42 Dass der Beweis etwa bei dieser kleinen Zahl von Unter suchungsobjekten nicht durchschlagend ausfällt, ist klar. Es gibt eben auch kleine Löhne trotz langer Lehre, aber es ist immerhin bezeichnend genug, dass von allen Töchtern mit unter 2 Jahren Lehrzeit keine einzige die Lohnklasse von 120 Fr. pro Monat erreicht. Lohnzahlungsfristen. Auf diese Frage ist im allgemeinen sehr gut und vollständig geantwortet worden, und wir lassen deren Ergebnisse nach Berufszweigen hier folgen: Berufszweig Frage unbeantwortet Der Lohn wurde ausbezahlt: Wöchentlich Alle 14 Tage Monatlich Handel 6 4 8 145 Schneiderei. . . 14 6 29 19 Näherei 4 6 16 5 Bureau 1 — 1 24 Glätterei 4 9 2 4 Modes — — ' 2 12 Diverse 2 5 7 5 Total 31 30 65 214 Die Zahlen, nach Stadt und Land unterschieden, bieten kein besonderes Interesse, weil die Verhältnisse dem Total vollständig entsprechen. Dass im Handel und Bureau die monatliche Be zahlung vorherrscht, überrascht niemanden, dagegen hätte in andern Berufen kaum eine solche Verbreitung der monatlichen Bezahlung vermutet werden können. Der wöchentliche Zahltag ist einzig in der Glätterei einigermassen nennenswert. Leider ist nicht gefragt worden, ob der Zahltag auch pünktlich erfolge, denn hier herrschen mehr Misstände, als man im allgemeinen glaubt. Es hat denn auch die eine oder andere Tochter es von sich aus als nötig erachtet, auf dem Fragebogen solches zu vermerken. So schreibt eine Ladentochter vom Lande: „Den Lohn erhalte ich nie zur Zeit, wie sich’s gehört; z. B. den Lohn vom Juli habe ich bis heute (23. August) noch nicht erhalten“.