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Wie  die  Zuspitzung  des  politischen  Konflikts
unsere  Nation  in  ihre  gegenwärtige  Lage  hineingeführt ­
  hat,  entzieht  sich  bis  auf  weiteres  einer
geschichtsgetreuen  Darlegung  und  ist  für  meinen
Gegenstand  von  keiner  unmittelbaren  Wichtigkeit. ­
  Daß  die  politische  Geschichte  des  deutschbritischen ­
  Verhältnisses  keineswegs  unter  jenem
wirtschaftlichen  Gesichtspunkt  steht,  dessen  sekundäre ­
  Natur  wir  nunmehr  kennen,  dafür  nur
zwei  Hinweise.
Zweimal  in  hundert  Jahren  hat  Grotzbritannien
  uns  ein  Hände  weg!  zugerufen,  sind
britische  Minister  in  amtlicher  Eigenschaft  der
Ehre  einer  befreundeten  Nation  nahegetreten.
Lord  Palmerston  erklärte  1849,  er  werde  eine
deutsche  Flagge  aus  dem  Weltmeer  als  Piratenflagge ­
  ansehen  und  behandeln  lassen.  Mr.  Lloyd
George  —  nächst  Sir  Edward  Grey  der  bei
uns  meistbelobte  fremde  Staatsmann  in  den
deutsch-britischen  Verhältnisses,  gleich  den  meisten
Deutschen,  von  dem  Wirtschastsncid  als  treibendem
Motiv  der  englischen  Geschichte  und  Politik  ausgeht,
begrüße  ich  doch  seine  Darlegungen.  Denn  eine  nicht
erschöpfend  motivierte  Einsicht  in  den  Gang  der  hohen
Politik  ist  besser  als  gar  keine  Einsicht;  und  der  in
politicis  fast  hoffnungslose  Durchschnittsdeutsche,  an  den
sich  der  Verfasser  wendet,  wird  etwas  politische  Einsicht
noch  am  ehesten  lernen,  wenn  sie  an  eine  ihm  geläufige
Vorstellung  angeknüpft  wird.