durch  den  Weltkrieg  ihre  nun  vollständige  Verkehrung ­
  in  das  Gegenteil.
Wollen  wir  mit  einem  Blick  die  entscheidenden
Momente  des  deutsch-britischen  Verhältnisses  in
den  Jahren  des  reisenden  Konflikts  übersehen,
so  tritt  die  völlige  Unabhängigkeit  des  diplomatischen ­
  Verlaufs  von  ökonomischer  Einwirkung ­
  hervor;  auf  Deutschlands  Seite  politisch
zugleich  die  Einschnürung,  welche  wir  uns  im
Verlause  unserer  „Politik  der  freien  Hand"  von
Großbritannien  gefallen  lassen  mußten.  Die
entscheidenden  Daten  dieser  Jahre  sind  sämtlich
politischer  Natur.  Mag  der  erste  Anstoß  und
ebenso  der  kriegerische  Auslauf  einer  politischen
Aktion  immerhin  von  wirtschaftlichen  Erwägungen ­
  notwendig  mit  beeinflußt  sein,  so  doch
nicht  ihre  diplomatische  Durchführung.  Ist  dies
richtig,  dann  wäre  hier  der  Hinweis  angebracht,
daß  für  den  Diplomaten  vielleicht  eine  technische
Berussschulung  ausreicht,  eine  ökonomische  jedenfalls ­
  nicht  unbedingt  notwendig  ist;  daß  dagegen
dem  Staatsmann  ökonomische  und  noch  mehrhistorische
  Bildungselemente  unerläßlich  sind.
Das  diplomatische  Geschick  mag  jeden  Mangel
tieferer  Bildung  überdecken;  dem  Staatsmann
hingegen  kann  nur  ein  ganz  seltener  intuitiver
Staatssinn  das  Fehlen  solcher  Bildung  wettmachen. ­
