  Zahl  der  Gesellschaften  des  Jahres  1901
(s.  S.  20  Fußnote  i).  Im  Jahre  1903  scheidet  die  Elektrizitäts  -  A.  -  G.  vorm.  Scbuckert  &amp;amp;  Co.,  nach  Abtretung  ihrer
Fabrikationsabteilung  an  die  Siemens-Schuckert-Werke,  G.  m.  b.  H,,  aus,  Im  Jahre  1904  wird  die  Union  Elektrizitätsgesellschaft ­
  mit  der  Allgemeinen  Elektrizitätsgesellschaft  vereinigt  und  die  Helios  Elektrizitätsgesellschaft  tritt  in
Liquidation.  Im  Jahre  1905  gibt  Lahmeyer  seine  Fabrikationsabteilung  (an  die  Felten  und  Guilleaume-Carlswerk  A,-G.)
ab.  Es  bleiben  1905  bis  1910  die  Allgemeine  Elektrizitätsgesellschaft  und  die  Simens  &amp;amp;  Halske  A.-G.
2)  Passow  a.  a.  O.:  Die  wirtschaftliche  Bedeutung  und  Organisation  der  Aktiengesellschaften  8.92.
3)  Elektrizitäts-A.  -  G,  vorm,  Schuckerl  &amp;amp;  Co.
4)  Allgemeine  Elektrizitätsgesellschaft.
5)  Elektrizitäts-A.-G.  vorm.  Scbuckert  &amp;amp;  Co.
        <pb n="22" />
        22

mit  durchschnittlich  3,19  ist  hoch,  entsprechend  dem  großen  Betriebsvermögen;  am  stärksten  wächst
sie  von  1905  auf  1906,  da  der  Anteil  des  Betriebsvermögens  bei  sinkenden  kurzfristigen  Schulden
außergewöhnlich  steigt.  Den  niedrigsten  Stand  hat  sie  mit  2,19  im  Jahre  T905  und  deutet  damit
auf  eine  Kapitalsknappheit  hin.  Dies  bestätigt  das  Verhältnis  des  dauernd  verfügbaren  Kapitals  zum
Gesamtanlagevermögen,  das  im  selben  Jahre  mit  1,23  am  kleinsten  während  der  10  Jahre  der
Untersuchung  ist;  dieser  Knappheit  wird  dann  im  folgenden  Jahre  durch  starke  Erhöhung  des  eigenen
Kapitals  und  der  langfristigen  Schulden  abgehotfen.  Im  Durchschnitt  ist  das  Verhältnis  1,55  und
ist  bei  zwar  kleinem  produzierendem  Anlagevermögen  aber  großem  Anteil  der  Wertpapiere  und
Beteiligungen  am  Gesamtvermögen  als  hoch  zu  bezeichnen.
2.  Eiektrizitätserzeugung.
a)  Reine  Elektrizitätswerke.
Tabelle  17.
Durch  die  Art  des  Betriebes  und  der  Geschäftsführung  der  reinen  Elektrizitätswerke,  die
derjenigen  der  Gas-  und  Wasserwerke  ähnelt,  sind  sie  wesentlich  von  den  übrigen  privaten  industriellen
Unternehmungen  unterschieden;  der  Kreis  ihrer  Abnehmer  ist  ein  räumlich  mehr  oder  weniger  eng
begrenzter,  Konkurrenz  ist  meist  nicht  vorhanden,  ferner  sind  die  Anforderungen  an  den  Betrieb
sowie  Ausgaben  und  Einnahmen  im  voraus  für  längere  Zeit  ziemlich  genau  zu  übersehen,  dagegen
sind  die  Anlagen  dieser  Unternehmen,  besonders  das  Leitungsnetz,  sehr  kostspielig.  Diese  besonderen
Verhältnisse  kommen  sowohl  bei  der  Art  der  Kapitalsbeschaffung,  als  bei  der  Vermögensverteilung
zum  Ausdruck.
Wegen  der  eingangs  (S.  8)  erwähnten  teilweisen  Korrektivposten 1  wurde  der  Durchschnitt
der  10  Jahre  zweifach  errechnet;  die  folgenden  Angaben  verstehen  sich  stets  unter  Einbeziehung
dieser  Posten  in  die  Reserven.
Die  Anzahl  der  Gesellschaften  wächst  von  5  im  Jahre  1901  aut  8  im  Jahre  1910.  Das
eigene  Kapital  beläuft  sich  im  Durchschnitt  auf  127,3  %  ^ es  Aktienkapitals;  sein  Wachsen  von  109,7  °/ 0
im  Jahre  1901  auf  135,1%  lm  Jahre  1910  beruht  fast  allein  auf  der  Zunahme  dieser  teilweisen
Korrektivposten.  Die  Höhe  des  fremden  Kapitals  im  Verhältnis  zum  eigenen  Kapital  wird  ebenfalls
von  ihnen  beeinflußt;  auch  abgesehen  .von  der  durch  das  Wachsen  dieser  Posten  hervorgerufenen
Verminderung  zeigt  sie  ein  Fallen.  Durchschnittlich  beträgt  das  fremde  Kapital  76,8  °/ 0  des  eigenen
Kapitals,  von  denen  63,5%  aus  den  Obligationen  und  Hyphotheken  bestehen,  die  80,8%  des
Aktienkapitals  erreichen;  die  kurzfristigen  Schulden  sind  also  von  untergeordneter  Bedeutung.
Eine  entsprechende  Verteilung  zeigt  das  produzierende  Vermögen,  an  dem  im  Durchschnitt
das  produzierende  Anlagevermögen  einen  Anteil  von  93,3%,  das  Betriebsvermögen  einen  Anteil
von  6,7%  hat.  Das  Verhältnis  zwischen  produzierendem  Anlage-  und  Betriebsvermögen  zeigt  in
den  10  Jahren  große  Stetigkeit;  auch  die  Vorräte,  die  durchschnittlich  2,1  %  des  produzierenden
Vermögens  betragen,  zeigen  keine  wesentlichen  Abweichungen.
Der  Durehschnittsanteil  der  Wertpapiere  und  Beteiligungen  von  4,8  %  des  Gesamtvermögens
gibt  ein  unzutreffendes  Bild,  da  sie  fast  ausschließlich  einer  einzigen  Gesellschaft 2  gehören,  die  aber
auch  erst  in  den  letzten  3  Jahren  größere  Anlagen  dieser  Art  aufweist,  ohne  jedoch  dadurch  im
wesentlichen  ihren  Charakter  als  reines  Elektrizitätswerk  zu  verlieren.
Die  Abschreibungen  betragen  durchschnittlich  3,2  %  des  Gesamtvermögens.
Die  Liquidität  ist  sehr  niedrig,  durchschnittlich  beträgt  sie  0,94;  jedoch  bedürfen  diese
Gesellschaften  bei  der  oben  erwähnten  Art  ihres  Betriebes  auch  gar  nicht  des  Spielraums  einer  hohen
Liquidität,  da  die  flüssigen  Mittel  klein  gehalten  werden  können.  Aus  demselben  Grunde  ist  das
Verhältnis  des  dauernd  verfügbaren  Kapitals  zum  Gesamtanlagevermögen  niedrig,  es  beträgt  durchschnittlich ­
  0,93.
Die  Verrechnung  der  erwähnten  teilweisen  Körrektivposten  hat,  wie  der  zweite  Durchschnitt
der  Tabelle  zeigt,  wesentlichen  Einfluß  nur  auf  die  Verhältnisse  des  eigenen  und  des  fremden  Kapitals,
während  sie  für  die  übrigen  von  geringer  Bedeutung  ist.

1)  Siehe  auch  Passow,  Die  Bilanzen  der  privaten  Unternehmungen  S.  174h:  Abschreibungen  bei  Heimfallund
  Rückkaufunternehmungen;  Amortisationsfonds,  Erneuerungsfonds.
2)  Berliner  Elektrizitätswerke,  W.-P.  u.  Bet.  1908  bis  1910;  19,264  bzw.  25,193  bzw.  24,789  Mül.  Mk.;
es  sind  dies  fast  ausschließlich  Aktien  der  Elektriziläts-Lieferungsgesellschaft,  die  erworben  wurden,  um  bei  Nichterneuerung
  des  Vertrages  mit  der  Stadt  Berlin  im  Jahre  1915  der  Gesellschaft  ein  Fortbestehen  zu  ermöglichen.
Salings  Börsenjahrbuch  1909/10,  S.  1414.
        <pb n="23" />
        23

b)  Elektrizitätserzeugung,  verbunden  mit  Finanzierung  von  Elektrizitätsunternehmungen.
Tabelle  18.
Die  Gesellschaften  für  Elektrizitätserzeugung,  verbunden  mit  Finanzierung  von  Elektrizitätsunternehmungen, ­
  zeigen  mit  den  reinen  Elektrizitätswerken  in  der  Zusammensetzung  des  Kapitals
noch  gewisse  Ähnlichkeiten,  in  der  Vermögensverteilung  jedoch  weitgehende  Unterschiede.  Der
Durchschnitt  in  der  Tabelle  ist  auch  hier  wegen  der  zahlreichen  teilweisen  Korrektivposten  doppelt
gerechnet;  die  folgenden  Angaben  verstehen  sich  stets  unter  Einbeziehung  dieser  Posten  in  die  Reserven.
Das  eigene  Kapital  beträgt  durchschnittlich  115,1  °/ 0  des  Aktienkapitals;  es  zeigt,  abgesehen
von  der  Zunahme  der  Korrektivposten  und  von  einigen  Schwankungen,  die  durch  starke  Erhöhung
des  Aktienkapitals  veranlaßt  werden,  im  ganzen  ein  Wachsen.  Die  ungewöhnliche  Zunahme  der
Reserven  im  Jahre  1906  beruht  nicht  auf  einer  Erhöhung  aus  dem  Betriebsgewinn,  sondern  zum
Teil  auf  einer  großen  Agiozuwendung,  zum  Teil  auf  einem  Sanierungsbuchgewinn.  Beide  Ursachen
kommen  auch  für  das  im  gleichen  Jahre  außergewöhnlich  niedrige  fremde  Kapital  in  Betracht,  das
nur  68,6%  des  eigenen  Kapitals  erreicht,  während  es  durchschnittlich  84,2°%  beträgt;  62,8  °/ 0  von
diesen  entfallen  auf  die  Obligationen  und  Hypotheken,  die  sich  auf  72,4  °/ 0  des  Aktienkapitals
belaufen.  Die  Ähnlichkeit  mit  den  reinen  Elektrizitätswerken  in  der  Zusammensetzung  des  Kapitals
besteht  in  diesem  hohen  langfristigen  Kredit,  der  aber  hier  vielleicht  weniger  in  der  Eigenschaft
der  Gesellschaften  als  Elektrizitätswerke  als  in  ihrem  Charakter  der  finanziellen  Trustgesellschaften
seinen  Grund  hat. 1  Starke  Abweichungen  von  der  durchschnittlichen  Zusammensetzung  des  Kapitals
zeigen  die  Jahre  1901  und  1902  durch  ausnehmend  hohe  kurzfristige  Schulden,  so  daß  das  fremde
Kapital  etwas  größer  ist  als  das  eigene,  und  die  kurzfristigen  Schulden  mehr  als  die  Hälfte  der
Obligationen  und  Hypotheken  betragen.
Das  produzierende  Vermögen  beläuft  sich  auf  nur  46,5  °/ 0  des  Gesamtvermögens.  Das
produzierende  Anlagevermögen  beträgt  59,5%,  das  Betriebsvermögen  40,5  °/ 0  des  produzierenden
Vermögens,  einschließlich  1,4  °/ 0  Vorräte;  die  größten  Abweichungen  zeigen  wieder  die  Jahre  1901
und  1902,  da  in  ihnen  das  Betriebsvermögen  das  produzierende  Anlagevermögen  überwiegt.
Die  Anlage  in  Wertpapieren  und  Beteiligungen  bildet  mehr  als  die  Hälfte  des  Gesamtvermögens; ­
  im  Durchschnitt  beträgt  ihr  Anteil  vom  Gesamtvermögen  53,6  °/ 0 ,  vom  Gesamtanlagevermögen ­
  66,i  °/ 0 .  Während  in  den  ersten  Jahren  dieser  Anteil  ziemlich  gleich  bleibt,  nimmt  er
von  1906  bis  1910  ständig  ab.
Die  Abschreibungen  sind  außerordentlich  gering,  sie  betragen  nur  0,7  °J 0  des  Gesamtvermögens.
Die  Liquidität,  die  in  den  ersten  7  Jahren  niedrig  zu  nennen  ist,  erhöht  sich  erheblich  in
den  folgenden  Jahren;,  durchschnittlich  ist  sie  1,69;  die  Steigerung  in  den  letzten  3  Jahren  wird
dadurch  veranlaßt,  daß  der  langfristige  Kredit,  zum  Teil  zur  Verkleinerung  der  kurzfristigen  Schulden,
im  Jahre  1908  stark  in  Anspruch  genommen  wird.  Auf  demselben  Grunde  beruht  die  Vergrößerung
des  Verhältnisses  des  dauernd  verfügbaren  Kapitals  zum  Gesamtanlagevermögen  in  der  gleichen  Zeit,
das  auch  in  den  übrigen  Jahren  auffällig  in  seinen  Veränderungen  denjenigen  der  Liquidität  entspricht.
Seine  durchschnittliche  Höhe  ist  1,05.
V.  Gas-  und  Wasserversorgung.
Tabelle  19.
Wegen  der  auch  bei  den  Aktiengesellschaften  für  Gas-  und  Wasserversorgung  sich  häufig
findenden  teilweisen  Korrektivposten  ist  wieder  der  Durchschnitt  in  der  Tabelle  doppelt  errechnet
worden;  die  folgenden  Angaben  verstehen  sich  stets  unter  Einbeziehung  dieser  Posten  in  die
Reserven.
Die  Untersuchung  umfaßt  9  Gesellschaften,  von  denen  4  Gesellschaften  Wasserwerke,  die
übrigen  Gaswerke  zum  Teil  verbunden  mit  Elektrizitätswerken,  deren  Bedeutung  aber  hinter  der
der  Gaswerke  zurücksteht,  betreiben.
Das  eigene  Kapital  beträgt  im  Durchschnitt  131,9°%  des  Aktienkapitals;  sein  Wachsen
während  der  io  Jahre  beruht  fast  ausschließlich  auf  den  erwähnten  Korrektivposten.  Das  fremde
Kapital  wird  im  Verhältnis  zum  eigenen  Kapital  im  Laufe  der  10  Jahre  geringer;  im  Durchschnitt
beläuft  es  sich  auf  44,0  °/ 0  des  eigenen  Kapitals,  wovon  34,7  %  aus  Obligationen  und  Hypotheken
bestehen,  die  45,8  o/ 0  des  Aktienkapitals  betragen,  so  daß  also  die  langfristigen  Schulden  die  kurzfristigen ­
  weit  überwiegen.
Beim  produzierenden  Vermögen  übersteigt  das  produzierende  Anlagevermögen  bedeutend
das  Betriebsvermögen;  durchschnittiich  beläuft  sich  das  produzierende  Anlagevermögen  auf  90,0  °/ 0 ,

1)  Siehe  Passow,  Die  wirtschaftliche  Bedeutung  und  Organisation  der  Aktiengesellschaften  S.  1,16.
        <pb n="24" />
        —  24  —
das  Betriebsvermögen  auf  io,o°/ 0  des  produzierenden  Vermögens,  einschließlich  0,97  °/ 0  Vorräte.
Es  zeigt  sich  hier  die  Verwandtschaft  mit  den  Elektrizitätswerken,  die  auf  den  gleichen  oder  ähnlichen ­
  Bedingungen  des  Betriebs  und  der  Geschäftsführung  beruht  (s.  S.  22).  Das  Jahr  1906  zeigt
eine  Vermehrung  des  Anteils  des  Betriebsvermögens  auf  Koster\  der  Wertpapiere  und  Beteiligungen,
die  durch  den  günstigen  Verkauf  eines  Wasserwerks  einer  der  Gesellschaften 1  bewirkt  und  durch
große  Gewinnausschüttung  wieder  beseitigt  wird.
Der  Anteil  der  Wertpapiere  und  Beteiligungen  beträgt  durchschnittlich  6,5  °/ 0  des  Gesamtverraögens.

Die  Abschreibungen,  einschließlich  der  Zuweisungen  an  die  Abschreibungs-,  Erneuerungsusw.
  -Fonds,  sind  sehr  niedrig;  sie  belaufen  sich  auf  1,8  °/ 0  des  Gesamtvermögens.  Ihre  ungewöhnliche ­
  Höhe  im  Jahre  1908  wird  dadurch  veranlaßt,  daß  eine  der  Gesellschaften 2  ihre  in  den  vorhergehenden ­
  Jahren  zu  niedrig  gehaltenen  Abschreibungen  in  diesem  Jahr  ergänzt.
Die  Verrechnung  der  teilweisen  Korrektivposten  ist  nur  für  die  Verhältnisse  des  eigenen  und
fremden  Kapitals  von  Bedeutung,  während  sie  die  Vermögensverteilung  wenig  beeinflußt,  wie  der
Durchschnitt  in  der  Tabelle  zeigt.

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VI.  Industrie  der  Steine  und  Erden.
Die  Aktiengesellschaften  der  Industrie  der  Steine  und  Erden  wurden  eingeteilt:  1.  In  die
Gesellschaften,  die  sich  mit  der  Herstellung  von  Baumaterialien  beschäftigen,  wie  Stein-,  Asphalt-,
Zement-,  Kalk-  und  Mörtelwerke,  sowie  Ziegeleien  und  Steinzeugfabriken,  2.  in  Glas-,  Porzellanund
  Steingutfabriken.
1.  Baumaterialien.
Tabelle  20
Die  Anzahl  der  Gesellschaften  der  Baumaterialienindustrie  wächst  von  33  im  Jahre  1901
auf  44  im  Jahre  1910;  von  diesen  44  Gesellschaften  betreiben  allein  26  Zementfabriken,  während
die  übrigen  sich  im -  ganzen  gleichmäßig  auf  die  oben  angeführten  übrigen  Arten  der  Baumaterialienindustrie ­
  verteilen.
Das  eigene  Kapital  beträgt  durchschnittlich,  121,3  °/ 0  des  Aktienkapitals  und  hält  sich  während ­
  der  10  Jahre  ungefähr  auf  derselben  Höhe.  Das  fremde  Kapital  zeigt  größere  Schwankungen
infolge  der  ungleichmäßigen  kurzfristigen  Schulden;  es  beläuft  sich  durchschnittlich  auf  34,8  o/ 0  des
eigenen  Kapitals,  von  denen  24,4  %  auf  langfristige  Schulden  entfallen,  die  29,7  o/ 0  des  Aktienkapitals ­
  betragen.
Das  produzierende  Vermögen  besteht  durchschnittlich  zu  72,8  %  aus  produzierendem  Anlagevermögen ­
  und  zu  27,2  0/0  aus  Betriebsvermögen  einschließlich,  8,1  o/ 0  Vorräte.  Eine  bestimmte
Entwickelung  zeigt  sich  nicht,  und  auch  die  Vorräte  bleiben  bei  teilweise  größeren  Veränderungen
im  ganzen  in  ihrem  Verhältnis  zum  produzierenden  Vermögen  gleich.
Dasselbe  gilt  für  die  Wertpapiere  und  Beteiligungen,  deren  durchschnittlicher  Anteil  8,5  %
des  Gesamtvermögens  beträgt.
Die  Abschreibungen  belaufen  sich  auf  3,3  &amp;lt;y 0  des  Gesamtvermögens.
2.  Glas-,  Porzellan-  und  Steingut.
Tabelle  21.
Die  Anzahl  der  Gesellschaften  wächst  von  14  im  Jahre  igoi  auf  23  im  Jahre  1910;  von
diesen  23  Gesellschaften  betreiben  10  Porzellan-  und  Steingutfabriken,  12  Glasfabriken  und  1  Gesellschaft ­
  sowohl  Glas-  wie  Porzellanfabrikation.
Das  eigene  Kapital  nimmt  im  Laufe  der  10  Jahre  ständig  zu  und  zwar  von  112,60/0  auf
120,00/0  des  Aktienkapitals;  durchschnittlich  beläuft  es  sich  auf  115,7%.  Die  Reserven  erfahren
häufige  Verstärkungen  durch  Agiozuwendungen.  Es  herrscht  bei  diesen  Gesellschaften  ein,  starkes
Kapitalsbedürfnis,  das  sich  in  den  mehrfachen  Erhöhungen  des  Aktienkapitals  äußert  und  auch  in
dem  Anteil  des  fremden  Kapitals  zum  Ausdruck  kommt.  Am  niedrigsten  ist  das  fremde  Kapital
mit  29,40/0  des  eigenen  Kapitals  im  Jahre  1901;  in  den  Jahren  1906  bis  1909  zeigt  es  entschieden
zunehmende  Tendenz  auf  Grund  der  Zunahme  der  kurzfristigen  Schulden;  seine  durchschnittliche
Höhe  ist  42,3  °/ 0  des  eigenen  Kapitals,  wovon  auf  Obligationen  und  Plypotheken  28,2  °/ 0  entfallen,
die  sich  auf  32,7  °/ o  des  Aktienkapitals  belaufen  und  während  der  10  Jahre  bedeutend  die  kurzfristigen ­
  Schulden  überwiegen.

