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        <title>Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche</title>
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Farbenfabriken vorm. Friedr. Bayer &amp; Co., Leverkusen. 
rund 900 Mitglieder. Er gewährt den hilfsbedürftigen Werksangehörigen der Farben 
fabriken Pflege im Falle der Krankheit, ferner Nahrungsmittel und Kleidung bei Hilfs 
bedürftigkeit. Zu Weihnachten findet eine Bescherung aller unterstützungsbedürftigen 
Arbeiterfamilien statt. Weihnachten 1912 nahmen 150 Familien mit 600 Kindern an dieser 
Bescherung teil. 
Dem Frauenverein stehen die bereits genannten Schwestern zur Seite. Den Zwecken 
der Krankenpflege, Rekonvaleszenz usw. dienen ferner eine Reihe von Stiftungen, die an 
anderer Stelle im Zusammenhang besprochen werden. 
B. Ernährung und Erholung. 
Einige dieser Einrichtungen dienen gleichzeitig der Pflege der Geselligkeit und der 
Bildung. 
KAUFHAUS. Das Kaufhaus ist ein auf dem Prinzip der Konsumanstalt beruhendes 
Unternehmen, das seinen Hauptsitz in Wiesdorf hat und in Flittard eine Filiale besitzt. 
Der große Neubau mit seinen drei Abteilungen für Kolonialwaren, für Manufaktur- und 
Schuhwaren und für alle Bedarfsartikel des Haushalts wurde 1910 eröffnet. Das Kaufhaus 
verfolgt einen doppelten Zweck: erstens sollen die Werksangehörigen für ihr Geld ein 
wandfreie gute Ware erhalten und sich dabei an Barzahlung gewöhnen, zweitens sollen die 
ortsüblichen Preise reguliert werden. Der Umsatz des letzten Geschäftsjahres betrug über 
1 Million Mark. Die jährliche Rabattrückzahlung, die jedesmal kurz vor Weihnachten 
erfolgt, betrug meist 10%, so daß Ende 1912 über 100 000 M. den Käufern zurückgezahlt 
werden konnten. Die Verwaltung des Kaufhauses erfolgt, wie bei allen derartigen Ein- 
Kaufhaus: Kolonialwarenhandlung.</div>
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