Alpenstraßen. Der moderne Wegebau. 67 Von den sonstigen zahlreichen in unserem Jahrhundert in Europa zur Ausführung gekommenen Straßen sei noch der folgenden Erwähnung gethan, die zu den interessantesten Bauobjekten dieser Gattung zählt. Es f 2 ist die in den dreißiger Jahren erbaute | g> 2 c i = l | Szechenyistraße an der unteren e j ,|S || § f «i Donau in der Gegend des Eisernen öS if n i” « <2 Thores. von welcher Abb. 34 ein , i Stück zeigt. Die Herstellung dieser von Bäsärhelyi entworfenen und ^ f ausgeführten Straße bereitete außer- ^ ordentliche Schwierigkeiten. Die Straße ^ d» ziap-i-onsstrahe. besitzt eine Breite von 4,vs bis 7,58 in. Für das Ausweichen zweier sich begegnender Wagen sind besondere Ausweichstellen vor gesehen. Der größere Teil der Arbeit bestand aus Felsensprengnngen, die direkt vom 34. Die Krr'chcnyiñrrltze mt der unteren Donau. Strome aus vorzunehmen waren. Für die Arbeiter wurden auf Schiffen Gerüste erbaut, von welchen aus sie die Bohrlöcher in das Gestein einzuarbeiten hatten. Im Jahre 1837 konnte ein Teil der Straße dem Verkehre übergeben werden. Die Vollkommenheit des heutigen Chansseebaues ist besonders durch die Anwendung von Chausseewalzen erreicht worden. Durch die Walzung wird die Straßenoberfläche fester und somit dauerhafter, und hierdurch findet eine außerordentliche Schonung der Zug tiere und der Fuhrwerke statt, da dieselben nicht, wie früher sehr allgemein üblich war, die lose liegende Steinschüttung festzufahren nötig haben. Die ersten Walzversuche gehen zwar bis zum Jahre 1787 zurück, doch kam die Walze erst seit 1830, namentlich durch die Bemühungen des französischen Ingenieurs Polonceau, in größerem Umfange zur An wendung. Während früher zum Ziehen der Walzen ausschließlich Pferde benutzt wurden, wird jetzt bei größeren Arbeiten meistens von Dampfwalzen Gebrauch gemacht, da^ mit denselben eine etwa 30 % größere Leistung erzielt werden kann. Auf die Art des Walz- 9*