1)  Charlottenburger  Wasserwerke.
2)  Neue  Gas-A.-G.
        <pb n="25" />
        4

—  25  —
Die  Zusammensetzung  des  produzierenden  Vermögens  bleibt  bis  zum  Jahre  1907  im  ganzen
konstant;  dann  zeigt  sich  eine  Zunahme  des  Betriebsvermögens.  Durchschnittlich  betragen  das  produzierende ­
  Anlagevermögen  60,5%,  das  Betriebsvermögen  39,5  °/ 0  des  produzierenden  Vermögens,
einschließlich  16,6  °/ 0  Vorräte.
Der  Anteil  der  Wertpapiere  und  Beteiligungen  ist  gering;  auf  sie  entfallen  nur  2,5  %  des
Gesamtvermögens.
Abgeschrieben  werden  jährlich  durchschnittlich  3,7%  des  Gesamtveimögens.
VII.  Chemische  Industrie.
Tabelle  22.
Zu  den  Aktiengesellschaften  dieser  Gruppe  wurden  neben  denen  der  eigentlichen  chemischen
Industrie  die  Farbwerke,  die  Sprengstoff-  und  Zündwarenfabriken,  sowie  eine  Gesellschaft  für  Kohlenfabrikation ­
  und  eine  Bleistiftfabrik  gezählt.  Die  Anzahl  der  Gesellschaften  sinkt  von  23  im  Jahre  1901
auf  22  im  Jahre  1902  und  steigt  bis  1910  auf  40  Gesellschaften.
Das  eigene  Kapital  nimmt  im  Laufe  der  10  Jahre  im  Verhältnis  zum  Aktienkapital  zu,
mit  Ausnahme  des  Jahres  1905,  in  denen  das  Aktienkapital  erheblich  steigt;  durchschnittlich  beträgt
es  133,9%  des  Aktienkapitals.  Das  fremde  Kapital  besteht  mit  Ausnahme  des  Jahres  1902  zum
größeren  Teil  aus  kurzfristigen  Schulden;  es  beläuft  sich  durchschnittlich  auf  46,6  %  des  eigenen
Kapitals,  von  denen  18,1%  auf  Anleihen  und  Hypotheken  entfallen,  deren  Höhe  nur  24,2°%  des
Aktienkapitals  erreicht.  Die  Inanspruchnahme  fremden  Kapitals  ist  ungleichmäßig;  die  ersten  Jahre
zeigen  eine  allmähliche  Abnahme,  die  letzten  5  Jahre  dagegen  ein  schnelles  Steigen;  die  stärkste
Zunahme  findet  1909  statt,  hervorgerufen  durch  Erhöhung  der  Anleihen.
In  der  Zusammensetzung  des  produzierenden  Vermögens  überwiegt  das  Betriebsvermögen,
das  durchschnittlich  60,1%  des  produzierenden  Vermögens  beträgt,  so  daß  auf  das  produzierende
Anlagevermögen  39,9  %  entfallen.  Die  Vorräte  mit  25,9  %  des  produzierenden  Vermögens  sind
beträchtlich.  Im  ganzen  bleibt  die  Höhe  dieser  Anteile  konstant;  eine  Ausnahme  im  Vergleich  mit
den  folgenden  Jahren  bildet  im  Jahre  1901  die  Höhe  der  Vorräte,  denen  im  selben  Jahre  außergewöhnlich ­
  hohe  kurzfristige  Schulden  entsprechen.  Im  Jahre  1908  kommt  die  starke  Kapitalvermehrung ­
  hauptsächlich  dem  Betriebsvermögen  zugute.
Der  Anteil  der  Wertpapiere  und  Beteiligungen  wächst  in  den  10  Jahren  von  7,3  auf  14,5  %
des  Gesamtvermögens;  durchschnittlich  beträgt  er  11,8%.  Die  Abschreibungen  belaufen  sich  auf
3,9  %  des  Gesamtvermögens.
VIII.  Industrie  der  Öle  und  Fette.
Tabelle  23.
Von  den  Aktiengesellschaften  der  Industrie  der  Öle  und  Fette  beschäftigt  sich  eine,  durchlaufend ­
  von  1901  bis  1910,  mit  der  Verarbeitung  von  Wachs,  mit  Kerzenfabrikation  usw.,  während
die  beiden  übrigen  Gesellschaften,  sowohl  die  der  Jahre  1901  bis  1905  wie  1908  bis  1910,  Ölmühlen
und  -fabriken  betreiben.  Das  eigene  Kapital,  durchschnittlich  110,3%  des  Aktienkapitals,  zeigt  bei
den  einzelnen  Gesellschaften  sehr  verschiedene  Höhe,  wie  ein  Vergleich  der  übrigen  Jahre  mit  den
Jahren  1906  und  1907  zeigt.  Das  Wachsen  des  eigenen  Kapitals  in  den  Jahren  I9°9  ur, d  19 10
beruht  zum  großen  Teil  auf  einer  Vermehiung  der  Reserven  durch  Agiozuwendungen.  Das  fremde
Kapital  beläuft  sich  auf  50,0%  des  eigenen  Kapitals,  von  denen  10,1%  auf  langfristige  Schulden
entfallen,  die  11,1  %  des  Aktienkapitals  betragen.  In  den  einzelnen  Jahren  schwankt  die  Inanspruchnahme ­
  fremden  Kapitals  erheblich,  wobei  die  kurzfristigen  Schulden  die  langfristigen  stets  bedeutend
überwiegen.
Vopr  produzierenden  Vermögen  entfällt  der  Hauptanteil  auf  das  Betriebsvermögen  einschließlich
Vorräte,  das  69,4  %  des  produzierenden  Vermögens  ausmacht,  gegenüber  30,6  %  produzierendem
Anlagevermögen.  Die  Vorräte  sind  sehr  hoch;  mit  31,1%  sind  sie  durchschnittlich  höher  als  das
produzierende  Anlagevermögen.  Ein  auffallend  niedriges  produzierendes  Anlagevermögen  zeigen
die  Jahre  1906  und  1907,  in  denen  die  der  Untersuchung  zugrunde  liegende  Gesellschaft  keine
Ölmühle  betreibt.
Der  Anteil  der  Wertpapiere  und  Beteiligungen  am  Gesamtvermögen  ist  mit  1,7  %  gering;
nur  im  Jahre  1910  erreichen  sie  mit  4,8%  mehr  Bedeutung.
Die  Abschreibungen  sind  seht  niedrig,  sie  betragen  durchschnittlich  1,7  %  des  Gesamtvermögens.
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        IX.  Textilindustrie.
Tabelle  24.
Die  Gesellschaften  der  Textilindustrie  umfassen  neben  Wolle-,  Baumwolle-,  Jute-  und
Leinen-Spinnereien  und  -Webereien  aller  Axt  die  Teppich-,  Spitzen-  und  Gardinenfabriken,  ferner
je  eine  Gesellschaft  für  Herrichtung  von  Stoffen  und  für  Treibriemenweberei  und  Seilfabrikation.
Die  Anzahl  der  Gesellschaften  wächst  von  41  im  Jahre  1901  auf  56  im  Jahre  1910.  Das
eigene  Kapital  nimmt  in  den  ersten  6  Jahren  zu  und  bleibt  dann  ungefähr  auf  derselben  Höhe;
durchschnittlich  beträgt  es  I2i,o°/ 0  des  Aktienkapitals.  Das  ftemde  Kapital  besteht  überwiegend
aus  kurzfristigen  Schulden;  von  seiner  durchschnittlichen  Höhe  von  70,0  °/ 0  des  eigenen  Kapitals
entfallen'  nur  24,9  °/ 0  auf  Anleihen  und  Hypotheken,  die  sich  auf  30,2  °/o  des  Aktienkapitals  belaufen.
Der  Anteil  des  produzierenden  Anlagevermögens  am  produzierenden  Vermögen  ist  in  den
ersten  Jahren  größer  als  der  des  Betriebsvermögens;  er  zeigt  aber  eine  fortdauernde  Abnahme,  so
daß  sich  das  produzierende  Vermögen  durchschnittlich  zusammensetzt  aus  45,5  °/ 0  produzierendem
Anlagevermögen  und  54,5  °/ 0  Betriebsvermögen.  Hoch  sind  die  Vonäte  mit  durchschnittlich  31,0  °/ 0
des  produzierenden  Vermögens;  jedoch  zeigen  sie  in  den  einzelnen  Jahren  erhebliche  Verschiedenheiten.
Der  Anteil  der  Wertpapiere  und  Beteiligungen,  duichschnittlich  7,7  °/ 0  des  Gesamtvermögens,
bleibt  im  ganzen  auf  gleicher  Höhe.
Die  Abschreibungen  betragen  2,5  °/ 0  des  Gesamtvermögens,
X.  Papierindustrie.
Tabelle  25.
Die  Anzahl  der  Aktiengesellschaften  für  Papierindustrie  wächst  von  15  im  Jahre  1901  auf
19  im  Jahre  1910.  Das  eigene  Kapital  ist  im  Verhältnis  zum  Aktienkapital  sehr  hoch;  durchschnittlich ­
  136,8  °/ 0  des  Aktienkapitals,  steigt  es  1910  bis  auf  141,6  °/ 0 .  Die  Zunahme  der  Reserven
wird  zum  großen  Teil  nicht  durch  Zuwendungen  aus  dem  Betriebsgewinne  bewirkt,  sondern  durch
Agiozuwendungen,  die  in  einzelnen  Jahren  erhebliche  Beträge  darstellen,  so  z.  B.  im  Jahre  1909
rund  7  Mül.  Mark,  die  aber  nicht  voll  in  der  Tabelle  zur  Erscheinung  treten,  da  im  gleichen  Jahre
ein  größerer  Verlust  einer  Gesellschaft 1  aus-  den  Reserven  beseitigt  wird.  Trotz  der  ständigen
bedeutenden  Vermehrung  des  eigenen  Kapitals  ist  der  Bedarf  an  fremdem  Kapital  groß;  im  Durchschnitt
beträgt  es  73,3  °/ 0  des  eigenen  Kapitals,  wovon  39,2  °/ 0  auf  Anleihen  und  Hypotheken  entfallen,
die  53,7%  des  Aktienkapitals  erreichen.  Auch  in  den  einzelnen  Jahren,  mit  Ausnahfile  von  1908,
überwiegen  die  langfristigen  Schulden  die  kurzfristigen.
Die  Vermögensverteilung  zeigt  trotz  großer  Vorräte  ein  das  Betriebsvermögen  übersteigendes
produzierendes  Anlagevermögen.  Durchschnittlich  setzt  sich  das  produzierende  Vermögen  zusammen
aus  53,8  °/ 0  produzierendem  Anlagevexmögen  und  46,2  °/ 0  Betriebsvermögen,  wovon  auf  Vorräte  21,9  °/ 0
entfallen.  In  den  Jahren  1901  und  1902  erscheint  das  Betriebsvermögen  zu  hoch  durch  ein  Darlehen
einer  der  Aktiengesellschaften 2  *  an  ein  ausländisches  Unternehmen.
Der  Anteil  der  Wertpapiere  und  Beteiligungen  beträgt  durchschniitlich  13,4  °/ 0  des  Gesamtvermögens; ­
  ihre  Verteilung  auf  die  einzelnen  Gesellschaften  ist  sehr  ungleichmäßig,  da  sie  zu  mehr
als  9 /to  einer  einzigen  Gesellschaft 2  gehören.
Die  Abschreibungen  betragen  3,1%  des  Gesamtvermögens.
XI.  Leder-,  Gummi-  und  Linoleumindustrie.
Tabelle  26.
Die  Anzahl  der  Gesellschaften  der  Leder-,  Gummir  und  Linoleumindustrie  wechselt  in  den
einzelnen  Jahren  zwischen  13  und  15  Gesellschaften.  Die  13  Gesellschaften  des  Jahres  1910  setzen
sich  zusammen  aus  2  Lederfabriken  (ohne  Schuhfabriken),  7  Gummiwaren-,  3  Linoleumfabriken  und
1  Zelluloidfabrik.  Das  eigene  Kapital  steigt  von  126,8  °/ 0  im  Jahre  1901  auf  132,6  °/ 0  des  Aktienkapitals ­
  im  Jahre  1910;  durchschnittlich  beträgt  es  130,2.  Das  fremde  Kapital  wächst  im  Laufe
der  10  Jahre  von  46,5  auf  83,0  °/ 0  des  eigenen  Kapitals;  vom  Durchschnitt  65,0  °/ 0  entfallen  27,7  °/o
auf  Anleihen  und  Hypotheken,  die  36,0  °/ 0  des  Aktienkapitals  betragen  und  während  der  Zeit  der
Untersuchung  stets  die  kurzfristigen  Schulden  überwiegen.
Die  Verteilung  des  produzierenden  Vermögens  zeigt,  soweit  dies  bei  den  Unterschieden
der  Anzahl  der  Gesellschaften  in  den  einzelnen  Jahren  zu  erkennen  ist,  eine  allmähliche  Abnahme
1)  Elberfelder  Papierfabrik  A.-G.
2)  Zellstoffäbrik  Waldhof:  7  Mill,  Mk,  Darlehen  an  die  russische  A.-G.  Wäldhof,  das  1903  in  Obligationen
der  russischen  Gesellschaft  umgewandelt  wird.
        <pb n="27" />
        27

des  Anteils  des  produzierenden  Anlagevermögens  bei  wechselnder  Höhe  der  recht  beträchtlichen
Vorräte,  jedoch  überwiegt  stets  das  Betriebsvermögen.  Durchschnittlich  besteht  das  produzierende
Vermögen  zu  37,0%  aus  produzierendem  Anlagevermögen  und  63,o 0 / 0  Betriebsvermögen  einschließlich
37,8  °/ 0  Vorräte,  wobei  letztere  von  1905  ab  das  produzierende  Anlagevermögen  übersteigen.
Wertpapiere  und  Beteiligungen  mit  einem  Anteil  von  4,8  °/ 0  am  Gesamtvermögen  sind  von
untergeordneter  Bedeutung.
Die  Abschreibungen  betragen  durchschnittlich  2,5  °/ 0  des  Gesamtvermögens.
XII.  Holzindustrie.
Tabelle  27.
Zu  den  Gesellschaften  der  Holzindustrie  gehören  neben  den  Holzverarbeitungsfabriken  eine
Pinsel-  und  seit  1902  eine  Bürstenfabrik.  Die  Anzahl  der  Gesellschaften  beträgt  im  Jahre  1901
4  Gesellschaften,  in  den  übrigen  Jahren  5  Gesellschaften.
Das  eigene  Kapital  wächst  im  ganzen  gleichmäßig  im  Verhältnis  zum  Aktienkapital;  durchschnittlich ­
  beläuft  es  sich  auf  114,8  °/ 0  des  Aktienkapitals.  Die  Höhe  des  fremden  Kapitals  schwankt
zwischen  38,8  und  58,6°/o  des  eigenen  Kapitals;  durchschnittlich  beträgt  es  48,2  °/ 0 ,  wovon  21,4%
auf  Obligationen  und  Hypotheken  entfallen,  die  24,6%  des  Aktienkapitals  betragen.
Das  produzierende  Vermögen  setzt  sich  durchschnittlich  zusammen  aus  44,3  °/ 0  produzierendem
Anlagevermögen  und  55,7%  Betriebsvermögen  einschließlich  30,5%  Vorräte.  Abgesehen  von  kleinen
Veränderungen  bleiben  diese  Verhältnisse  in  den  10  Jahren  konstant.
Der  geringe  Anteil  der  Wertpapiere  und  Beteiligungen  am  Gesamtvermögen,  durchschnittlich
3,1%,  zeigt  einige  Schwankungen  von  untergeordneter  Bedeutung.
Die  Abschreibungen  belaufen  sich  auf  .1,5%  des  Gesamtvermögens.
XIII.  Nahrungs-  und  Genußmittelindustrie.
Die  Aktiengesellschaften  der  Nahrungs-  und  Genußmittelindustrie  wurden  eingeteilt  in
1.  Getreidemühlen,
2.  Zuckerfabriken  und  -raffinerien,
3.  Brauereien  und  Mälzereien,
4.  Spritfabriken,
5.  Gesellschaften  sonstiger  Nahrungsmittelindustrien,
1.  Getreidemühlen.
Tabelle  28.
Die  Anzahl  der  Gesellschaften  hält  sich  in  den  einzelnen  Jahren  zwischen  4  und  7  Gesellschaften.
Das  eigene  Kapital,  durchschnittlich  115,6%  des  Aktienkapitals,  zeigt  in  den  letzten  3  Jahren  ein
entschiedenes  Anwachsen,  so  daß  es  im  Jahre  1910  120,4%  erreicht.  Die  Höhe  des  fremden
Kapitals  schwankt  zwischen  34,3%  im  Jahre  1903  und  75,0%  des  eigenen  Kapitals  im  Jahre  1910;
im  Durchschnitt  beträgt  es  53,6%,  wovon  auf  Obligationen  und  Hypotheken,  die  sich  auf  22,4%
des  Aktienkapitals  belaufen,  19,3%  entfallen.
Das  Gesamtvermögen  wird  so  gut  wie  ganz  vom  produzierenden  Vermögen  in  Anspruch
genommen;  nur  durchschnittlich  0,7%  entfallen  auf  Wertpapiere  und  Beteiligungen.  Das  produzierende
Vermögen  setzt  sich  durchschnittlich  zusammen  aus  42,0%  produzierendem  Anlagevermögen  und  aus
58,0%  Betriebsvermögen,  von  denen  33,9%  aus  Vorräten  bestehen.  Die  Höhe  der  Vorräte  ist  in
den  einzelnen  Jahren  sehr  verschieden;  am  größten  sind  sie  1905  mit  42,6%  und  am  niedrigsten  1907
mit  30,3%  des  produzierenden  Vermögens.
Die  Abschreibungen  betragen  im  Durchschnitt  1,5%  des  Gesamtvermögens.
2.  Zuckerfabriken  und  -raffinerien.
Tabelle  29.
Die  Anzahl  der  Gesellschaften  der  Zuckerindustrie  beträgt  in  den  ersten  6  Jahren  8,  in
den  letzten  4  Jahren  10  Gesellschaften;  sie  umfassen  neben  den  Rübenzuckerfabriken  2  Raffinerien
und  1  Stärkezuckerfabrik.  Die  Rübenzuckerfabriken  sind  zum  Teil  mit  landwirtschaftlichem  Betrieb
verbunden.
Durchschnittlich  ergibt  sich  ein  eigenes  Kapital  von  120,9%  des  Aktienkapitals.  In  den
ersten  Jahren  bleibt  seine  Höhe  im  ganzen  stetig;  sein  Sinken  im  Jahre  1907  beruht  auf  dem

4
        <pb n="28" />
        —  28  —

Hinzutiitt  zweier  Gesellschaften,  1909  auf  der  Beseitigung  eines  Verlustes  aus  den  Reserven.  Das
fremde  Kapital  beträgt  50,5%  des  eigenen  Kapitals;  davon  entfallen  auf  Obligationen  und  Hypotheken,
die  sich  auf  20,3  °/ 0  des  Aktienkapitals  belaufen,  16,5%.  so  daß  also  die  kurzfristigen  Schulden  ganz
bedeutend  überwiegen.
Die  Zusammensetzung  des  produzierenden  Vermögens  verändert  sich  sehr  stark  im  Laufe
der  10  Jahre:  Während  zunächst  das  produzierende  Anlagevermögen  das  Betriebsvermögen  übersteigt,
erreichen  beide  1905  dieselbe  Höhe  und  von  1906  an  ist  dann  das  Betriebsvermögen  überlegen.
Im  Durchschnitt  ergibt  sich  ein  produzierendes  Anlagevermögen  von  47,7  °/ 0 ,  ein  Betriebsvermögen
von  52,3  °/ 0  des  produzierenden  Vermögens.  Die  Vorräte,  im  Durchschnitt  20,7  °/ 0  des  produzierenden
Vermögens,  zeigen  große  Verschiedenheit;  ihr  Anteil  schwankt  zwischen  14,5  und  28,3  °/ 0 .
Der  Anteil  der  Wertpapiere  und  Beteiligungen  am  Gesamtvermögen  beträgt  8,3  °/ 0 .
Abgeschrieben  werden  im  Durchschnitt  jährlich  rund  2,0  %  des  Gesamtvermögens.
3.  Brauereien  und  Mälzereien.
Tabelle  30.
Unter  den  Gesellschaften  für  Brauerei  und  Mälzerei  befinden  sich  ,2  Mälzereien  und  1  Gesellschaft,
die  Brauerei,  Spiritus-  und  Preßhefenfabrikation  in  sich  vereinigt.  Die  Anzahl  der  Gesellschaften
wächst  von  69  im  Jahre  1901  auf  73  in  den  Jahren  1906  und  1907  und  sinkt  bis  1910  auf  71.
Das  eigene  Kapital  beträgt  i22,8°/ 0  des  Aktienkapitals;  es  nimmt  ständig  zu  von  119,5  auf
125,6°/,,.  Das  fremde  Kapital,  durchschnittlich  62,7  °/ 0  des  eigenen  Kapitals,  wovon  auf  Obligationen
und  Hypotheken  42,2  °/ 0  entfallen,  die  sich  auf  52,o°/ 0  des  Aktienkapitals  belaufen,  zeigt  in  der
Zeit  der  Untersuchung  eine  erhebliche  Zunahme,  doch  wachsen  im  Verhältnis  die  kurzfristigen  Schulden
stärker  als  die  langfristigen,  ohne  jedoch  die  letzteren  auch  nur  annähernd  zu  erreichen.  In  den
Jahren  1909  und  besonders  1910  zeigt  sich  die  Wirkung  der  Einführung  der,  neuen  Brausteuer  in
einer  merkbaren  Steigerung  der  kurzfristigen  Verpflichtungen  und  des  fremden  Kapitals.
Das  produzierende  Vermögen  bleibt  in  seiner  Zusammensetzung  gleichmäßig,  abgesehen  von
einigen  Schwankungen;  durchschnittlich  besteht  es  aus  70,0°/o  produzierendem  Anlagevermögen  und
30,o 0 /o  Betriebsvermögen.  Im  Gegensatz  zu  den  Gesellschaften  der  übrigen  Industrien  besteht  das
produzierende  Anlagevermögen  zu  einem  erheblichen  Teil  aus  Hypotheken,  die  die  Brauereien  ihren
Kunden  bewilligen  müssen,  um  sich  den  Absatz  ihres  Bieres  zu  sichern.  Die  Vorräte  mit  9,6  °/ 0
des  produzierenden  Vermögens  sind  verhältnismäßig  niedrig,  doch  ist  anzunehmen,  daß,  da  die
Intensität  der  Produktion  und  des  Umsatzes  der  Brauereien  sehr  von  der  Jahreszeit  abhängt  und
ferner  der  weitaus  größte  Teil  der  Gesellschaften  sein  Geschäftsjahr  Ende  September  abschließt,  in
den  Monaten  Juli  und  August  einerseits  die  Vorräte  und  damit  das  Betriebsvermögen,  anderseits  die
kurzfristigen  Schulden  höher  sind  als  zu  dem  Zeitpunkt,  für  den  die  Bilanzen  aufgestellt  sind.
Der  Anteil  der  Wertpapiere  und  Beteiligungen  am  Gesamtvermögen  ist  gering;  er  beträgt
1,4  %,  zeigt  aber  im  Laufe  der  10  Jahre  eine  entschiedene  Zunahme.
Die  Abschreibungen  belaufen  sich  auf  3,4%  des  Gesamtvermögens.
4.  Spritfabriken.
Tabelle  31.
Die  Anzahl  der  Gesellschaften  der  Spritindustrie  wechselt  zwischen  3  und  4  Gesellschaften;
unter  ihnen  befindet  sich  keine  reine  Brennerei,  sondern  ihre  Haupttätigkeit  besteht  in  der  Verarbeitung
des  von  den  Brennereien  gelieferten  Spiritus.
Das  eigene  Kapital 1  ist  außergewöhnlich  hoch;  durchschnittlich  136,8%  des  Aktienkapitals,
wächst  es,  außer  im  Jahre  1904,  dauernd  von  124,4  auf  162,5  °/ 0 . 2  Das  fremde  Kapital,  durchschnittlich ­
  62,6%  des  eigenen  Kapitals,  besteht  zum  weitaus  größten  Teil  aus  kurzfristigen  Schulden;
auf  Obligationen  und  Hypotheken  in  Höhe  von  5,7  °/ 0  des  Aktienkapitals  entfallen  nur  4,2%.
Vom  produzierenden  Vermögen  bildet  den  Hauptanteil  das  Betriebsvermögen;  durchschnittlich
beträgt  das  produzierende  Anlagevermögen  19,1%,  das  Betriebsvermögen  80,9  %  des  produzierenden
Vermögens.  Im  Laufe  der  10  Jahre  nimmt  der  Anteil  des  produzierenden  Anlagevermögens  ab,
der  des  Betriebsvermögens  zu;  die  Abweichungen  von  dieser  Entwicklung  im  Jahre  1904  und  1910
werden  im  ersteren  Fall  durch  Hinzutritt  einer  Gesellschaft,  im  letzteren  durch  die  Fusion  zweier
Gesellschaften  veranlaßt.  Die  Vorräte  mit  durchschnittlich  29,4%  des  produzierenden  Vermögens  sind
sehr  hoch;  in  den  einzelnen  Jahren  zeigen  sie  große  Schwankungen;  ihre  geringste  Höhe  im  Jahre

1)  Ausschließlich  des  Korrektivpostens  „Herabsetzungskonto“  bei  den  Norddeutschen  Spritwerken.
2)  Einschließlich  zweifelhafter  Reserven  in  Höhe  von  lo°/ 0  des  Aktienkapitals.
        <pb n="29" />
        29

