16 Verkehr. Ausdehnung. dem Lauterbrunnental, Beatenberg ob dem Thuner- see, Axalp ob dem Brienzersee, Seelisberg und Mor- schach über dem Urnersee, Braunwald ob dem Glarner Linthtal. Die reich verzweigten Täler öffnen dem Verkehr viele und verhälnismäßig bequeme Wege ins Innere der Alpen und durch die Einsattelungen über die Berg ketten hinweg. Seitdem die Gotthardbahn und die Simplonbahn den internationalen Schnellverkehr und Gütertransport übernommen haben, dienen die Alpen straßen und -passe zumeist dem Touristen und Lokal verkehr. Im einzelnen finden die Wege im Stufenbau der Täler manches Hindernis. Zu den Seitentälern, die einige hundert Meter hoch über dem Haupttal aus münden, ist der Zugang stark erschwert; durch kunst voll in vielen Windungen angelegte Straßen sucht man in neuerer Zeit eine bessere Verbindung zu schassen. Dem Längsverkehr sind die Stufen des Haupttales ebenfalls recht hinderlich. Die Straße setzt in Kehren über die Felsbarrieren hinweg; die Eisenbahn be wältigt sie in Kehrtunnels. In dem Maß wie Straßen und Eisenbahnen das Gebirge erschließen, schwinden die altertümlichen Gebräuche und Einrichtungen, die sich in der Abgeschlossenheit der entlegenen Talschaften herausbilden und bis zur Gegenwart erhalten konnten. 2. Das Mitteltand. Das schweizerische Mittelland ist ein Teil des Alpen vorlandes, das am Genfersee beginnt und sich über den Bodensee hinaus in die schwäbisch-bayrische Hoch ebene fortsetzt. In der Ostschweiz hat es zwischen dem Säntis und dem Randen im Kanton Schasfhansen eine Breite von 70 km. Nach Südwesten wird es immer mehr zwischen Alpen und Jura eingeengt und verschmälert sich im Winkel von Genf auf etwa 20 km. Die dreieckförmige Fläche des Mittellandes schneidet