8 Haupttal linien. Gebirgs- knoten am Gotthard Haupt straßen. und nehmen rasch an Höhe ab. Die Täler senken sich steil zur Poebene hinunter, die mit nur 200 in Meeres höhe einen weit niedrigeren Gebirgsfuß bildet, als das Rhonetal auf der Nordseite, mit 700 in in Brig. Gegen über der einfachen Ficderform der Walliser Alpen er scheint die Bündner Gruppe als komplizierter Ban von reich verästelten Bergzügen und Tälern. Jenseits des Tessins erhebt sich die Adulagruppe im Rheinwaldhorn zu 3406 in. In der SW—NO Richtung heben sich sodann zwei Ketten aus den Bergmassen heraus, wovon die nördliche das Engadin vom Flußgebiet des Rheins abgrenzt, die südliche zwischen dem Engadin und Lein Veltlin eine Strecke weit die Landesgrenze bildet und in der stark vergletscherten Berninagruppe 4052 in den einzigen Gipfel der östlichen Schweizer Alpen trägt, der über 4000 in hinausreicht. Das große Längstal Rhone—Rhein und die quer verlaufende Furche des Rcuß- und Tessintales zerlegen die Schweizer Alpen in vier Flügel, die gewöhnlich als Berner, Glarner, Walliser und Bündner Alpen aus einander gehalten werden. Die Ketten des genannten Ge- birgssystems treffen in der Gotthardgruppe als ihrem Knotenpunkt zusammen. Von dieser Stelle gehen die Flußtäler der Rhone, des Rheins, der Reuß und des Tessins aus; sie leiten zwei wichtige Verkehrswege zur Straßenkreuzung von Andermatt im Urserental hinauf: 1. Die Straße vom Genfersee her durch das Rhone tal über die Furka und die Oberalp dem Rhein entlang zum Bodcnsee hinaus. 2. Die Gotthardstraße, die durch das Reuß- und Tessintal eine direkte Verbindung zwischen dein Nord- und Südfuß der Alpen herstellt. Gegenüber den andern Alpenpässen hat der Weg über den Gott hard einen besondern Vorzug; hier können die Alpen auf geradem Weg in einem einzigen Aufstieg und Ab stieg durchquert werden, während an andern Stellen zum mindesten zwei Hauptketten sich einem Alpenübergang in der geraden Linie entgegenstellen.