1903  mit  12,9%  wird  verursacht  einmal  durch  vereinbarte  freiwillige  Einschränkung  der  Erzeugung,
und  ferner  durch  ungewöhnlich  hohe  Ausfuhr  der  Produkte  im  verflossenen  Geschäftsjahr  1902/03;
ihre  größte  Höhe  erreichten  sie  1905  mit  45,1%  hauptsächlich  durch  Verminderung  des  Absatzes.
Alle  Gesellschaften  sind  in  ausgedehntem  Maße  teilweise  miteinander,  teilweise  mit  anderen
verwandten  Unternehmen  durch  Beteiligung  oder  durch  Effektenbesitz  verbunden;  infolgedessen  ist
das  auf  Wertpapiere  und  Beteiligungen  entfallende  Anlagevermögen  recht  hoch;  durchschnittlich  beträgt
es  20,7%  des  Gesamtvermögens.
Die  Abschreibungen  sind  entsprechend  dem  niedrigen  produzierenden  Anlagevermögen  gering;
sie  belaufen  sich  auf  1,5  %  des  Gesamtvermögens.
5.  Sonstige  Nahrungsmittelindustrien.
Tabelle  32.
In  den  Gesellschaften  der  sonstigen  Nahrungsmittelindustrien,  im  Jahre  1901  5  und  im
Jahre  1910  7  Gesellschaften,  sind  zusammengefaßt  die  Schokolade-  und  Stärkefabriken,  je  eine
Fleisch  waren  -,  Speisefett-  und  Eisfabrik,  ferner  von  1901  bis  1907  eine  Zichorienfabrik,  also  Unternehmen ­
  von  zum  Teil  recht  verschiedenen  Gebieten  und  Betriebsbedingungen,  denen  Verschiedenheiten
in  der  Kapitals-  und  Vermögensverteilung  entsprechen.
Das  eigene  Kapital  beträgt  im  Durchschnitt  113,8%  des  Aktienkapitals.  Das  fremde  Kapital
beläuft  sich  auf  58,2  %  des  eigenen  Kapitals,  wovon  23,6%  auf  Anleihen  und  Hypotheken,  die
26,8%  des  Aktienkapitals  betragen,  entfallen.
Im  produzierenden  Vermögen  überwiegt  das  Anlagevermögen;  durchschnittlich  setzt  es  sich
zusammen  aus  54,7%  produzierendem  Anlagevermögen  und  45.3%  Betriebsvermögen,  einschließlich
22,2%  Vorräte.
Der  Anteil  der  Wertpapiere  und  Beteiligungen  am  Gesamtvermögen  ist  hoch;  er  beträgt  14,7%,
doch  ist  zu  berücksichtigen,  daß  hiervon  rund  %  auf  eine  einzige  der  Gesellschaften 1  entfallen.
Die  jährlichen  Abschreibungen  belaufen  sich  auf  1,8%  des  Gesamtvermögens,
XIV.  Bekleidungsgewerbe.
Tabelle  33.
Die  Gesellschaften  der  Bekleidungsindustrie  umfassen  die  Schuh-,  Wäsche-,  Hut-  und
Pelzwarenfabriken.  Die  Anzahl  der  Gesellschaften  wächst  von  3  im  Jahre  1901  auf  5  im  Jahre  1910,
Das  eigene  Kapital  nimmt  im  Laufe  der  10  Jahre  zu;  durchschnittlich  beträgt  es  115,3%  des
Aktienkapitals.  Das  fremde  Kapital  ist  im  Vergleich  mit  dem  eigenen  Kapital  sehr  gering;  durchschnittlich
erreicht  es  nur  24,2  %  des  eigenen  Kapitals,  wovon  auf  Anleihen  und  Hypotheken,  die  sich  auf
12,5%  des  Aktienkapitals  belaufen,  10,6%  entfallen.  Die  starke  Zunahme  des  fremden  Kapitals
in  den  Jahren  1906  bis  1910  beruht  auf  dem  Hinzutritt  einer  Gesellschaft 2 ,  auf  die  allein  in  diesen
Jahren  mehr  als  %  des  gesamten  fremden  Kapitals  entfallen.
Das  produzierende  Vermögen  zeigt  in  seiner  Zusammensetzung  größere  Verschiedenheiten,
doch  überwiegt  nur  1901  das  produzierende  Anlagevermögen;  durchschnittlich  besteht  das  produzierende
Vermögen  aus  34,5%  produzierendem  Anlagevermögen  und  65,5%  Betriebsvermögen,  einschließlich
2  8,6%  Vorräte.
Der  Anteil  der  Wertpapiere  und  Beteiligungen  mit  1,4  %  des  Gesamtvermögens  ist  unbedeutend.
Die  jährlichen  Abschreibungen  belaufen  sich  auf  2,7  %  des  Gesamtvermögens.
XV.  Graphische  Gewerbe.
Tabelle  34.
Die  Zahl  der  Gesellschaften  der  graphischen  Gewerbe  wächst  von  4  im  Jahre  1901  auf
8  im  Jahre  1910;  neben  der  Herstellung  und  dem  Verlag  graphischer  Erzeugnisse  betreiben  sie  zum
Teil  die  Fabrikation  von  Luxuspapieren,  photograpischen  Papieren  usw.
Das  eigene  Kapital  zeigt  eine  allmähliche  Zunahme;  seine  Verminderung  im  Jahre  1909
beruht  auf  Inanspruchnahme  der  Reserven  zur  Beseitigung  eines  größeren  Verlustes  einer  Gesellschaft 3 ;
durchschnittlich  beträgt  es  110,3  %  des  Aktienkapitals.  Bei  dem  in  den  einzelnen  Jahren  sehr  verschieden ­
  hohen  fremden  Kapital  übefwiegen  von  1904  an  die  kurzfristigen  Schulden;  durchschnittlich

1)  Gebr.  Stollwerck  A.-G.
2)  Ver.  Fränkische  Schuhfabriken  A.-G.:  ult.  1910  betragen  bei  einem  Aktienkapital  von  4  Mill.  Mk.  die
Obligationen  5,79,  die  kurzfristigen  Schulden  1959  in  1000  Mk.
3)  Neue  Photographische  Gesellschaft.
        <pb n="30" />
        3°

ergibt  sich  ein  fremdes  Kapital  von  33,2  °/ 0  des  eigenen  Kapitals,  von  denen  auf  Anleihen  und
Hypotheken,  die  20,8°/ 0  des  Aktienkapitals  betragen,  i8,9°/o  entfallen.
Das  produzierende  Vermögen  besteht  zum  größeren  Teil  aus  produzierendem  Anlagevermögen;
dort  zeigt  im  ganzen  der  Anteil  des  letzteren  eine  Abnahme  zugunsten  des  Betriebsvermögens.
Durchschnittlich  beläuft  sich  das  produzierende  Anlagevermögen  auf  61,7  °/ 0 ,  das  Betriebsvermögen
auf  38,3  °/ 0  des  produzierenden  Vermögens,  einschließlich  17,0°/ 0  Vorräte.  Die  Höhe  der  Vorräte
zeigt  im  Laufe  der  10  Jahre  eine  fast  ständige  Zunahme.
Wertpapiere  und  Beteiligungen  betragen  5,9  °/ 0  des  Gesamtvermögens.
Die  Abschreibungen  mit  durchschnittlich  5,4°/ 0  des  Gesamtvermögens  sind  hoch,  da  sowohl
erhebliche  Wertminderung  der  Wertpapiere  und  Beteiligungen  eintritt,  als  auch  größere  Abschreibungen
auf  die  Vorräte  bei  dieser  Industrie  nötig  sind.
Die  durchschnittliche  Kapitals-  und  Vermögens  Verteilung  in  den  Jahren  1901  bis  1910.
I.  Die  Montan-,  Metallverarbeitungs-,  Maschinen-  und  Elektrizitätsindustrie.
Tabelle  35.
Unter  den  Aktiengesellschaften  der  Montan-,  Metallverarbeitungs-,  Maschinen-  und  Elektrizitätsindustrie ­
  nehmen  die  Gesellschaften  für  Elektrizitätserzeugung  eine  durch  die  Art  ihres  Betriebes
bedingte  Sonderstellung  ein,  die  auch  in  der  Kapitals-  und  Vermögensverteilung  zum  Ausdruck
kommt;  sie  sollen  daher  zunächst  außer  Betracht  gelassen  werden.  Bei  den  Gesellschaften  der  übrigen
Industrien  der  Tabelle  35  zeigt  der  finanzielle  Aufbau  die  größten  Verschiedenheiten.  Als  Maßstab
für  die  Größe  der  Gesellschaften  dienen  die  in  Spalte  2,  5  und  8  angeführten  absoluten  Zahlen.
An  erster  Stelle  steht  hier  die  gemischte  Elektrizitätsindustrie,  der  die  mit  Kohlenbergbau  verbundene
Eisenhüttenindustrie  folgt;  an  letzter  Stelle  steht  der  Kessel-  und  Apparatebau.
Das  höchste  eigene  Kapital  im  Verhältnis  zum  Aktienkapital  weisen  die  Gesellschaften  für
Schiffbau  und  nach  ihnen  diejenigen  für  „sonstigen  Maschinenbau“  auf;  nächst  niedriger  ist  das  eigene
Kapital  in  der  gemischten  Elektrizitätsindustrie  und  bei  dem  Elektrizitätsmaschinenbau.  Das  niedrigste
eigene  Kapital,  und  zwar  von  allen  Industrien,  zeigt  die  Kabelindustrie.
In  Spalte  10  sind  die  langfristigen  Schulden  in  Prozenten  des  Aktienkapitals  angegeben,
die  am  höchsten  sind  bei  der  gemischten  Elektrizitätsindustrie,  am  kleinsten  bei  dem  „sonstigen
Maschinenbau“.  Sowohl  das  Verhältnis  des  eigenen  Kapitals  zum  Aktienkapital,  als  auch  das  der
Anleihen  und  Hypotheken  zum  Aktienkapital  sind  für  die  inneren  Verhältnisse  der  Gesellschaften
von  geringerem  Gewicht  als  die  Beziehungen  des  eigenen  Kapitals  zum  gesamten  fremden  Kapital
und  zu  den  langfristigen  Schulden.  Diese  zeigen  Spalte  11  und  na;  erstere  gibt  das  fremde  Kapital,
letztere  die  langfristigen  Schulden  in  Prozenten  des  eigenen  Kapitals  an.
Von  den  Gesellschaften  für  Bergbau,  Hütten-  und  Salinenwesen  (I  und  la)  haben  die
großen  gemischten  Werke  den  höchsten  Bedarf  am  fremden  Kapital,  der  fast  zur  Hälfte  durch
Inanspruchnahme  langfristigen  Kredits  gedeckt  wird.  Ungefähr  dieselben  Verhältnisse  finden  wir  bei
dem  Eisenhüttenbetrieb,  jedoch  ist  hier  der  Anteil  der  langfristigen  Schulden  etwas  höher.  Mit
viel  geringeren  kurzfristigen,  aber  fast  gleich  hohen  langfristigen  Schulden  kommen  die  Kohlenbergwerke
aus.  Den  kleinsten  Anteil  fremden  Kapitals  zeigen  die  beiden  übrigen  Klassen  nicht  nur  in  ihrer
Gruppe,  sondern  auch  gegenüber  allen  anderen  Industrien  der  Tabelle  35;  denn  sowohl  bei  den
Gesellschaften  für  Erzbergbau  und  Hüttenbetrieb  (außer  Eisen),  als  auch  bei  den  Gesellschaften  für
Salz-,  Kali-  und  Petroleumgewinnung  beträgt  er  wenig  mehr  als  Yi  des  eigenen  Kapitals,  mit  dem
Unterschied,  daß  erstere  mehr  auf  den  kurzfristigen  Kredit  angewiesen  sind,  während  letzteren  mehr
langfristiger  Kredit  zur  Verfügung  steht.
Die  Gesellschaften  für  Metallverarbeitung  zeigen  in  ihrer  Kapitalsverteilung  Ähnlichkeit  mit
den  ihnen  auch  in  der  Art  des  Betriebs  verwandten  Gesellschaften  des  Massenmaschinenbaus;  das
gesamte  fremde  Kapital  ist  bei  beiden  im  Vergleich  zum  eigenen  Kapital  gleich  hoch,  auch  überwiegen ­
  die  kurzfristigen  gegenüber  den  langfristigen  Schulden;  jedoch  sind  die  letzteren  bei  den
Gesellschaften  des  Massenmaschinenbaus  höher.  Niedriger  ist  das  fremde  Kapital  in  der  Gruppe
der  Maschinenindustrie  nur  noch  bei  den  Gesellschaften  für  „sonstigen  Maschinenbau“;  bei  ihnen
findet  sich  auch  die  geringste  Plöhe  der  Anleihen  und  Hypotheken  der  ganzen  Tabelle.  Bei  dem
Kessel-  und  Apparatebau  erreicht  dann  das  fremde  Kapital  die  Hälfte  des  eigenen  Kapitals  bei
ebenfalls  sehr  geringem  Anteil  der  langfristigen  Schulden,  Es  folgt  mit  höherem  fremden  Kapital
und  höherem  Anteil  der  langfristigen  Schulden,  die  aber  auch  nicht  die  kurzfristigen  Schulden
erreichen,  der  Einzelmaschinenbau  und  der  Eisenbahnwagenbau.  Vollkommen  andere  Verhältnisse
zeigen  die  Schiffbauunternehmen;  im  Gegensatz  zu  allen  anderen  Industrien  übersteigt  bei  ihnen  das
        <pb n="31" />
        3  1

fremde  Kapital  das  eigene  Kapital,  und  zwar  sehr  erheblich,  wobei  sich  die  langfristigen  Schulden  zu
den  kurzfristigen  verhalten  wie  rund  i:  4.
Bedeutend  niedriger,  aber  immer  noch  an  zweithöchster  Stelle  von  allen  Industrien,  ist  das
fremde  Kapital  bei  dem  Akkumulatorenbau;  eigenes  und  fremdes  Kapital  sind  hier  ungefähr  gleich,
rund  2 / 7  des  fremden  Kapitals  entfallen  auf  die  langfristigen  Schulden.  Den  nächst  niedrigeren  Bedarf
an  fremdem  Kapital  zeigt  die  Kabelindustrie,  bei  der  auf  Anleihen  und  Hypotheken  aber  ein  wesentlich
höherer  Anteil  entfällt.  Einen  noch  größeren  Anteil  bei  kleinerer  Inanspruchnahme  fremden  Kapitals
weist  die  gemischte  Elektrizitätsindustrie  auf,  während  bei  dem  Elektrizitätsmaschinen-  und  Apparatebau
sowohl  das  gesamte  fremde  Kapital,  als  auch  der  Anteil  der  langfristigen  Schulden  niedriger  ist,
wodurch  er  sich  dem  Massenmaschinenbau  annähert.
Zeigten  die  Gesellschaften  verwandter  Industrien  schon  bisher  geringe  Beziehungen  und
Ähnlichkeiten  miteinander,  so  verschwinden  auch  diese  fast  ganz,  wenn  man  noch  die  Verteilung
des  Vermögens  und  die  Verhältnisse  zwischen  den  Vermögensteilen  und  Kapitalsarten  in  Betracht  zieht.
Die  Gruppen  (I  und  la)  Bergbau,  Hütten-  und  Salinenwesen  weisen  das  höchste,  das
Betriebsvermögen  stets  übersteigende  produzierende  Anlagevermögen  imY er hältnis  zum  produzierenden
Vermögen  in  Tabelle  35,  abgesehen  von  den  Gesellschaften  für  Elektrizitätserzeugung,  auf;  und  zwar
stehen  die  Kohlenbergwerke  hier  an  weitaus'  erster  Stelle,  während  die  gemischten  Werke  und  die
Eisenhüttenbetriebe  das  größte  Betriebsvermögen  in  dieser  Gruppe  benötigen.  Die  niedrigsten  Vorräte
haben  die  Kohlenbergwerke  und  die  Gesellschaften  für  Salz-,  Kali-  und  Petroleumgewinnung,  die
höchsten  die  Erzbergwerke  und  Hütten  (außer  Eisen).  Hohe  Anlage  in  Wertpapieren  und  Beteiligungen
zeigen  die  Gesellschaften  für  Salz-,  Kali-  und  Petroleumgewinnung,  doch  ist  sie  auch  bei  den  übrigen
Gesellschaften  von  Bedeutung.  Die  Abschreibungen  sind  recht  erheblich,  besonders  bei  den  gemischten
Werken  und  den  Kohlenbergwerken.  Bei  Gegenüberstellung  der  Vermögens-  und  Kapitalverteilung
nehmen  die  Kohlenbergwerke  eine  Sonderstellung  ein,  da  sie,  bei  niedrigem  Betriebsvermögen,  niedrige
Liquidität  und  ein  Verhältnis  des  dauernd  verfügbaren  Kapitals  zum  Gesamtanlagevermögen,  das  nicht
den  Wert  1  erreicht,  aufweisen.  Hohe  Liquidität  zeigen  die  Gesellschaften  für  Kali-,  Salz-  und
Petroleumgewinung;  jedoch  ist  sowohl  bei  dem  Eisenhüttenbetrieb  ,  als  auch  bei  dem  Erzbergbau  -
und  Hüttenbetrieb  (außer  Eisen)  das  Verhältnis  des  dauernd  verfügbaren  Kapitals  zum  Gesamtanlagevermögen ­
  größer.
Bei  den  Gruppen  Metallverarbeitung  und  Maschinen-  und  Appaiatebau  übertrifft  das  Betriebsvermögen ­
  das  produzierende  Anlagevermögen;  dabei  zeigen  die  Gesellschaften  für  Metallverarbeitung
den  größten  und  die  Gesellschaften  für  „sonstigen  Maschinenbau“  den  kleinsten  Anteil  des  produzierenden
Anlagevermögens  am  produzierenden  Vermögen  bei  fast  gleicher  Höhe  der  Vorräte.  Von  dem  Einzelund
  Massenmaschinenbau  hat  der  erstere  ein  größeres  produzierendes  Anlagevermögen  und  kleinere
Vorräte  als  der  letztere.  Verhältnismäßig  geringe  Unterschiede  finden  sich  zwischen  Einzelmaschinenbau
und  Kessel-  und  Apparatebau.  Durch  große  Vorräte  zeichnet  sich  der  Eisenbahnwagenbau  und
besonders  der  Schiffbau,  bei  dem  sie  weit  über  die  Hälfte  des  Betriebsvermögens  betragen,  aus.
Der  Anteil  der  Wertpapiere  und  Beteiligungen  am  Gesamtvermögen  ist  am  höchsten  bei  dem  Einzelmaschinenbau, ­
  am  niedrigsten  beim  Schiffbau.  Die  Gesellschaften  für  Eisenbahnwagenbau  und  für
Massenmaschinenbau  machen  die  höchsten  Abschreibungen,  die  Gesellschaften  für  Einzelmaschinenbau
die  niedrigsten,  die  von  denen  des  Kessel-  und  Apparatebaues  jedoch  nur  wenig  übertroffen  werden.
Entsprechend  den  hohen  kurzfristigen  Schulden  ist  bei  den  Schiffbauunternehmungen  die  Liquidität
die  niedrigste,  und  zwar  von  sämtlichen  Industrien  in  Tabelle  35,  ausschließlich  der  Elektrizitätserzeugung. ­
  Auch  das  Verhältnis  des  dauernd  verfügbaren  Kapitals  zum  Gesamtanlagevermögen  ist
klein  im  Vergleich  mit  den  Gesellschaften  des  übrigen  Maschinenbaues  und  der  Metallverarbeitung,
bei  denen  beide  Verhältnisse  große  Verschiedenheiten  zeigen.  Am  nächsten  stehen  sich  wieder
Einzelmaschinenbau  und  Kessel-  und  Apparatebau,  während  die  Metallverarbeitungsgesellschaften
bei  kleinerem  Betriebsvermögen  und  kleinerem  Verhältnis  des  dauernd  verfügbaren  Kapitals  zum
Gesamtanlagevermögen  eine  höhere  Liquidität  aufweisen.  Beim  Massenmaschinenbau,  Eisenbahnwagenbau ­
  und  „sonstigen  Maschinenbau“  erhöht  sich  die  Liquidität  dem  Betriebsvermögen  entsprechend.
Auch  bei  der  elektrotechnischen  Industrie  ist  das  produzierende  Anlagevermögen  stets  kleiner
als  das  Betriebsvermögen.  Das  größte  produzierende  Anlagevermögen  zeigt  der  Elektrizitätsmaschinenund
  Apparatebau,  der  sich  hierin  und  auch  in  der  Höhe  der  Wertpapiere  und  Beteiligungen  sowie
der  Abschreibungen  den  Gesellschaften  für  Maschinenbau  nähert.  Die  Gesellschaften  der  übrigen
elektrotechnischen  Industrie  unterscheiden  sich  von  ihm  durch  ein  größeres  Betriebsvermögen  und
vor  allem  durch  den  großen  Anteil  der  Wertpapiere  und  Beteiligungen  am  Gesamtvermögen,  der
bei  dem  Akkumulatorenbaü  und  der  gemischten  Elektrizitätsindustrie  den  des  produzierenden  Anlagevermögens ­
  übersteigt.  Die  Abschreibungen  sind  "gegenüber  den  vorhergehenden  Gruppen  niedrig;
die  kleinsten  finden  sich  bei  der  gemischten  Elektrizitätsindustrie.  Die  Liquidität  ist  beim  Akkumulatorenbau
        <pb n="32" />
        32

am  kleinsten,  es  folgt  die  Kabelindustrie,  dann  die  gemischte  Elektrizitätsindustrie  und  die  Elektrizitätsmaschinenindustrie. ­
  Dieselbe  Reihenfolge  zeigen  die  elektrotechnischen  Industrien  in  der  Größe  des
Verhältnisses  des  dauernd  verfügbaren  Kapitals  zum  Gesamtanlagfevermögen.
Bei  den  bisher  aus  der  Betrachtung  ausgeschiedenen  Gesellschaften  für  Elektrizitätserzeugung
zeigen  beide  Arten  zunächst  dieselben,  wenn  auch  dem  Grade  nach  verschiedenen,  Abweichungen
in  der  Zusammensetzung  des  Kapitals,  und  zwar  in  dem  Anteil  der  langfristigen  Schulden,  der  hier
eine  bei  keiner  anderen  Industrie  erreichte  Höhe  hat;  ferner  zeigen  die  reinen  Elektrizitätswerke
das  höchste  produzierende  Anlagevermögen  im  Verhältnis  zum  produzierenden  Vermögen,  während
die  Elektrizitätserzeugungs-  und  Finanzierungsgesellschaften  sich  durch  den  das  produzierende  Vermögen
übersteigenden  Anteil  der  Wertpapiere  und  Beteiligungen  und  durch  die  niedrigsten  Abschreibungen
auszeichhen.  Bei  letzteren  ist  auf  ihre  Eigenschaft  als  Finanzierungsunternehmen  die  von  den  reinen
Elektrizitätswerken  so  erheblich  abweichende  Höhe  des  Betriebsvermögens  zurückzuführen;  aus  dem
gleichen  Grunde  erklärt  sich  sowohl  der  verschiedene  Anteil  der  Vorräte  und  der  Unterschied  der
Abschreibungen,  als  auch  die  ungleiche  Höhe  der  Liquidität  und  des  Verhältnisses  des  dauernd
verfügbaren  Kapitals  zum  Gesamtanlagevermögen.  Dies  Verhältnis  und  die  Liquidität  stehen  im
übrigen  in  der  Höhe,  mit  der  sie  bei  den  reinen  Elektrizitätswerken  erscheinen,  einzig  da.
II.  Die  übrigen  Industrien.
Tabelle  36.
Die  Aktiengesellschaften  mit  dem  kleinsten  Aktienkapital  enthält  in  der  Gruppe  der
Nahrungs-  und  Genußmittelindustrie  die  Getreidemühlenindustrie,  der  sich  Bekleidungsgewerbe  und
graphische  Gewerbe  anschließen  mit  ebenfalls  niedrigerem  Aktienkapital  als  das  kleinste  der  Tabelle  35.
Das  höchste  eigene  Kapital  in  Prozenten  des  Aktienkapitals  weisen  die  Gesellschaften  der
Papierindustrie  und  die  Spritfabriken  auf,  die  nur  von  den  Gesellschaften  für  Schiffbau  übertroffen
werden.  Die  höchsten  Anleihen  und  Hypotheken  haben  in  Prozenten  des  Aktienkapitals  die
Gesellschaften  der  Papierindustrie,  in  Prozenten  des  eigenen  Kapitals  die  Brauereien  und  Mälzereien;
die  größte  Inanspruchnahme  des  kurzfristigen  Kredits  entfällt  auf  die  Spritfabriken,  die  sich  dagegen
mit  den  geringsten  langfristigen  Schulden  begnügen.  Fremdes  Kapital  überhaupt  erreicht  seine  größte
Höhe  bei  den  Gesellschaften  der  Papierindustrie,  während  die  Bekleidungsindustrie  über  das  niedrigste
verfügt.  Die  Gesellschaften  für  Gas-  und  Wasserversorgung,  die  in  der  Art  ihres  Betriebes  den
reinen  Elektrizitätswerken  ähneln,  zeigen  von  diesen  in  bezug  auf  die  Höhen  der  Anleihen  und
Hypotheken  einen  beträchtlichen  Unterschied,  immerhin  überwiegen  bei  ihnen  die  langfristigen
Schulden  die  kurzfristigen  am  stärksten  von  allen  übrigen  Industrien  der  Tabelle  36.
Das  produzierende  Vermögen  zeigt  dagegen  bei  den  Gas-  und  Wasserwerken  annähernd
die  gleiche  Zusammensetzung  wie  bei  den  reinen  Elektrizitätswerken;  nur  ist  bei  den  ersteren  das
Betriebsvermögen  etwas  höher  und  die  Vorräte  kleiner.  Verhältnismäßig  niedriges  Betriebsvermögen
und  geringe  Vorräte  finden  sich  ferner  noch  bei  den  Baumaterialgesellschaften,  die  hierin  den
Gesellschaften  für  Bergbau  und  Hüttenwesen  ähnlich  sind,  und  den  Brauereien  und  Mälzereien,  doch
ist  bei  letzteren  der  beträchtliche  Anteil  der  Hypotheken  am  produzierenden  Anlagevermögen  zu
berücksichtigen.  Das  höchste  Betriebsvermögen  benötigen  die  Spritfabriken,  die  hierin  von  allen
Industrien  an  erster  Stelle  stehen.  Die  höchsten  Vorräte,  die  sogar  das  produzierende  Anlagevermögen ­
  übersteigen,  haben  die  Gesellschaften  der  Leder-,  Gummi-  und  Linoleumindustrie,  denen
nur  noch  die  Schiffbaugesellschaften  annähernd  gleich  kommen.  Es  sei  noch  auf  die  chemische
Industrie,  bei  der  das  Betriebsvermögen  einschließlich  hoher  Vorräte  das  produzierende  Anlagevermögen ­
  weit  übertrifft,  und  auf  die  Textilindustrie,  die  bei  höheren  Vorräten  weniger  Betriebsvermögen ­
  braucht,  verwiesen.  Das  Betriebsvermögen  ausschließlich  der  Vorräte  erreicht  seinen  höchsten
Anteil  am  produzierenden  Vermögen  bei  den  Spritfabriken,  dem  aber,  wie  oben  erwähnt,  der  höchste
Anteil  der  kurzfristigen  Schulden  am  Gesamtkapital  gegenübersteht.
Die  geringste  Neigung,  sich  anderen  Unternehmen  derselben  oder  verwandter  Industrien
anzuschließen,  zeigen  die  Gesellschaften  der  Mühlenindustrie,  bei  denen  Wertpapiere  und  Beteiligungen
den  geringsten  Anteil  am  Gesamtvermögen  aufweisen.  Das  Gegenstück  dazu  bilden  in  derselben
Gruppe  der  Nahrungs-  und  Genußmittelindustrie  die  Spritfabriken,  bei  denen  Effektenbesitz  und  Beteiligungen ­
  an  gleichartigen  Unternehmen  eine  bedeutende  Rolle  spielen;  ihnen  folgen  die  Gesellschaften
der  „sonstigen  Nahrungsmittelindustrien“,  die  Papierindustrie  und  die  chemische  Industrie,  bei  denen
der  Anteil  der  Wertpapiere  und  Beteiligungen  noch  den  zehnten  Teil  des  Gesamtvermögens  übersteigt.
Die  Gesellschaften  der  graphischen  Gewerbe  weisen  die  höchsten  Abschreibungen  auf,  die
bei  den  übrigen  Industrien  zumeist  nach  Höhe  des  Anlagevermögens  und  nach  Art  und  Höhe  der
Vorräte  verschieden  sind.
        <pb n="33" />
        5

