14 Stufen mündung Felsriegel. Entstehung der Seen'. Wert der Talformen für den Menschen. Terrassen, die Überreste eines voreiszeitlichen Talbodens. Als treffliches Beispiel eines vom Gletscher geformten Trogtales kann das Lauterbrunnental mit den Terrassen von Murren und Wengen gelten. Die Seitentäler führten kleinere Eisströme und wurden nicht so stark vertieft wie das Haupttal. Sie münden heute hoch über dem Haupttal aus. Der Seitenbach stürzt da als Wasserfall über die Mündungsstnfe herunter (z. B. der Staubbach) oder hat sie im Lauf der Zeit in einer Schlucht zersägt (Trientschlucht im Wallis). In scharfem, mühsamem Anstieg führt der Zickzackweg aus dem Haupt tal neben der gähnenden Schlucht hinauf zu dem einige hundert Meter höher liegenden Eingang des Seitentales. Die Gletscher der Eiszeit formten auch in der Längs richtung des Haupttales solche Stufen; flache Fluß strecken wechseln mit steilen Stellen, wo der Fluß mit starkem Gefälle durch eine Schlucht zur nächsten flachen Talstrecke hinunterstürzt. Die querlaufenden, vom Fluß zerschnittenen Felsriegel zerlegen das Tal in eine Reihe langgestreckter und abgestufter Becken (Oberwallis, Hasli- tal, die Täler der Reuß und des Tessins). Die langen Seen am Ausgang der Alpentäler sind als solche Fels becken aufzufassen, die infolge der ausschürfenden Arbeit der eiszeitlichen Gletscher enstanden und sich mit dem Wasser der Talflüsse anfüllten. Nach einer ältern Ansicht hatte ausschließlich das fließende Wasser die heutigen Formen der Alpentäler geschaffen. Sie er- klärt das Entstehen der Seen am Alpenrand durch ein Rücksinken des, hochgetürmten, schon tief durchtalten Gebirgskörpers; dabei wäre ein rückläufiges Gefälle der Flüsse entstanden und das Wasser zu Seen gestaut worden. Die Steilwände und die Gehängeterrassen der Täler, die Wasserfälle, Schluchten und Seen machen einen Hauptreiz der Alpenlandschaft aus; sie sind aber auch für die Bewohner, ganz besonders für ihr Erwerbsleben, bedeutungsvoll geworden. Die Menschen bevorzugen für