19 y' Zone am Alpenrand vom Gensersee bis zum Bodensee. Verletzte Teil der Alpenaufsallung ergriff auch die benachbarten Molasse- fchichten und schob sie zu einem Gewölbe zusammen. Die schräg aufgerichteten Nagelflnhbänke am Rigi, Roßberg und Speer sind verwitterte Überreste dieser Molassefalte. Die Gletscher der Eiszeit überfluteten vvm Aus- Wirkung« gang der Alpentäler her einen beträchtlichen Teil des ber ® iSäeit ’ Mittellandes; außer dem schon genannten Rhonegletscher waren es vor allem die Eisströme aus dem Aare-, Reuß-, Linth- und Rheiutal. Sie verkleideten die Rücken und Täler mit einer mächtigen Schuttdecke und fügten zu diesen grvßen Zügen der Landschaft einen unendlichen Reichtum von Moränewällen. Das Gebiet der großen Emme (Raps) und der Töß (Zürcher Oberland) war zum größten Teil eisfrei; hier konnte das rinnende Wasser ungestört ein fein verzweigtes System von Tälern und Tälchen ausgraben, das in so auffälligem Gegensatz zu den einfach und steif, verlaufenden, breiten Gletschertälern steht. In den Mulden, die das Eis im Felsboden aus- schiwfte, oder hinter Moränenwällen staute sich das Wasser zu Seen. In jeder Größe, bis hinunter zum Teich, be leben sie das Bild des Mittellandes. Die lehmige Erde der Grundmoräue, die weithin dem Nagelfluh- und Sand steingrund aufliegt, bietet dem Ackerbau einen fruchtbaren und tiefgründigen Boden. Die Riedflächen auf feuchten, wasserundurchlässigen Gründen liefern der Viehzucht das Streuegras. Die Gletscherbäche verschleppten den Kies der Moränen zu den sogenannten Schotterfeldern, die in den ausgedehnten Flußniederungen eine große Fläche einnehmen. Aus diesen trockenen, sonnendurchwärmten Böden findet das Getreide die ihm gut zusagenden Be dingungen. Auf deni ehedem eisbedeckten Gebiet des Mittellandes liegen überall erratische Blöcke zerstreut. An vielen Stellen hat ihre Zahl stark abgenommen, da der Stein als geschätztes Baumaterial verwendet wurde. Einzelne durch Lage oder Größe bemerkenswerte Find-