33

Schluß.
Bei  der  Auswahl  der  Aktiengesellschaften  nach  der  die  inneren  Verhältnisse  dieser  Unternehmen
nicht  berührenden  Zulassung  ihrer  Aktien  oder  Obligationen  zum  Handel  und  zur  Notierung  an  der
Berliner  Börse  können  als  Ergebnisse  wegen  der  aus  demselben  äußerlichen  Grunde  bedingten
wechselnden  Anzahl  der  Aktiengesellschaften  der  einzelnen  Industrien  während  des  gewählten  Zeitabschnittes ­
  sowohl  für  die  einzelnen  Jahre,  als  auch  für  den  Durchschnitt  nur'die  Prozent-  und
Verhältniszahlen  berücksichtigt  werden.  Die  absoluten  Zahlen  sind  nur  dann  als  Resultat  verwertbar,
wenn  die  Untersuchung  die  gesamten  Aktiengesellschaften  der  einzelnen  Industrien  umfaßt  —  sie
dienen  dann  als  Maßstab  der  allgemeinen  wirtschaftlichen  Bedeutung  —  oder  aber  wenn  die  Untersuchung ­
  sich  auf  nur  eine  Gesellschaft  oder  auf  eine  im  Laufe  der  Zeit  der  Untersuchung  gleichbleibende ­
  Anzahl  von  Aktiengesellschaften  derselben  Industrie  beschränkt.  In  beiden  Fällen  erhalten
erst  die  Veränderungen  der  absoluten  Zahlen  in  den  einzelnen  Jahren  Bedeutung  als  Kapitalzu-  oder
-abfluß,  als  Vermehrung  oder  Verminderung  der  Vermögenbestände.  Im  Falle  der  Beschränkung
aut  eine  Gesellschaft  oder  auf  eine  gleichbleibende  Anzahl  von  Gesellschaften  derselben  Industrie
liegt  aber  zugleich  die  Möglichkeit  zu  einem  bedeutend  genaueren  Einblick  in  die  inneren  Verhältnisse
der  Unternehmen  vor,  besonders  wenn  man  bei  einer  weitergehenden  Teilung  des  Vermögens  nach
der  Liquidität  neben  den  Bilanzen  und  Gewinn-  und  Verlustrechnungen  auch  die  dem  Unternehmen
nicht  als  Reserven  zugute  kommenden  Teile  des  Reingewinnes  und  wenn  möglich  Umsatz  oder
jährliche  Produktion  in  die  Untersuchung  in  geeigneter  Weise  einbezieht. 1

i)  Ein  Beispiel  einer  derart  eindringenden  Untersuchung  ist  in  dem  bereits  eingangs  erwähnten  Buche  von
H.  Lomnitz,  Die  systematische  Bearbeitung  der  Veröffentlichungen  von  Aktiengesellschaften  durchgefnhrt.
        <pb n="34" />
        Erzbergbau  und  Hüttenbetrieb  (außer  Eisen).

Tabelle  i.

42849
43682
43217
46064
46709
47  606
50565’
S3658
51530
46551

1)  Mechernicher  Bergwerksverein.
2)  Mark.  -Westf.  Bergwerksverein,  Mechernicher
oergvverksverein:  Zusammenlegung.

70,1

29,9

'9,7

3  705

64815

5.7

46554

1

71,8

28,2

'7,2

4081

64  933

6,3

47763

1784

71,0

29,0

‘4,0

4075

6 5  047

6,3

47292

4161

70,6

29,4

'S,o

3988

69  296

5,7

S0052

2529

34,0

16,2

4244

75  164

5,6

50953

2561

66,1

33,9

'5,3

4396

76448

5,8

52002

2  902

71,0

29,0

'5,6

3478

74862

4,6

S4043

24  71

71,2

28,8

18,2

3527

78846

4,5

57185

2685

68,6

3'-4

‘9,3

3872

79  HO

4,9

5S4°2

2306

66,2

33.8

'4,3

4  549

74899

6,1

51  100

3971

69,2

3°, 8

16,5

39915

723  420

5,6

512346

2  7303

69,2

30,8|l6,5

499

9582

5,6

6944

354

3)  Harkortsche  Bergwerke.
4)  Reorganisationskonto  Bliesenbach.
5)  Stolberger  Zinkhütten.

52  170
45570 2
46170
47769
47169'
47169
47569
46985
44469
42300
467  340
5841

6)  Harkortsche  Bergwerke.
7)  Friedrichsegen:  Grubenankauf,
Zinkhütte.

Erbauung  einer

60799
55155
56618
56223
55360
55  730
55918
53522
53  140
48  86/

8)  Rhein,-Nass.  Bergwerks-  und  Hütten-9}
  Stolberger  Zinkhütten.
10)  Harkortsche  Bergwerke.

62  084
56591
5802c,
57760
63490
63  706
64536
64032
65358
60117
615699
7696
A.-G.

1,20
1,20

Oa

1901

39

289138

1902

39

281338

1903

40

308719

j 9o4

43

379561

1905

43

392797

1906

44

460392

1907

45

533409

1908

46

549542

1909

46

540697

1910

44

553024

Summe

429

4  288  617

Durchschnitt ­



1

9997

197480
*96589
206745
247788
240730
282394
327031
357303
359639
372617

91658
84749
101974
131773
^52067
177998
206378
192  239
181058
180407

48779  (68.3I31,

41  183
46084
60  118
62785
65330
74665
83  546
76610
73  599

69,9  3°,i
66,0  34,0
65,2(34,8
6i,3  38,7

Eisenindustrie  -  A.-G.  :
-Aktien.

Abschreibung

16,9

25  162

314300

8,0

'4,6

26344

307682

8.6

'4,9

28  076

336795

8,3

'5,9

33  756

4'33‘7

8,2

16,0

21  684“

414481

5,2

'4,2

23911

484303

4,9

'4,o

33o6o

566469

5,8

'5,2

34549

584091

5,9

14,2

38947

579644

6,7

'3.31

42094

595  "8

7,i

14,8  j

3°7583

4  596  200

6,7

‘4,8|

717

10714

6,7

Eisenhüttenbetrieb.

222  642
222933
234421
281544
262  414

11687
15275 1
12  284
I4671
18970

306305  21636

177085
17688g
I9I  662
237267
223  g83 s
244  716

25  5I7 1  267081

32504
27586 1
32041
34486
36  620
43  479 3
52  772
55995
58455
69468«

44198
S9242
58  771
73  400
77018
95  74°
96699
108469
io 4394
96293'

814  224

2)  Huldschinskysche  Hüttenwerke  fallen  fort.
31  Rombacher  Hüttenwerke  und  andere;  Agio.

50797
36  190
38516
50965
63657
68006
i°7  397 5
106360
108562
91  960'

722  4IO
I683

I  630
1  436
1533
2017
1963
2855
3812
4  594
5616
6693

Tabelle  2.

209589
204475
223703
271753
260603
288195
349853
333  740
342125
372719

11 8.3
115.6
116.7
"4,5
116.4

96625  46,1
96  868
98  820
^6382
142638  54,7
57,7

47,3
44,2
46,6

117.7  166601
119.7  207908
219423
218572

120,1
120,6
122,9

32149
°75

S 1 “ 51 ? 01 * 8 -  Eisenindustrie-A.-G.  und  andere.
5)  Rombacher  Hüttenwerke,  Westf,  Stahlwerke  und  andere.

2  826  755  118,6
6589(118,6

194946  52,3

1568783
3656

65,0
65,8
64,0

55.5

1.80
2,34
2,64
2,59
2,39
2,61
r ,93
1.81
1,67
i,97

253/87
263717
282474
345153
337621
383  935
416552
442  209
446519
469012

55,5  2,08

3640979
8487

1,14
1,18
1,20
',23
1,29
MS
1,16
M3
1.12
1.13

18
1,18

6)  Rombacher  Hüttenwerke  und  andere,
7}  Hasper  Eisen-  und  Stahlwerke  und  andere.

IQOI

34

604305

1902

34

624062

1903

34

661732

1904

35

633049“

1905

35

662  642

1906

35

728424

1907

34

768794

1908

35

848419

I9°9
1910

35
37

892100
928153

Summe

348

7351725

Durchschnitt ­


1

j  21126

495  862
522/45
54 8 837
535  788
562  920
6lO  742
647120
721  84I
7523"
752463 :

108488
101317
112895
97  261
99722
117  682
121674
126578
139/89
175690 9

8698
6384
6195
8452
5814 3
947i
12079
12685
21  o6o ;
18  907

82.1
83,7
83.1
84,6
85,0
84,0
84.2
85.2
84.3
81,1

17.9
16.3
16.9
15.4
'5,°
16,0
'5,8
'4,8
'5,7
18.9

1.4
1,0
o,9
',3
°,9
',3
',5
1.5
2,4
2,0

36386
34879
45'64 1
35  986
41956
46489
40581
35  948
34395
45  769

640718
658941
706896
6b9035 a
704598
7749'3
809375
884367
926493
973922

5.7
5.3
6.4
5.4
6,0
6.0
5,o
4
4,'
4.7

Kohlenbergbau.
39118
32976
3329'
27396
28850
35357
36676

532230
557624
594001
57'774
604876
657231
687  701
757789
786706
798232

359  '30
363730
389831
334  156 2
354822
390975
398678

39200  |435°73

36751
39446

465  494
484627

78860
86939
96648
94212
106317
106330*
104219 5
110563 6
118916«
133  789 10

87644
99  238
108357
115  667
122865
140236
150673
!  160569
174934

53824
55655
59303
63753
60080
72372
85213
91945
101  909

191667  [106397

39551
4583
4964
4  54°
4900
5  984
6035
7619
7  854
795'

437  990
450669
486479
428368
461139
497  305
502  897
545636
584410
618416

"3,9
124,8
128.2
'3°,'
127.2
126.2
125.4
125.5
127.6

145  423
159476
172624
183960
187845
218592
241921
260133
284697

306015  49,5

33,2
35.4
35.5
43,o
40.7
44,o
48,1
48.7
48.8

2,02
1.92!
1,90
',57
1,66
',63
',43
',38
',37
1,65

Tabelle  3.
525  634]o,99

549907
594836
544035
584004
637  54'
653570
706  205
755344
810083

o,97
1,00
0,95
o,97
o,95
j°,94
o,93
o,97
1,01

6150629
17674

I  201  096
3452

109  745
316

8 3.7
83.7

16,3
'6,3

1)  Hibernia.
2)  Gelsenkirchener  Bergwerks-A.-G.
3")  Bergarbeiterstreik.

wird  „gemischtes  Werk*

1901
1902
1903
1904
1905
1906
1907
1908
1909
1910

Summe
Durchschnitt ­


igoi
1902
'903
1904
1905
1906
1907
1908
1909
1910

Summe
Durchschnitt ­


'4
'S
&amp;gt;5
17
18
18
16 6
16
16
16

57642
56787
55  215
53  712
60967
59805
49007
138747
146  165
158894

836941
10730

46835
44  939
42568
39862
45  275
43954
3 6 3'°
101003
99908
95  499

S?«'53
7643

10807
11  848
12647
'3850
15692
15  851
12697
37  744
46257
63  395 1

240788
3087

2  242
2022
2031
1  760
2475
2615
2  148
9779
9497
7837

81,2t  18,8
79,2i20,8
77,1)22,9
74,3  25.7

42  406
544

74.4
73.4
74,o
72,9
68.5
60,1

71,2
71,2

25.6
26.6
26,0
27,'
3',5
39,'

28,8
28,8

1.5
',5

3.9
3.6
3.7
3.3
4,°
4.4
4-4
7,o
6.5
4.9

397  535
I  142

7749260
22  268

6  548  164
18816

349061
974

397651 6
11427

1036793
2979

1351850  |
3885

750451
2  156

5 8 3 8 5
168

5013309
14  406

126,1
126,1

&amp;gt;  x6o  686
6  209

43&amp;gt; 2
43,2

1.60
1.60

6365159
l8  291

o,97
0,9  7

4)  Consolidation,  Übertr.  d.  Verfügungsf.  z.  Erwerb  v.  Grubenfeldern.
5)  ,,Ver.  Ges.  Wurmrevier“  zum  ,,Eschweiler  Bergwerksverein“.
6)  Concordia  und  andere:  Agio.

7)  Hibernia,  Harpen  er  Bergbau-A.-G.  und  andere.
8)  Agio.  „  ,  .  .
9)  Oberschi.  Kokswerke  u.  Chem.  Fabrik:  Bergwerksverkauf.

10)  Agio.

5,*

7663
8486
9579
10536
12166
12540
14328
19443
19  278
23563

65305
65273
64794
64  248
73  '33
72345
63  335
158190
165  443
182457

1)  Ver.  Deutsche  Petroleumwerke:  Zusammenlegung.

I37  58 2  974  5 2 3  i4.i
1764  12494  14,1
2)  Deutsche  Solvaywerke.

‘  ',7
'3,0
'4,8
'6,4
16,1
'7,3
22,6
'2,3
",7
12,9

Salinen,  Petroleumgewinnung.

Tabelle  4.

54498

3  133

43  450

5612

8  801

3209

396

49062

112,9

12  406

25-3

3,37

57863

1,06

^342^

2  340

43  45°

6223

8  460

3285

455

49673

"4.3

12  200

24,6

3,60

58  '33

5  2  1 4  7

3  044

41  856 1

7079

8  110

2877

5"

48935

116,9

11498

23,5

4,40

57045

1,09

50  508

3  *47

41856

7  407

7  645

2  99O

562

49323

117,8

"  197

22,7

4,63

56968

V3

37  441

2  841

46856

8  198

9409

3  ‘44

615

55054

"7,4

13  '68

23,9

4,98

64463

1,12

56404

2818

46856

8398

8598

3H6

617

55254

"7.9

12361

22,4

5,°4

63852

50638

2  363

38856

8  399

8483

3  1 58

758

47255

121,6

12399

26,2

4,02

55  738

1.  L  U

120446

7423“

85481

29297

12048

‘5  562

3  936

114778

134,3

30546

26,6

2,42

126826

',°5

119186

3160

85481

32823“

21  611 3

8339

4  248

118304

138,5

34198

28,9
33.2

5,56
3,94

‘399'5

‘,17

119062

.3358

86856

37932«

21  090

16095

4279

124788

'43,7

41464

145878

1,22

733735

33 Ö2 7

560  gg8

151428

H4 2 55

60805

16377

712  426

127,0

X 9 X  437

26,9

3,96

826681

1,13

9407

43'

7  192

1941

1465

O
OO

210

9133

127,0

2455

26,9

3,96

10598

i.'3

3)  Deutsche  Erdöl-A.  -G.:  Agio,

4)  Kaliwerke  Aschersleben.

5}  Deutsche  Solvaywerke.

Hüttenbetrieb  mit  Kohlenbergbau  verbunden  (gemischte  Werke).

Tabelle  5.

554469
590'37
593'94
1030276
1  226513
'  3' 8 437
'538095
1  569  280
1660153
1736484

xi  817038
73398

388548
436570
436  5°9
660054
800898
837816
1025  o  12
1084874
1129848
1132  136

165921
153567
156685
361222
425615
480621
5'3083
484  406 8
530305
604348

7-941265
49325

3875773
24073

83  199 1
69515
61  127
146579
163952
190852
209349
209473
215  170
243563

159 2  779
9893

70,2
74,0
73,5
65,0
65.4
63.5
66.6
69.1
68.0
65.2

29.8
26,0
26.4
35,°
34,6
36.5
33,4
30.9
32,0
34-8

67,1
67,1

3 2 ,9
32,9

'5,0
",8
10,3
14,2
'3,4
'4-5
'3,6
'3,3
12,9
'4,0

44499
3°574 !
34786
6O4O9
140072
154496
124139
130139
121870
135609

598968
620711
627  980
1090685
1366585
1  472933
1  662171
1699419
1  782023
1872093

i3,5
'3,5

97653°
6065

2  793  568
79463

7.4
4,9
5.5
5.5
10,3
10,5
7.5
7.7
6.8
7,2

433047
467H4
471295
729463
940970
992312
1  149088
'  215013
1251718
1267745

7,6
7,6

28530
31688
3  I  402
52779 1
54178
60747
76806 7
73078
77498

310  100
328275
328275
568275
690310
7"  3i°
776082
795632
843  192

io693i 1 "9i8694

8917795
55  39°

593637
3687

627OI45
38  945

63  441
78409 3
80317 3
109183
177838«
200551
197161
203  679
228743“
192156“

1531478
9512

84891
114764
120353
179568
I9I334
220455
267377
276010
320855
316169

2  ogi  776
12  993

83083 1
67079
58276
185056
229447
265491
298  255
321366
313  356
34 2 °37

2  163  446
'3437

4009
4909
5  644
6  706
6752
8501
"897
12  222
12796
13363

86  79g
539

37354'
406684
408  592
677458
868148
911861
973  243
999311
1071935
i  110850

7  8oi623
48  45

122,1
123.8
124.4
119.2
125.8
128.2
125.4
125,6
127.2
120.9

124,4
124,4

171983
186752
184273
371330
427533
494447
577529
609598
647007
671569

46.1
45,9
45,'
54, 8
49.3
54.2
59.4
61,0
60.3
60.5

4342021
26969

55. 6
55.6

',99
2,29
2.69
1,95
1,86
1,81
',72
1,5'
1.69
'.77

458432
521448
528945
857026
1059482
1  '3 2  3'6
1  240620
1  275321
1392790
1  427019

9893  399
61450

I,o6
‘,11
1,12
‘,'7
I,'3
I,'3
1,08
1,05
1,11
1,13

I.II

I,  I  I

1)  Union,  A.-G.  für  Bergbau  und  andere.
2)  Schalker  Gruben-  und  Hüttenverein.
3)  Einschließl.  Union:  Konto  für  varbehaltene  Abschreibung, ­
  1902:  10,10,  1903  :  9,03  Mill.  Mark.

4)  Ünion,  A.-G.  für  Bergbau:  Außerordentliche
Abschreibung.
5)  1906  —  09  einschließl.  Hohenlohe-Werke:  Rentesicherstellungskonto ­
  .

6)  Fusion;  Phönix-Hörder-Verein  ;  Gelsenkirchener
Bergwerks  -A.-  G.  -  Schalker  -  Verein,
j)  Gelsenkirchener  Bergwerks-A.-G.
8)  Gelsenkirch.  Bergw.-A.-G.  u.  andere:  Debitoren.

9)  Agio  und  Zusammenlegungsbuchgewinn.
10)  Hohenlohe-Werke,  Auflösung  des  Rentesicherstellungskontos. ­

11)  Dtsch.-Luxerab.  Bergw.-A.-G.  u.  andere:  Agio.

Oj.
Cn
        <pb n="35" />
        5to' :

mm

I

Metallverarbeitung.

Jahr

o

Tabelle  6,

Produzierendes ­

Vermögen ­


5^

Produzierendes ­

Anlagevermögen ­


1000  M

1901

3°

138412

1902

31

139088

1903

33

142  244

1904

35

159876

.1905

36

-186  276

1906

39

203  284

1907

42

209387

1908

44

226298

1909

47

247781

1910

49

261049

Summe

386

1 913695

Durchschnitt ­


1

4958

72943
73690
77310
83157
8673h 2
92802
98416
104191
I0 7  958
06515

Betriebsvermögen ­


&amp;gt;  M

65469
65398
64934
76719
,  9954° :
IIO482
I10971
122107
139823
I 54  534

davon
Vorräte
1000  M

7 a

in  %
des  produzierenden ­

Vermögens

fcX)  £
TS  bb
&amp;lt;§ : 2

903718  |  1009977-234
 1  |  2617

30098
30641
28736
34226
40343
44452
45332
49722
54630
57265-4

 L 5445  47.2
1  °77  47,2

Betriebs-.
  vermögen

1.)  Rhein,  Metallwaren  -  und  Maschinenfabrik;  Verlust.

Wertpapiere ­

und
Beteiligungen ­


14074
15  191
14972
16165
IS830
15375
15631
18914
19334
i-9  492

Gesamtver ­
 ­


1000  M

152486
154279
157216
176041
202106
218659
225018
245212
267115
28054
2078673
5385

«  E

SO

Gesamt-Anlage-




1000  M

87017
88881
92  282
99322
102566
108  177
114047
123105
127  292
126007
I  068  696
2  768

Abschrei ­
 ­


I  1QO  M

Aktienkapital ­


1000  M

5037
5239
5759
5768
7235
7910
7  784
8492
0149
9885

Reserven

und
Rückstellun ­
 ­

1000  M

Anleihen, ­

Hypotheken ­

usw.

1000  M

16.

Kreditoren ­


1  M

18

Wohlfahrts-



1000  M

Eigenes
Kapital

1000  M

87560
90720
9 1 436
104471
110271
120371
125656
138306
144600
149031

16735
15258 1
14528*
14943
16506
19763
23  379
25476
I  26508
28990

15  264
18793
18581
18931
20888
20213
20289
21019
23  804
25130

25  104
22  103
19441
23  739
35670-29006

30631
40614
50324
51667

1126
1329
1730
1988
2388
3397
4586
4800
5  527
6354

104295
105978
105  964
H94'4
126777
140134
149035
163782
171108
178021
1364-508
3.535

Fremdes ­

Kapital

1000  M

119,1
n6,8
"5,9
”4,3
11  5.0
.”6,4
”8,5
1 18,4
118,0
”9,4

41  494
42  225
39752
44658
58946
52616
55  506
66433
7965S
83  151
564  436
1  462

Dauernd
verfügbares ­

Kapital

1000  M

4I ’ 3
4T3

2 4

So

”9559
124771
”4545
138345
147665
160347
169324
184801
*94  912
203151
1567  420  |
4060

2)  Waffen  -  und  Munitionsfabriken.

