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Mitteln  greift,  wird  er  auf  seiten  der  Neutralen
doch  mit  keinem  anderen  Motiv  als  mit  dem
eigenen  des  Eigennutzes  rechnen  dürfen.  Er  wird
darnach  feine  Worte  setzen,  seine  Taten  wählen;
das  beste  Beispiel  gibt  wieder  Englands  typisches
Verhalten:  den  „Schutz  der  Schwachen"  führt
es  unentwegt  im  Munde,  mag  schon  die  britische
Faust  dem  Schützling  an  der  Kehle  sitzen.
Auch  wer  den  kleinen  und  neutralen  Staaten
uneigennützig  wohl  will,  tut  gut,  den  Wert  der
Worte  nicht  zu  überschätzen;  wo  sie  politisch
rächt  von  Nutzen  sind,  da  kitten  sie  auch  diplomatisch ­
  keine  Freundschaften.  England  gegenüber ­
  haben  gewiß  sämtliche  Völker,  welche  nicht
die  Seeherrschaft  besitzen,  eine  Art  gemeinschaftliches ­
  Grundinteresse;  doch  ist  es  zu  mittelbar
und  zu  passiv,  um  für  sich  schon  einerr  wirksamen ­
  Anstoß  zu  geben.  Wir  haben  unserem
Bundesgenossen  Italien  von  1899  bis  1914
immer  wieder  versichert,  daß  er  seine  Politik
allein  vom  italienischen  Eigennutz  bestimmen
lassen  dürfe;  wir  sehen  heute  bestätigt,  daß  in
der  Tat  das  Eigeninteresse  dort  wie  überall
ausschlaggebend  ist  und  daß  weder  schöne  Worte
noch  die  englische  Seeherrschast  von  dieser  Linie
des  strengsten  Eigennutzes  ablenken.  Daher
sollten  wir  in  der  Verwertung  solcher  Worte
und  Motive  eine  erwünschte  Vorsicht  beobachten.