20 Vorzüge des Mittellandes Jura Verlauf linge bleiben als Naturdenkmäler vor Zerstörung ge schützt. Das Mittelland vermag ungeachtet seiner Anmut gegenüber dem eindrucksvollen Landschaftsbild der Alpen nicht zur Geltung zu kommen. Dafür besitzt es eine Reihe anderer und wichtiger Vorzüge. Fruchtbarer und flach liegender Boden, ein gegenüber Alpen und Jura mildes Klima und die günstige Verkehrslage haben hier eine große Volksdichte hervorgerufen. In den Alpen sind die stark bevölkerten Talstreifen durch die ausgedehnte, men schenleere Felsen- und Eiswildnis der Gipfelregionen ge trennt. Das Mittelland bildet dagegen mit den reich angebauten Plateauflächen, Hügeln und Tälern eine fast ununterbrochene Wohnfläche, obschon auch hier die Täler als Verkehrswege und Industriegebiete die Stellen der größten Menschenansammlungen darstellen. Ackerbau, Handel und Industrie sind im Mittelland weitaus am stärksten entwickelt. Volkszahl und Wohlstand machen es zum wichtigsten Landesteil der Schweiz. 3. Deo Iirocr. Südwestwärts des Gensersees löst sich der Jura als selbständiges Gebirge von den französischen West alpen ab und umschließt als natürlicher Grenzwall in einem langen, flachen Bogen den Nordwesten und Norden der Schweiz. Er besteht aus einer Reihe parallel laufen der Kalksteinketten. Die höchsten stehen am Südostrand des Gebirges, wo sie mauerartig steil und ungegliedert zum Mittelland abfallen. Nach Nordwesten hin werden die Bergrücken immer niedriger und verflachen sich all mählich zum Tiefland der Saöne, des Doubs und des Rheins. In seinem mittleren Abschnitt am Neuenburger- und Bielersee gewinnt der Jura die größte Breite. Ueber 20 Ketten liegen hier bis zum Doubs vor Besan^on hintereinander. Ihre Zahl nimmt nach SW und NO ab, und damit verringert sich auch die Breite des Gebirges;