3)  Westf.  Drahtwerke  und  andere:  Agio.  4)  Deutsche  Waffen-  und  Munitionsfabrik.

Einzelmaschinenbau.

1901
1902
1903
1904
1905
1906
1907
1908
1909
1910

Summe  j  414
Durch-  I
schnitt  |  1

217826
207754
230309
241  689
,270466
298590
343  630
370159
400566
4413OS
3022294
.73  OO

105831
IO5083
112018
”3  159
120750
”9377
140391
'57  559
163028
169353
1 316549
3  180

111995
102671
118291
128530
149716
169213
203239
212600
237538
271952
5705745
4120

48  284
41181
43  427
46733
54865
65919
82612
83441
83925
90474
640861
.1548

56,4  21,2
5 6 ,4j  21,2

30  006
2  7  O99
29  I2S
35893
37671
37932
35405
34971
36562
30467

247832
234853
259434
2775S2
30B137
336522
370035
405130
437128
471772
3357425
8  109

135837
132  182
141143
149052
158421
167309
175  795
192530
199590
199820
I  65I  680
3  989

5804
5689
6387
6481
7263
7  736
9473
10688
11  941
13322
84784

118525
”7429
138037
144255
15*655
159305
164945
180451
207752
217352
1599706
3864

34  023
33°8i
33886
34286
37164
40560
44275
49  201
54390
57861

32082
32654
40  232
40947
49839
5IOI6
S413I
54758
5'532‘
55  677
462  868
I  118

49338
41772
40380
45468
•  53370
67  926
84916
8530s
8  5  435
103  99  2 2
657  902*
1589

3371
3191
3049
3  260
3776
5028
6064
6583
6688
6  720

!  152548
150510
171923
178541
188  819
199865
209  220
229652
262142
275213
20x8433
4875

128.7
128.2
124.6
123.8
”4,5
”5,5
126.8
127.2
126.2
126.6

84791
77617
83661
89675
106985
123970
*45  i”
146646
'43655
166389
1168  500
2822

55.5
51.4
48.8
50,1
56.6
62,0
69.5
64,0
54.8
60.5

Tabelle

/  •

2,27
2,46

184630

1,36

183  164

1,38

2,93

212155

1,50

2,83

219488

1,47

2,81

238658

1,50

2.50

250881

i,49

2,40

263351

1,50

2,49

284410

1,48

2,77

3*3674

1,57

2,63

330890

*,65

2 .59

2  48I3OI

1,50

2 o9

5  993

h5°

1)  Gebr.  Körting,  A.-G.:  Rückzahlung  einer  Bankanleihe.

2)  Orensteln  &amp;amp;  Koppel  und  andere.

Massenmaschinenbau.

Tabelle  8.

igoi
1902
1903
1904
1905
1906
1907
1908
'  1909
1910

66658
65796
68915
71789
86  295
103  347
r  19829
145357
156758
i6'5  085

29182
28-714
30  162
28572
33  2 6S
39263
41  408
52875
55  SS*
56,011

Summe
Durchschnitt ­


IQOI
IpOZ
1903
1904
1905
1906
1907
1908
1909
1910
Summe
Durchschnitt ­


211  1049828
1  1  4975

57432
50962
45515
46067
50455
52436
51361
47  201
50359
54577

395003
1872

23017
22  748
21155
21184
21  -05
22386
19936
20430
2  1  03I
21653

37476
37082
38753
43217
53030
64084
78421
92482
101  207
109073

17450
14  200
14193
15894
19979
27  635
31844
39  *55
37909
3868.6

654825
3  i°3

344'5
28  214
24  36b
24883
28750
30050
31425
26771
29328
32924
29I  120
236/

256965
I  218

II187  [40,1
8946  144,6
6854
7922
9205
IO4O5
IO'525
10  170
I0892
11936

2965
3°49
3  56/
3925
3612
3  586
3618
9742
”585
H735

69623
68845
72  482
75  7  *4
89907
106933
”3  447
155099
168343
179820

60384
286

32  *47
31/63
33  729
32497
36877
42849
45  026
62617
67136
70746

41000
41300
423H
40  550
46150
52556
56875
74875
83725
87  525

56687O
2687

9196.
8  434
8892
10588
13283
17  169
18519
21994
24628
27  699

6459-7276

9250 1
7983
953*
I  2  460
13835
20518
23  229
22627

1)  Fahrzeugfabrik  Eisenach.
Kessel-  und  Apparatebau.

1)  Braunschweig-  Maschinenbauanstalt:  Auflösung  der  Pensionskasse  1902.

3036

60468

5,°

26053

3648

54610

6,7

26396

3422

48937

7,0

24577

3015

49082

6,1

24199-3

  168

53623

5.9

24873

3051

55487

5,5

25437

2  160

53521

4,0

22096

2  282

49483

4,6

22712

4398

54757

8,0

25429

4328

58905

7,4

25981

32508

538873

6,0

2 47  753

264

4381

6,0

2014

2)  Armaturen  -  u.  Maschinen

30192
30192
27  792
26  542 3
28042
28742
25900
25900
29400
31  400

6861
5  3  7  5 2
4898
4925
5  364
5  758
4  866
5  294
b  280
6765

6  301
6038
5000
4836
4795
5513
4384
4437
474i
4675

10601
10  192
8  272
8346
10616
12  222
1/427
23036
22020
25  826

18048
086

50  196
49734
51  206
5 1 138
59433
69725
75394
96769
108353
”5224

122.4
120.4
121,0
I  26,0
128,7
132,6
'32,6
”29,4
129.5
131.6

Eisenbahnwagenbau.

1901
1902
1903
1904
1905
1906
1907
1908
1909
1910

Summe
Durchschnitt ­


75

44981
40539
40894
43225
42  262
45060
48778
47875
45003
50191

448  808
5984

18  702
18728
18064
17321
15877
16075
16481
15  920
15832
19002

26279

13627

4I.6

58.4

30,3

2011

469921

4,3

20713

1658

21  811

10508

46,2

53,8

25.9

2359

42  898

5,5

21087

830

22830

10598

44,2

55,8

25,9

2581

43475

6,0

20645.

849

25  904

12008

40,0

60,0

27,7

3217

46442

6,9

20538

1375

26385

11767

37,5

62,5

27,8

3299

45561.

7,2

19176

1295

28985

15  *20

35,6

64.4

29,8

2512*

47572

5.3

18587

1  55°

32  297

17948

33,8

66,2

36,8

1623

50401

3,2

18104

2  644

QSS

16102

33,2

66.8

33,6

5832

53707

10,8

21752

3  994

2917*

13351

35,2

64,8

29,6

7943

52946

15,0

23775

1950

31189

16873

37.8

62,2

33,5

6873

57064

I  2,0

25875

2458

276806'

137902

38,3

61,7

30,6

38250

487  058

7.9

210252

18593

3690

1839

38,3

61,7

30.6

510

6494

7,9

2  804

248

229646
3062
1)  Breslauer  Aktiengesellschaft  für  Eisenbahnwagenbau.

23292
23292
23292
23292
21  067
21  568
22  411
233”
23  3”
24810

4910
4283
4887
4892
5  279
5  389
5649
6  240
74*2
8678

8034
8017
7990
7973
7718
7  742
8245
8144
8078
95*8

*1459
1086

15  160
12436
10670
9468
11631
12  870
13481
I  I  227
TOS;;
12  I48

7 2 7  J 7 2
3446

37053
35567
32690
31467
33406
34500
30766
31194
35680
38175

17472
17899
18064
17043
21193
25965
33  ”3
46483
49365
53  177  146,1

299774
1421

56655
57010
60456
59121
68964
82  185
89229
117  287
131582
137851

1,76

■i,79

987  )  59.3

18668
15854
14495
16650
18643
18  144
15934
15916
17209

860  34O
4077

Tabelle  9.

43354
41605
37690
363°3
38  201
40013
35150
35631
40421
4285°

3)  Hilpert';  Zusammenlegung.

50,9  |  2,43
4)  Sangerhäuser  Maschinenfabrik.

7818
4689
4689
7  634
6633
6625
7331
6398
4526
5  950

1585
Ib'49
I  736
i  866
2025
2573
3H7
3  55*
4003
4279.

28  202
27  575
28179
28184
26346
26957
28060
29551
30723
33  488

28.7  265
3829

17437  (62,0
14355  I  52,2
14415
17  473
16376
16940
18723
18093
16607
19747

I7O  l66
2  269

Tabelle  10

36  236
35592
36  169
36157
34064
34699
36305
37  695
38  801
43006

368724-  1,76
4915  ',76
        <pb n="36" />
        Schiffbau.

Tabelle  11.

Jahr

1901
1902
1903
1904
1905
1906
190;
1908
1909
1910

O

Produzierendes ­

Vermögen ­


&amp;gt;  M

62  391
80673
71684
101749
111872
118884
132699
135588
109087
133638

Produzieren ­
 ­

Anlagever ­
 ­

1000  M

5a

Betriebsvermögen ­


davon
Vorräte

1*  %
des  produzierenden ­

Vermögens

'S
&amp;lt;e

2 5i34
28916
29443
40330
44  330
48030
31092
59218
55083
61292

37-257
51  757
42241
61419
67542
70854
8i  607
"6370
54004
72346

28  689
35  900
22583
32169
36756
46825
49664
54592
34065
52801

4°,2
35.8
41,0
39,7
39.7
40.5
38.5
43.6
5°,4
45.8

Betriebsvermögen ­


59,8
64.2
S9,o
60.3
60.3
59.5
61.5
56.4
49.6
54,2

Wertpapiere

und
Beteiligungen ­


1000  M

Gesamtver ­
 ­


S

«  s

46,0
48.3
31.4
31,6
32,9
39.5
37.5
40,3
31,2
39.5

1362
1221
1478
2392
3112
3  383
3218
3367
3233
4165

63  753
81894
73  162
104141
114984
122  267
I359I7
'38955
112320
'37803

2,1
',5
2,0
2.3
2.7
2.8
2.4
2,4
2.9
3,o

Gesamtanlage-




1000  M

26496
29137
30921
42722
47442
51413
543'o
62585
58316
65  457

Abschrei ­

bungen

1000  M

2617
3  574
3046
3  789
3  946
393'
4 86 3 2
3  396
5224'
343'

Aktienkapital ­


1000  M

19950
22  150
22  700
30  500
36250
37438
37230
372,30
33992 6
32631 7

Reserven ­

und
Rückstellun ­
 ­

1000  M

'S

Anleihen, ­

Hypotheken ­

usw.

1000  M

8276
9130
9923
11011
12186 1
12  743
12180 3
12931
14885 6
13485 8

S076
S843
6842
12  '77
12364
13278
14468
14222
'359'
18275

Kreditoren ­


xooo  M

26718
40500
28  788
4446s
50820
S6l75
67429
69530
48957
70978

Wohlfahrts ­
 ­


1000  M

I  100
1475
1560
1381
1431
1468
I  648
I  721
I  632
'  519

Eigenes
Kapital

1  M

28  226
31  280
32623
4'  5  "
48436
50181
494io
50161
48877
46  116

19

.tJ  rX
O,  P
a  &amp;lt;v
cn  &amp;lt;J
O
O  M
&amp;lt;u  &amp;lt;u
ÖX  ’-O
W

'41,5
141,2
143.7
136.1
'33,6
'33,9
'32,7
'34,7
143.8
141.2

Fremdes ­

Kapital

1000  M

32894
47818
37190
58023
64615
70921
83545
85473
64  180
90  7  7  2

d
•S-B.
5  W

T3  «
S  C/3
v  m

111,6
152.8
"4,0
139.7
133.5
141,2
169,1
171,0
'30,5
196.5

i,43
1,27
i,47
',38
',33
1,26
G 21
1,10
1,10
1,02

2 3

Dauernd
verfügbares ­

Kapital

1000  M

33  302
37123
39465
53688
60800
63459
63878
64383
62  468
6439'

■äE
&amp;gt;  r _;
na  'S
E&amp;lt;
&amp;lt;I)  *.
«ö

',25
1.27
1.28
1,25
1,28
1,24
1,18
',03
1,07
0,99

Summe
Durchschnitt ­


x058265
'5563

442  868
6513

6 '5397
9050

394°44
5  795

41,8
41,8

58,2
58,2

37.2
37.2

26931
396

I  085  I96
15959

2.5
2.5

469  799
6909

37817
556

3x0071
4560

116730
1747

Il6  I36
I  708

504360
7417

X4935
220

426  821
6307

X37.7
137,7

635431
9345

148,8
148,8

1,22
1,22

542957
8014

1)  A.-G.  Weser:  Agio.
2)  Vulkan.

3)  A.-G.  Weser:  Verlust  1906.
4)  Howaldts  Werke.

5)  Vulkan:  abzüglich  Konto  der  Aktionäre.
6)  Vulkan:  Agio.

7)  Howaldts  Werke:  Zusammenlegung.
8)  Tecklenborg,  A.-G.,  und  andere.

1.16
1.16

1901

5

18117

5896

12  221

3499

32,5

67,5

19,3
18,0

1902

5

16937

6  14  t

10796

3053

36,2

63,8

1903

5

18182

6416

11766

3602

35,3

64,7

19,8

1904

5

17658

S9'2

"  746

3468

33.5

66,5

‘9,6

1905

5

20068

6158

13  9'°

4422

30,7

69,3

22,1

1906

5

23855

6010

17845

5014

25,2

74,8

21,0

1907

6

32  888

7726

25  162

8133

23,5

76,5

24,7

1908

6

37  "o

7  985

29125

9265

21,5

78,5

25,0

1909

7

52830

12630

40  200

9672

23,9

76,1

'8,3

1910

7

62  766

'3158

49608

10341

21,0

79,0

16,5

56

300411

78032

222379

60  469

26,0

74&amp;gt;o

20,0

Durchschnitt ­


1

5364

1  393'

397i

1080

26,0

74,0

20,0

Sonstiger  Maschinenbau.

1367

19484

7,0

7263

532

10  204

2  744

1  923

'  279

18  216

—

7420

436

10  204

2839

1816

'  301

'9483

7,0

7  7'7

458

10204

2  734

1803

'438

19096

7,5

7  35°

472

10204

2  753

‘ 2 54

1 913

21981

8,7

8071

680

12904

3  4'7

1256

2509

26364

9,5

SS'9

761

13650

5073

1  184

3120

36008

8,7

10846

1615

17850

8425 1

1085

4623

41733

12608

1  I4O

18  850

9341

954

5  379

58209

9,2

18009

'4'5

27830

IO424

3883

6  684

69450

9,6

19842

1937

32720

"  274

3975

29613

330024

9,o

107645

9446

164620

59024

*9*  33

529

5893

9,0

1922

169

2939

1054

342

1)  Deutsche  Gasglühlicht  -  A,  -  G.:  Agio.

Tabelle  12.

2719

199

12948

126,0

4841

37,9

4,50

14871

2,04

2357

23'

13043

127,8

4404

33,9

4,57

'4859

2,00

3252

241

12938

126,7

5296

40,8

3,62

'474'

',9'

3383

269

12957

126,8

4906

37,9

3.48

14  211

1.94

2347

271

16321

126,4

3874

23,7

5,92

'7  577

2,18

3292

328

18723

'37,'

4804

26,2

5,32

19907

2,34

5596

424

26275

‘47.2

7105

26,7

4,50

27360

2,52

6487

502

28191

‘49.5

7943

26,9

4,5°

29  '45

2,3'

9389

564

38254

137,4

13836

36,2

4,28

42  '37

2,34

"694

685

43994

i.34,5

10354

35,°

4,26

47  969

2,41

50516

37x4

223644

*35.9

73363

32,8

4,40

242777

2,26

902

66

3993

135.9

13 ,o

32.8

4,40

4335

2,26

Akkumulatorenbau.

1901
1902
1903
1904
'9°S
1906
1907
1908
1909
1910

2
2
2
2
2
2
2
2
2
I

'7  9  25
16761
'S  "9
17064
17464
19900
22010
23656
24  211
18975

5017  I
4873
4477
4935
4  402
4701
5624
5884
6461
2985

12908
ii  888
10642
12-129
13062
'5  ‘99
16386
'7  772
'775°
15  990

3  164
3  303
2941
3'46
4679
5965
5  735
53'7
3986
I  678

28,0
29.1
29.6
28,9
25.2
23.6
25.5
24,8
26.7
'5,7

72,0
70,9
70.4
71.1
74,8
76.4
74.5
75.2
73.3
84-3

17.6
19.7
19,4
'8,4
26.8
30,0
26,0
23,0
'6,5
8,9

4717
6599
7  822
7122
9474
1045'
9085
9297
9722
6647

2  2  642
23  360
22941
24186
26938
3035'
31095
32953
33  933
25  622

20.8
28.2
34.1
29.4
35.2
34.5
29.2
28.2
28.6
25.8

9754
11472
12299
12057
13876
15152
14709
15  181
16183
9632

206
440
570
482.
778
952
964
622
387
257

1075°
10750
10750
10750
12500
12500
12  500
12500
12500
8coo

1839
1773
1360 1
I359 1
I838 2
I  848
1865
1867
1901
2004

'73'
1  568
3214
3210
3196
3178
6  198
6117
6718
3000

7379
8338
6159
7  599
7  661
9709
8749
9927
10  997
9957

244  1
277
33°
402
485
582
679
781
888
999

12589
12523
12110
12  109
14338
14348
'4365
14367
14  401
10004

117,1
116,3
"2,6
"2,6
"4,7
114,8
"4,9
"4.9
115,2
125,0

9354
10183
9  703
11  2"
"342
13  469
15626
16825
18603
13956

74.3
81.4
80,1
92,7
79,'
94.5
109.8
"7,'
129,1
138.8

',75
i,43
i,73
1,60
1,70
i,56
1,87
‘,79
1,62
1,60

14320
14091
15324
16219
‘7  534
17526
20563
2O484
21  I  19
I3 00 4

‘.47
1,23
1.25
1,27
1.26
i,i5
i,39
i,35
i,3  ‘
i,35

Summe
Durchschnitt ­


19
1‘

1  193085
j  IOIÖI

49359
2  597

143726
7564

399*4
2  101

25.5
25,5

74,5
74,5
)  Akki

20,6
20,6
imulatc

80936
4  260
ren  -  u.  E

274  021
1442  I
ektrizitäts  -

29,5
129,5
A.-G.

130295
6857
vorm.  Boe

5658
298
,e:  Verlu

11350°
5  974
st.

17654
1325
2)

3 8i 3°
2007
Akkumtx

86  475
455'
atorenfabr

5  667
298
ik,  A.-G

*3**54
7299
Agio.

115, 1
115,1

130  272
6856

99,6
99,6

1,67
1,67

169284
9306

1,30
1,30

Kabelindustrie.

Tabelle  14.

1901
1902
1903
1904
1905
1906
1907
1908
1909
1910

2
2
2
2
2
3 1
3
3
3
3

4650
4675
4927
5215
5385
87758
94757
96510
91690
99036

2881
2871
2866
2849
2748
26484
27750
29334
30648
3'729

1  769
1  804
2061
2  366
2637
61  274
67007
67  176
61042
67307

663
500
740
903
1052
27  398
28778
26986
29631
32  943

62,0
61,4
58,3
54,6
ST'
30.2
29.3
30.3
33.4
32,0

38,0
39.6
4',7
45,4
48,9
69,8
70.7
69.7
64,6
68,0

14.3
10,7
'S.o
'7,3
'9,5
3',2
30.3
27.9
30.9
34,2

68
57
2
247
163
20597
21  290
24808
37013
42  892

4718
4732
4929
5462
5  548
108355 1
116047
121318
128703
141928

',4
',2
0,04
4,5
2,9
'9,°
'8,3
20,4
28,8
30,2

2  949
2  928
2868
3096
2911
47081
49040
54142
67  661
74621

165
'S'
300
'49
127
2572
2  55'
2  469
2466
2464

3  000
3  000
3  000
3000
3000
56850*
59850
59850
59850
61  600

39
43
59
84
95
5  "5
5559
5  681
5994
6n6

I  HO
I  I  12
I  070
III5
1  128
11  734
16744
26499
26618
26590

678
54'
548
952
I  I  14
24363
24512
20853
28  864
41735

5
4
5
5
"
2199
2  779
3'4.'
3039
3  "2

3039
3043
3059
3084
3095
6i975
65409
65  53'
65844
67716

101.3
104.4
101,9
102,8
103.2
109,0
109.3
‘09.5
"0,0
‘09,9

'793
1657
I  623
2072
2253
38  296
44035
50493
58  52'
71437

59,'
54.4
53.2
67.2
72.8
61.8
67.4
77,o
89,0
105.2

2.61
3,34
3,76
2,42
2,37
2,52
2,73
3,2'
2,12
1.62

4'49
4  ‘55
4129
4‘99
4223
73  709
82  '53
92030
92462
94306

1,40
1,42
1,44
',35
',45
',56
1,67
i,7o
',36
1,26

Summe
Durchschnitt ­


25
1

494  603
19785

lÖO  lÖO
6407

334443
13378

149594
5984

32,4
32,4

67,6
67,6

3°,  2
SO, 2

147x37
5885

64I  74O
25670

23, 0
23,0

3O7297
12  292

13414
535

31300°
12520

28795
1152
a

113720
4549

144lÖO
5  766

14300
572

34*795
13672

x°9,3
109,3

272  l80
10887

79, 6
79,6

2,3 2
2,32

455  5*5
18221

1,48
1,48

1)  Felten  &amp;amp;  Guillaume  -  Lahmeyer-Werke,  A.-G.

Elektrizitäts-Maschinen-  und  Apparatebau.

1901
1902
1903
1904
1905
1906
1907
1908
1909
1910

4 1
3
3
2
4
4
5
5
6
7

55047
2  1  O92
23338
23604
34‘3 2
42458
62777
77410
95  452
I16525 6

15443
9376
9563
9592
13469
15980
21487
25300
30900
38773

39604
"  716
'3  775
14012
20663
26478
41  290
52  "0
64552
77  752

1687g
5625
5686
6493
8492
11346
16987
21544
28  136
36031

28,0
44.4
41,0
40.6
39.4
37.6
34,0
32.7
32.4
33,2

72,0
55.6
59,o
59.4
60.6
62.4
66,0
67,3
67,6
66,8

30.6
26.7
24.4
27.5
24,9
26.7
27,'
27.8
29.5
30.9

18919’
184
284
26
201
1300
1885
3°5‘
3889
7182

73966’
21276
23  622
23630
34333
43758
64662
80461
99  34'
123707

25,6
o,9
',3
0,1
0,6
3,o
3,o
3.8
3.9
5,8

34362
9560
9847
9618
13670
17  280
23372
28351
34789
45  955

935
650
856
1017
1349
1684
2197
2249
2476
2956

32040
12  250
'3  S 00
12100
19250
20420 3
29750
39750
4175°
51150»

6548
3  "7
3092
3  '02
5  2 4 2 2
9  126 3
9612
14  229 4
14299
206" 6

15  729
2  961
29H
2  686
2512
5021
9446
9599
20329
20287

20322
1481
2154
3307
4190
5  577
8823
12  '35
16853
25892

205
92
92
85
97
100
277
401
447
793

38588 1
15367
16592
15  202
24492
29546
39362
53979
56049
71761

120,4
"5,4
122,9
"5,6
"7,2
144,6
‘32,4
135.8
134.2
140.3

36256’
4534
5'57
6078
6799
10698
18  546
22x35
37629
46972

94,0
29.5
31.2
39.9
27.7
36.2
47.2
40.7
67.2
65.5

1,95
7,92
6,40
4,23
4,94
4,75
4,70
4,29
3,83
3,°o

54317
18328
19503
17888
27004
34567
48  808
63578
76378
92048

1,58
1,92
1,98
1,86
1,98
2,00
2,11
2,24
2,19
2,00

Summe
Durchschnitt ­


43
I
x)

55X835
"834
Lahmeyer  &amp;amp;

189883
1  4416
Co.,  A.-361952


8418
G,  2)  B

1572*9
ergmann  I

34,4
34,4
lektriz

65,6
65,6
tätswei

28,5
28,5
ke  unc

36921
901
andere:

588  756
'3735
Agio.  3)

6,3
6*3
Bergm

226804
5317
ann  :  Aktie

16369
381
nkapital

271960
6325
loch  nicht

88978
2069
voll  eingez

91  481
2  127
ahlt.  Agi

100734
2  343
0.  4)  I

2589
63
iergmann

360938
8394
:  Agio.

