— 54 — liext sich" in immer weniger Händen, und mit der Häufung dieses Besitzes in wenigen Händen wächst die Empörung der Arbeiterschichten gegen diese einseitige Reichtumsentwickelung. Zusammenfassend sagt darüber Marx im 24. Kapitel des 7. Abschnitts, Die sogenannte ursprüngliche Akkumulation, Band I des „Kapitals" (S. 727/28, 6. Auflage) mit einem geradezu dithyrambischen Schwung der Sprache und mit einer, ästhetisches Entzücken auslösenden Gestaltungskraft: „Auf einem gewissen Höhegrad bringt sie, d. h. die bürgerliche Gesellschaft, die materiellen Mittel ihrer eigenen Vernichtung zur Welt. Von diesem Augenblick regen sich Kräfte und Leidenschaften im Eesellschaftsschotze, welche sich von ihr gefesselt fühlen. Sie maß vernichtet werden, sie wird vernichtet. Ihre Vernichtung, die Verwandlung der individuellen und zersplitterten Produktionsmittel in gesellschaftlich konzentrierte, daher des zwerghaften Eigentums Vieler in das massenhafte Eigentum Weniger, daher die Expro priation der großen Volksmassen von Grund und Boden und Lebensrnitteln und Arbeitsinstrumenten, diese furchtbare und schwierige Expropriation der Volksmasse bildet die Vorgeschichte des Kapitals . . . Sobald die kapita listische Produktionsweise auf eigenen Füßen steht, gewinnt die weitere Vergesellschaftung der Arbeit und weitere Verwandlung der Erde und an derer Produktionsmittel in gesellschaftlich ausgebeutete, also gemeinschaft liche Produktionsmittel, daher die weitere Expropriation der Privateigen tümer eine neue Form. Was jetzt zu expropriieren, ist nicht länger der selbst wirtschaftende Arbeiter, sondern der viele Arbeiter explodierende Kapitalist. Diese Expropriation vollzieht sich durch das Spiel der imanenten Gesetze der. kapitalistischen Produktion selber, durch die Zentralisation der Kapitale. Je ein Kapitalist schlägt viele tot. Hand in Hand mit dieser Zentralisation oder Expropriation vieler Kapitalisten durch Wenige entwickelt sich die korpora tive Form des Arbeitsprozesses auf stets wachsender Stufenleiter, die be wußte technische Anwendung der Wissenschaft, die planmäßige Ausbeutung der Erde, die Verwandlung der Arbeitsmittel in nur gemeinsam verwend bare Arbeitsmittel, die Oekonomisierung aller Produktionsmittel durch ihren Gebrauch als Produktionsmittel kombinierter, gesellschaftlicher Arbeit, die Verschlingung aller Völker in das Netz des Weltmarktes und damit der internationale Charakter des kapitalistischen Regimes. Mit der beständig abnehmenden Zahl der Kapitalmagnaten, welche alle Vorteile dieses Um wandelungsprozesses usurpieren und monopolisieren, wächst die Masse des Elends, des Drucks, der Knechtschaft, der Entartung, der Ausbeutung, aber auch der Empörung der stets anschwellenden und durch den Mechanismus des kapitalistischen Produktionsprozesses selbst geschulten, vereinten und or ganisierten Arbeiterklasse. Das Kapitalmonopol wird zur Fessel der Pro duktionsweise, die mit und unter ihm aufgeblüht ist. Die Zentralisation der Produktionsmittel und die Vergesellschaftung der Arbeit erreichen einen Punkt, wo sie unerträglich werden mit ihrer kapitalistischen Hülle. Sie wird gesprengt. Die Stunde des kapitalistischen Privateigen tums schlägt. Die Expropriateurs werden expropriiert. Die aus der ka pitalistischen Produktionsweise hervorragende kapitalistische Aneignungsweise, daher das kapitalistische Privategentum, ist die erste Negation des indi viduellen, auf eigene Arbeit gegründeten Privateigentums. Aber die kapi- ■f