i i Zahnstangenformen. 163 Wärters*) nach einem Hauptgleis sich bewegen, zu einer Zeit, wo letzteres befahren wird. Die Weiche (8 in Abb. 149) steht dann so, daß die Verbindung mit dem Hauptgleis h aufgehoben ist. Jedes Fahrzeug des Seitcnstranges n, das jetzt in die Weiche s gelangt, wird hier auf einen toten Strang geleitet, der frei oder in eine Sandschüttung ausläuft. Nach Abb. 150 würde ein solches Fahrzeug in der Sicherheitsweiche zum Entgleisen gebracht werden. Nur nach Entriegelung und Umstellung der Weiche s durch den Signalwärter ist ein Über gang von dem Neben- auf den Hauptstrang möglich. Der Betrieb des Hauptgleises kann sonach nicht gefährdet werden. Derartige Sicherheitsweichen finden sich vielfach auf eng lischen Bahnen. Sie sind seit langen Jahren für Neuanlageu dort vorgeschrieben. Sonderheiten im Oberbau der Skeilbshnrn. Zahnbahnen. Marsh war bei Anlage der ihm bereits 1858 regie rungsseitig genehmigten, doch erst 1866 in Angriff genommenen Zahnbahn auf den Mount Washington infolge knapper Geldmittel gezwungen, möglichst billig zu bauen. Infolgedessen glich er alle stärkeren Höhenunterschiede an der Fels lehne durch hölzerne Gerüstbautcn nach Art der Abb. 151 bis 153 aus und stellte sogar das Gleis aus Flacheisen mit Langschwellen - Unterlage her. Die Gleisauordnung war eine verfehlte und als solche anderswo schon seit fast 30 Jahren bekannt. Auch Marsh sollte dieses bald erkennen, als nach Fertig stellung der ersten Teilstrecke die Loko motive in Thätigkeit trat. Die Flach eisenschienen mußten schleunigst gegen die Breitfußschieuen ausgewechselt wer den, um die durch Schienenbruch veran laßten zahlreichen Betriebsstörungen zu vermeiden. Die Holzgerüste wechselten in ihrer Höhe von : / 2 bis 8 m. Letz teres Maß wurde auf der Steilrampe von 377 °/ 00 erforderlich. Die Bau- schwierigkeiten waren nicht gering. Die Arbeiter konnten an den steilen, nackten Felshängen nur mit Steigeisen thätig sein. Abb. 153 zeigt einen Gleisabschnitt der mittleren Steigung (240 0 / 00 ). ein Abheben der Lokomotivräder von ihren Schienen zu hindern, stützen sich am Lokomotivgestell befestigte Rollen gegen die untere Fläche der frei über ragenden Zahnstangen-Winkeleisen. Die J=4_ 0?t.atolv >86^. o 3=E crtiy<$crJ>a<h 1S71. $i£ovnq.<Js. & cKiese 1S0S. Stt4vC 180S. 155. EntwirKelmigsformrn der Zahnstange. *) Der Signalwärter nimmt in England eine besondere Stellung im Eisenbahndienste ein. Nicht nur bedient er das Stellwerk ini Weichenturme - vergl. Abschnitt „Signalwcsen" — sondern er stellt auch selbständig und unabhängig von dem Stationsvorsteher die Ein- und Abfahrts signale für die Züge.' Dem Stationsvorsteher liegt nur die Sorge um den Verkehr der Reisenden am Bahnsteige ob. 21 *