132,6
132,6
5)

I94804
4533
'•mann.

53.7
53.7
6)  Berg

3&amp;gt;59
3,59
nann:

4524x9
10521
Agio.

2,00
2,00
        <pb n="37" />
        \9

Gemischte  Elektrizitätsindustrie.

Tabelle  16.

Jahr

igoi
1902
1903
I 9°4
1905
1906
1907
1908
1909
1910

Summe
Durchschnitt ­


Produzieren ­
 ­

Vermögen ­


.  M

352989
364379
257656
206  518
192007
241755
244416
252516
288458
308434

Produzierendes ­

Anlagever ­
 ­


&amp;gt;  M

110397
121707
81  284
65482
63729
61709
52715'
50834
52348
58089

718294
22971
1)  Schlickert  &amp;amp;  Co.

5 a

Betriebsvermögen ­


1000  M

242592
242  672
176372
141036
128  278
180046
191  70C
201682
236  110
250345

1990834
64221

davon
Vorräte
1000  M

77174
72403
45  483
41306
47959
63  HO
67322
56022
44657'
59  479

570138
18392
2)  Schuckert  &amp;amp;  Co.

7 a

In  %  .
des  produzierenden ­

Vermögens

Betriebsvermögen ­


Wertpapiere ­

und
Beteiligungen ­


&amp;gt;  M

Gesamtver ­
 ­


.  M

120409
138309
136077
151319
128843
113168
I  IO  141
107  614
III9I6 6
106375

1224  171
39468

473398
502  688
393  733
357837
320850
351923
354557
360130
400374
414809

tu  o
5,9
,e=  b

20

M

Gesamt-Anlage-




1000  M

Abschrei ­
 ­


&amp;gt;  M

Aktienkapital ­


1000  M

230806
267  289
223  842
218  768
194972
180  281
163485
159027
180622
&amp;gt;76575

393° 2 99
126584

199500
220338
166895
160500
140500
154500
154500
154500
163000
163000

I  980  7I9
64177

Reserven

und
Rückstel ­
 ­

1000  M

67045
54318 2
45753
44805
42  260
56432“
59139
61237
63659
66  661

Anleihen, ­

Hypotheken ­

usw.

.  M

Kreditoren ­


1000  M.

Wohlfahrts ­
 ­


.  M

119368
122120
96738
74843
57452
66858
66275
65  832
79283'
78365

1677233
54104

561309
18107

827134
26682

87343
101862
63747
57511'
58511'
46978
43450
42  636
56981
65461

624  480
20145

4860
5649
6118
4977
4176
5042
6839
7823
9876
11397

Eigenes
Kapital

1000  M

266545
274656
212648
2°5  3°5
182  760
210932
213639
215  737
226  659
229661

133.6
124.6
127.4
127.9
130.1
136.5
138,3
139.6
139.1
140.9

3)  Ailg.  El.-Ges.  einschl.  des  Guthabens  der  Union-El.-Ges.

4)  Allg.  El.-Ges,:  Agio.

2238342  133,5
722II  I  133,5
5)  Allg.  El.-Ges.

Fremdes ­

Kapital

,  M

211571
229631
166603
I3733I
120  I39
I18878
116564
I  l6  29I
I46I40
155  2 23

1518371
48  980

2 3

24

Dauernd
verfügbares ­

Kapital

i  M

385913
396776
309386
280148
240212
2/7790
279914
281569
305942
308026

3065676
98893

6)  Allg.  El.-Ges.

Reine  Elektrizitätswerke.

Tabelle  17.

1901
1902
1903
1904
1905
1906
1907
1908
1909
1910

5
5
5
5
5
5
6
7
/
8

108  709
119596
126888
135073
145°°5
158  676
197  355
228  519
248312
270997

103  119
112  676
120462
128330
136489
148565
183407
208  729
230567
251243

5  590
6920
6426
6  743
8516
IO  I  11
13948
19790“
17  745
19754

2  400
2014
2325
2526
35”
3358
3895
6  2&amp;amp;6 J
4625
5  043

95,o
94.2
9S,o
94.9
94,o
93.6
92,8
91.3
92,8
92.6

S,o
5,8
5,o
ST
6,0
6.4
7,2
8,7
7,2
7.4

2,2
1.7
1.8
1.9
2,4
2,1
2,0
2,7
1.9
1.9

1808
1  780
2046
2  308
2  575
2  910
3  575
19545
25  597
25  212

110517
121376
128934
137381
147580
161586
200930
248064
273909
296  209

i,6
1.5
1.6
1.7
1.7
1.8
i.7
7.9
9.3
8.5

10492/
114456
122  508
130638
139064
IS1475
186982
228  274
256164
276455

3255
3872
4161
4409
4624
6  107
6819
7181
8299
9158

49850
5M00
51900
55  275
62  700
62  700
80920
104070
12  I  24O
I2574O

4807
5  801
10685 3
14606
16869
19484
24”7
31153
36966
44  121

39278
5°445 2
50  202
50331
51530
59900
63303
82259
81  731
89314

11  142 1
6980
8243
10204
8392
10498
11887
16868
19  572
18827

386
4°S
415
457
524
59°
733
829
946
1057

54657
5/201
62585
69881
795 6 9
82  184
105037
135223
158  206
169861

109.7
in,3
120.3
125.4
126,9
131.1
129.8
129.9
130.2
i35,i

50806
57830
58  860
60992
60446
70988
75923
99956
102  249
IO9198

93,0
101,0
94.0
87.3
75.8
86.3
71.9
73.5
64.5
64,5

o,5°
0,99
0,63
o,77
1,02
1,06
1.17
1.17
0,91
1,05

93935
107  646
112  787
120212
131099
142084
168  340
217  482
239937
259175

0,90
0.93
0.9 1
o,93
o,94
o,94
0,90
o,95
o,94
o,94

Summe

58

I739  130

1623  597

11 3  533

3S963

93.3

6,7

2,1

87356

I  826486

4,8

1  7 io 953

57885

765  795

208  609

618293

122613

6342

9744O4

I2 7,3

747248

76,8

o,94

1592  697

o,93

Durch-I



29985

27,993

1992

620

93,3

6,7

2,1

1  506

31491

4,8

29499

998

13203

3597

10630

2115

109

16800

127,3

12854

76,8

0,94

27430

0,93

Summe

58

1585294

I  469  761

”5533

35963

9  2,6

7,4

2,3

87356

1  672  650

5,2

1  557  ”7

57885

765  795

54773

618293

122  613

6342

820  568

107,1

747248

91,0

o,94

1  438861

0,92

Durchschnitt ­


I

27333

25341

1992

620

92,6

7,4

2,3

1  506

28839

5,2

26847

998

13  203

945

10630

2115

109

14  148

IO/,I

12854

91,0

0,94

24778

9,92

1)  Berliner  El  -  Werke.
2)  Berliner  El.-Werke.

3)  Hamburger  El.-Werke;  Einführung  des  Abschreibungs  -  Konto.
4)  Berliner  El.-Werke.

*)  Reserven  einschl.  Abschreibungs-  usw.  Fonds.
**)  Abschreibungs-  usw.  Fonds  gegen  Anlagevermögen  verrechnet.

Elektrizitätserzeugung,  verbunden  mit  Finanzierung  von  elektrischen  Unternehmungen.

1901
1902
1903
1904
1905
it)o6
!9°7
1908
1909
1910

82587,
86035
127492
I-SOI59
182431
197  234
274702
336810
362351
3985-86

38  394
42  189
82  276
91550
115  201
120455
157  367
l86  54O
223  422
249885

44193
43846
45196
58609
67230
76779
H7335
I50  2£0
138  9 2 9 :
148-701

122167
120523
204384
198549
248  627
286327
332654
335955
334898
350673

204754
206558
331856
348  708
431058
483561
-607356
672765
697249
749259

59,7
58,3

160  561
162712
286660
290099
363.828
406782
490021
522495
558320
600558

1049
804
2  276
2018
3912
3418
3771
4125
5306
7484

95250
95250
15325°
162250
196250
239  750 1
278500
292  250
310750
331891

6130
6976
19  280
21538
26158
38682 1
43580
49589
53594
60129

64821
64924
108513
119162
137844
135427
174-792
239727
254516
259228

37332
39048
46737
39767
50915
55  103
86916
61  139
49870
62  129

101380
102  226
172530
183788
222408
278432
322080
341839
364344
392020

102  153
103972
I55SI2
159  182
189013
190867
262139
301389
305096
322  268

Tabelle  18.

166  201
167150
281043
302950
360  252
41386g
496872
58l566
6l8860
65  I  248

*  Summe
*  Durchschnitt ­

**  Summe
**  Durchschnitt ­


2  198  367
24981
2  071310
23537

i)  Deutsch-Übersee.-El.-Ges.

891088
10  126
891088
IO  126
2)  Kont.-Ges.  f-  El.-Unternehm.

2  534  757
.28804
2  534  767
28  804

4733124
’  53785
4606067
52341

3842036
43659
3  7.14979
42215

2155391
24493
2155391
24493

1558964
17716
1558964
17716

528  946
6011
528946
6011

248t047
28193
235399°
26749

2091591
23  769
2091591
23769

■4  040  ci  r
45  909
3  9 12  954
444^5

■  3)  Schuckert  &amp;amp;  Co.  und  andere.  '*)  Reserven  einschl.  Abschreibungs-  usw.  Fonds.
Gas-  und  Wasserversorgung.

**)  Abschreibungs-  usw.  Fonds  gegen  Anlagevermögen  verrechnet.
Tabelle  19.

1

2

3

4

5

Sa’

6

7

-7 a

8

9'

IO

11

12

*3

*4

*5

l6

*7

18

*9

20

Jahr

Anzahl
der  Gesellschaften

Produzierendes ­

Vermögen
-  1000  M

Produzierendes ­

Anlagevermögen ­

1000  M

Betn
verm
1000  M

ebsögen

’davon
Vorräte
1000  M

des  p
V
prod.
Anlagever-
  _
mögen

'Tn  0  /
in  Io
reduzier
ermöger
Betri
verm

enden
IS
ebsögen

davon
Vorräte

Wertpapiere ­

und
Beteiligungen ­

1000  M

Gesamtvermögen ­

1000  M

Wertpapiere
und  Beteiligungen  in  °/ 0
de§  Gesamtvermögens

Abschrei ­
 ­

1000  M

Aktien  -
kapital
1000  M

Reserven ­

und
Rückstellun ­
 ­
  .
1000  M

Anleihen, ­

Hypotheken ­

usw.
iooo  M

Kreditoren ­

1000  M

Wohlfahrts ­
 ­

1000  M

Eigenes
Kapital
1000  M

Eigenes
Kapital
in  °/o
des
Aktienkapitals ­


Fremdes
Kapital
1000  M

Frerades

Kapital
in  7o
des
eigenen
Kapitals ­


1901

9

120462

111025

9437

884

92,1;

■7,9

0,67

8  206

128668

6,4

1742

62  625  ■

16665

31798

IO565 1

938

79290

126,6

43301

54,6

1902

9

119757

110035

9722

789

91.9

8,1

0,66

9478

129235

■7,3

2143

65125

18132

31850

6327

1081

83257

128.8

39258

47,2

1903-9



124688

115752-8936



1094

92,7

7,3

0,88

9  869

134557

7,3

2082

65125

19409

33378

7  077

1185

84534

129,8

41640

49,2

1904

9

132748

-123341

9407

1128

93,0

7,o

0,85

11390

144138

7,9

2619

70540

21  OI4

36246

6735

847

91554

129,8

43828

47,8

1905

9

140418

131791

8627

I  224

93,7

6,3

0,87

12IS3

152571

8,0

2437

72040

22509

40449

7426

868

94549

131,2

48743

51,6

1906

9.

17438-144510



29877"

1403

82,8

17,2

0,81

9031 2

183418

4,9

2448

79814

29308 3

42611

9  290

487

109122

136,7

52388

47,9

X907

9

170497-157065



13432

1623

92,!

7,9

0,95.

15243“

'  185740

8,2

2595

89  500

30906

38937“

11370

642

120406

134,5

50949

42,2

1908

9

166  764

156707

10057 6

1663

94,0.

6,0

0,99

12125

178889

•6,8

6  464®'

89500

3025 86

38521

12366

57t

119758

133,8

sms 8

42,9

1909

9

■185780

160974

24806

2684

86,6

13,4

&amp;gt;,45

10797.

19657/

5,5'

3429

103  600

32697

38027

8375

1018

136297

131,6

47420

1910

9

196226.

168  840

27386

2512

86,0

14,0

1,28

8320

204546

4,i

3452

108  600

36518

37564

10356

1  103

145  ns

133,6

49023

33,8

.  *  Summe

9°

1 53*727

1380040

151687

15004

90,0

10,0

o,97

IO6612

'  i63 8 339

6,5

294*1

806  469

257416

369381

89887

8740

1063885

*3*,9

468008

44,°

schnitt

I

-17019

15334

1685

167

90,0

10,0

0,97

1  185

18  204

6,5

327

8  961

2860

4104

999

97

11821

131.9

5200

44,0

**  Summe

.90

1428643

-  1276956

151687

■  15004

*9.3

10,7

'  *, 0 5

I066l2

*  535 2 55

6,5

294II

806469

*54332

369381

89887

8740

960801

119,2

468  008

48,8

schnitt

I

'
00
10

14189

1685

167

89,3

10,7

1,05

1  185

17059

6,5

3 2 7

8961

1715

4104

999

97

10676

119,2

5200

48,8

1)  A.-G.  für  Gas  und  Elektrizität,  Köln,  und  andere.
2)  Verkauf  der  Charlottenburger  Wasserwerke,  G,  ra.  b.  H.

3)  Wasserwerk  für  das  nördliche  Westfalen  :
4)  Charlottenburger  Wasserwerke.

Agio.

5)  Wasserwerk  für  das  nördliche  Westfalen.
6)  Neue  Gas-A.-G.:  Abschreibung.

*)  Reserven  einschl.  Abschreibungs-  usw.  Fonds.
**)  Abschreibungs  -  usw.  Fonds  gegen  Anlagevermögen  verrechnet.
        <pb n="38" />
        Baumaterialien.

Tabelle  20.

I

2

3

4

5

5^

6

1

7  a

8

9

10

11

12

*3

ö
(U

In  %

fi  tn
&amp;lt;ü  c
fch  0

Reserven ­


cä
rC
O

Produ-Produ-





  produzie-Wert-



 ­
 ­


3  :o
.bß  3

Abschrei ­
 ­


Jahr

r Q9
Ul
0)
O

zierendes ­

Verzierendes


Anlagever-




V
(Ü)

srmögens
Betriebspapiere


und
Beteili-5

  &amp;gt;
ä  E
.  rt
=  0
oü
O  tu  ‘
l-s

Aktienkapital ­


und
Rückstel-



3
cä
N

mögen

mögen

davon
V  orräte

cd  4;
^  .*&amp;gt;

verm

ögen
cü
O  :td

gungen

lungen

c
&amp;lt;

1000  M

xooo  M

1000  M

1000  M

O  &amp;gt;
P*

1000  M

1000  M

M

1000  M

1000  M

1000  M

1901

33

157529

123184

34345

13372

78,2

21,8

8,5

13065

170594

7,7

4445

100446

21  122

1902

32

156725

121633

35092

12937

77,6

22,4

8.3

14030

170755

8,2

4472

100457

21126

1903

35

.164632

123981

40651

13729

75,2

24,8

8,3

14182

178814

7,9

6610

104857

22  202

1904

36

176052

126945

49107

13214

72,0

28,0

7,5

15987

192039

8,3

6998

112573

22  192

1903

37

183289

130555

52734

15034

71,2

28,8

7,i

16874

200163

8,4

7295

116162

24247

1906

4i

206125

139992

66133

15152

68,o

32,0

7,4

20244

226369

9,o

7346

129181

27718

1907

4i

229182

165727

63455

18447

72,3

27,7

7,9

19666

248848

7,9

7913

138665

28732

.  1908

4i

226272

166036

60336

21  200

73,4

26,6

9,3

21569

247941

8,7

8701

136585®

30048

1909

44

237845

171452

66393

20  300

72,0

28,0

8,6

24997

262842

9-5

8298

148520

32754

1910

44

244284

173940

70346

I924I

71,0

29,0

7,9

23039

267325

8,6

9179

150610

33727

Summe

383

1982037

14.43445

.  538  59 2

160626

72,8

27,2

8,1

183  653

2  165  690

8,5

7 12 57

1238056

263  868

Durchschnitt ­


I

5 1 75

3769

1406

419

72,8

27,2

8,1

480

5655

VO
cd

186

3233

689

14

Anleihen, ­

Hypotheken ­


1000  M

27508
30912
31065
31983
35226
35197
39781
40777
46618
48340

IS

Kreditoren ­


&amp;gt;  M

12029
10312
10447
I05I5
10307
13585
19996
22018
18422
19887

Wohlfahrts ­
 ­


1  M

468
494
558
628
.678
708
1  019
1  105
1187
1  157

Eigenes
Kapital

.  M

121  568
121583
127059
134765
140409
156899
167397
166633
181274
184337

r—  CU
sä
P- 1

W

121,0
121  o
121,2
119  &amp;gt;7
120,9
121.4
120,7
122,0
122,0
122.4

19

Fremdes
Kapital

1000  M

40005
41718
42070
43126
46211
49490
60796
63900
66227
69384

c.
rt
«1
&amp;lt;v
T3
H

32,9
34.3
33,i
32,0
32,9
31-S
36.3
38.4
36.5
37.6

367  407
960

147518
38s

8  002
21

1  5 01 9 2 4
3922

121,3
121,3

522  927
1366

34,8
34,8

'  i)-Stettiner  Chamottefabrik:  Agio.

2)  A.-G.  für  Asphaltierung  vorm.  Job.  Jesericb;  Zusammenlegung.

Glas,  Porzellan  und  Steingut.

Tabelle  21.

IQOI

14

52181

31830

20351

■  6968

61,0

39,0

13,3

490

52671

0,9

3048

33125

4197

6607

4017

364

37322

112,6

10988

29,4

1902

14

58695

38217*

20478

9701

65,0

35,0
36,4

16,5

689

59384

1,2

2357

34401

4143 2

12146 1

3313

461

38544

112,0

15920

4i,4

1903

iS

61832

39377

22455

9734

63,6

158

746

62578

1,2

2462

350SI

4460

12332

4197

464

39511

112,7

16993

43,o

1904

18

71504

4S?92

26212

II  124

63,4

36,6

15,6

955

72459

1-3

2296

41601

5  870 3

13873

3900

429

47471

114,1

18202

38,4

1905

20

77800

49445

28355

12  424

63,5

36,5

16,0

2509

80309

3,2

2680

45976

6595

15  153

438i

493

52571

114,5

20  027

38,1

iqo6

23

95499

59324

36175

14078

62,1

37-9

14-7

2461

97960

2,5

3126

55076

8  680 4

17618

6081

654

63756

115,8

24353

38,2

1907

23

105844

63783

42061

19321

60,3

39,7

18.3

2500

108344

2,3

4239

59226

9394

19560

9372

927

68  620

115,7

29859

43-5

1908

22

108365

65430

42935

20283

60,3

39.7

187

3856

112  221

3,4

4316

60242

9482

19623

12143  5

1067

69724

115.7

32833

47,i

1909

22

118520

67698

50822

20894

57,1

42.9

17,6

4482

123002

3,6

4231

64  342

11532 6

22535

12503

iS9i

75874

117,9

36629

48,3

1910

23

127680

70356

57  324

20947

55- 1

44,9

16,4

4215

13189s

3,2

4960

68  092

13619 7

23309

13071

1774

81711

120,0

38154

46,7

Summe

194

877920

230  752

347168

*45474

60,5

39.5

l6,6

2*903

900  823

2,5

33  715

497  x 3 2

77972

IÖ2  756

72978

8  224

575104

**5,7

243958

42.3

Durchschnitt ­


I

4526

•  2736

1790

750

60,5

39,5

166

118

4644

2,5.

174

2563

402

839  .

376

42

.  2965

115,7

1257

42,3

1)  A.-G.  für  Glas-Industrie  vorm,  Siemens.  4)  Nordd.  Steingutfabrik  A.-G.  und  Porzellanfabrik  Rosenthal
2)  Annaburger  Steingutfabrik:  Verlust.  &amp;amp;  Co.  :  Agio.
3)  Porzellanfabrik  Kabla:  Agio.  5)  Rosenthal:  Oblig.  Rückzabl  -  Konto,  und  andere.

6)  Kahla  und  Vereinigte  Lausitzer  Glaswerke
A.-G.:  Agio.
7)  Siemens  und  Rhein.  Spiegelglasfabr.:  Agio.

Chemische  Industrie.

Tabelle  22.

IpOl

23

263  529

107  040

156489

83887 1

40,7

59,3

3b9

20  68l

2842IO

7-3

I04I0

133386

39854

34  578

40164

3653

173240

129,5

7839s

45,2

1902

22

268597

106598

161999

75972

39,6

60,4

28,3

22  238

290835

7,6

11307

145096

42  288

37262

36994

4449

187384

129,1

78705

42,0

1903

23

280194

109783

I704II

78006

38.9

61,1

27,8

24036

304230

7,9

II  012

148496

4S4I3

36648

41832

5  474

193908

130,6

83954

43,3

1904

24

309764

118828

190936

85788

38,4

61,6

27,7

29765

339529

8,8

12851

168  996

54i6i

33801  2

42135

6334

223157

132,1

82270

36,8

1905

33

359785

137219

222  566

98074

38,2

61.8

27,3

45272

405057

11,2

14707

203420

61733

36989

61289

8079

265153

130,2

106357

40,2

1906

30

406101

167168

238933

101523

41,2

58,8

25,0

497H

455812

10,0

17858

217  120

71874

3SI79

68167

8260

288  994

133,1

in  606

38,6

1907

34

431861

184270

247591

117  397

42,7

57,3

27,2

57991

489852

n,8

19415

221220

78617

36308

85014

9292

299837

135,5

130615

43,6

1908

40

583776

246716

337060

158734

42.3

57,7

27,2

96673

680449

14,2

25740

305704

109134

68127 3

111096

I39I7

414838

135,8

193140

46.7

1909

40

643195

249903

393292 4

144472

38,8

61,2

22.5

I0Ö0I0

749205

14,1

29247

311770

115508

102813*

119562

15261

427278

137,2

237  636

55,6

1910

40

658870

252906

405964

147275

38,4

61,6

22,4

111  986

770656

14,5

32194

315250

119074

104123

128687

16503

434324

137,8

249313

57,4

Summe

309

4205670

1  680  429

2525241

I  OQI128

39,9

60,1

25,9

564163

4769833

11,8

184741

2170458

737  653

525828

734  940

9I2 2 3

9  208  in

*33,9

135199*

46,6

Durchschnitt ­


I

13610

5438

8172

3S3i

39,9

60,1

25,9

I  826

15436

ii,8

598

7024

2387

I  702

2  379

295

9411

133,9

4376

46,6

1)  Farbenfabriken  vorm.  Bayer  &amp;amp;  Co.
2)  Bayer  &amp;amp;  Co.

3)  Großindustrie.  Badische  Anilin-  und  Sodafabrik
neu  eingefübrt.

4)  Großindustrie.
5)  Bayer  &amp;amp;  Co.

Industrie  der  Öle  und  Fette,  Tabelle  23.

