254* Neckarsulmer Fahrzeugwerke A.-G., Neckarsulm. Von dieser Summe wird als Abtragung auf das Haus verwendet: i % aus der jährlichen Verzinsung aus 5000 M. = 50 M. freiwilliger Beitrag der Fahrzeugwerke 1 % aus 5000 M. = 50 ,, wöchentliche Abzahlung von 1 M. = 52 ,, 152 M. 125 „ 45 „ 170 M., so daß als jährlicher Mietbetrag eine Summe von resultiert. Rechnet man dazu 4%% aus 1000 M. Anzahlung so ist also der jährliche Gesamtaufwand an Miete während nach 33 Jahren das Haus vollständig abbezahlt ist. Berücksichtigt man, daß die Miete für eine derartige Wohnung in Neckarsulm in einer nicht bevorzugten Lage mindestens 280 M., also uo M. mehr kostet, daß man dabei noch seinen etwa 300 qm großen Garten zum Bebauen des Küchenbedarfes zur Verfügung hat, daß man auf seiner eigenen Scholle und in seinem eigenen Heim unbekümmert von den Unannehmlichkeiten der Mietskasernen sich befindet, daß man abgeschlossen von seinen Nachbarn und nach allen Seiten um- jf" geben von gesunder Luft und dem Grün der Gärten in Ruhe und Ungestörtheit leben kann, so wird man den Wert eines sol chen Unternehmens schätzen. Von den Arbeitern der Fahrzeugwerke wohnen etwa 800 in 50 Ortschaften zer streut außerhalb Nek- karsulms und zwar bis zu 30 km Entfer nung, so daß manche 3—4 Stunden täglich auf dem Weg und auf der Eisenbahn zu bringen müssen. Was es für die Gesundheit und Leistungsfähig keit des Arbeiters be- Arbeitersiedlung der Fahrzeug werke Neckarsulm.Lageplan. M- I 1 H-h Arbeitersiedlung der Fahrzeugwerke Neckarsulm. Grundriß zu einem Einfamilienhaus. deutet, diese unproduktive Mühe von sich abzuwälzen und die allerdings manchmal aus berechtigten familiären, häufig aber auch aus nebensächlichen Gründen weit abgelegene Wohnung mit einer nähergelegenen nur einige Minuten von der Arbeitsstätte entfernten, wahrscheinlich gesünderen und auf die ins Werk gesetzte Art billigeren Heimstätte zu ver tauschen, wird jedermann klar sein. Mit diesem für den Arbeiter in sozialer wie in finanzieller Hinsicht ebenso bedeutsamen Unternehmen erhofft daher die Direktion eine Besserung der Qualitätsarbeit durch Wegfall der weiten Wege und bei Betriebserweiterungen eine Erleichterung in dem Heranziehen neuer Arbeitskräfte. Diese Eigenheim-Kolonie ist an der Bahnlinie Neckarsulm—Kochendorf auf erhöhtem freien Felde wenige Minuten von der Fabrik in der Nähe eines Waldes gelegen, mit schöner Aussicht auf das Neckartal und die nahegelegenen Weinberge. Ein Situationsplan zeigt die vorgesehene Bebauung dieses Eigenheim-Viertels, ein wei terer Plan den Aufriß der Einfamilienhäuser, sowie die Gesamtansicht. KANTINE. Die Kantine der Werke ist eine der ältesten Wohlfahrtseinrichtungen der Firma und geräumig genug, um den vielen auswärts wohnenden Arbeitern eine gute