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19.  und  20.  Jahrhundert  nach  keiner  Richtung
für  unsere  weltwirtschaftlichen  Beziehungen  ausschlaggebend ­
  ist,  so  folgt  daraus,  daß  auch  im
Friedensvertrag  den  Kolonialproblemen  durchaus ­
  der  zweite  Platz  gebührt.  Das  gilt  ebenfalls
hinsichtlich  -er  politischen  Bedeutung.  Auch
dann,  wenn  wir  dem  Weltkrieg  eine  wesentlich
politische  Wurzel  zuerkennen,  tritt  der  Erwerb
von  Kolonien  zurück.  Politisch  sogar  noch  mehr
als  wirtschaftlich  ruht  Deutschlands  Stärke  in
der  Heimat.  Hier  fließen  militärisch  wie  politisch
die  Quellen  seiner  Kraft.  Hier  bringen  Heer  und
Flotte  dem  Gegner  die  entscheidenden  Schläge
bei.  Hier  weitet  das  Drei-Kaiserbündnis  Deutschlands ­
  politische  Grenzen  bis  zum  Sinai  und  bis
zum  Kaukasus,  damit  erst  den  beiden  gewaltigen
Feinden  eine  gleich  starke  und  geschlossene  Front
entgegensetzend.  Hier  auf  dem  Boden  des
Kontinents  und  an  den  Meeresengen,  die  ihn
umgeben,  liegt  Deutschlands  Gegenwart  und
Zukunft  zu  ihrem  wesentlichen  Teil  beschlossen.
Deutschland  wird  zunächst  als  Kontinentalinacht
groß  sein,  oder  es  wird  nicht  sein.
So  wenig  also  der  Weltkrieg  eine  Angelegenheit ­
  des  Kapitalismus  oder  ein  Produkt  des
Sozialismus  ist,  ebensowenig  ist  er  ein  Kolonialkrieg. ­
  Falls  Deutschlands  wirtschaftlicher  Aufschwung ­
  irgendwie  die  Hauptschuld  trägt,  dann