1901

3

18037

5  944

12093

5453

32,9

67,1

30,3

323

18360

1,8

84

10  240

941

1829

5823

33

11181

109,2

7685

68,7

1902

3

19693

5419

14274

5668

27,5

72,5

28,8

248

19941

1,2

646

10392

1091

I  720

6912

33

11483

iio.s

8665

75,5

1903

3

18058

S36x

12697

6322

29,7

70,4

35,o

178

18236

1,0

224

10392

738 1

1645

4931

37

11130

107,4

6613

59.4

1904

3

17852

S092

12760

5491

28,5

7i,S

30.4

203

18055

1,1

257

10392

803

1535

4821

40

11195

107,7

6396

58,1

1905

3

18404

5020

13384

S065

27,3

72,7

27,5

173

18577

0,9

96

10392

796

1464

5914

50

11  188

107,7

7428

66,5

1906

I

7150

500

6650

1707

7.0

93-o

23,9

96

7246

i-3

40

4250

756

202

1648

29

5006

117,8

1879

37.5

1907

I

7099

505

6594

2  003

7,1

92.9

28,3

101

7  200

i,4

37

4250

814

196

1535

33

5064

119,1

1764

34,9

1908

3

28912

9374

19538

9807

32,4

67,6

33,9

138

2904O

o,5

665

17250

1334

1  ns

6098

36

18584

107,7

7249

39,6

1909

3

31402

12138

19  264

9372

38,6

61,4

33,6

343

31745

I,  I

662

18250

1879

1084

6484

37

20  129

no,3

7605

37,8

1910

3

34576

1x885

22691

11  210

34.4

65,6

32,5

1746 2

36322

4,8

717

19750

2735 3

2053

6171

39

22485

113,8

8263

36,^

Summe

26

201183

61238

X 39945

62  098

30,5

69,5

3,°9

3  549

204732

*,7

3428

i‘S55 8

II  887

12843

50  337

3 6 ?

*27  445

110,3

63547

5°,°

Durchschnitt ­


I

7737

2355

5  382

2388

30,5

69,5

3,09

136

7873

1,7

132

4445

457

494

1936

14

4902

110.3

2444

SO,o

1)  Breslauer  vereinigte  Ölfabriken:  Verlust.  2,  Thörls  vereinigte  Harburger  Ölfabriken  A.-G.  3)  Ölfabrik  Groß-Gerau—Bremen:  Agio.

Textilindustrie.  Tabelle  24.

1901

41

199273

10403S

95238

54215

52.2

47,8

27,2

1647s

215748

7,6

4375

110587

18814

34577

49686

2035

I2940I

117,0

86298

66,6

1902

40

198780

103042

95738

54562

51-9

48,1

27-5

16475

215255

7,6

5481

106872

19482

33636

47  897

2160

126354

1-18,2

83693

66,2

1903

41

211128

103710

107418

61552

49'°

Si,o

29,2

17014

228142

7,4

5384

109178

21  502

32459

53  772

2313

130679

H9,7

88544

67,8

1904

43

230677

109200

121477

72054

47-3

52,7

3i,3

18115

248792

7,3

5585

118077

23792

33882

63  035

2609

141869

120,1

99526

70.3

1905

44

246  689

109718

136971

84046

44,4.

55,6

34,i

18735

265  424

7.1

6586

I24077

25923

32901

67453

2.925

150000

120,9

103279

68,8

1906

45

262165

113655

148510

88097

43, 2

56,8

33,6

24906

287  071

8,7

6582

128746

30  233 1

42598

67768

3461

158979

123,5

113827

71,6

1907

45

283416

118870

164546

94850

41,9

58,1

33,5

25108

308524

8,0

7664

136868

30481

43  499

74582

4186

167349

122,3

122267

73,o

1908

53

317898

139473

178425

99750

43,9

56,1

3i-4

25160

343058

7,3

8667

159966

35214

48658

82504

4935

195180

122,0

136097

69,9

1909

55

336495

147115

189380

104452

43-7

56,3

3i,o

28561

365056

7,8

II  240

167565

36931

49875

87153

5499

204  496

122,0

142527

70,0

1910

56

362610

156398

206211

107837

43,i

56,9

29.7

39491

392101

7,5

11293  .

175440

38898

51656

96999

6436

214338

122.1

155091

72,3

Summe

.463

2649131

1205  216

*4439*5

821415

45.5

54,5

3*,&amp;lt;&amp;gt;

220  040

2  869171

7,7

72857

1 337376

281269

403  741

69O  849

36559

I  618645

121,0

1131149

70,0

Durchschnitt ­


I

S72i

2603

3118

1774

45,5

54.5

31,0

475

6196

7,7

157

2888

607

872

1492

79

3495

121,0

2443

70,0

r)  Bremer  Wollkämmerei  und  andere:  Agio.

des  eigenen  Kapitals
        <pb n="39" />
        Papierindustrie.

Tabelle  25.

I

2

3  .

4

5

5^

6

7

7 a

8  '

9

10

11

12

*3

*4

*5

l6

*7

18

*9

20

Jahr

ö
(U
ä
a
M
O
in
T3
in
&amp;lt;n
O

Produzierendes ­

Vermögen ­


Produzieren ­
 ­

Anlagever-


 ­


des  p
V

In  %
reduzierenden
ermögens
Betriebs-Wert

 ­

und
Beteili-Gesamt

 ­
 ­


.0
0  0
•Sä
£  0  1
•S  &amp;amp;  |
Stil
ft.bp  g

Abschrei ­
 ­


Aktienkapital ­


Reserven ­

und
Rückstellun-


 ­

Hypotheken ­


Kreditoren ­


Wohlfahrts ­
 ­


Eigenes  ‘
Kapital

0
jn
.s  3
_  *cL
,-SJS
Cu  a
«a  .SJ

Fremdes ­

Kapital

c
O  "A2
c3
Ö  .tJ
—  CU
3  w
s.  _
m  i

r O

mögen

davon

rt  a;
c.W&amp;gt;

verm

ogen

gungen

gen

usw.

*  &amp;lt;
&amp;lt;D

in  DJJ
'S

’  rt
N

Vorräte

&amp;lt;  s
•  w
T3  O

O

d

&amp;lt;u  v

&amp;lt;

1000  M

1000  M

1000  M

1000  M

P+

A  0

1000  M

1000  M

1000  M

1000  M

iooo  M

1000  M

1000  M

.1000  M

1000  M

W

1000  M

1901

iS

75051

35653

39398

14488

47,5

52,5

19,3

7072

82123

8,6

2012

32107

9993

I702I

17340

504

42100

131.1

34865

82,9
73,8

1902

17

76001

37928

38073

ns86

49.9

SO.i

15,2

6930

82931

8,4

2636

36153

9555

18759

14467

535

45710

126,4

33761

1903

17

71113

41333

24  780 1

13469

58,0

42,0

18,9

13470 1

84583

15,9

2155

37755

10  427

20020

10645

633

48182

127,7

31298

65,0

1904

17

77484

41346

36138

16177

53,5

46,5

20,9

13564

91048

14,9

3182

39805

12280

19356

12099

470

52085

130,8

31925

61.3

1905

18

89574

50706

38868

17718

56.6

43,4

19,8

15656

105230

14.9

3593

45855

16003 2

22540

12116

690

61858

i3S,o

35346

57.2

1906

19

IO7410

60326

47084 3

20524

56,1

43.9

19,1

16785

124195

13.5

3774

50517

18651

26879

2123s 3

777

69168

136,9

48894

7°&amp;gt;7

1907

19

13919s

79494

59701

26236

57.0

43.0

18,8

15948

155143

10,3

5220

60765

24093 4

27974

28348

857

84858

136,7

57179

67,5

1908

19

149751

83070

66  681

35149

55o

44,5

23,5

23  222 5

172923

13  4

5036

62115

25369

32681

43646

953

87484

140,1

77280

88,5

1909

19

164567

84323

80244 6

45  300 6

51.3

48,7

27,6

28932

193499

14,9

6054

72365

31063’

45693

35  533 6

966

103428

143,0

82192

79,4

I9IO

19

167338

85420

81918

435II

Si,o

49.0

26,0

31045

194383

15-9

6309

75493

31335

44928

35474

1018

106828

141,6

81420

76,2

Summe

179

1117484

599599

517885

244158

53&amp;gt; 8

46,2

21,9

172  624

1290108

13.4

39  97 1

5*2932

188769

275851

227  445

I0864

701  701

136,8

514160

73.3

Durchschnitt ­


I

6243

3350

2893

1364

53.8

•46,2

21,9

964

7207

13,4

223

2866

105s

1341

I  290

42

3921

136,8

2873

73,3

1)  Zellstoffabrik  Waldhof:  Darlehn  an  russ.  A.-G.  Waldhof  in  Obligationen  umgetauscht.  3)  Zellstoffabrik  Waldhof  und  andere.  5)  Waidhof:  Fusion  mit  Zellstoffabrik  Tilsit.
2)  A.-G.  für  Maschinenpapierfabrikation;  Elberfelder  Papierfabrik;  Agio.  4)  Waldhof  und  andere:  Agio.  6)  Waldhof.  7)  Waldhof  und  andere;  Agio.

Leder-,  Gummi-  und  Linoleumindustrie.  Tabelle  26.

1901

iS

60725

26357

34368

20588

43.4

56.6

33,8

2125

62850

3.4

1393

31663

8490

7354

II  120

179

40153

126,8

18653

46,5

1902

14

61123

23974'

37149

22287

39,2

60,8

36,5

3191

64314

4,8

1857

31087

8608

9279

10552

257

39695

127.7

20088

50,6

1903

13

59733

23770

35963

20601

39,8

60,2

34,5

2879

62612

46

1185

30287

8965

9089

9415

310

39252

129,6

18809

47,9

1904

13

67551

25655

41896

25169

38,0

62,0

37,2

2800

70351

4,o

1614

32457

95io

10570

12  400

339

41967

129,3

23309

55  6

1905

13

74175

25561

48614

28976

34,4

65,6

39-1

4259

78434

5,4

1963

34057

10146

11632

16850

469

44203

124,8

28951

65,5

1906

15

88191

31367

56824

35027

35-6

64,4

39,7

4626

92817

S.o

2  391 2

40  207

11820

16100

17868

561

52027

128,4

34529

66,3

1907

15

95427

32515

62912

37558

34,1
46,9

65.9

39,4

4478

99905

4-5

2  599

41  700

12504

17478

22570

650

54204

130,0

40  698

7S,i

1908

13

89153

32897

56256

35292

63,1

39,6

.  4496

93649

4,8

2  135

39050

12437

16314

18821

1081

51487

131.8

36216

70,5

1909

13

91418

34036

57382

34426

37,3

62,7

37,7

5350

96768

5,5

2635

39450

12776

15899

22380

1189

52226

132,4

39468

75,6

1910

13

95241

34168

61073

36307

35,8

64,2

38,1

5008

100249

5,0

3259

39800

12  990

15769

26826

1251

52790

132,6

43846

83.0

Summe

*37

782737

290300

49 2 437

2962Q2

37&amp;gt;°

63,°

37,8

392!2

821  949

4.8

20731

359758

108  346

129484

168  797

6286

268  004

130,2

304567

65,0

Durchschnitt ­


I

5713

2  119

3594

2162

37,0

63,0

37,8

287

6000

4,8

152

2626

790

,  945

1232

46

3416

130,2

2  223

65,0

1)  Delmenhorster  Linoleumfabrik:  Grundstucksverkauf.  2)  Vereinigte  Gummiwaren  -  Fabriken  Harburg-Wien  :  Brandentschädigung.

Holzindustrie.  Tabelle  27.

1901

4

22738

10690

12048

6555

47,o

53-0

28,8

733

23471

3.1

254

I37SO

1406

3444

3927

232

15156

110,2

7603

50,2

1902

5

23901

II  220

12681

6408

46,9

S3,i

26,8

949

24850

3,8

225

14000

1650

3492

446s

241

15650

111,8

8198

52.3

1903

Ö

24048

10496

13552

6826

43,6

56,4

28,4

906

24954

3,6

531

14250

1744

3451

4133

255

iS  994

112,2

7839

49,0

1904

5

24105

11349

12756

7034

47T

529

29,2

852

24957

3,4

494

14250

1836

4204

2  929

367

16086

112.9

7500

46,6

1905

5

24905

11940

12965

7431

47,9

52,1

29,8

360

25265

1,4

379

14250

1935

4188

3094

283

16185

113,6

756s

46,8

1906

5

24920

10684 1

14236

8059

42,8

57,3

32,3

250

25670

2,9

54i

14250

2  157

3  563

4072

308

16407

115,2

7943

48,3

1907

5

27545

11301

16244

9377

41,1

58,9

33.7

790

28335

2,8

555

14500

2285

3  549

5913

367

16785

115,8

9829

58,6

1908

5

26446

II  012

iS  434

9280

41,6

58,4

3S,o

857

27303

3,1

381

14500

2638

3  38s

5002

398

17138

118,2

8785

5T2

1909

5

25867

10797

15070

7953

41,8

58,2

30.8

863

26730

3,2

328

15000

2755

3130

3753

424

17755

118,4

7307

41,1

1910

5

26157

11405

14752

7490

43-7

563

28,6

899

27056

3,3

317

15250

2967

3110

3  484

469

18217

119,4

7063

38.8

Summe

49

250632

110894

I 3973«

?6t°3

44,3

55.7

30,5

7959

258591

3,*

4  005

I44OOO

21  373

35516

40772

3  344

165373

114,8

79632

48,2

Durchschnitt ­


I

5115

2249

2852

1559

44,3

55-7

30,5

IÖ2

5  277

3.1

82

2939

436

725

832

68

3  375

114,8

1625

48,2

1)  Berliner  Holzcomptoir:  Grunustücksverkauf.

Getreidemühlen.

Tabelle  28.

1901

5

13104

6274

6830

4812

47,8

52,2

36.7

63

13167

0,5

ISO

7584

I  IO4

1359

2931

17

8688

114,6

4307

49,7

1902

5

12488

6173

6315

4204

49,5

50,5

33,7

66

I25S4

o,S

166

7584

I  120

1354

2115

17

8704

114,6

3486

40,0

1903

,5

12173

6114

6059

3728

50,4

49,6

30,7

64

12237

o,5

185

7584

1139

1363

1579

17

8723

115,0

29  59

34,3

1904

5

13622

5907

7715

5477

43,3

56,7

40,1

61

13683

0.4

158

7584

1084

1377

3  382

10

8668

114,3

4769

5S,o

1905

4

12346

4914

7432

5258

39,8

60,2

42,6

55

I240I

0,4

139

6384

958

1070

3616

13

7342

iiS,o

4699

64,0

1906

5

12982

5392

7590

3936

4b5

58  5

30,3

65

13047

o-S

183

7384

990

1269

2058

15

8374

ii3,4

3342

39,5

1907

6

14773

6327

8446

4454

42.8

57,2

33,2

61

14834

0,4

201

8384

1049

I  422

2  099

16

9433

112,5

3  537

37.5

1908

7

18687

7565

II  122

6451

40,5

59-5

34,6

63

18750

o,3

312

9434

1520

2173

4247

30

10954

116,0

6450

58,9

1909

7

19195

7538

11657

6199

39.3

60,7

32,3

456

19651

2,3

410

9434

1783

3105

3817

18

II  217

118,9

6940

61,7

1910

7

21  021

8262

12759

7490

39,3

60,7

35-6

70

21  Opi

0,3

413

9434

1922

3  545

4933

40

11356

120,4

8518

75,o

Summe

56

150  39*

64466

85925

52  009

42,0

58,0

33.9

I  O24

*5*5*5

o.7

2  3*7

80790

12669

18037

3*777

*93

93  459

JI 5,6

50  GO/

53. 6

Durchschnitt ­


I

2686

1151

1  535  '

929

42,0

O
00
m

33,9

j8

2704

0,7

41

1443

226

322

568

4

1669

115,6

894

53,6

Cn

Zuckerfabriken  und  Raffinerien.  Tabelle  29.

1901

8

33782

19184

14598

5842

56,7

43,3

17,3

4238

38020

II,I

677

21484

4703

3427

5234

219

26187

121,9

8880

33-9

1902

8

34483

18358

16125

6594

53-2

46,8

■  19,1

4721

39204

12,0

727

21484

4551

3430

6462

255

26035

121,2

10147

38.9

1903

8

33248

18022

15226

4914

54,2

45,8

14,8

4323

37571

II,  s

949

21484

4941

3350

4846

305

26425

122,9

8501

32,2

1904

8

34977

I9I39

15838

5978

54,8

45.2

17,1

3891

38868

10,0

8  77

22084

5012

3  253

5650

358

27  096

122,7
122,6

9261

34T

1905

8

35752

17895 1

17857

5163

50,0

50,0

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3604

39356

9,1

1030

22084

4999

3245

6108

393

27083

9746

35-9

1906

8

38675

16914

21761

I094I

43,8

56,2

28,3

3668

42343

8.7

854

22084

5205

2916

9544

469

27289

123,5

12929

47,4

1907

10

61045

27522

33523

IS374

4S.o

55,o

25,2

3583

64628,

5,6

i  218

31084

6084

7887

14778

590

37168

119,5

23255

62,7

1908

10

59891

27813

32078

14832

46,5

53  5

24,8

4296

64187

6,7

I  219

31084

6208

7780

15990

670

37292

120,0

24440

65,5

1909

10

62973

26754

36219

14388

42,5

57,5

22,8

4429

67402

6,6

1084

31084

58i3 2

8069

16513

700

36897

118,7

25282

68,6

1910

10

64139

26880

37259

10933

4T9

58,1

17.0

4763

68902

6,9

I  114

32284

6186

7672

15390

753

38460

119,1

23815

61,9

Summe

88

458965

218481

240484

94959

47.7

5 2 ,3

20,7

41516

500481

8,3

9  749

256  240

53702

51029

I005I5

47* 2

309942

120,9

156,256

50,5

Durchschnitt ­


I

5215

2482

2733

1079

47,7

52,3

20,7

.  471

5686

8,3

III

•2912

610

580

I  142

54

3522

120,9

1776

50,5

1)  Zuckerfabrik  Körbisdorf:  Grundstücksverkauf.  2)  Zuckerraffinerie  Tangermünde;  Verlust  1908.
        <pb n="40" />
        ’W

Brauereien  und  Mälzereien.

Tabelle  30.

h

I

2

3

4

5

5a

6

7

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8

9

IO

II

12

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15

16

*7

18

19

20

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Produzierendes ­

Vermögen ­


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Aktienkapital ­


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 ­


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Kreditoren ­


Wohlfahrts ­
 ­


Eigenes
Kapital

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Fremdes
Kapital

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1000  M

1000  M

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1000  M

1000  M

1000  M

1000  M

1000  M

1000  M

1000  M

1000  M

1000  M

w

1000  M

1901

69

311190

222634

88556

32902

71,6

28,4

10,6

3072

314262

0,9

10756

160476

31328

71804

30882

1859

191804

11 9-5

104545

54-5

1902

69

319226

225104

94  122

32269

70,5

29,5

10,1

2548

321774

0,8

1x228

162406

32502

75935

30704

2150

194908

120,0

108789

55,8

1903

70

328031

229857

98174

32224

70,0

30,0

9,8

2885

330916

0,9

11623

163855

34270

78360

30  201

2044

198125

120,9

110605

55,^

1904

70

342399

238466

103933

35528

69,7

30,3

10,4

3146

345  545

0,9

12586

167029

36402

85394

33403

2283

203431

121,8

121080

59,6

1905

70

355132

245651

109481

34631

69,1

30,9

9,8

3217

358349

0,9

12907

173987

38684

86597

34888

2534

212671

122,2

I220I9

57-7

1906

73

380035

264941

115094

34853

69,7

30,3

9,2

5002

385037

1,3

13937

180156

42928

93224

41784

2702

223084

123,8

123711

61,8

1907

73

395037

277249

117788

37426

70,2

29,8

9,5

4791

399828

1,2

13983

182522

44250

102835

46549

2992

226772

124,2

124376

67,2

1008

72

398118

280047

118071

37312

7°,3

29.7

9,4

7378

405496

1,8

1373s

185902

45660

103799

49043

3206

231562

124,6

124076

67,6

1-909

72

402619

282038

120581

36296

70,2

29,8

9,0

8990

411  609

2,2

13482

186902

46275

105  303

S1807 1

3376

233177

124,7

124  486

68,8

1910

7i

409843

281691

128152

36271

68,7

31,3

8,9

11280

421123

2,7

13312

184753

47  393

105290

62311 1

3569

23214s

125,6

125170

73,7

Summe

7O9

3641630

2557678

1  093952

349712

70,0

3°&amp;gt;°

9,6

52309

3693939

i*4

127549

1747987

399692

908541

411602

26  714

2147679

122,8

1 346857

62,7

Durchschnitt ­


I

5136

3593

1  S43

494

70,0

30,0

9,6

74

5210

i)4

180

2466

564

1282

580

38

3030

122,8

I  900

62,7

1)  Einschi.  Brausteuer.

Spritfabriken.

Tabelle  31.

1901

3

15309

3240

12069

330s

21,2

78,8

21,6

2  109

17418

12,1

226

8925

2176

100

4884 1

101

II  101

124,4

5085

45,8

1902

3

16332

2936

13396

5109

18,0
16,9

82,0

3T3

3431

19763

17,3

360

8925

2370

100

6628

ISO

11295

126,6

6878

6i,o
46,3

1903

3

15  n6

2558

12558

1948

83,1

12,9

3472

18588

18,7

328

8925

2635

100

5068

186

11560

129,6

5  354

1904

4

19489

4683

14807

4406

24,0

76,0

22,6

4383

23872

18,3

384

10925

2849

1280

6754

12  7

13774

126,1

8161

59,3

1905

4

20571

4342

16229

9264

21,1

78,9

45T

5090

25661

19,8

332

10925

3265

I  ISO

9053

266

14190

129,9

10471

73,8

1906

4

21640

4232

17408

8736

20  0

80,0

40,3

5  454

27094

20,1

348

10925

3799

1020

8924

391

14724

134-7

10335

70,1

1907

4

18863

3455

15408

5509

18,3

81,7

34,2

6614

25477

25,9

527

10925

4194

930

7572

430

15119

138,8

8932

59,o

1908

4

22  277

3548

18729

6381

15,9

84,1

28.6

7217

29494

24,4

524

10925

5141

740

9628

■447

16066

147,0

10815

67-5

1909

4

21781

3628

18153

6261

16,7

83,3

28,8

6967

28748

24,2

237

10925

5508

140

9782

447

16433

150,3

10369

63,0

1910

3 2

19596

3762

15834

5527

19,2

80,8

28,2

5246

24842

21,1

271

8200

5129

225

8947'

500

13329

162,5

9672

72,5

Summe

3 6

190974

36383

154591

56446

19,1

80,9

2 9&amp;gt;4

499 8 3

24O957

20,8

3  53 2

100525

37066

5785

77242

3°45

137  591

136,8

86072

62,6

Durchschnitt ­


I

5306

1010

4296

1568

19,1

80,9

29,4

1388

6694

20,8

98

2792

I  029

l6l

2146

84

3821

136,8

2391

62.6

1)  1901—1910  einschl,  gestundeter  Verbrauchsabgabe.

2)  Vereinigung:  Posener  Sprit-A.-G.  —  Bank  für  Sprit-  und  Produktenhandel.

Sonstige  Nahrungsmittelindustrien.

Tabelle  32.

IpOI

5

22360

12830

9530

5  306

57,5

42,5

23,8

699

23059

3-0

339

11250

184s

3375

463O

473

1309S

116,4

8478

64,8

1902

5

2237  5

12570

9805

5112

56,2

438

22,8

728

23103

3,1

442

11250

1979

3220

4  594

405

13229

117,6

8219

62,1

1903

5

21007

12  240

8767

4763

58,2

41.8

22,7

728

21735

2,8

317

11250

2015

2  979

3498

521

13263

117,9

6998

52,7

1904

6 l

37223

21289

15934

7  763

57,i

42,9

20,8

5952

43175

13,7

631

25250'

2688

5807

6266

663

27938

110,6

12736

45-7

1905

6

38444.

20638

17806

8052

53,6

46,4

20,9

6057

44501

13,6

603

25250

2887

S280

7791

.  729

28137

in,4

13800

49,1

1906

7

45799

2SS67

20  232

9238

55-6

44,4.

