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politische  Abstinenz  im  Fall  des  Sieges  genau
ebenso  wie  im  Fall  der  Niederlage  das  einzig
richtige  Rezept  sein.
Eine  solche,  im  Deutschland  von  1914  vielverbreitete
  Auffassung  entsetzt  mit  der  Verwerfung ­
  des  Machtgewinns  als  politischen  Endzieles ­
  zugleich  Krieg  und  Sieg  ihres  einzigen
politischen  Sinnes:  Macht  zu  vermitteln.  Wenn
Krieg  nach  Clausewitz  wirklich  eine  Fortführung
der  Politik  ist,  wenn  Krieg  und  Friede  die
beiden  denkbaren  Mittler  jeder  Staatskunst  sind,
wenn  nach  Ranke  wirklich  Machtgewinn  und
Machtbehauptung  Inhalt  und  Ziel  des  Staatenlebens
  geben,  dann  kann  und  mutz  die  Ausmünzung
  und  Amsetzung  des  Machtgewinns  aus
Krieg  und  Sieg  in  dauerhafte  Formen  der
Staatskunst,  vielfach  auch  des  Staatsrechts,  die
einzig  sinnvolle,  die  wesentliche  und  die  bleibende
Funktion  des  Kampfes  im  Völkerleben  sein.
In  den  seltensten  Fällen  enthält  bereits  die
militärische  Tatsache  des  Sieges  den  politischen
Zweck  in  sich:  so  bestätigt  teilweise  1763  das
Ergebnis  von  1741,  1915  bestätigt  aus  seiten
Frankreichs  1871.  Meist  gelangt  doch  eine
völlige  politische  Neugestaltung  ans  Licht:  so
1806/67  und  1813/15  in  Preutzen,  1866  und
1871  für  Deutschland.  Die  Gegenwart  lehrt,
datz  im  guten  oder  bösen  vor  allem  das  deutsch-