18 Die wirtschaftliche Entwicklung der Industrie im (Dften. wegen des vorhandenen Rartoffel- und Getreidebaues, die Roh zuckerindustrie wegen des ausgedehnten Rübenbaues und die Zuckerraffinerien infolge der Verfügung über deutschen Rohzucker neben ausländischem zu bezeichnen. Dasselbe gilt von der Molkereiproduktion, die sich durch die allmählich glücklicherweise etwas ansteigende Viehhaltung wesentlich hebt, der sämtliche Fort schritte der Intensivierung der Landwirtschaft, besonders was die Verwendung der Abfälle der landwirtschaftlichen Nebengewerbe, Stallfütterung und Verwendung landwirtschaftlicher Maschinen angeht, zugute kommt. Als Resultat werden wir also feststellen können, daß die natürlichen Gegebenheiten des Ostens nur dahin auszubeuten sind, daß sie die Entwicklung von Industrien ermöglichen, die im Anschluß an das Hauptgewerbe des Ostens sich betätigen, an die Großlandwirtschaft. Über auch diese werden zu einer Blüte nur da gelangen können, wo ihnen Rapital und Arbeitskräfte neben genügender kaufmännischer Leitung in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen. Daneben handelt es sich aber um den großen Einfluß, den die geographische Lage des Ostens auf die Möglich keit der Industrialisierung ausübt. Einmal hindert die geographische Lage eine intensive wirtschaftlich-industrielle Entwicklung, weil diese Provinzen sich ein breitem Streifen an der russischen Grenze, die für uns wirtschaftspolitisch geschlossen ist, hinziehen und dadurch von dem Verkehr mit mindestens der Hälfte ihres natürlichen Absatzgebietes so gut wie ausgeschlossen sind, von den Hauptproduktions- und Ron- sumtionsgebieten in Deutschland sind diese Gegenden nur durch Binnentransportwege, für die zum größten Teil nur die Eisen bahnen in Betracht kommen, erreichbar. Die Ronkurrenz der englischen, oberschlesischen und westfälischen Steinkohle ist speziell