20,1

7088

52887

13,4

756

27250

3478

8285

9940

708

30728

112,7

18933

6i,7

1907

7

48  620

25491

23  129

11087

52,4

47,6

22,7

9573

58193

16,5

858

30250

3847

8357

11854

758

34097

112,7

20969

61.5

1908

7

48710

26903

21807

11651

55-3

44-7

23-9

II944

60654

19,7

810

30400

3911

8695

13116

821

343H

112,9

22632

66,0

1909

7

49I9S

27691

21504

IO792

56,2

43,8

21,9

12252

61447

20,0

913

31500

4691 2

8795

12178

925

36191

114,8

21898

60,5

1910

7

49710

26416

23294

11980

53  2

46,8

24,1

11  432

61  142

18,7

1519

31500

5038

8374

11445

1006

36538

115,9

20825

S7,o

Summe

62

383443

211635

I7I  808

85744

55&amp;gt; 2

44,8

22,4

66453

449  896

14,8

7188

235150

32379

6  3  167

85512

7OO9

267529

113,8

155488

58,2

Durchschnitt ­


1

6184

3413

2771

1380

55,2

44,8

22,4

I  072

7256

14,8

Il6

3793

522

I  019

1376

113

4315

1138

2508

58,2

1)  Gebr.  Stellwerk,  A.-G.

2)  Müller,  Speisefettfabrik:  Agio.

Bekleidungsgewerbe.

Tabelle  33.

1901

3

5331

2806

2525

1106

52,6

47,4

20,7

84

5415

i)6-170



3950

582

ISO

53

21

4532

114.7

224

49

1902

3

4874

1902 1

2972'

1326

39'0

61,0

27,2

242

5  u  6

4,7

203

3950

587

150

127

32

4537

114,8

309

6,8

1903

3

4394

I  910

2484

1164

43-3

56,5

26,5

242

4636

5.2

156

3450

576

150

158

32

4026

116,7

340

8,4

1904

.  3

4455

2015

2440

1316

45-0

55,0

29.5

194

4649

4,2

131

3450

416

150

310

30

3866

112,0

490

12,7

1905

3

7675

27  57

4918

I43i

35-9

64,1

18,7

81

7756

1)0

182

5  450

622

600

187

29

6072

111,9

816

13,4

1906

4

14696

4373

10323

4992

29,8

70  2

34,o

—

14696

0,0

346

8700

1515

1302

1631

29

1021s

117,4

2972

29,0

1907

4

17729

5930

11799

5  396

33,4

66,6

30,4

216

17945

1,2

417

10450

2029 2

1521

2310

64

12479

119,4

389s

31,3

1908

4

17914

5936

11978

4969

33.1

66,9

2  7,7

280

18194

1,5

480

10450

2042

1573

2  576

55

12  492

119,5

4204

33-7

1909

5

20  409

6823

13  586

5386

334

64,6

27-3

397

20806

1,9

S65

12450

2163

1942

2291

62

14613

117,4

429s

29,4

1910

5

22461

6869

IS592

7142

30,6

69,4

31,8

22

22483

0,1

582

13200

2524^

1888

2531

75

15724

119,1

4494

28,6

Summe

37

119938

4 I  321

78617

34428

34.5

65.5

28,8

1758

121696

M

3 2 3 2

75  5oo

13056

9426

11563

439

88556

WA

21428

24,2

Durchschnitt ­


1

3242

Tn7

2125

930

34.5

65,5

28,8

47

3289

i)4

87

2041

353

282

285

12

2  394

117,3

579

24,2

i)  Berlin  -  Rüdersdorfer  Hutfabrik,  A:-G.:  Grundstücksverkauf.

2)  Berlin  -  Gubener  Hutfabrik,  A.-G.:  Agio.

3)  Ver.  fränkische  Schuhfabriken;  Agio.

Graphische  Gewerbe,

Tabelle  34.

1901

4

10515

7033

3482

1544

66,9

33,i

14,6

516

n  031

4,7

436

7900 1

355

573

I  III

50

8305

104,5

1734

20,9

1902

4

11194

7149

404S

1708

63-9

36,1

15-2

464

11658

4,o

439

8450

557

700

1635

70

9007

106,6

2405

26,7

1903

5

13884

9177

4707

2115

66,1

33-9

15,2

588

14472

4,i

572

9550

753

1632

1513

17

10303

107,9

3162

29,2

1904

5

15164

9556

5608

2277

63,1

369

15-0

907

16071

5,6

738

10150

1097

1312

2061

80

11247

no,8

3453

30,6

190S

6

21418

13718

7700

3299

64,0

36.0

i5,4

929

22347

4.2

926

13660

1476

2803

2601

79

15136

uo,8

5483

36,2

1906

6

21663

I3S09

8iS4

3384

60,3

39-7

15,6

1872

22535

8,3

2341 2

14288

1659

4042

1599

79

iS  947

111,6

5720

35,8

1907

6

22526

13389

9137

3998

59.5

40,5

17,8
18,3

1719

24245

7,i

1182

14160

1924

3849

2697

82

16084

113,6

6628

41,2

1908

6

20138

12252

8086

3740

60,2

39-8

1542

21880

7,i

1150

14160

1879

3161

2021

84

16039

113,8

5266

32,8

1909

8

23  733

14272

9461

4492

60  2

39,8

18.9

1  508

25241

6,0

1360

16610

1516"

4020

2  104

9i

18126

109,1

6215

34-3

1910

8

24  209

13844

10365

4839

57,o

43-o

19,9

1394

25603

5,4

1189

16610 1

1768

4088

1889

9i

18378

iio,6

6068

33,o

Summe

.  58..

184644

114899

7°  745

31396:

61,7

38,3

17,0

11  439

195083

5.9

10513

125588

I2984

26  l8o

19231

723

138572

110,3

46134

33.2

Durchschnitt ­


I

3183

1964

I  219

541

61,7

38,3

17,0

194

3377

59

181

2165

224

45i

332

12

2389

110,3

795

33,2

1)  1901  bis  1910  einschl.  Bazar-A.  -  G,  -  Genußscheine.

2)  Berlin  -  Neuroder  Kunstanstalten  A.-G.

3)  Neue  Photographische'Gesellschaft:  Verlust.
        <pb n="41" />
        Durchschnittsergebnisse  der  Jahre  1901  bis  1910  für  die  Montan-,  Metallverarheitungs-  und  Maschineuindustrie.  Tabelle  35.

I

2

3

4

4 a

5

6

7

8

9

10

II

na

12

1 3

G
0)
ü
ci

Produ-In

  %
des  produzierenden

*&amp;lt;u
—&amp;gt;  tn
1)  0)  m
cq  T3  fl

.0  tn
fl
&amp;lt;L)
ö

In  »/

0  des

In  %
des  eigenen

uernd
1s  zum
lögen

0)

Gewerbegruppen

u
sO
«1
&amp;lt;u
*6
3
ci.
N
C
&amp;lt;1

zierendes
Gesamtvermögen ­

in
1000  M

Gesa
prod.
Anlagever ­
 ­


mtvermc
Betr
verm

gens
iebsögen

davon
Vorräte ­


Gesamtvermögen ­

in
1000  M

Wertpapiere  und
ligungen  in  %
Gesamtvermöge

0  S
&amp;lt;u  S
CD
n  t
1  i
a  s
3  8
&amp;lt;1  T3

Aktienkapital ­

in
1000  M

Aktien
eigenes
Kapital ­


Kapitals
Anleihen, ­

Hypotheken ­

usw.

Kap
fremdes ­

Kapital ­


itals
davon
Anleihen, ­

Hypotheken ­

usw.

Liquidität ­


Verhältnis  des  da
verfügbaren  Kapita
i  Gesamtanlagevern

&amp;lt;U
•S
H
U
0&amp;gt;
T3
M
75

I.  Bergbau,  Hütten-  und  Salinenwesen;

1.  Erzbergbau  und  Hüttenbetrieb  (außer

2,88

'  Eisen)

I

9083

69,2

30,8

i6,S

9582

5,6

3,8

5581

118,4

13,3

25,3

n,3

1,20

I

2.  Eisenhüttenbetrieb

'  I

9997

65,0

35,0

14,8

10714

6,7

3,9

5  556

118,6

34,1

55,5

tN.
CO
N

2,08

1,18

2

3.  Kohlenbergbau

I

21126

83.7

i6,3

i,S

22  268

Sri

4,5

11427

126,1

34,1

43.2

27,0

1,60

0,97

3

4.  Salz-,  Kali-  und  Petroleumgewinnung.  .
la.  Hüttenbetrieb  mit  Kohlenbergbau  verbun-I



10  730

71,2

28,8

Sri

12494

14,1

3,5

7192

127,0

20,2

26,9

16,1

3,96

1,13

4

den  (gemischte  Werke)

I

73  398

67,1

32,9

13,5

79  463

7,6

4,6

38  945

124,4

33.4

55,6

26,8

1,79

1,11

5

II.  Metallverarbeitung
III.  Industrie  der  Maschinen  und  Apparate  (ohne

I

4  958

47,2

52,8

21,7

5  385

7,9

3,5

3011

H7,4

17,5

4i,3

15,1

3,08

1,47

6

Elektrizitätsindustrie):
1.  Einzelmaschinenbau

I

7  300

43.6

56,4

21,2

8  109

10,0

2,5

3989

126,2

28,9

58,0

22,9

3,59

1,50

7

2.  Massenmaschinenbau

I

4  975

37,6

62,4

24-5

5  261

5,4

3,7

2  687

128,3

23,6

41,2

18,3

4,40

1,89

8

3.  Kessel-  und  Apparatebau

I

4  117

42,5

57.5

19,4

4381

6,0

2,7

2  310

H9,7

17,9

Si,o

14,9

2,43

1,53

9

4.  Eisenbahnwagenbau

I

5  984

38,3

61,7

30,6

6  494'

7,9

3,8

2797

125,1

35,4

59,4

28.3

4,43

1.76

10

5.  Schiffbau

I

15  563

41,8

58,2

37,2

iS  959

2,5

3i5

4560

137,7

37,5

148,8

27,2

1,22

1,16

II

6.  Sonstiger  Maschinenbau  .......

I

5  364

26,0

.  74,0

20,1

5893

9,o

2.9

2939

135,9

11,6

32,8

8,6

4,40

2,26

12

IV.  Elektrizitätsindustrie:

1.  Elektrotechnische  Industrie:

a)  Akkumulatorenbau

I

10  161

2 5&amp;gt;5

74,5

20,6

14  421

29,5

2,0

5974

115.1

33,5

99,6

29,2

1,67

1,30

13

b)  Kabelindustrie  .  .  .
c)  Elektrizitäts-Maschinen-  und  -Appa-I



19  785

32,4

67,6

30,2

25  670

23,0

2,1

12  520

109,3

36,3

79,6

33,2

2,32

1,48

14

ratebau

I

12834

34,4

65,6

28,5

13  735

6,3

2,8

6325

132,6

33,4

53,7

25,2

•  3-59

2,00

15

d)  Gemischte  Elektrizitätsindustrie  .  .  .
2.  Elektrizitätserzeugung:

I

87  192,

26,5

73,5.

21,1

126  681

3i,i

1,1

54104

133,5

49,3

67,9

37,o

3ri9

i-55

16

a)  Reine  Elektrizitätswerke  |

I

29  985

93,3

6,7

2,1

31  491

4,8

3,2

13  203

127,3

80,8

76.8

63,5

o,94

o,93

I

27  333

92,6

7,4

2,3

28  839

5,2

3  5

13  203

107,1

80,8

9i,o

75,4

o,94

0,92

b)  Elektrizitätserzeugung  verbunden  mit(
Finanzierung  von  Elektrizitäts  -Unter-!

I

24  981

59,5

40,5

1,4

53  785

53i5

0,72

24  493

H5,i

72,4

84,2

62,8

1,69

1,05

i- 8

nehmungen  .(

I

23  537

S7,o

43,0

1,5

52  341

S5,o

0,74

24  493

109,2

72,4

89,0

65-3

1,69

1,06

1)  Nach  Verrechnung  der  teilweisen  Korrektivposten.
        <pb n="42" />
        Durchschnittsergebnisse  der  Jahre  1901  bis  1910  für  die  übrigen  Industrien.  Tabelle  36.

I  |

2  !

3  |

4

4 a

5

6

7

8

9  ■  1

IO

11

na  j

C
&amp;lt;U

Produ-In

  %
des  produzierenden

1
'S
O  &amp;lt;u  m
W  -o  c

.0  in
0"  C
0
a  “

In  %

des

In  %
des  eigenen

0

O
tsi

zierendes

Gesamtvermögens

Gesamta

  S

Aktien-Aktienkapitals



Kapitals  |

0)
d

Gewerbegruppen

m
&amp;lt;U
0

Gesamtvermögen ­


prod.

Betriebsvermögen ­


vermögen
in

3  a  S
(D  ,rH
U  _  &amp;gt;
,SJ  g  -

Cxfl  &amp;gt;
§  2
-q  §

kapital
in

Anfremdes



davon
An-  |

H
5-t
&amp;lt;U
Tj

r V

Anlage-1000

  M

CD  S

1000  M

eigenes

Hypotheken ­

usw.

leihen,

ja
öS
N
C
&amp;lt;

1000  M

vermögen ­


davon
Vorräte

o
i-,  öXrh
a;  ja
*

0
"O

Kapital

Kapital

Hypotheken ­

usw.

55

V.  Gas-  und  Wasserversorgung  ....  |

I

17  019

90,0

10,0

0.97

x8  204

0.5

1,8

8  961

13L9

45,8

44,0
48,8

34.7
38.5

Ji9

I

15  874

89:3

10,7

cos

17  059

6-5

1:9

8  961

119,2

45,8

1

VI.  Industrie  der  Steine  und  Erden:

1.  Baumaterialien

I

S  I7S

72,8

27,2

8,1

5  655

8,5

3:3

3  233

121,3

29:7

34,8

24:4

20

2.  Glas,  Porzellan  und  Steingut  ....

I

4  526

60,5

39,5

16,6

4644

2.5  .

3:7

2  563

115,7

32.7

42,3

28,2

21

VII.  Chemische  Industrie  .

I

13  ÖlO

39:9

60,1

25-9

15436

1  x,8

3-9

7024

133:9

24,2

46,6

l8,I

22

VIII.  Industrie  der  Öle  und  Fette

I

7  737

30.5

69-5

309

7  873

i-7

i,7

4  445

uo,3

11:1

50,0

10,1

23

IX.  Textilindustrie

I

5721

45:5

54-5

3LO

6  196

7-7

•  2.5

2  894

121,0

30,2.

7  0,0

24.9

24

X,  Papierindustrie

I

6243

53:8

46,2

21.9

7  207

13:4

3:1

2866

136,8

53,7

73:3

•  39.2

25

XI.  Leder-,  Gummi-  und  Linoleumindustrie  .

I

5713

37,o

63,0

37:8

6  000

4,8

2,5

2  626

130.2

36,0

6s,0

2  7,7

26

XII.  Holzindustrie

I

5  US

44,3

55-7

3°-5

5277

3:1

i-S

2939

114:8

24,6

48,2

21,4

27

XIII.  Nahrungs-  und  Genußmittelindustrie:

1.  Getreidemühlen

I

2  686

42,0

58,0

33:9

2  704

0,7

i.S

1  443

115,6

22,4

53,6

19.3

28

2.  Zuckerfabriken  und  Raffinerien  .  .  .

I

5  215

47-7

52,3

20,7

5686

8.3

2.0

2  912

120,9

20,3

50,5

16,5

29

3.  Brauereien  und  Mälzereien

I

s  136

70.0

30,0

9,6

5  210

1,4

3,4

2  466

122,8

52,0

62,7

42,2

30

4.  Spritfabriken

I

s  306

19, 1

80.9

29-4

6  694

20,8

i,S

2  792

136,8

5-7

62,6

4,2

31

5.  Sonstige  Nahrungsmittelindustrien  .  .

I

6  184

55: 2

44:8

22,4

7  256

14,8

1,8

3793

113,8

26,8

58,2

■  23,6

32

XIV.  Bekleidungsgewerbe

I

3  242

34  5

65-5

28,8

3289

1,4

2.7

2  041

II7-3

12,5

24,2

10,6

33

XV.  Graphische  Gewerbe

I

3  183

61.7

38-3

17.0

3  377

5.9

5-4

2165

xio,3

20,8

33,2

18,9

34

1)  Nach  Verrechnung  der  teilweisen  Korrektivposten.
        <pb n="43" />
        -■oNieuas  £9331  w«o  axiaiaja«  uej$  6uuaaoi6uj  afcu,|

justunsop  SpJBMOl  a|B3S  8m
88  80

ZV  Z8  ZO  1-0  20  80  60  Ol

1901

6

825

■

öl  |

1902

6
8
8
9

860,

1

11

|

1903
1904
1905

12/4'
I-SOI;
182431

,  .  .  1.

T|i,i  ,,.| V

.hi,.Tb

.  .  ,  .

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V p | ip,i 1 !,‘l. ) .

1.

XH|  00j

f
1  15  201

of
07230

2795

63,0

37,o

i,5

248  627

431058

57,7

363.828

1906

9

197234

120455

76779

4525

61,0

39,o

2,3

286327

483  561

59.3

406782

1907

IO

274  702

157367

117335

5  732

57,2

42,8

2,0

332654

607356

54,8

490021

1908

IO

336810

186  540

150270

5002

55,3

44,7

1.5

33S9SS

672765

49,9

522495

1909

’II

362351

223422

138929 3

4629

61,s

38,5

1.3

334 8 98

697249

48,1

558320

1910

11.

398586

249885

148-701

5033

62,6.

37,4

r,3

350673

749  259

48,0

600558  j

*  Summe

88

2  j 98  367

1307279

891088

30848

59,5.

40,5

i,4

2  534  757

4  733  I2 4

53,5

3842036

*  Durchschnitt ­


I

24981

1485s

10126

.  35'

59,5

40,5

.1,4

.28804

53785

53,5

43659

**  Summe

88

2O7I  3IO

1  18Ö222

891  088

30848

57,o

43-0

i,5

2  534  757

4606067

55,o

3  7M  979

**  Durchschnitt ­


I

23  537

13411.

10126

35i

57,0

43,o

i,5

28  804

52341

55,0

42215

I.

U  91-  ZI-  81-  02

8+W

\S&amp;lt;i
i  inuouaqiunuaDuaxapa  tpiej
SV  S8  2V  28  20  1-V  1-9  1-0

3912
34i8
3  77 1
412S
5  306
7  484

1  1 '' 1 ' 1
j  —
196250  126158
2 3975 o1  38682 1
278500  43580
292250  49589
3x0750  (53594
33189c  60129

137844
'35427
174792
239727
254516
25g  228

o?  /  „/
S0915
55  103-86916

61  139
49870
62  129

222408
278432
322080
341839
364344,
911  392020  n8,1

189013
190867
262  139
301389
305096
322  268

Tabelle  18.

166201
167  150
281043
302950
360252
4x3869
496872
581566
618  860
651  248

1,04
1.03
0,98
1,04
o,99
1,02
1,01
1,  x  1
1,11
1,08

34163
.388
34163
388

2153  391
24493
2155391
24493

325656
3  7P0
198599
2256

1558964
177x6
1558964
17716

528946
6011
528946
6011

3681
42
3681
42

2481  O47
28193
2 353  99°
26749

115.1
11 5. 1
109.2
109,2

4  040  CI  I
45  909
3  9 12  954
444^5

1,05
1,06
1,06

,  1)  Deutsch-Übersee.-TEL-Ges.

2)  Kont.-Ges.  f-  El-.-Uuternehm.  •  3)  Schuckert  &amp;amp;  Co.  und  andere,

"*)  Reserven  einschl.  Abschreibungs-  usw.  Fonds.

*)  Abschreibungs-  usw.  Fonds  gegen  Anlagevermögen  verrechnet.

Gas-  und  Wasserversorgung.

Tabelle  19.

1

2

3

4

5

5^  *

6

7

■7a

8

9

xo

11

12

13

14

15

16

*7

18

19

20

Jahr

Anzahl
1er  .Gesellschaften

Produzierendes ­

V  ermögen

Produzierendes ­

Anlagevermögen ­


Betri
verm

jbsigen

davon
V  orräte

des  p
V
prod.
Anlagever-
  _

In  7o
reduzierenden
ermögens
Betriebsvermögen ­


Wertpapiere ­

und
Beteil  igungen


Gesamtvermögen ­


0°  &amp;lt;2
.9  i
Sgl
•  S  Mg
5-.SP  S
i-  zz  ri
£S’£

Abschrei ­
 ­


Aktienkapital ­


Reserven ­

und
Rückstellun ­
 ­
  .

Anleihen, ­

Hypotheken ­

usw.

Kreditoren ­


Wohlfahrts ­
 ­


Eigenes
Kapital

Eigenes
Kapital
in  °/o
des
Aktienkapitals ­


Fremdes
Kapital

Fremdes ­

Kapital
in  %
des
eigenen
Ka-1000

  M

iooö  M

1000  M

1000  M

mögen

Vorräte

1000  M

1000  M

3

1000  M

1000  M

100  0  M

1000  M

1000  M

1000  M

1000  M

1000  M

pitals

1901

9

120462

m  025

9437

884

92,1;

■  7,9

0,67

8  206

128668

6,4

1742

62625

16665

31798

10565 1

938

79290

126,6

43301

54,6

1902

9

1 1 9  757

110035

9722

789

91,9

8,1

0,66

9478

129235

7,3

2143

65125

18132

31850

6327

1  o8x

83257

128,8

39258

47,2

1903-9



124688

115752-8936



1094

92,7

7,3

0,88

9  869

154557

7,3

2082

65125

19409

33378

7077

i  185

84534

129,8

41640

49,2

1904

9

132748

■  123341

9407

1128

93,0

7,o

0,85

11  390

144138

7,9

2619

■0540

21  OI4

36246

6735

847

91554

129,8

43828

47,8

1905

9

140418

131791

8627

I  224

93,7

6,3

0,87

12  153

152571

8,o

2437

72040

22509

40449

7426

868

94549

131,2
136,7

48743

Si, 6

1906

9.

174387

14451°

298772

1403

82,8

17,2

o,81

9031 2

183418

4,9

2  448

79814

29308 3

42  611

9  290

487

109  122

52388

47,9

J907

9

170497

157065

13432

1623

9 2 , 1

7,9

o,95

15243 4

'  185740

8,2

2595

89500

30906

38  937 4

11370

642

120406

134.5

50949

42,2

1908

9'

166  764

156707

10057 5

1663

94,0.

6,0

o,99

12  125

178889

■6,8

6 4 6 4 fr

89500

30258 6

38521

12366

57i

119758

133.8

51458

42,9

1909

■9

18;780

160974

24806

2  684

86,6

13,4

i,45

10/97.

196577

5,5'

3429

103  600

32697

38027

8375

1  018

136297

131,6

47420

35&amp;gt;5

1910

9

196  226,

168840

2-386

2512

86,0

14,0

1,28

8320

204546

4,i

3452

x08600

36518

37  564

10356

1  103

145118

133,0

49023

33,8

*  Summe

90

1  53*727

1380040

■151687

15004

90,0

10,0

-  o,97

IO6612

1 638339

6,5

294H

806  469

257416

369381

89887

8740

1063885

131,9

468008

44,0

*  Durchschnitt ­


I

-  17019

15334

1685

167

90,0*

10,0

0,97

I  185

18  204

6,5

S 2 ?

8  961

2860

4104

999

97

11821

131,9

5200

44,0

**  Summe

.90

1428643

-  1276956

151687

•  15004

89,3

10,7

’  1,05

106612

1  535255

*6,5

294II

806469

I 5433 2

369381

89887

8740

960  801

119,2

468  008

48,8

**  Durchschnitt ­


I

'5  874

14189

0
00
&amp;lt;-r»

167

89,3

10,7

1,05

I  I85

17059

6,5

327

8961

1715

4104

999

97

10676

!  !9,2

5200

48,8

1)  A.-G.  für  Gas  und  Elektrizität,  Köln,  und  andere.
2)  Verkauf  der  Charlottenburger  Wasserwerke,  G.  m.  b.  H.

3)  Wasserwerb  für  das  nördliche  Westfalen  :  Agio.
4)  Charlottenburger  Wasserwerke.

5)  Wasserwerk  für  das  nördliche  Westfalen.  *)
6)  Neue  Gas-A.-G.:  Abschreibung.  **}

Reserven  einschl.  Abschreibungs  -  usw.  Fonds.
Abschreibungs  -  usw.  Fonds  gegen  Anlagevermögen  verrechnet.
        <pb n="44" />
        ﻿
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
