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        <title>Der Weltverkehr und seine Mittel</title>
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      <div>506. V«s Mrrrschlos! in Knidn. 
Seehäfen. 
Von frühen Zeiten an hat sich das Meer trotz seiner enormen Ausdehnung als ein 
hervorragendes Mittel zur Verbindung der durch dasselbe getrennten Länder erwiesen. 
Allerdings galt es, die Furcht vor seiner Unermeßlichkeit zu überwinden und Hilfsmittel 
zu ersinnen, um sich auf dem Ozean zurechtfinden zu können. Solange beides nicht der Fall 
war, hielten sich die Schiffer ängstlich an den Ufern, und die Seeschiffahrt war weiter nichts 
als eine Küstenschiffahrt, allein auch diese besaß schon für den Handel eine außerordentliche 
Bedeutung. Die Forschung hat mit Sicherheit nachgewiesen, daß die Menschheit bereits 
seit mehr als 5000 Jahren Seeschiffahrt treibt. Babylonier, Ägypter und Phönizier 
sind die ältesten bekannten Völker, deren Schiffe sich auf das Meer hinauswagten. Ihnen 
folgten die Griechen und später die Römer, wie überhaupt alle an dem Meeresgestade 
wohnenden Völker ihre günstige natürliche Lage auszunutzen suchten. 
Unbedeutend wie die ersten Seeschiffe, waren die Vorbereitungen, welche am Lande 
getroffen wurden, um die Schiffe zu beladen und zu löschen. Diese Vorkehrungen dürften 
im Anfange des Seehandelsverkehrs kaum über jene Anlagen hinausgegangen sein, die 
heute für Schifferboote beansprucht werden. Der Abstand zwischen jenen ersten primitiven 
Schöpfungen und den gewaltigen, imposanten, modernen Hafenanlagen der großen See 
städte New Jork, London, Hamburg, Liverpool und wie sie alle heißen, ist ein gewaltiger. 
Wir wissen bisher wenig von den Hafenanlagen der Ägypter und Chinesen, auch 
über derartige Bauten der Babylonier gibt die Geschichte nur spärliche Kunde. Nebu- 
kadnezar ließ an der Mündung der mesopotamischeu Ströme Teredon anlegen; welche 
Bauten hier jedoch zur Ausführung kamen, ist noch nicht ermittelt. Das größte Handels 
volk des Altertums, die Phönizier sind es, von deren ausgedehnten Hafenbautcn zu 
Tyrus, Sidon, zu Aradus und den durch phönizische Kolonisten geschaffenen mächtigen 
Hafenanlagen zu Karthago uns die Geschichte berichtet. Heute sind alle diese einst so 
glänzenden Schöpfungen, zum Teil durch die Natur, zu einem noch größeren Teil jedoch 
durch die vernichtende Macht der Menschen selbst, nur Trümmerhaufen, und nur spärliche 
Reste geben Zeugnis von der einstigen Herrlichkeit. Tyrus erlag dem Anstürmen eines 
Alexander. Sidon, dessen größte Blüte vom 16. bis 11. Jahrhundert v. Chr. fiel, ver 
schwand während der Kreuzzüge fast ganz vom Erdboden. Aus letzterer Zeit stammt wahr-</div>
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