68 II. Der Geldmarkt. angenommen wurde, daß 2 / 3 davon jederzeit im Verkehr bleiben wür den, setzte das Gesetz den Umlauf ungedeckter Noten auf 14 Mllio- neu £ fest, während die übrigen 7 Millionen £ und jede künftige Er weiterung des Geldbedarfs metallisch voll gedeckt sein mutzten. Den andern Notenbanken wurde ein kleiner Betrag ungedeckter Noten ge stattet, der bei Fusionierung mit der Bank von England deren Kon- tingent an ungedeckten Noten erhöhen sollte,- die Bedingungen für die Provinzbanken waren hart abgefaßt, um der Absicht des Gesetz gebers die Notenausgabe zu zentralisieren zu entsprechen. — Für die Entwicklung des Kontinente hatte die peelsche Bankakte zwei bedeutsame Konsequenzen: Die Notwendigkeit der zentralen Notenbank war von dem Führer der liberalen Partei Englands gerade in dem Zeitpunkt des vurchdringens des liberalen Programms an erkannt worden; die freie Konkurrenz, die noch ein Jahrzehnt vorher auch im Bankwesen als das erstrebenswerte Ziel gegolten hatte, wurde auf dem Gebiet der Notenbanken beseitigt. Ferner hat die Forde rung, datz die Notendeckung nicht dem Ermessen der Bankleitung, sondern jenem des Gesetzgebers zu überlassen sei, sich allgemein durch gerungen. Aber die Art, wie die peelsche Bankakte den Grundsatz durch führte und wie er in den meisten Staaten des Kontinents zur An wendung kam, bedeutete einen schweren Rückschritt gegen die Summe von Erkenntnis, welche im Balliern Report und bei Nteardo ihren Aus druck gefunden hatten. Oer wichtige Unterschied zwischen Goldabflutz in den nationalen Verkehr und Goldabflutz ins Ausland war verwischt worden — die Lank von England mutzte sich in beiden Fällen gleich mäßig verhalten — und es war die Forderung Ricardos nach einer Währung, die bei unveränderlichem Standard die äußerste ® es ernenne in der Nketallverwendung hat, in ihr Gegenteil verkehrt worden: Durch dis Begrenzung der Ausgabe ungedeckter Noten war die Notwendigkeit gegeben, jeöe Erhöhung des Währungsbedarfs des Landes durch Gold zu decken,- an Stelle der Forderung nach dem ökonomischesten hatte sich jene nach dem teuersten Zirkulationsmittel durchgesetzt. Oer Ueber- gang dieser beiden Tatsachen in die Gesetzgebung und Praxis der wich tigsten kontinentalen Notenbanken hat sich nach den Erfahrungen der letzten Jahrzehnte als schwerer Nachteil erwiesen. Oie übliche Kritik der peelschen Bankakte erschöpft sich schon seit 70 Jahren in zwei gleichförmig wiederholten Argumenten: Sie hätte nur die Noten-, nicht die Oepositendeckung vorgesehen und binde die Bank an zu starre Grenzen. Beide Einwände sind völlig zutreffend,