18 5. Die „fremden Gelder". haben der Industriegesellschaften, welche der Deckung späterer Jn* vestitionen dienen sollen. 4. Erlös aus Ronsortialgeschäften, den der Schuldner nicht sofort benötigt,- die Zeit der Ueberlassung dieser Gelder ist meist vertrags mäßig festgelegt. 5. Spareinlagen, die lediglich des Zinsnutzsns wegen gemacht werden, bei denen weder persönlicher verbrauch noch Investition in näherer Zeit beabsichtigt ist. Zur die Summe der Einlagen der ersten Art aus der Uebergabe der Rasseführung an die Banken, ist in Reichen mit eingebürgertem Scheck verkehr die höhe der Zinsvergütung ohne Bedeutung: die Sicherheit gegen Verlust des Geldes, die bequeme Leistung selbst der größten Zahlungen überallhin läßt die Bankübertragung als so großen Vor teil erscheinen, daß die Frage der Zinsenvergütung für diese Guthaben (die bei eigener Rassenführung selbstverständlich nichts tragen würden) in den Hintergrund tritt. Zn England wird für solche Einlagen kein Zins vergütet: die Gewohnheit der Bevölkerung und die Roftspielig- keit und Unbequemlichkeit aller andern Zahlungsformen namentlich auch von Drt zu Grt läßt die Uebernahme der Rassenführung als einen Dienst erscheinen, den die Banken dem Publikum gewähren,- in Reichen aber, in denen der bankmäßige Zahlungsverkehr sich erst einbürgern muß und in denen die Einlagenkonditionen unter den Banken nicht so einheitlich geregelt sind wie in England, wird auch für solche Einlagen Zinsvergütung geleistet. Oie Vergütung für alle anderen Einlagearten hängt mit der höhe der Bankrate zusammen. 6. Eine Gruppe der fremden Gelder, die in der neueren Litera tur der Preistheorie besondere Beachtung gefunden hat, stellen die aus Rreditgewährung der Bank selbst herrührenden Depositen dar. Wenn jemand für 50.000 Mark Wechsel diskontiert und den Betrag einstweilen der Bank überläßt, so werden ihm die 50.000 Mark gutge schrieben, während die Wechsel unter die Aktiven eingestellt werden. Oie Bank hat somit auf Grund eines Buchkredits Wechsel gekauft, den sie selbst geschaffen hat, sie hat eine neue Aktivpost gewonnen, ohne daß sich ihre Rasse oder ihr Guthaben bei anderen Banken verringert hat. Manche Autoren, namentlich amerikanische Nationalökonomen, haben an den Vorgang weitreichende Ronsequenzen geknüpft und in dieser Geldschaffung eine der Hauptursachen der Preissteigerung erblickt: es scheint jedoch die praktische Bedeutung derartiger Depositen stark über schätzt zu werden. Der Diskonteur verzichtet auf den Zinsgenuß des