16. Die Stellung der Kreditbanken auf dem Geldmarkt. 53 lungen des täglichen Verkehrs,- man kann auch in London und New kjork dem Chauffeur nicht mit Scheck zahlen und in den Läden beider Städte werden Schecks von bekannten Runden oder bei Lieferungen angenommen, die erst nach der Erkundigungsfrist über den Bestand des Guthabens zu erfolgen haben, nicht aber bei Promptlieferungen. Der Zirkulation von Mährungsgeld bleibt darum überall ein großes Gebiet zurück. Es haben sich zwei Umlaufskreise gebildet, jener der Banküberweisung und jener de? Währungsgeldes. Ganze Gruppen von Zahlungen werden nur innerhalb des ersten Kreises geleistet, zum Beispiel die Zahlungen aus dem börsemäßigen Effektenkredit. Den größten Zwischenkreis auf dem Gebiet des Mährungsgeldes bilden die Lohnzahlungen. Zn Reichen mit vorherrschendem Metall- und Notengeld bleibt das Geld in regelmäßigem Kreislauf; die französische Geschäftsfrau zahlt ihrem Lieferanten in Mährungsgeld und erhält selbst Metall oder Noten von ihren Abnehmern,- der Verkehr hält dort das Geld länger in der Zirkulation fest. Zn Neichen des Ueberweisungsver- kehrs dagegen wird der Kreislauf des Währungsgeldes unterbrochen: der Fabrikant erhält für seine Produktion Bezahlung in Schecks auf eine Bank, die er seinem Konto bei der Bank gutbringen läßt,- er be nötigt aber selbst Mährungsgeld für Lohnzahlungen und hebt Noten ab, obwohl er der Bank nur Schecks eingeliefert hat. Umgekehrt werden größere Beträge baren Geldes, die von einem vetailhaus bei der Bank einfließen, bei dieser im Augenblick keine Verwendung finden und der Notenbank zurückgeführt werden. Eine sofortige Verwendung von Mährungsgeld kommt wohl auch in hochentwickelten Wirtschaften vor, zum Beispiel in Warenhäusern, die Barzahlung erhalten und ihre Löhne in Währungsgeld auszahlen,- das sind aber nur Ausnahmsfälle. Vas Währungsgeld wird gewöhnlich bald eine Unternehmung er reichen, die es einem Bankkonto überweist, der Umlauf vollzieht sich nicht regelmäßig. Ehedem haben die Kreditbanken bei Zahlungsbedarf selbst Noten ausgegeben, und in Schottland dürfen sie dies noch heute hm; aber in allen andern Ländern Europas ist die Schaffung des Währungsgel des Aufgabe besonderer Noteninstitute geworden und die Kreditbanken überweisen diesen das einströmende Geld, das sie nicht in den nächsten Tagen zu benötigen glauben, zu Gunsten ihres Girokontos. Benötigen sie selbst für ihre Kundschaft Noten, so heben sie einen Teil ihres Konto bei der Notenbank ab oder rediskontieren bei ihr Wechsel (der letztere Vorgang ist nur auf dem Kontinent üblich). Oie Sorge für die Be-