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darf  ich  getrost  den  Darstellern  der  politischen
Geschichte  überlassen?)  Die  öffentliche  Meinung
Deutschlands  verweist  ja  auch  allein  England
in  die  Rolle  eines  Kriegshetzers  aus  ökonomischen
Motiven.  England  allerdings  habe  schon  immer
seine  Kriege  aus  wirtschaftlichem  Eigennutz  geführt; ­
  die  lange  Reihe  seiner  Kolonial-  und
Handelskriege,  sein  Kampf  um  alle  Schätze  der
neuen  Welt  und  um  die  Handelsherrschaft  in
Europa  spreche  dafür.
In  der  Tat.  Von  jeher  tragen  Kämpfe  um  die
Seeherrschast  mehr  als  andere  ein  ökonomisches
Gepräge.  Einige  wenige,  wie  Englands  Opiumkrieg ­
  gegen  China  1840/41,  entspringen  direkt
einem  bestimmten  ökonomischen  Interesse,  haben
dann  freilich  viel  weiter  reichende  Wirkungen?)
Andere  Konflikte  wieder,  wie  sie  in  dem  Assientovertrag
  mit  Spanien  1713  und  dem  Methuenvertrag
  mit  Portugal  1703  ausliefen,  gaben  dem
Inselvolk  wichtige  Handelsvorteile,  ohne  daß
ihre  Bedeutung  doch  damit  erschöpft  wäre.  Aus
unserer  Zeit  darf  an  die  Vorgänge  in  Mexiko
seit  1911  erinnert  werden;  der  politische  Rieder-*)
  Übrigens  wird  die  Fortsetzung  meines  demnächst
erscheinenden  Werkes  „Macht  und  Wirtschaft"'  den
Epochen  der  beiden  neuzeitlichen  Weltkriege  und  ihrer
vergleichenden  Darstellung  gewidmet  werden.
Hongkong  1842  britisch.