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rechnen,  so  ergäbe  sich  jedoch  für  die  beiden
Zentralmächte  1912  eine  geringere  Belastung
als  für  ihre  Gegner;  bekanntlich  ist  in  Deutschland
und  Österreich-Ungarn  auch  das  Staatsschuldenwesen ­
  weniger  entwickelt  als  in  Frankreich.
England  gegenüber,  das  mehr  denn  je  den
stärksten  Rüstungsaufwand  und  eine  starke
Schuldenlast  ausweist,  ist  bemerkenswert  die
Vernachlässigung  der  einst  unter  Tegetthoff  bei
Lissa  siegreichen  Flotte  Österreichs.  Auch  Spanien ­
  tat  1862  für  seine  maritime  Geltung,  absolut ­
  genommen,  mehr  als  1912.  Die  Flottenausgaben ­
  der  Türkei  waren  1862  gleich  groß
wie  1912;  die  Italiens  und  der  kleineren  europäischen ­
  Staaten  wenigstens  verhältnismäßig
damals  stärker?)
Aus  alledem  folgt  von  vornherein  zweierlei:
einmal,  daß  die  Geschichte  des  deutsch-englischen
Gegensatzes  keineswegs  für  sich  allein,  sondern
nur  im  Rahmen  des  europäischen  Gesamti)
  Von  1862  bis  1912  fielen  die  Flottenausgaben
Spaniens  und  Österreich  °  Angarns  um  14  500  000  £,
die  Frankreichs  und  der  Vereinigten  Staaten  stiegen
um  29  000  000  &amp;,  die  Deutschlands  um  22  500  000  £,
—  keineswegs  ging  also  Englands  maritime  Bedrohung
allein  von  Deutschland  aus,  auch  fehlte  es  nicht  an
Gegenwirkungen.  Frankreich  und  Rußland  zusammen
steigerten  ihr  Flottenbudget  um  25  000  000  £,  —  gleichfalls ­
  also  mehr  denn  wir.
Lenz.

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