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ökonomischer  Natur  ist,  der  spreche  wenigstens
nicht  mehr  von  Englands  „Krämervolk"  und
„Handelsgeist".  Denn  er  ist  selbst  der  erste
aller  Krämer?)
Ethisch  ist  eine  solche  Auffassung  gewiß  nicht.
Ein  Kriegergrab  in  Feindesland,  ein  Kriegsverletzter ­
  in  der  Heimat  lehren  uns  Besseres.
Doch  auch  die  kulturelle  Bedeutung  unseres
Volkes  und  dieses  Krieges  entbindet  uns  nicht
von  der  jetzt  ersten  aller  Pflichten,  politisch  zu
denken  und  zu  handeln.  Vieles  Gute,  manches
Überschwengliche,  einiges  Törichte  ist  über  Krieg
und  Kultur  bei  uns  geschrieben  worden.  Der
Kardinalpunkt,  das  gegenseitige  Verhältnis  von
Macht  und  Kultur,  liegt  außerhalb  der  Sphäre
meiner  Darstellung.  Nur  hinweisen  will  ist)
auf  den  oberflächlichen  Mißbrauch,  der  bei  uns
im  Schwange  ist:  Macht  und  Kultur  in  einen
Gegensatz  zu  bringen,  die  politische  Mission  des
deutschen  Volkes  als  etwas  seiner  Kulturmission
Fremdes  oder  gar  Abträgliches  hinzustellen.  An
diesem  entscheidenden  Punkte  stehen  wir  in

i)  Wiedenfeld,  Der  Sinn  deutschen  Kolonialbesitzes, ­
  1915,  weist  diese  in  der  letzten  Friedenszeit  verbreitete ­
  Auffassung  einer  „bloß  wirtschaftlichen"  Interesienpolitik
  Deutschlands,  soweit  ich  sehe,  erstmals  mit
Entschiedenheit  zurück,  auch  hinsichtlich  der  Kolonialpolitik. ­
