18 GesteinLart landes sind aus Nagelfluh, Sandstein und einem Ge menge von Ton und Kalk, dem Mergel aufgebaut und zwar so, daß eine Zone von Nagelflnhbergen dem Alpen- suße entlang zieht (Jorat, Napf, Rigi, Roßberg, Speer, das Appenzeller Hügelland), Sandstein und Mergel da gegen in größerem Abstand von den Alpen den Boden aufbauen. Die Gesteine des Mittellandes, Nagelfluh, Sandstein und Mergel, tragen den gemeinschaftlichen Namen Molasse (molasse = leicht zerreibliches Gestein). Entstehung ®on Beginn der Alpenfaltung an zerstörte die Verwitterung des Molaffe- die aufgetürmten FelSmassen des Gebirges. Zahlreiche Flüsse schleppten den Schutt ins Borland hinaus. Mit wachsender Ent fernung von den Alpen wurde das Gefälle der Flüsse geringer. Sie lagerten den Schutt nach der Größe sortiert ab. Felsbrocken und kleinere Gerölle blieben schon am Gebirgsfnß liegen; den Sand und Schlamm vermochte das fließende Wasser noch weiter hinaus zu befördern. Eine genaue Abgrenzung der Schuttzonen trat nicht ein; denn ein kräftiges Hochwasser schleppte Gerölle bis zu der Stelle, wo beim nächsten Niedrigwasser nur noch Sand oder Schlamm hingelangen konnte. Kies-, Sand- und Schlamm bänke griffen so stellenweise ineinander über. Aus den gewaltigen Schuttmassen der Alpen bauten die Flüsse im Vorland allmählich eine nach Norden sich senkende Hochebene auf. Im Laufe der Zeit verkittete eingeschwemmter Schlamm wie eine Zementmasse die Gerölle zu Nagelfluh, die Sandkörner zu Sandstein; der tonige und kalkige Schlammabsatz erhärtete zu Mergel. In einer spätern Zeit gruben die Flüsse Rinnen in ihre eigene Ausschüttung; sie vertieften und verbreiterten die Furchen zu geräumigen Tälern und zerlegten die Molasse in rundliche oder plateauartige Höhen züge ; das sind die Überreste der einstigen Hochebene. Verdanken Alpen und Jura ihre Entstehung dem Zusammenschrumpfen der Erdkruste, einer vom Erdinnern her wirkenden Kraft, so sind die Hügel und Berge des Mittellandes von außen her durch die aus nagende Arbeit der Flüsse geformt worden. Im Gegensatz zu Alpen und Jura haben hier die Gesteinsbänke ihre ursprüngliche, wagrechte Lage beibehalten. Eine Ausnahme macht eine breite