17 im Nordwesten scharf ab an der wie eine Mauer steil aufsteigenden Kette des Jura. Die Grenze verläuft als fast gerade Linie vom Rhonedurchbruch unterhalb Genf bis zum östlichsten Ausläufer des Kettenjura, zur Lägern, biegt dann nach Norden ans und folgt dem Rheintal zum Bodensee. Zwischen Alpen und Mittelland zieht die Grenze in einer mehrfach nach Norden ausbiegenden Linie, von Vevey am Genfersee über Bulle, Thun, Vitznau, Weesen und Altstädten im Rheintal. Zwischen je zwei Bogen dringt das Mittel land in die Alpen ein; an diesen Stellen treten die Flüsse aus den Alpen heraus: Rhone, Saane, Aare, Reuß, Linth und Rhein. Die breite Mulde zwischen Alpen und Jura ist von einem wechselvollen Hügelland erfüllt. Breit ge lagerte, rundliche, meist waldbedeckte Rücken ziehen zwischen flachen Talböden dahin. Die Flüsse gehen vom Alpenrand aus meist quer durch das Mittelland an den Jurafuß zu ihrer gemeinschaftlichen Abflußrinnne; ihre vorherrschende Richtung von 880 nach NNW ist maßgebend für den Verlauf der riemenförmigen Hügelzüge (z. B. der Linden berg). Westlich der Aare treten an Stelle der Rücken schwächer gewellte Plateauflächen. Die Flüsse unterbrechen die Hochfläche mit tiefen, engen und zu Schlingen ge bogenen Tälern, wie der Lauf der Saane und ihrer Zu flüsse zeigt. Für diesen westschweizerischeu Teil des Mittel landes dürfte noch am ehesten der vielgebrauchte Name „Schweizerische Hochebene" gelten. In der breiten Senke am Fuße des Jura überragen die Hügel mit einer Meereshöhe von 500 bis 600 m den Talboden nur um ein geringes. Gegen Süden hin heben sie sich immer schärfer aus den Flußtälern heraus. Am Alpenrand steigen vereinzelte Mittellandberge zu der Höhe der Vor alpen an, zu denen sie auch in der Schroffheit der For men einen Uebergang bilden; Napf 1407 m, Rigi 1800 m, Speer 1956 m. Was sie aber von den Alpen abgrenzt, das ist die verschiedene Gesteinsart. Die Hügel des Mittel- Flückiger, Schweiz z Bodengestalt