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tritt  weniger  ein  ungestümes  Wachsen  auf
deutscher  Seite,  als  eine  Stagnation  der  britischen ­
  Wirtschaftskraft  zutage!  Aus  ihr  entsteht
der  Chamberlainsche  Plan  eines  zollpolitisch  geeinten ­
  Größer-Britanniens  und  die  Propaganda
für  Tarifreform  in  Groh-Britannien.  Diese
Pläne  scheitern  deshalb,  weil  seit  1900  das
britische  Wirtschaftsleben  wieder  überraschend
kräftig  auflebt.  Nunmehr  bleibt  bis  1914  der
Freihandel  in  England  bestehen,  trotzdem  die
deutsche  Konkurrenz  jetzt  gleichfalls  vorwärts
eilt.  Bestehen  bleibt  aber  auch  die  vonChamberlain
  1900  vollzogene  politische  Schwenkung,
nachdem  Deutschland  seine  Bündnisanerbieten
ein  für  allemal  abgelehnt  und  damit  eine  neue
politische  Epoche  eingeleitet  hatte.  Die  geplante
wirtschaftliche  Reichseinigung  erhält  nach  Chamberlains
  Abgang  mehr  einen  militärischen  Akzent.
Die  handelspolitischen  Vorgänge  jener  Jahre
spiegeln  sich  in  der  Statistik  folgendermaßen:
im  Jahr  1890  1894  1895  1898  1899
(in  Milliarden  Mark)

Englands  Gesamt

Ausfuhr  -  .  -

6.7

5,6

5.8

6,0

6.7

Deutschlands  Gesamt-Ausfuhr ­
  .  .

3.7

3,3

3.7

4.1

4.5

Englands  Gesamt-Einfuhr

  ....

8.6

3.3

8,5

9.6

9.9

Deutschlands  Gesamt-Einfuhr

  .  .

4,5

4.2

4.4

5.4

5,8